Zur preislichen Reduzierung von Samsung Galaxy S6 und Galaxy S6 Edge

Das Thema Preisreduzierung bei Samsung wird derzeit stark thematisiert, kann aber von zwei verschiedenen Standpunkten aus betrachtet werden. Auf der einen Seite veröffentlichte Samsung vor ein paar Tagen die aktuellen Quartalszahlen. Im ebenfalls veröffentlichten Ausblick teilte man mit, dass man Preisanpassungen an den Geräten Galaxy S6 und Galaxy S6 Edge vornehmen werde. Diese hat das Unternehmen scheinbar umgesetzt, ich selber tracke diverse Mobilgeräte immer bei Amazon oder direkt beim Hersteller selber.

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>> Testbericht Samsung Galaxy S6 <<

Hier sieht man nun auf den offiziellen Seiten von Samsung Deutschland, dass das Samsung Galaxy S6 nun mit einer unverbindlichen Preisempfehlung von 599, 699 und 799 Euro gelistet wird (32, 64 und 128 GB). Dies entspricht einer Senkung von genau 100 Euro im Vergleich zur Vorstellung. Schaut man sich den Verlauf auf Amazon an, so sieht man: der Preis schwankte hier und da schon durch Abverkaufsaktionen, hat derzeit aber mal wieder seinen Tiefststand erreicht, welcher 50 Euro unter dem Preis des Samsung Online-Shops liegt, die 32 GB-Variante des Samsung Galaxy S6 kostet also „nur“ 549 Euro (siehe Screenshot 1).

Bildschirmfoto 2015-08-03 um 11.34.18Etwas anders sieht dies derzeit noch bei der 64 GB-Version des Samsung Galaxy S6 aus, dieses liegt zwischen 645 und 660 Euro – je nach Anbieter. Dieser Preis ist allerdings schon länger gültig, circa seit Mitte Juli – siehe Screenshot 2. Wer gleich all in geht und die 128 GB-Ausgabe kaufen will, der sieht: das Gerät ist für rund 800 Euro zu haben und dies seit dem 26. Juli. Offenbar ist hier die Preisänderung noch nicht bei allen angekommen. Falls ihr kauft: achtet auf die Farben, hier gibt es derzeit auch Unterschiede im Preis.

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>> Testbericht Samsung Galaxy S6 edge <<

Und das Samsung Galaxy S6 Edge? Dieses lag preislich in Sachen UVP immer über dem Samsung Galaxy S6, nämlich 150 Euro. Wird nun gelistet bei Samsung für 699 und 799 Euro (32 GB und 64 GB). Wie nahm der Handel die Senkung der UVP an? Die 32 GB-Variante des Samsung Galaxy S6 edge bewegte sich schon seit Mitte Juli um 679 Euro herum (siehe Screenhot 4), knapp 20 Euro Ersparnis zum UVP und eigentlich ein Indiz, dass es im freien Handel bald noch etwas nach unten gehen könnte. 128 GB liegen momentan übrigens bei rund 845 Euro, die kleinere 64 GB-Variante hingegen liegt bei ab 699 Euro.

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Was heißt das nun? Zweifelsohne hat Samsung die unverbindliche Preisempfehlung auf den offiziellen Seiten geändert, das müsste nach meinen Trackings am Samstag dem 01. August passiert sein. Der Handel allerdings tickt doch eh anders, unverbindliche Preisempfehlungen werden doch schon lange von den einzelnen Händlern unterboten. Die schwankenden Zahlen zeigen doch: die Preisreduzierungen sind schon länger in Gange.

Und eben jenes ist doch normal für ein Smartphone auf Android-Basis, welches vor einem halben Jahr vorgestellt wurde – ein ganz normaler Preisverfall, der noch stärker werden wird im freien Handel – nichts, was ich persönlich auf die Ankündigung während der Quartalszahlen beziehen würde. Und dass gleich die UVP für beide Geräte geändert wurde? Logo – Samsung kann das S6 nicht in die selbe Preissparte wie das S6 Edge kommen lassen – hier muss weiterhin ein deutlicher Unterschied sein.

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Hallo, ich bin Carsten! Baujahr 1977, Dortmunder im Norden, BVB-Getaufter und Gründer dieses Blogs. Auch zu finden bei Twitter, Google+, Facebook, Instagram und YouTube. PayPal-Kaffeespende. Mail: carsten@caschys.blog

9 Kommentare

  1. Es bleibt dabei. Nichts stürzt schneller im Preis als „Premium“-Smartphones mit Android. Wer im Preisbereich von 300 oder 400 Euro bei Android zugreift, weil ihm Apple zu teuer ist, spart logischerweise Geld. Wer aber 600 oder 700 oder mehr Euro für ein Android Premium-Smartphone ausgibt und glaubt damit Geld gegenüber einem iPhone zu sparen, kann nicht rechnen. Man kann natürlich trotzdem so viel Geld für ein Android Smartphone ausgeben, weil man Android haben will. Nur sollte man sich das dann nicht schön rechnen. Das ist dann genauso teuer wie ein iPhone. Wenn man den Wertverlust einrechnet, wahrscheinlich sogar teurer.

