Windows 10: Neue Insider-Preview führt HEIF-Unterstützung ein

Nicht nur Google führt mit der neuesten Version seines mobilen Betriebssystems Android die Unterstützung des Medienformats HEIF ein, auch Windows 10-Nutzer können dank einer neuen Insider-Preview (Version 17123 RS4) nun erstmals auf das moderne Format zurückgreifen. HEIF ist ein beliebtes Foto-Format, welches bei guter Qualität eine verbesserte Kompression mitbringt. Man bekommt also mehr Bilddaten in eine gleich große Datei im Vergleich zum Format JPG.

Außerdem bietet HEIF noch einige weitere Vorteile:

Supports encoding:

  • image sequences
  • image collections
  • auxiliary images like alpha or depth maps
  • live images & video, audio
  • HDR for greater contrast

Aktuell lassen sich in der Preview lediglich entsprechende Bilder betrachten, die Möglichkeit diese zu bearbeiten soll in einer späteren Version implementiert werden. Wenn ihr Interesse daran habt, auf eurem Windows-Rechner auch ohne Insider Preview mit HEIF-Bildern zu hantieren, müsst ihr zusätzlich dem Windows App Preview Program für die Fotos-App beitreten und mindestens Version 2018.18022.13740.0 der App installiert haben, welche für die Wiedergabe von HEIF-Dateien optimiert worden ist. Eine Handvoll ausgewählter Windows-Apps lässt sich seit einer Weile nämlich auch ohne die Teilnahme am Beta-Programm als Previews verwenden.

Einen Konverter für Windows (ab Windows 7), welcher HEIF-Dateien in JPEG oder auch PNG umwandelt, findet ihr hier verlinkt.

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Benjamin Mamerow

Blogger, stolzer Ehemann und passionierter Dad aus dem Geestland. Quasi-Nachbar vom Caschy (ob er mag oder nicht ;D ), mit iOS und Android gleichermaßen glücklich und außerdem zu finden auf Twitter und Google+. PayPal-Kaffeespende an den Autor. Mail: benjamin@caschys.blog

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20 Kommentare

  1. Fehlt nur noch die Unterstützung von Live Photos falls möglich.

  2. HEIF ist aber nicht lizenzfrei, oder?

    • garantiert nicht, kommt von der MPEG LA und leitet sich aus HEVC ab. Und das mit dem „belieben format“ glaube ich auch nicht. Apple hat es seinen Nutzern halt überverholfen und Google und MS machen jetzt mit. JPEG wird es aber sicher auch auf lange sicht nicht ersetzen können, das haben schon zu viele versucht und sind gescheitert.
      Ich würde mich eher unter eine breite Unterstützung von Vektorgrafiken freuen, damit hab ich in letzter Zeit deutlich mehr zu tun. Wäre meiner Meinung deutlich genialer wenn Windows und auch andere da selbst Funktionen zur Verfügung stellen würden und man nicht er i-welche Tools sich beschaffen oder…“kaufen“ muss.

  3. Unterstützt HEIF Alphakanäle?

    Da HEIF (auch?) ein Container-Format ist ist mir schon klar, dass man in den Container auch GIF’s oder PNG’s schmeißen kann, aber unterstützt der von HEIF selbst verwendete Codec von Haus aus Alphakanäle?

    Habe dazu nach (kurzem) goggeln keine eindeutige Aussage finden können.

  4. Unterstütz HEIF auch Bildzusatzinformationen ala EXIF?

    • welches Ernstzunehmende Format kann das denn nicht? Damit kann sich doch niemand mehr auf den Markt trauen. Und bei Wiki steht ja explizit „… andere Datenströme wie Text, GIF-Animationen, Alphakanäle, Tiefeninformationen, Live-Fotos, Belichtungsreihen und Audio enthalten“, da wäre es peinlich wenn EXIF nicht drin wäre

  5. HVEC / HEIF habe ich auf dem iPhone inzwischen wieder deaktiviert – die Bildqualität leidet gegenüber JPG doch beträchtlich.

