Telegram: 1 Milliarde Nachrichten pro Tag und 50 Millionen aktive Nutzer

Telegram Material

Interessante Aussagen trifft man seitens des Messengers Telegram. Neulich erst gab man ein paar Statements zum Mittbewerber WhatsApp ab, nun hat man eigene Nachrichten zu verteilen. Nach eigenen Angaben gehen derzeit 1 Milliarde Nachrichten täglich durch die Leitungen und werden zugestellt. Auch zu aktiven Nutzern hat man sich geäußert. Innerhalb von nicht einmal eineinhalb Jahren hat man so 50 Millionen Nutzer angesammelt, die auch aktiv sein sollen. Laut Telegram verzeichnet man derzeit 1 Million Registrierungen wöchentlich. Hier scheint sich allerdings zu zeigen, dass Zahlen oftmals in unterschiedlichen Zusammenhängen erwähnt werden – im März hatte man nach eigenen Aussagen 35 Millionen Nutzer. Anscheinend waren dies lediglich Accounts, nicht aber aktive Nutzer, denn sonst dürfte die aktuelle Zahl sicherlich etwas höher liegen.

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caschy

Hallo, ich bin Carsten! Baujahr 1977, Dortmunder im Norden, BVB-Getaufter und Gründer dieses Blogs. Auch zu finden bei Twitter, Google+, Facebook, Instagram und YouTube. PayPal-Kaffeespende. Mail: carsten@caschys.blog

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18 Kommentare

  1. Es ist nur sehr schade, dass Verschlüsselung nicht standardmäßig verwendet wird sondern man einen eigenen Chat über das Menü starten muss. Außerdem scheint die Verschlüsselung bei Infosec-Leuten keinen guten Stand zu haben, um es vorsichtig auszudrücken. https://twitter.com/matthew_d_green/status/540155397408317440

    Trotzdem verwende ich ihn täglich, weil Features wie der Selbstzerstörungs-Timer, die vielen Clients auf allen Plattformen und das UI einfach gut sind.

  2. Threema = immer verschlüsselt!

  3. Selbstzerstörung haben einige Messenger. Interessant ist zB beim BBM, dass man eine abgesendete, noch nicht gelesene Nachricht wieder entfernen kann. Manchmal nützlich, wenn man im Suff Nachrichten schreibt. Hehe.

  4. Trotzdem verwendet es kaum einer in meinem Freundeskreis, daher habe ich es wieder deinstalliert.
    Verschlüsselung bringt einem nichts, wenn es nichts zu entschlüsseln gibt.

  5. @Kim
    Gleiches Spiel bei mir. Die App nutzt einfach nahezu niemand mit dem ich in Kontakt stehen möchte.

  6. Threema finde ich auch absolut berechtigt auf einem der höheren Ränge.

    Nutze Threema seit nun einem Jahr, und habe Whatsapp deinstalliert. Wer mir schreiben möchte, muss entweder auch Threema benutzen, oder wieder zur guten alten SMS greifen. Ansonsten muss ich davon ausgehen, dass er mir nichts wichtiges mitzuteilen hat.

    Zwar konnte ich noch nicht alle überzeugen, aber knappe 45% meiner Kontakte nutzen nun Threema ebenfalls (wenn auch parallel zu Whatsapp).

    Wenn keiner anfängt und „stur“ bleibt, wirds sonst nie was…

  7. <>

    Gibt keine unverschlüsselten Chats bei Telegram

  8. Das Problem was gegenüber Threema wegfällt und für Messenger mit am wichtigsten ist, ist der einfache Wechsel von Whatsapp. Das Handling, die Funktionen und alles sind von allen Messengern WA am nächsten

    Dass die „Sicheren“ Chats optional sind stört dabei nicht. Jeder kann und sollte entscheiden was er verschlüsselt.

    Es geht darum Leute „aus der Masse“ zum Wechseln oder parallel nutzen zu „überreden“ und das geht mit Threema kaum weil die meisten sich weder Guthabenkarten noch Paypal holen… Die verzichten ja sogar bewusst auf Alben von Fanta4 & co weil sie angst haben unabsichtlich durch Inapp bei Spielen was zu aktivieren ^^

    Was die Leute bei Messengern außer Acht lassen dass SIE als Alphatiere den Einfluss auf ihren Freundeskreis haben können mit dem sie direkt kommunizieren…

  9. @jkjkjk: Mal wieder ein Experte, was? Standardchats sind bei Telegram so verschlüsselt wie De-Mail: Client-Server, aber nicht End2End.

  10. @Sean: Das mit optionalen sicheren Chats stört durchaus. Was du schreibst ist genauso blödsinnig wie das Argument, dass nur der etwas zu befürchten hat, der etwas zu verstecken hat. Wenn man optional verschlüsselt, macht man das suspekt, verdächtig. Darum gehört alles verschlüsselt, auch „Unwichtiges“. Nur so erobert man Privatsphäre zurück. Und Privatsphäre ist essentiell!

  11. Genauso wenig hat whatsapp 1mrd Nutzer. Selbst Nummern erfinderei….

  12. Für beste Sicherzeit sollte man evtl. nicht unbedingt Telegram nehmen, es ist aber einfach Komfortabel die gleiche Konversation auf allen Geräten zu haben, welcher Messenger bietet das sonst? 😉

    End-to-end verschlüsselte chats sind vermutlich deshalb optional weil es nicht mit mehreren Geräten gleichzeitig geht.

