Xiaomi Mi Lamp Pro im Test: Smarte Lampe mit HomeKit- und App-Unterstützung

Ich habe zahlreiche Lampen in meinem Haushalt. Irgendwann tauschte ich bestehende Lösungen mit Schalter gegen smarte Lampen aus. Und vielleicht kennen es einige: Wenn man einmal anfängt, dann hört man nicht auf. Mittlerweile ist viel umgerüstet und ich schalte manuell oder automatisch über Zeit und / oder Bewegungsmelder. In der letzten Zeit ist noch etwas hinzugekommen, so plane ich derzeit, einige Deckenleuchten smart umzurüsten. Ich habe mir dazu ein paar Lampen von Yeelight bestellt, die ich aber noch anbauen muss (schreibe ich sicherlich noch drüber).

Die Lampen von Yeelight und die aus dem Xiaomi-Ökosystem werden über eine eigene App gesteuert, lassen sich aber teils auch in HomeKit einbinden. Da ich eh einen ganzen Schwung bestellte, orderte ich auch mal eine Schreibtischlampe mit. Ich mag es aufgeräumt und schlank und entschied mich für die recht neue Mi Lamp Pro (Läuft unter dem Xiaomi-Label, ist aber von Yeelight aus dem Xiaomi-Ökosystem gefertigt), die ebenfalls HomeKit unterstützt. Eine Anschaffung, die ich in Hinblick auf die nahe Zukunft machte, denn der Sohn wird im nächsten Jahr eingeschult – und in seinem Zimmer regelt er seine Leuchten auch über Sprache, bzw. einen HomeKit-Schalter. Die Frage ist natürlich: Warum HomeKit? Oder anders: Warum überhaupt eine smarte Lampe? Da muss man für sich selber den Sinn erkennen.

Ist es mir das wert, eine Lampe am Schreibtisch zu automatisieren? Eine, die ich bei Nutzung wahrscheinlich eh in Reichweite habe? Ich für meinen Teil mag es, wenn die Lampe automatisiert angeht, wenn ich sie zu bestimmten Zeiten über einen Bewegungsmelder scharfschalten lasse. Aber Hand aufs Herz: Dafür muss man nicht zwingend eine Lampe haben, die direkt smart ist, das könnte theoretisch auch eine Steckdose mit entsprechender Anbindung erledigen. Aber nun ja – nun steht die Mi Lamp Pro hier. Für um die 80 Euro geschossen, für eine HomeKit-Lampe in diesem Design ein okayer Preis für mich.

Das Design ist schlicht, so wie ich es mag. Ich habe die Lampe aus Bezugs- und Preisgründen in China bestellt, CE-Logo war drauf, leider habe ich nur das Modell mit US-Netzteil, sodass ich mit einem Adapter arbeite – der kostet bei Amazon ja nur ein paar Cent. Die Verarbeitung ist super, weißes und mattes Kunststoffmaterial mit recht solidem Fuß, der die Lampe in allen Neigungswinkeln hält. Auf dem Fuß noch ein Schalter für die händische Regelung, hier kann dann an- und ausgeschaltet sowie gedimmt werden (in der App können auch per Knopfdruck Favoriten aktiviert werden). Unter dem Fuß und auf einem separaten Zettel ist der Scancode für HomeKit, einmal gescannt, kann schon über die Home-App justiert werden. Die originale App bringt diverse Voreinstellungen mit, hier kann man auch zahlreiche Einstellungen vornehmen, automatisiert schalten, dies und das eben:

HomeKit-Integration:

Der runde LED-Bereich bringt ein sauberes, gleichmäßiges Licht auf den Schreibtisch und der Kopf der Lampe wird auch nicht heiß. Die Lampe unterstützt die Farbtemperaturanpassung von 2700K – 6500K und hat Gelenke am Fuß, mittig sowie am LED-Bereich. Der Preis von 80 Euro scheint mir tatsächlich anlässlich des Gebotenen angebracht.

Allerdings muss ich auch meckern.

Xiaomi will eine Designlampe anbieten, eine für den Schreibtisch. Von guten Lampen kenne ich das so, dass das Kabel zum Netzteil hin, unten an der Lampe angeschlossen wird, sodass man es über eine Aussparung im Fuß eben seitlich oder eben nach unten laufen lassen kann. Warum nach unten? Weil es Menschen gibt, die diese Kabelaussparungen in Schreibtischen nutzen. Ich zum Beispiel. Ich habe eine Lampe auf dieser Aussparung stehen, nutze also das Loch unter dem Lampenfuß für die Kabelzufuhr.

Geht bei der Mi Lamp Pro nicht, weil dort der Stromanschluss hinten liegt. Das sind so kleine Details, die dann doch stören, da hätten Designer mal nachdenken können, das bekommen andere Hersteller ja schließlich auch hin. Weiterer Minuspunkt: Die Lampe unterstützt nur das 2,4-GHz-Netz. Wer ausschließlich auf 5 GHz im WLAN setzt, der kann Probleme bekommen – dann funktioniert die Lampe unter Umständen nicht (wobei bei HomeKit auf Bluetooth gesetzt wird, die Mi-App setzt auf WLAN).

Ansonsten: Gleichmäßiges Licht, was auch beim direkten Draufschauen nicht beißt, ausreichende App und eben zahlreiche Automatisierungsmöglichkeiten – nun auch direkt am Schreibtisch ohne Basteleien. Mag ich.

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caschy

Hallo, ich bin Carsten! Baujahr 1977, Dortmunder im Norden, BVB-Getaufter und Gründer dieses Blogs. Auch zu finden bei Twitter, Facebook, Instagram und YouTube. PayPal-Kaffeespende. Mail: carsten@caschys.blog

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6 Kommentare

  1. Welchen CRI Wert weist die Lampe auf? Und wie viel Lumen sind maximal möglich?

  2. „Leider habe ich nur das Modell mit US-Netzteil“

    Gibt’s die auch als EU Version? Dann wird sie direkt gekauft

  3. Mich stört am meisten an einer Schreibtischlampe, dass das Ding immer auf dem Tisch rumsteht. Dann das rumgeziehe mit dem Lampenarm. Entweder wird man dann selbst geblendet oder man hat die Spiegelung im Bildschirm… Für mich hab ich jedenfalls letztes Jahr die BenQ Screenbar entdeckt -> alle Probleme gelöst… Vielleicht magst dir mal die anschauen…

  4. @Ralf

    Danke für den Tipp mit der BenQ Screenbar. Sowas habe ich gesucht.

  5. Ich habe mir die Desk Lamp Pro vor einiger Zeit gekauft, bin im Grossen und Ganzen zufrieden, allerdings nervt es, dass meine Lampe nach einigen Tagen die Verbindung zu HomeKit verliert. Ich habe sie nicht über die Xiaomi-App in Betrieb, weil ich dafür auf den chinesischen Server wechseln müsste (da es keine EU-Version gibt, taucht sie hierzulande nicht in der Geräteliste auf) und man bei einem Serverwechsel alle Geräte neu registrieren müsste. Hat noch jemand diese Lampe und das gleiche Problem?

  6. Wann ist denn der Deutschlandstart avisiert? Brauche noch was zu Weihnachten 😉

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