    Und heutzutage ist Speicherplatz nicht wirklich mehr das entscheidende Argument wie ich finde.

    • Bei lokal gespeicherten Fotos vielleicht nicht, aber für Webseiten auf jeden Fall. Und bei Videos spielt das auch eine Rolle, insbesondere bei 4K merkt man den Unterschied von beispielsweise h624 zu h625 deutlich (wobei ich nicht weiß, ob Fortschritte für Foto auch Videos zuträglich sind).

  6. Andre Kreitlein says:

    „HEIF ist ein beliebtes Foto-Format“ … Würde mich mal interessieren wo es so beliebt sein soll. Was produziert dieses Format? Welche Kamera, Smartphone usw. … Ich denke so lange es nirgends richtig implementiert ist, sie die Vorzüge kaum nutzbar, oder?

    • iPhones sind meines Wissens nach die einzigen Geräte, die es können und tun, da es Apple ihnen in iOS 11 aufgezwungen ist. Da ist die Kombi HEVC/HEIC standard, soweit ich weiß. Und Android P wird HEIC unterstützen können, möglciher Weise für den selben Zweck
      Ich weiß zwar nicht, wozu man da ein extra Format braucht, mich wundert’s dass es zumindest noch keiner Realisiert hat, den Allesfresser Matroska einfach mit einem guten Codec zu füllen und damit den gleichen Zweck zu erfüllen. HEIF ist halt bei Apple beliebt, weil sie da ihre Live Fotos zusammen mit dem einzelnen Bild speichern können. Alles andere wird auch eher Marketinggewäsch sein. Was Jans einwand durchaus zu belegen scheint. HEIC ist der aktuelleste in einer langen Reihe von JPEG nachvolgern. Die Schicksale von JPEG2000 oder dem recht neuen WebP hat man offenbar schon wieder jeder vergessen.

      • Andre Kreitlein says:

        Danke Dir … Ich war primär über das Wort „beliebt“ gestolpert und auch wenn iPhones einen ordentlichen Marktanteil haben, so ist es noch lange kein beliebtes oder gar gebräuchliches Format. Ich teile durchaus die Ansicht, dass auch dieses Format eher verschwinden als Standard werden wird. Wenn ich mir die Bildformate der letzten 20 Jahre ansehe, so gibt es nicht viele die sich durchgängig am Markt durchgesetzt haben. Besonders bei der Archivierung von Fotobeständen, sind solche Formate doch mit Vorsicht zu betrachten.

      • „aufgezwungen“

        HEIF lässt sich abstellen und an inkompatible Geräte werden JPEGs geschickt. Selbst wenn man Fotos mit einem Mac synchronisiert auf dem nicht das neueste macOS läuft (High Sierra).

        Live Fotos sind ein JPEG keyframe und ein H.264 in einem MP4.

        „Marketinggewäsch“

        http://nokiatech.github.io/heif/comparison.html

        „JPEG2000 … WebP“

        Kleiner Unterschied ist dass jetzt Betriebssystemhersteller das Format direkt unterstützen und über kurz oder land ein gewisser Anteil von privaten Inhalten in den Formaten vorliegen wird.

        • Live-Fotos waren eine kombi aus JPEG und einer MOV oder so. Jetzt wird halt alles in ein HEIC container geschmissen.

          Und dein Link zeigt lediglich, dass es viel besser ist als ein animated GIF. Schlechter kann man es aber auch nicht machen. Nicht umsonst konvertieren viele Webseiten GIFs in MP4. Der Unterschied zu JPEG ist praktisch unbedeutend.

          • Hast Recht, JPEG und ein QuickTime Container. Spielt im Endeffekt aber keine Rolle. Ist fast das Gleiche, QuickTime war Basis für MP4.