    @2cent Client-Server Verschlüsselung ist auch eine Verschlüsselung und somit nicht unverschlüsselt, jkjkjk hat also schon recht^^ (auch wenn man dem Server hier natürlich vertrauen muss und es somit nicht ganz so viel bringt, aber immer noch besser als unverschlüsselt)

  13. Unverschlüsselt default machen ist halt auch nur die bequemste Möglichkeit das auf mehreren Geräten anzubieten. Gute Entwickler kriegen da sicher auch was anderes gebacken, wie zum Beispiel eine Sychronisation über Blue Tooth oder ähnliches. So liegt alles auf deren Server herum. Telegram ist toll, aber eigentlich eine suboptimale Situation.

  14. @Alex: Wenn du so anfängst, kannst du ROT13 „verschlüsseln“oder Key-Escrow betreiben. Ich sagte ja, verschlüsselt wie De-Mail. Für mich bleibt aber alles unter End2End inakzeptabel, sonst kannst du auch bei WhatsApp bleiben. Client-Server haben die schon ewig, jetzt ja angeblich sogar End2End, auch wenn ich noch nichts über das Key-Management gelesen habe.

    Wäre schön wenn alle verstehen würden, warum es wichtig ist, private Kommunikation zurückzuerobern. *seufz*

  15. Bleibe auch weiterhin bei Whatsapp 🙂
    Hat einfach die breitere Abdeckung.

  16. @2cent: ich kann bei WhatsApp bleiben wenn mir mehrere Clients wichtig sind? Wusste gar nicht dass Whatsapp das kann 😉 (über Umwege auf noch einem Server der mitlesen kann auf den das Smartphone die Nachrichten sendet evtl, aber das geht dann doch zu weit). Und ROT13 ist doch nochmal einiges schlechter als die von Telegram verwendete client-server Verschlüsselung wo zumindest „nur“ der server mitlesen kann und nicht jeder auf dem Verbindungsweg…

    End2end auf mehreren Geräten gleichzeitig wäre toll, aber da gibt es soweit ich weiß aktuell einfach nichts. Ich bin einfach die meiste Zeit am PC da sehe ich es nicht ein einen Messenger zu benutzen der nur auf dem Smartphone geht auch wenn der dann end2end verschlüsselt ist.

  17. @Alex: „nochmal einiges schlechter“ – Ich sehe das einfach im Gegensatz zu dir sehr binär, es gibt sicher und es gibt nicht sicher. Und wir können wohl alle mittlerweile wissen, dass jede Schwäche ausgenutzt wird, da ist egal, ob sie einfach oder „nochmal einiges schlechter“ ist. Erreicht Telegram eine kritische Masse, hängen sie auch auf deren Servern.

    Und genau da kommt man zu der Entscheidung. Das einzige, was aus Provider-Sicht hilft, ist Zero-Knowledge, das haben mittlerweile auch Google und Apple erkannt. Für sich selbst muss man entscheiden, ob einem Komfort wichtiger ist, ob man seine private Kommunikation schätzt oder bereit ist, sie zu opfern.

    Wenn Verlaufssynchronisation nicht geht, dann geht das eben nicht, dafür opfere ich aber nicht meine Freiheit, einfache Prioritätensetzung. Das Blöde ist, dass ich damit auch von einer Masse von 20-40 Jährigen abhänge, denen Politik dank unserer Politiker mittlerweile egal ist und die gar nicht verstehen, was auf dem Spiel steht, sowie einer Masse von 55+lern, die die Technik nicht verstehen.

    Das einzige, womit du mich in meiner binären Sicht kriegst ist End-Point-Security, das ist in der Tat ein Problem. Du kannst dir auch mal angucken, wie „MTProto“ so bei Menschen ankommt, die Ahnung davon haben (oben gibts schon einen Link zu Twitter), oder verstehen warum selbst in „geheimen“ Chats bei Telegram PFS unvereinbar mit dem Sync oder dem Fortsetzen auf einem anderen Gerät ist. Aber seien wir ehrlich, es ist dir doch egal, Hauptsache komfortabel! Genauso wurde unsere Freiheit erkämpft und verteidigt. Nicht.

    Es nervt einfach, dass zu viele meinen sie täten mit Telegram etwas für ihre Sicherheit. Durch das Halbgare, die falsche Sicherheit machen sie es nur schlimmer.

  18. @2cent: Das hilft nur alles nichts. Zwei meiner privaten Kontakte nutzen Threema, bei Telegram kenn ich nur einen, der ist aber nichtmal in meiner Kontaktliste. Rund 10 meiner wichtigen Leute nutzen überhaupt keinen Messenger, entweder weil sie der Meinung sind dass sie sowas nicht brauchen, weil sie es überhaupt nicht können, oder weil sie ihre Daten schützen wollen.

    Schon problematisch genug, wenn man die Leute nicht von WhatsApp weg kriegt, weil da die Smileys so schön sind. Aber wenns dann auch noch sonst irgendwie vom Funktionsumfang oder der Optik bissl schlechter wird hat man keine Chance mehr. Mir sind 10 Kontakte, mit denen man irgendwann mal end-to-end verschlüsselt kommunizieren kann und bis dahin immerhin teilverschlüsselt, lieber, als die Alternative, denn die ist dass die Leute irgendwann ihre anderen Messenger wieder runter schmeißen, weil eh jeder bei WhatsApp bleibt.

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