Android O: Auf diese Neuerungen könnt ihr euch freuen

26. März 2017 Kategorie: Android, Google, Mobile, geschrieben von: caschy

Android O ist in einer ersten Version erschienen. Android O ist der Nachfolger von Android 7.0 Nougat. Nougat kam im März 2017 auf eine globale Verteilung von 2,8 Prozent. Vorgestellt wurde Android 7.0 Nougat final im August 2016, nachdem die erste Beta im März 2016 erschien. Android O wird laut Google im dritten Quartal 2017 erscheinen, die erste Entwicklerversion wurde am 21. März freigegeben.

Diese kam auch nicht über das offene Android Beta Programm, stattdessen mussten Interessierte von Hand flashen. Wie man Android O von Hand auf ein unterstütztes Gerät flasht, das beschrieben wir hier.

Wer warten kann: Ruhig machen, es folgen auch Android O-Versionen (vielleicht schon ab Mai 2017) über das Android Beta Programm, wo man nicht mit ADB, Images und Co herumhantieren muss. Zwar hat Google für Entwickler neue Möglichkeiten präsentiert, doch sämtliche der Änderungen hat man noch nicht dokumentiert.

Deshalb einmal der kurze Blick in Neuerungen von Android O in Wort und Bild, denn auf Seiten des Systems sind einige interessante Änderungen hinzugekommen, wenn auch die Sprünge bei wohl allen Systemen immer kleiner werden.

Schnelleinstellungen: Text lässt sich klicken

Kommt man für gewöhnlich über einen langen Press auf das WLAN-Symbol in den Schnelleinstellungen in die WLAN-Einstellungen (kurzer Tap de- oder aktiviert ja das WLAN), so kann man unter Android O auch auf den Text klicken – beispielsweise bei WLAN oder Bluetooth. Dann wird direkt ein Bereich mit Möglichkeiten angesprungen, nicht erst in die eigentlichen Einstellungen gewechselt. (Anmerkung: Funktionierte auch schon früher, funktioniert jetzt eben ausschließlich über den Text).

Gute Quellen: Apps aus unbekannten Quellen installieren

Normalerweise muss ich keinem erzählen: Macht man nicht. Also Apps aus unbekannten Quellen installieren. Es sei denn, es ist eine absolut vertrauenswürdige App / Quelle. Machen manche vielleicht ja über APK Mirror oder so. Apps aus unbekannten Quellen erlauben kennt jeder, sieht bei Android O ein bisschen anders aus. Ziemlich gut: Man kann zukünftig den Quellen vertrauen. Nicht Seiten, sondern Apps – installiert ihr APKs aus Chrome, so setzt ihr Chrome auf die Whitelist – oder Drive, oder oder. Ein generelles Installieren aus irgendeiner App ist so erst einmal ausgeschlossen.

Benachrichtigungen: Kategorien und neue Erinnerung nach x Minuten

Dass man Benachrichtigungen blockieren kann, das kennt ihr bereits. Zukünftig können Entwickler ihre Apps in Kategorien packen, die der Nutzer stummschalten kann.

Ebenso könnte Twitter Benachrichtigungen, die Timeline und DMs in andere Kanäle lenken. Des Weiteren können Nutzer einzelne Benachrichtigungen oder die Kategorien auch für eine gewisse Zeit stummschalten, die Benachrichtigung erscheint dann nach dem von euch eingestellten Zeitfenster.

Akkuanzeige: Frische Optik, ohne % im Icon

Die Akkuanzeige wurde frischer gestaltet. Momentan ist es aber nicht mehr über den System UI Tuner möglich, die Prozentanzeige in das Batterie-Icon zu verbannen. Das kann aber noch kommen, es handelt sich ja um eine frühe Entwicklerversion. Des Weiteren bauen Hersteller diese Möglichkeiten ja selbst gerne ein. Der System UI Tuner lässt sich aktivieren, wenn man das Icon für die Einstellungen ein paar Sekunden gedrückt hält.

Danach müsst ihr in die Entwickleroptionen und den Demo-Modus des System UI Tuners aktivieren. Ist der System UI Tuner freigeschaltet, so erkennt ihr dies an dem Schraubenschlüssel neben dem Einstellungssymbol. Die möglichen Optionen des System UI Tuners von Android O ist dann an vorletzter Stelle in den Einstellungen zu finden.

System UI Tuner: Navigationsleiste lässt sich anpassen

Normalerweise sind das Sachen, die man als normaler Nutzer nicht sieht, wer mag, der kann den System UI Tuner aber nun auch nutzen, um den Navigationsbereich anzupassen. Icons verschieben ist das Stichwort. Ist natürlich nur interessant bei Geräten, die via der virtuellen Buttons bedient werden.

Das P10 von Huawei erlaubt die Steuerung per Fingerabdrucksensor, sodass ich die Buttons gar nicht mehr sehe. Das Ganze ist auch eine Sache, die diverse Hersteller in ihren ROMs fest verankern – quasi könnt ihr wählen, wie die Buttons zur Navigation aussehen sollen.

