Apache OpenOffice 4 bekommt Layoutüberarbeitung mit seitlicher Werkzeugleiste

17. April 2013 Kategorie: Linux, Software & Co, Windows, geschrieben von: Patrick Meyhöfer

Inzwischen ist einige Zeit vergangen, seit Sun von Oracle gekauft worden ist und ein Großteil der Entwickler nicht mehr mit der Politik von Oracle einverstanden waren. Es kam zu einem Fork LibreOffice unter der Leitung der Document Foundation, der sich ein Großteil der unterstützten Unternehmen anschlossen. Oracle hatte keine Ambitionen die Software weiter zu entwickeln und übergab das Projekt der Apache Foundation.

Während LibreOffice recht aktiv und verhältnismäßig schnell neue Versionen herausbrachte, hatte man das Gefühl das bei OpenOffice nicht mehr viel passiert. Inzwischen haben sich die Entwickler aber mit einem neuen Konzept zu Wort gemeldet, bei der man ein neues Layout mit seitlich angeordneter Werkzeugleiste präsentiert.
Apache Open Office 4

Durch die vielen Monitore mit Widescreen-Auflösung verschenkt man hier weniger Platz und ich muss sagen das mir die Anordnung recht gut gefällt. Abseits davon, dass die Benutzeroberfläche generell etwas moderner aussehen könnte, passiert hier zumindest etwas. Die Seitenleiste befindet sich bereits in der Testphase und wird in Version 4 ausgeliefert.

Man wird sich flexibel entscheiden können, ob diese rechts oder links angezeigt werden soll oder komplett ausgeblendet wird. Das Menü selbst ist inhaltsbezogen und blendet automatisch die Optionen ein, die gerade passend zur Bearbeitung des Dokuments an der jeweiligen Stelle sind. Ob ein neues Layout allerdings reichen wird, wieder mehr Menschen für Apache OpenOffice statt LibreOffice zu begeistern, wage ich noch zu bezweifeln, aber anschauen kann man sich das neue OpenOffice bei Veröffentlichung ruhig einmal. [via]


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Über den Autor: Patrick Meyhöfer

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19 Kommentare

shad 17. April 2013 um 21:04 Uhr

Sieht aus wie vom Planeten Ih-Gitt! Nutze zwar auch ausschließlich OpenOffice, aber die Optik geht gar nicht. Und diese Seitenleiste macht nur eins: ablenken von der Arbeit. Hässlich obendrein. Hätte insgesamt vom Look her auch unter Windows 3.1 schon so aussehen können. Leider. Da sollten die Macher langsam mal dran schrauben.

Bernd 17. April 2013 um 21:10 Uhr

Hahaha … ich lach mir einen ab. Da investiert Microsoft Jahre in die Bedienfreundlichkeit, bringt Ribbons, welche von sehr vielen Nutzern gehasst werden welche auch noch Bildschirmplatz kosten. Und jetzt kommt OpenOffice und macht so etwas extrem simples. Und ich muss sagen, dass ich es super gut finde. Jetzt wo eigentlich alles Breitbild ist inzwischen, macht es doch durchaus Sinn mehr vom DinA4 Blatt auf dem Bildschirm sehen zu können.

Genial einfach, einfach genial?

Und zum Aussehen der Oberfläche: finde ich auch hässlich.

BobGrillen 17. April 2013 um 21:10 Uhr

Na ja, es gleicht sich Lotus Symphony an, das gibt’s ja auch noch. Die Idee ist beileibe nicht schlecht, mittlerweile bin ich allerding auf Ribbons geeicht, die funzen imho super. Libre und Open Office wirken optisch tatsächlich etwas veraltet.

ewy 17. April 2013 um 21:15 Uhr

@BobGrillen: korrekt, wollte ich auch gerade sagen – dieses Feature wurde (wird) wohl von Lotus Symphony übernommen. Das hat ja in der aktuellen Version auch einmal auf OpenOffice-Basis angefangen und soll nun – nach der Abkündigung im letzten Jahr – auch wieder darin aufgehen. Derzeit kann man es noch frei herunterladen unter: http://www-03.ibm.com/software.....e.nsf/home

caschy 17. April 2013 um 21:20 Uhr

Puh.1995 hat angerufen ;)

Pitti 17. April 2013 um 21:23 Uhr

Offenbar machen sich hier erste Einflüsse von der IBM-Variante “Lotus Symphony” bemerkbar:
http://www-03.ibm.com/software.....e.nsf/home

Ich hatte zwischenzeitlich unter Linux diese Variante installiert und mir gefiel gegenüber der “originalen”, jedoch “angestaubten” Darstellung diese Oberfläche sehr gut. Leider gab/gibt es dafür kein Zeichenmodul und keine Datenbank.

Ansonsten: Ich hätte kein Problem damit… ;)

Pitti 17. April 2013 um 21:27 Uhr

@BobGrillen + ewy. Ihr ward schneller! :D

namerp 17. April 2013 um 21:39 Uhr

Wann bekommen die mal die Optik in den Griff (generelles OpenSource Problem scheinbar), der Rest klappt sehr gut muss ich sagen. Die Seitenleiste finde ich sehr gut weil auf einem 24″ Monitor kann ich gar nicht so groß reinzoomen das ich links und rechts nicht viel frei habe.

