BlackBerry plant nach Priv weitere Smartphones

9. November 2015 Kategorie: Hardware, Mobile, geschrieben von: André Westphal

Artikel_BlackBerry PrivDer kanadische Hersteller BlackBerry hat mit dem Priv gerade erst sein erstes Smartphone mit dem Betriebssystem Android veröffentlicht. Vorwiegend will der Hersteller Kunden mit sowohl einer QWERTZ-Tastatur als auch umfangreichen Sicherheitsfunktionen und garantierten Updates locken. In ersten Reviews schnitt das Priv durchweg gut an, wenn auch vielfach Kritik am Preis laut wurde. Wie es scheint, soll das Priv aber nicht das letzte Smartphone-Modell von BlackBerry bleiben. So bestätigt CEO John Chen in einem aktuellen Interview die Planung von Nachfolgern.

Bisher spekulierten viele Analysten und Medienvertreter, dass das BlackBerry Priv das erste und letzte Android-Smartphone des Herstellers bleiben könnte, sollte der dringend benötigte Erfolg am Markt ausbleiben. Jener ist wiederum vor allem aufgrund des hohen Verkaufspreises fraglich. Laut Chen seien aber definitiv seitens BlackBerry weitere Smartphones geplant.

Der Geschäftsführer übt Kritik an der Berichterstattung rund um das Priv: Das Gerät sei für BlackBerry eben nicht, wie viele Kollegen unterstellen, ein letzter Verzweiflungsakt. Das Priv sei bereits lange in Planung gewesen und auch weitere Generationen wolle BlackBerry veröffentlichen. Es gelte lediglich den Markt nun nicht zu überfluten. Man warte erstmal ab, wie das Priv angenommen werde, um für die Zukunft zu lernen.

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Offen hält BlackBerry, ob zukünftige Smartphones des Unternehmens weiterhin Android verwenden sollen, oder ob man bei enttäuschenden Verkaufszahlen dazu übergehen würde das Priv als Experiment abzuhaken und wieder exklusiv auf das BlackBerry OS 10 bzw. neue Versionen des Betriebssystems zu setzen.

Ich selbst glaube, dass das Priv für BlackBerry durchaus ein Achtungserfolg sein könnte, aber erst eine zweite, ausgereiftere Version, welche die Lerneffekte direkt aufgreift, wirklich realistisch den erhofften Kassenschlager darstellen könnte. Dafür müsste BlackBerry vermutlich aber auch am Preis etwas drehen. Jener erscheint zwar für die Kombination aus Hard- und Software gerechtfertigt, dürfte aber leider den meisten Kunden am Markt zu hoch sein.

(via Ubergizmo)


 

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Über den Autor: André Westphal

Hauptberuflich hilfsbereiter Technik-, Games- und Serien-Geek. Nebenbei Doc in Medienpädagogik und Möchtegern-Schriftsteller. Hofft heimlich eines Tages als Ghostbuster sein Geld zu verdienen oder zumindest das erste Proton Pack der Welt zu testen. Mit geheimniskrämerischem Konto auch bei Facebook zu finden. PayPal-Kaffeespende an den Autor.

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