Apple zahlt In-App-Käufe durch Kinder zurück, aber wie sieht es mit Google aus?

18. Januar 2014 Kategorie: Android, Google, iOS, Mobile, geschrieben von:

Vor ein paar Tagen berichteten wir darüber, dass Apple 32,5 Millionen Dollar an Eltern zahlen muss, deren Kinder In-App-Käufe in Spielen für Kinder getätigt haben. Im von Apple bereitgestellten 15-minütigem Zeitfenster konnten In-App-Käufe getätigt werden, ohne das Passwort noch einmal eingeben zu müssen. Eltern, die ihren Kindern ein Android-Gerät in die Hand drücken, sollten noch mehr aufpassen, Google verlangt nämlich erst nach 30 Minuten das Passwort erneut.

google-play

In den Play Store Einstellungen kann man festlegen, dass überhaupt ein Passwort abgefragt wird, wenn Käufe getätigt werden. Hat man dieses Passwort allerdings einmal eingegeben, bleiben einem 30 Minuten, in denen man munter in einer App oder auch im Play Store shoppen kann. Eine lange Zeit, in der Kinder in der Tat einiges an Kohle verprassen können (Erwachsene natürlich auch, aber da berufe ich mich einfach mal auf den gesunden Menschenverstand).

Interessant ist dies deshalb, weil die FTC Apple wegen dieser 15-Minuten-Regel im Visier hatte, Google allerdings nicht. Unklar ist, ob die auch gegen Google ermittelt, eine Stellungnahme dazu gibt es nicht. Von Google war hingegen zu hören, dass man bereits daran arbeitet, dass Käufe bei Google Play besser kontrolliert werden können. Apple bietet mittlerweile die Möglichkeit, In-App-Käufe komplett zu unterbinden oder das Passwort bei jedem einzelnen Kauf abzufragen.

Ich bin nach wie vor der Meinung, dass es Aufgabe der Eltern ist, die Kontrolle über Käufe in den App Stores zu übernehmen. Die Schuld (und die Gegenmaßnahmen) bei den Store-Betreibern zu suchen ist schlichtweg falsch. Diese bieten einen leichten Zugang zu Apps und Games udn wer nicht geschäftsfähig ist, hat in einem solchen Store auch nichts verloren. Ein Smartphone oder Tablet mit 15- oder 30-minütigem Zeitfenster stellt nichts anderes dar als wenn man einem Kind ein Bündel Geld in die Hand drückt und ihm einen schönen Tag wünscht.


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Über den Autor:

Technik-Freund und App-Fan. In den späten 70ern des letzten Jahrtausends geboren und somit viele technische Fortschritte live miterlebt. Vater der weltbesten Tochter (wie wohl jeder Vater) und Immer-Noch-Nicht-Ehemann der besten Frau der Welt. Außerdem zu finden bei Twitter (privater Account mit nicht immer sinnbehafteten Inhalten) und Instagram. PayPal-Kaffeespende an den Autor.

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