Jürgen Kühner 17. April 2013 um 22:33 Uhr

Gefallen oder nicht: die MS-Ribbons find ich gar nicht schlecht, aber der Kontrast bei Office ist unter aller Sau. Produktiv find ich da OO um einiges besser und sinnvoller.

Paul Peter 17. April 2013 um 23:58 Uhr

Ich bin mit LO sehr zufrieden. Ich will garnicht mehr zu OO zurück.

Mir fällt gerade ein, dass ich endlich mal auf LO 4.0.2 updaten sollte….. LO 3.6.3 tut hier noch seine ausgezeichneten Dienste…

CMSA 18. April 2013 um 00:22 Uhr

Oh Gott, warum haben die Entwickler nie bei UI-Design aufgepasst? Eine Seitenleiste führt dazu, dass man bei mehr Optionen in der Sidebar scrollen darf -> Entwurf ist für die Tonne.

(Fun Fact: Den Entwurf gab es für Office 2007 auch mal, da gibt (gab?) es mal ein interessantes Video von Microsoft zum Design von Office 2007 wo genau das angesprochen wurde.)

Wendigo 18. April 2013 um 07:40 Uhr

Da beide Projekte Open Source sind dürfte das Feature wohl bald auch in LiO zur Verfügung stehen. Mir persönlich gefällt es, auch die Möglichkeit es wieder abstellen zukönnen.

svenp 18. April 2013 um 08:43 Uhr

Das OpenOffice Projekt ist einfach schrecklich. In den neuen Versionen wird beim ersten starten praktisch ist komplette Installation in das Profil kopiert.
Wenn ich 10 Profile auf meinem Rechner habe, habe ich somit 11 Mal OpenOffice installiert.
Diese und andere Kleinigkeiten wie z.b. die grottige Serienbrief Unterstützung machen das Projekt OpenOffice unbrauchbar.
Statt sich über das Layout Gedanken zu machen sollten sich die Macher besser über die fehlenden und schlechten Funktionen her machen.

Ich bin vor längerer Zeit nach LO gewechselt und sehe derzeit keinen Grund wieder zu OOO zu wechseln.

Tchooe 18. April 2013 um 09:43 Uhr

Endlich mal jemand, der gemerkt hat, dass bei den aktuellen Bildschirmformaten eine platzraubende Ribbonleiste völlig unbrauchbar ist. Warum also nicht eine Seitenleiste als Option? Warum nicht einfach die Position der Ribbonleiste – oder wie auch immer man sie dann nennen möchte – dem Anwender überlassen? Es gibt ja schon lange andere Programme, bei denen das möglich ist, sogar eine freie Positionierung einzelner Menüblöcke.

Diese Gängelei (nicht nur) durch MS ist einfach unerträglich.

Wishu Kaiser 18. April 2013 um 09:44 Uhr

Open Office, Libre Office, Word. Die ersten beiden mochte ich nie, von letztem hab ich noch eine 2010er-Lizenz, die ich auf Windows 8 nicht mal mehr installierte. Wozu auch? In Google Drive hab ich alles, was ich brauche – und mehr. Zudem kein Verlust mehr.
Die Seitenleiste würde mich persönlich wohl eher stören, will den Inhalt zentriert und ohne Ablenkung.

Thomas 18. April 2013 um 19:39 Uhr

Gefallen mir alle samt nicht, die neueren Office-Pakete. Mir ist Humpe, wie die Oberfläche aussieht, wichtig sind Geschwindkgiekt, Stabilit#t und Kompatiblität, man könnte hier fast den Eindruck bekommen, Aussehen zähle mir als Funktionalität. Office 2007 Lo und OOO sind lahmarschig ohne Ende, wofür soll das gut sein=

Marc Senn 30. Mai 2013 um 20:28 Uhr

Lahmarschig ???? also ich Starte LO 4.1.0.0beta 1 in 2 sekunden ohne Vorladen.
Nur nicht alle Sprachen Installieren. ;-) Wenn das Langsam ist?

Marc Senn 31. Mai 2013 um 01:18 Uhr

Hab die neue AOOO beta version 4.0 Angeschaut, tja wo ist die neue Oberfläche jetzt.
Und können die nicht mal den lade screen ändern, da steht noch ein 3. aber sonst Überall 4.0. ;-)
Hab in alle menue Geschaut Optionen durchschaut keine Funktion wo man eine seitenleiste öffnen kann.
Wider Gelöscht.

Ich mag LIbreoffice weils weitergeht und nicht monate lang nix passiert.
Ist jetzt gerade die Beta von LO 4.1.0.0 drauf und als Arbeits version LO 4.0.3.3

Ingolf Schäfer 17. Juni 2013 um 13:24 Uhr

Kleines Update: Die seitliche Bedienungsleiste ist im neuen LibreOffice 4.1 als experimentelles Feature enthalten und funktioniert dort einwandfrei.


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