            Es geht nicht um GIFs, sondern generell um Bildersequenzen/Videos. Gerade das zweite Beispiel ist deutlich. Die Unterschiede zu den JPEGs sind ebenfalls mehr als deutlich. Schau dir die Closeups nochmal an.

            • Tut mir leid, aber der Vergleich mit GIF ist schwachsinn, da musst du schon MP4 gegen antreten lassen, der Vergleich hinkt zu sehr.
              Und bei den tatsächlich relevanten Vergleichen gibt es nur einen nennenwerten Unterschied bei der Mütze. Aber generell sind die Unterschiede so marginal und müssen schon mit der Lupe gesucht werden, dass der Einsatz vo HEIF nicht rechtfertigbar ist. Und ich will gar nicht erst wissen, was es schon wieder gekostet hat, diesen Müll der innerhalb kürzester Zeit wieder in der Bedeutungslosigkeit verschwunden sein wird, zu lizenzieren. Die Lizenzkosten für HEVC sind ja schon Horrend und unverschämt. Sorry, aber da soll man doch lieber bei JPEG bleiben. Das kann absolut jedes Gerät. Und Speicher ist einfach so billig, dass es keine Rechtfertigung gibt. Selbst das eingesparte Internetvolumen kann man nicht anführen. Einsparung zu gering, wird frühestens Nutzbar, wenn praktisch jedes Gerät das anzeigen kann und die Webseitenbetreiber nicht noch gebüren zahlen müssen, und da bei der Internetübertragung ohnehin mit GZip komprimiert wird, ist es fragwürdig, ob HEIC dann überhaupt noch einen Vorteil hat.

              • Einmal redest du von nennenswerten Unterschieden, dann dass diese marginal sind und mit der Lupe gesucht werden müssen. Wer soll das ernst nehmen? Die Verbesserungen der Optik und Speicherplatzverbrauch sind deutlich.

                Das ist bereits nutzbar und wird auf allen meinen Geräten unterstützt. Ob da andere ältere Geräte und Software keine Unterstützung bieten ist irrelevant. Für Webseitenbetreiber gibt es eine Implementierung in JavaScript. Und wenn die gängigen Bestriebssystem das nativ unterstützen, dann ist sowas auch hinfällig.

        • Live Fotos waren mal JPEGs und ein MOV, jetzt liegen sie halt lediglich in einem gemeinsamen Conatiner.
          Und dein Link belegt nur das Marketinggewäsch. Er beweist nur, dass es auch Videos fassen kann und diese besser komprimiert als GIF. Alles andere wäre aber auch Peinlich, nicht umsonst konvertieren viele Seiten GIFs im MP4. Der Unterschied zu JPEG ist verschwindend gering und daher unbedeutend.

  7. Ich habe jetzt mal nach HEIF gegoogled und Bilder verglichen. Von gleichwertig(zu JPG oder PNG)
    kann da ja keine Rede sein. HEIF Bilder werden offenbar nur aufgehellt. Dadurch tritt ein „Farbverlust“
    bei den Bildern ein.Die Bildqualität wird dadurch reduziert..und das führt dann zu „kleineren“ Dateigrößen.

    Auf diesem Bild sieht man das sogar ziemlich deutlich (einfach mal die Wolken betrachten, da sind bei dem
    HEIF-Bild deutlich weniger Details = Bildinformationen zu sehen).

    https://www.reizwerk.com/wp-content/uploads/2017/07/Reizwerk_Blogteaser_HEIF.png

    • Tut mir leid, aber mit dem Beispiel stellst du dir selbst ein Bein. In dem Beispiel ist sehr deutlich zu erkennen, dass die JPEG deutlich unschärfer ist und sehr „blocky“. Allerdings fehlen die Originalbilder zum Vergleich, das PNG kann auch einfach so zusammengebastelt sein um JPEG schlechter dastehen zu lassen

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