Texteditor Sublime Text 3 jetzt in offener Beta

Mal ein kurzer Tipp für die Entwickler und all diejenigen, die nach einem guten Texteditor suchen. Vielen dürfte Sublime Text inzwischen ein Begriff sein, denn Jon Skinner hat einige hilfreiche Funktionen eingebaut, die im täglichen Einsatz hilfreich sind. Bisher war die Version 3 lediglich für Käufer von Sublime Text 2 zugänglich, ab sofort kann aber jeder Interessierte ein Blick auf die neueste Ausgabe werfen.
Sublime Text Logo
Kritik gab es von den Nutzern bereits im Vorfeld, da auch die Käufer von der Vorgängerversion kein kostenloses Upgrade bekommen und die Verbesserungen für $30 doch relativ klein ausfallen. Ebenfalls verteuert sich der Editor von $59 auf $70.

Folgende Funktionen sind neu hinzugekommen:

  • Verbesserte Geschwindigkeit (beim Start, Dateien laden, alles ersetzen, Rendering)
  • Symbol-Indizierung für die Funktionen Goto Definition, Goto Symbol, Jump Forward und Jump Back
  • Automatisch schließende Tags für HTML
  • Mehrere Workspaces für ein einzelnes Projekt
  • verbessertes und vollständig threadsafes Plug-in-API

Weitere Neuerungen gibt es in der offiziellen Ankündigung. Für mich lohnt sich das Upgrade nicht, mir fehlen die großen Neuerungen, die ein kostenpflichtiges Upgrade rechtfertigen und bin mit Version 2 noch vollkommen zufrieden, vor allem da es auf allen drei Systemen Windows Mac OS und Linux seinen Dienst tadellos erledigt.

Leider ist die offizielle Dokumentation an manchen Stellen etwas dünn, daher verweise ich bei Interesse auf die inoffizielle Dokumentation, die alle wichtigen Themenbereiche abdeckt, sowie einige Tipps und Tricks zum Editor.

Natürlich gibt es unter den verschiedenen Betriebssystemen weitere sehr gute und zum Teil auch kostenlose Alternativen, wie zum Beispiel Notepad++ , Coda bzw. Textmate unter Mac OS oder Kate, gedit und Geany unter Linux. Die Plattformunabhängigkeit und die angeboten Funktionen und verfügbaren Plugins haben mich aber bei Sublime Text am meisten überzeugt. Interessierte können die aktuelle Beta hier herunterladen.

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Der Gastautor ist ein toller Autor. Denn er ist das Alter Ego derjenigen, die hier ab und zu für frischen Wind sorgen. Unregelmäßig, oftmals nur 1x. Der Gastautor eben.

11 Kommentare

  1. 30$ für so ein Update ist echt ganz schön happig…

  2. Sublime ist einfach der beste Editor. Da sind 70 „Dollar“ (in Euro ist es doch etwas billiger) doch relativ gut angelegt. Meiner Meinung nach. Außerdem lässt sich die Software auch ohne Authentifizierung starten (für privatpersonen).

  3. Werde erstmal bei 2 bleiben, da ich bei 3 erstmal wieder die Mühe haben werde alle AddOns und Einstellungen zu migrieren. Wenn ich wieder Zeit habe, werde ich aber wahrscheinlich upgraden.

  4. $70 für einen Quelltexteditor, auch wenn dieser einige schöne Funktionen besitzt, empfinde ich als zu teuer. Wenn ich schon das Nonplusultra in dieser Kategorie benötige, würde ich mich für UltraEdit entscheiden, welches nun schon seit fast 30 Jahren in aktiver Entwicklung ist.

    Meine Meinung: mir reicht der Funktionsumfang des kostenlosen Notepad++ für normale Textdateien und wenig komplizierte Skript-Programmierung mehr als aus. Für alles andere habe ich IDEs, die mir bei der Entwicklung (und beim Debuggen) tausend Mal besser helfen können als dies ein Texteditor je könnte.

  5. Da kann ich Daniel nur beipflichten. $70 für einen Editor sind einfach zu viel. Für anspruchsvollere Aufgaben halten IDE’s wie Eclipse, Netbeans, Codeblocks und wie sie alle heißen her.

  6. @Daniel
    UltraEdit soll wohl gegenüber Sublime 2/3 (in Sachen Editor) Spielzeug sein.

    Wenn man mal paar Videos sich anguckt was man wie machen kann weiß man auch warum. Für Professionelle Coder sicherlich mehr als Sinnvoll für den Hobby Gebrauch zu teuer.

  7. Wir benutzen den Editor auch, ein Update kommt aber nicht in Frage.

  8. Wer auf mehreren Platformen gleichzeitig arbeitet, für den mag das bequem sein. Allerdings kenne ich nur wenige Entwickler, die innerhalb eines Projekts zwischen den Betriebssystemen springen müssen oder an Quellen auf allen drei Plattformen gleichzeitig arbeiten. Die hier aufgeführten Neuerungen kenne ich von anderen Editoren schon sehr lange. Die sind allerdings kostenlos und ich habe was gespendet. PSPAD ist z.B. ein ebenfalls nennenswertes Programm. Ich persönlich habe sowieso immer mehrere Editoren im Einsatz, denn jeder hat z.B. auf dem jeweiligen Betriebssystem besondere Eigenschaften, die mir dort nützlich sind.

  9. Darf man an dieser Stelle mal vim empfehlen? Den nutze ich unter Linux sowie unter Windows. Einstellungsdatei in der Dropbox, und schon ist der Editor 1:1 gleich, egal unter welchem Betriebssystem. Die Syntax ist zwar erstmal kompliziert, aber man gewöhnt sich daran und hat den Editor bald ziemlich gut im Griff. Wenn er entsprechend konfiguriert ist, kann man mit dem Editor arbeiten, ohne die Hände einmal von der Tastatur nehmen zu müssen.

  10. Wer die 2er Version besitzt, für den ist das Upgrade eigentlich nutzlos, denn die meisten Neuerungen gibt es bereits seit einiger Zeit als Erweiterungen für die 2er. Dafür jetzt 30 Euro zu zahlen ist dann doch reichlich viel. Da warte ich lieber mal auf die 4er…

  11. Ich benutz die Beta von ST3 nun schon einige Zeit und gerade „Goto Symbol in Project“ war ein Punkt der mir bei ST2 gefehlt hat. Habe mir das lange überlegt aber die 70$ waren wirklich gut angelegt. Eigentlich wollte ich nur einen guten Editor für meinen Mac aber mittlerweile hat ST auch Notepad++ von meinem Arbeitsrechner vertrieben.