EFF startet neue Plattform zur Dokumentation von Zensur in sozialen Netzwerken

21. November 2015 Kategorie: Internet, Social Network, geschrieben von: Pascal Wuttke

Artikel_EFFDie Online-Rechtsorganisation Electronic Frontier Foundation (EFF) hat in Kooperation mit Visualizing Impact eine neue Plattform namens Onlinecensorship.org gestartet, auf der Vorkommnisse von Internet-Zensur innerhalb von sozialen Netzwerken dokumentiert werden soll. Hierbei soll festgehalten werden, wie Seitenbetreiber es so mit der freien Meinungsäußerung in der Online-Welt tatsächlich halten. Diesbezüglich gab es ja vor allem in der jüngsten Vergangenheit viele geteilte Meinungen. Daher ist es häufig nicht so einfach für die Community Manager dieser Welt mit solchen Situationen umzugehen.

Doch der eigentliche Zweck dieser Zensur-Dokumentation soll nicht darin stecken, Social Media- und Community Managern auf die Finger zu klopfen, sondern viel mehr der allgemeinen Transparenz dienen – quasi dem Gegenteil der Zensur. Denn Social Media-Seiten haben einen größeren, öffentlichen Einfluss, als viele realisieren.

„The passionate debate about these takedowns reveals a larger issue: social media sites have an enormous impact on the public sphere, but are ultimately privately owned companies. Each corporation has their own rules and systems of governance that control users’ content, while providing little transparency about how these decisions are made.“

Daher ruft man Nutzer, die entweder selbst von Zensur betroffen sind oder diese sicher durch Dritte erfahren, auf, die Vorfälle auf Onlinecensorship.org zu melden. Dabei kann jeder zensierte, bzw. entfernte Beitrag bei Netzwerken wie Facebook, Google+, Twitter, Instagram, Flickr oder YouTube gemeldet werden.

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Diese Daten werden von der EFF gesammelt, um zu sehen, wie stark Unternehmen in der Social Media-Welt ihre eigenen Interessen und Nutzungsbedingungen umsetzen, bzw. wie stark sie sich an die Bedingungen des jeweiligen Netzwerks selbst halten. Die gesammelten Daten sollen also einerseits die Öffentlichkeit sensibilisieren, als auch dazu dienen, den Unternehmen einen Spiegel vorzuhalten. Wie sehr sich die Unternehmen am Ende das Ganze zu Herzen nehmen, steht natürlich auf einem anderen Blatt geschrieben.

(Quelle: EFF)

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Über den Autor: Pascal Wuttke

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