System UI Tuner: Sperrbildschirm lässt sich anpassen

Wo wir eben bei der anpassbaren Navigationsleiste via des System UI Tuners waren. Das geht auch mit dem Sperrbildschirm. So kann ich beispielsweise Chrome auf den Sperrbildschirm legen und das Icon zum Entsperren nutzen. Gibt natürlich noch mehrere Möglichkeiten, mag der eine oder andere vielleicht nutzen.

Einstellungen sind aufgeräumter

Ganz offensichtlich sind auch die neu gestalteten Einstellungen. Die Kategorien sind durchdachter und verwirren auf oberster Ebene nicht mehr so. Das linksseitige Menü fehlt dafür komplett.

Das betrifft momentan nur die neuen Geräte, wie andere Hersteller in den Einstellungen herumfuhrwerken, weiss man natürlich nicht.

Invertierter Modus

Dass Android mal in ganz naher Zukunft Theme-Unterstützung offiziell bekommen wird, das glaube ich nicht. Dennoch bietet das Google Pixel in den Display-Einstellungen unter Gerätedesign den Standardmodus „Pixel“ und einen invertierten Modus. Ob es bis zur finalen Version bleibt oder entfernt wird – oder sogar Pixel-exklusiv ist: Wir wissen es nicht. Das Umschalten erfordert einen Neustart und zeigt den Spaß eben invertiert. Taugt aber meiner Meinung nach bislang recht wenig.

Benachrichtigungen auf Systemebene

Gerüchte gab es schon länger dazu. Android könnte ein Benachrichtigungssystem wie iOS bekommen, auf Systemebene. Werden viele drüber lächeln, da diverse Hersteller und Launcher das eh mit drin haben. Ist vielleicht für viele nichts besonderes. Unterstützt die App den Badge, dann kann man einstellen, ob dies erwünscht ist oder nicht. Die Anzeige erfolgt für Apps auf dem Desktop. Wer es nicht mag, der schaltet es ab. Habe ich bei vielen iOS-Apps auch gemacht, weil es mich nervt.

Automatisches Ausfüllen auf Systemebene

Android O wird eine Schnittstelle für das automatische Ausfüllen gewisser Dinge bekommen. Kopierte Texte aus Apps, Passwörter aus LastPass, 1Password, KeePass und Co können alle über diese Schnittstelle laufen. Das wird einiges erleichtern.

Bild in Bild für alle Geräte und Multi-Display

Bisher war Bild in Bild für Android TV möglich, nun wird das Ganze mit Android O auf Systembasis möglich sein. So können Nutzer die Videos in anderen Fenstern anschauen, während sie in anderen Apps Dinge erledigen. Entwickler können zudem benutzerdefinierte Aktionen wie Play / Pause und Seitenverhältnis festlegen. Auch neu ist der Support für mehrere Bildschirme.

Neighborhood Aware Networking (NAN)

Neu in Android O ist auch NAN. Erinnert ein wenig an Nearby und WiFi Direct. Geräte können untereinander ohne Access Point kommunizieren, wenn sie in der Nähe sind. NAN ist Teil des WiFi Alliance Wi-Fi Aware-Standards. Interessierte Entwickler können sich hier einlesen.

Sound: aptX via Bluetooth wird unterstützt

aptX ist ein proprietäres Streamingprotokoll, welches Qualcomm gehört. Die Latenz soll hierbei noch einen Ticken geringer sein als bei Bluetooth A2DP. A2DP-Quellen müssen laut Standard lediglich die verlustbehaftete SBC-Kodierung unterstützen, die lizenzfrei eingesetzt werden kann, wie man in der Wikipedia lesen kann. Daher scheuen viele Gerätehersteller die zusätzliche Unterstützung des MP3-, AAC- oder aptX-Formats, da sie hierfür Lizenzgebühren zahlen müssten. „Bei Verwendung des bislang nur von wenigen Geräten unterstützten aptX-Codecs ist die Qualität laut Hersteller der CD ebenbürtig“. Grundsätzlich ist aptX aber nicht neu. Ebenfalls an Bord: Der Audio-Codecs LDAC von Sony.

Android O will den Akku schonen

Android O will für längere Laufzeiten sorgen. Hier setzt man den Hebel auch bei den Apps an. Services im Hintergrund werden unter Umständen eingeschränkt. Nur Apps mit spezifischem Grund (Telefonie, Messenger, Musik- und Videoplayer etc.) dürfen so die ganze Zeit aktiv sein, andere werden über das System reglementiert, Stichwort Background Execution Limits.

 

Das also der erste Gang zu den Neuerungen von Android O. O wie irgendeine Süßigkeit. Oreo? Orange-irgendwas? Wie auch immer. Ich freue mich auf die neue Version und hoffe, dass die Verteilung zügiger vorangeht als mit Android 7.0 Nougat. Und das sagte ich schon bei Marshmallow, Lollipop…..

(mit Informationen von Android Police)

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Über den Autor: caschy

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