    Anders gesagt: iPhones kann man wegen des geringen Wertverlusts ruhig am ersten Tag kaufen. Das gibt es auch 6 Monate später maximal 15% preiswerter. Wer aber ein Topmodell im Android-Bereich kaufen will, sollte einfach 3 oder 4 Monate Geduld haben. Normalerweise reicht schon diese kurze Zeit, um 30% oder mehr zu sparen. Dazu sorgt allein die Konkurrenz schon, die schnell ihre ehemaligen Topgeräte im Preis reduziert oder neue auf den Markt bringt.

  2. Ich hab das Gefühl, dass das S6 genauso gut/schlecht performed wie das S5. Nur mit einem Monat Verzögerung….

  3. iPhone 5S ~ 300€, Samsung Galaxy S5 ~250€ bei ebay, soviel zum Thema Wertverlust !
    Wenn man jetzt noch ein berechnet das die UVP nur in den ersten 1-2 Wochen beim Galaxy S5 gehalten hat, dann hat man jetzt nicht die Welt Unterschied zum iPhone.

    Bzw das mit dem UVP ist eine ganz normale Sache, wer da am ersten Tag für den vollen UVP kauft ist selber schuld, der Preis pegelt sich dann auf den realen Marktwert ein, beim iPhone gibt es das ja nicht – da zahlt man je älter das Gerät wird immer mehr wenn man von P/L aus geht. Aber wird ja niemand gezwungen, von daher kein wirkliches Problem.

  4. Ist doch prima, dass man Premium-Geräte mit einem so guten Preis/Leistungsverhältnis kaufen kann. Niemand wird gezwungen, sofort am Tag der Markteinführung zuzuschlagen.

  5. Gefühlt sinken die Preise bei Samsungs Galaxy Serie schneller, als man es vom Laden nach Hause tragen kann. Das ist meiner Ansicht nach ein sehr kurzfristig geplantes Vertriebsmodell.
    Samsung könnte sich sicherlich dank Verbreitung und Beliebtheit einen ähnlichen Ruf wie Apple erarbeiten. Vielleicht kommt das nun mit deren eigenem SoC.
    Dann könnte Samsung die Software – sprich Android – auch für ältere Geräte länger anpassen und Updates liefern, ohne immer komplett neu programmieren zu müssen. Vielleicht verschlanken sie dann noch das UI und verzichten etwas, oder gar ganz, auf Bloatwar. Wenn sie dann noch auf diverse Variationen ihrer Galaxys verzichten würden, könnten sie sich durchaus ein gewisses Prestige-Image aufbauen, dass ihnen nachhaltig Absatz liefert. Ich meine, wozu ist Samsung denn der größte Hersteller von TVs und Handys? Aber Asien und Nachhaltigkeit ist eben so eine Sache.

  6. Ich habe mir letzte Woche das Galaxy S6 bei ebay für 450€ gekauft. Original verpackt und versiegelt. Für mich, der zwar gerne ein relativ aktuelles Gerät hat, aber es nicht unbedingt schon in den ersten Wochen kaufen muss, ist der Preisverfall ein Segen, immerhin habe ich so 35% des Originalpreises gespart.

  7. Um mal kleinkariert zu sein:
    „Diese hat das Unternehmen scheinbar umgesetzt…“
    Es müsste hier wohl eher „anscheinend umgesetzt“ heißen. Das Adjektiv scheinbar besagt, dass etwas nur dem Schein nach, nicht aber in Wirklichkeit so ist, wie es sich darstellt (Quelle: http://www.duden.de/rechtschreibung/scheinbar_imaginaer_vermeintlich).

  8. @Raspi-Nutzer: Deine Pauschal-Aussage ist kacke.

  9. Über Wertverlust bei Smartphones zu diskutieren finde ich immer einigermaßen amüsant. Wir reden doch hier nicht über alte Jahrgangsweine, Immobilien oder Kunst.

    Ein Smartphone ist ein Gebrauchsgegenstand, das in der Regel 2 Jahre seinen Dienst tun soll und dessen Wert die Nützlichkeit ist. Wer ständig den aktuellen Marktwert taxiert und sich danach freut oder ärgert, kann auch gleich schauen, was er für seinen Neuwagen noch bekommen würde, nachdem er diesen ein halbes Jahr gefahren ist.