Spotify hat 165 Millionen Premium-Abonnenten

Gestern hatten wir Spotify noch in der Mangel, weil zahlreiche Hörspiele von Europa fehlen. Da gibt es wohl viele enttäuschte Fans, die auch wechselwillig sind. Ob die Hörspielfans aber so ins Gewicht fallen? Zumindest hat man das Gefühl, als geben sich andere Anbieter bei der Integration von Hörspielen mehr Mühe. Doch nun zum eigentlichen Thema, Spotifys Quartalszahlen.

Der schwedische Audiostreaming-Service hat aktuell weltweit 165 Millionen Premium-Abonnenten sowie insgesamt 365 Millionen monatlich aktive Nutzer. Spotify bietet Zugang zu über 70 Millionen Songs sowie mehr als 2,9 Millionen Podcasts, davon über 70.000 deutschsprachige Formate. Damit hat sich die Anzahl der deutschsprachigen Podcasts seit Februar 2020 mehr als verdreifacht.

Die Podcast-Nutzung stieg im zweiten Quartal 2021 insgesamt um 95 Prozent im Vergleich zum Vorjahresquartal. Pro Nutzer gab es im Vergleich zum Vorjahr einen Anstieg der Podcast-Nutzung von mehr als 30 Prozent. Auch bei der Podcast-Verweildauer wurden auf Wochen- und Monatsbasis neue Rekordwerte erreicht. Der Anteil der Podcast-Nutzung an der Gesamtnutzung von Spotify erreichte ebenfalls ein Allzeithoch. Vielleicht sollte ich mich auch hinsetzen und von etwas labern, von dem ich Ahnung habe. Oder von Dingen, von denen ich keine Ahnung habe – da gibt’s dann sicherlich mehr zu sagen.

Die Prognose für die Werbeumsätze wurde im zweiten Quartal 2021 erneut übertroffen. Spotify verzeichnete im Vergleich zum Vorjahresquartal einen Anstieg der Werbeumsätze von 110 Prozent auf 275 Millionen Euro, dabei erzielte die Podcast-Vermarktung das höchste Umsatzwachstum.

Klingt top?

Insgesamt machte das Unternehmen einen Nettoverlust von 20 Millionen Euro, verglichen mit einem Nettoverlust von 356 Millionen Euro im gleichen Quartal des Vorjahres – da hatte man aber mit Steuern zu kämpfen. Die heutige Bekanntgabe der Zahlen bietet noch keine weiteren Details zu Spotify HiFi, dem kommenden verlustfreien Streaming-Angebot des Dienstes. Trotz der Ankündigung des neuen Dienstes mit einem vorläufigen Veröffentlichungsdatum im Laufe dieses Jahres hat Spotify noch kein offizielles Einführungsdatum oder Preise bekannt gegeben. Amazon und Apple reagierten schon vorab – da muss man als Nutzer nicht zusätzlich zahlen.

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Hallo, ich bin Carsten! Ich bin gelernter IT-Systemelektroniker und habe das Blog 2005 gegründet. Baujahr 1977, Dortmunder im Norden, BVB-Fan und Vater eines Sohnes. Auch zu finden bei X, Threads, Facebook, LinkedIn und Instagram.

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11 Kommentare

  1. Mein Gefühl sagt mir, dass Spotify auf Dauer nicht eigenständig sein wird. Man hat einfach nicht die Finanzreserven, die Amazon, Google und Apple haben. Die können ihre Dienste querfinanzieren und machen das natürlich auch. Spotify wird auch keinen Cent extra nehmen können für die Hi-Fi Variante, wobei ich da nicht einmal einen großen Markt vermute. Das ist dem Durchschnittshöhrer total Wumpe.

    Ich finde Alleinstellungsmerkmale im Streaming Bereich auch extrem schwierig. Im Grunde haben alle denselben Inhalt und können sich kaum von anderen absetzen. Klar, Spotify hat eigene Podcasts und so, aber die große Masse interessiert auch das nicht.

