Benutzer bewerten aus Protest offizielle Twitter-App schlecht

23. Juni 2013 Kategorie: Internet, Social Network, geschrieben von:

Die Benutzer von Falcon Pro machen gerade mit einer Aktion im Google Play Store auf sich aufmerksam. Um das Ganze zu verstehen, hole ich einmal kurz aus. Twitter beschneidet leider externe Entwickler. Diese bekommen 100.000 Token, die quasi 100.000 Nutzer benutzen können. Nur spezielle Twitter-Apps können mehr Token bekommen. Wobei nicht einmal 1 Token gleich 1 Benutzer ist: jeder Account ist ein Token. Nutze ich zwei Accounts in Falcon Pro, dann sind zwei Token weg.

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Twitter teilt dies den Entwicklern so mit: „All applications replicating the core Twitter experience, usually called „clients“, will have some new restrictions placed on them, including a 100,000 user token limit. To be clear, the 100,000 user token limit applies only to the small number of clients replicating the core Twitter experience – it does not apply to the majority of other applications in the broader ecosystem.“

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Nach 100.000 Token ist also Schicht im Schacht. Dieses Problem hat man bei Falcon Pro auch. Man führte die Unterstützung für mehrere Accounts ein und sprengte gleich die Grenze. Kein Wunder, Falcon Pro ist ein sehr beliebter und guter Client. Der Entwickler entfernte die App aus dem Google Play Store und verteilte sie via Google+. Eine Lösung ist bislang nicht in Sicht – die einzige Alternative wäre es, 5 Mal die gleiche App unter verschiedenen Namen einzustellen.

Momentan wächst der Unmut unter den Nutzern, in Unmengen protestieren sie gerade gegen die strengen Regeln von Twitter. Um sich eine Stimme bei Twitter zu verleihen, nutzen sie Google Play: sie posten ihre Meinung zu den Beschränkungen als 1-Stern-Bewertung unter die offizielle Twitter-App.

Persönliche Meinung: Natürlich ist Twitter eine Firma, die letzten Endes eine Gewinnabsicht hat. Die kann natürlich machen, was sie will. Fremde Clients zeigen keine Werbung von Twitter, sodass man natürlich die Menschen zum eigenen Client zwingen will. Doch Twitter ist ja kein x-beliebiges Tool mehr.

Es ist das Sprachrohr für Menschen in Krisengebieten. Es zeigt uns ungeschminkte Wahrheiten aus unserer Welt. Und aus diesem Betrachtungswinkel sehen viele Medien wie Facebook, Google+ und Twitter gleich einmal ganz anders aus. Sicherlich – dies löst das Problem sicherlich nicht, da man immer noch den offiziellen Client in solchen Situationen nutzen kann. Doch Twitter sollte nachbessern. Nicht den Menschen Knüppel zwischen die Beine werfen, die das System groß gemacht haben.

Wenn ihr diese Form des Protestes unterstützen wollt, dann installiert euch die offizielle Twitter-App und sagt eure Meinung!

Twitter, tear down this wall!


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