    Immerhin ist der Name Spotify mittlerweile ein Synonym für Musik aus dem Netz geworden, davon können Deezer, Tidel und Co nur träumen. Aber die großen Drei holen auf, namentlich Apple, Amazon und Google.

    Fraglich, ob Spotify nicht irgendwann zum Übernahmekandidaten wird.

    • Ist aber auch beim Film/Serien-Streaming identisch:
      Netflix ist zwar für die Meisten das Synonym für Streaming, doch Amazon und Disney haben wesentlich mehr Einnahmequellen und größere Reserven.
      Wer es sich leisten kann Filmstudios direkt aufzukaufen, um Inhalte exklusiv anbieten zu können wird langfristig gewinnen.
      Nur mit den Eigenproduktionen wird Netflix es schwer haben.
      Man beachte jetzt schon den Umfang von Disney und das was Amazon derzeit kaufen möchte.

    • Naja Amazon sehe ich keine Konkurrenz. Altbkackene Musik in Prime integriert. Premium mit unübersichtloicher und umständlicher App und Hauptsächlich wird Amazon Music doch mit Echos verramscht wo man auf dieses Gerät eingeschränkt ist.

      • Findest du?
        Nutze es mit Familientarif bei Jahresabrechnung für umgrechnet 12,xx Euro im Monat.
        Inhaltlich ist gut was geboten – hab aber auch schon überlegt auf AppleOne zu wechseln (Familie).

      • oblivionevil says:

        Nutze Amazon nur wegen den besseren Codec. Gibt dort aber alles

    • Grundsätzlich richtig, die Frage ist, wer soll die für den Preis überhaupt übernehmen? Selbst mit dem heute leicht gesunkenen Wert liegt die Marktkapitalisierung ja noch bei knapp unter 40 Millionen.

  2. Andere Frage, wie kommen die denn auf 365 Millionen User in Summe? Gibt es zehn Millionen inaktive Premium-Nutzer. Ansonsten müssten es doch 375 Millionen User sein oder verstehe ich da was falsch?

  3. Hörspiel- bzw. buchfan? Ja! Wechselwillig? Ja! – Aber wo hin? Ich hatte vor einem halben Jahr drei Probemonate bei Deezer, super mit der eigenen App für Hörbücher. Die Auswahl ist bei Deezer allerdings eher mau im Vergleich mit Spotify, ebenso Amazon. Audible ist auch keine Alternative, die haben ein komplett anderes Geschäftsmodell. Eigentlich absurd, Musik höre ich vorwiegend bei youtube-music, weil die anscheinend die einzigen sind, die für mich passende Vorschlagslisten hinbekommen, Spotify habe ich nur noch wegen der Hörbücher (auch für die Kids), wobei die den schlechtesten Support dafür haben. Wenn man wenigstens ohne Zusatz-App irgendwie die letzten zehn Bookmarks für Hörbücher hätte, wäre das schon geil, aber das wird es wohl nie geben.

    • Und was spricht gegen Apple Music? Da gibt es eine eigene, gut gepflegte Hörbuch- und Hörspiel-Rubrik, kuratierte Playlists aus dem Bereich und zum selben Preis wie bei Spotify sogar noch lossless audio, 3D-Raumklang und Musikvideos. Beim Repertoire geben sie sich nichts, die Usability von iOS- und inzwischen auch Android-App ist (Geschmackssache) in meinen Augen besser als Spotify, die personalisierten Musikvorschläge auch. Und eine kostenlose Testphase hast du auch. Oder bist du aus Prinzip gegen Apple?

      • Apple Music hatte ich auch ausprobiert, das Angebot an Hörbüchern war bei meinem Test (SciFi-lastig) relativ gering.

  4. Ja, setzt dich hin und laber bitte (wieder) von etwas, von dem du etwas verstehst – vermischt mit Dingen, von denen du nichts verstehst. Ich war Fan.

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