Spotify Familienplan: GPS-Abfrage kann noch unterdrückt werden

Spotify zieht die Daumenschrauben härter an. Man möchte keine Nutzer in Familienplänen, die nicht unter einem Dach wohnen. Prüfte man früher Postleitzahl und Adresse, so werden jetzt viele Nutzer mit der Aufforderung beglückt, ihren Standort freizugeben, GPS-Check quasi (wir berichteten).

Das soll jene rauskegeln, die nur befreundet sind und die, die nicht zusammen wohnen. Wochenendbeziehung? Kein Spotify Familienplan, wenn man der GPS-Unterstützung zustimmt, wenn man nicht in der Wohnung ist, in der der Spotify „Familien-Admin“ wohnt. Internat? Ebenso. Im Urlaub? Da sollte man auch eher nicht bestätigen.

Falls ihr einen Familienplan habt, derzeit aus irgendwelchen Gründen nicht per GPS euren Standort durch Spotify bestimmen lassen wollt – was wohl deren gutes Recht ist, um die AGB greifen zu lassen – dann könnt ihr in der Mail, am besten mobil, auf „Über GPS bestätigen“ klicken, euch anmelden und wenn euer System dann fragt, ob Spotify auf GPS zugreifen soll, dann sagt ihr „Nicht erlauben“.

Danach braucht ihr nur die Postleitzahl eingeben. Die muss ja dann natürlich mit der des Spotify „Familien-Admin“ übereinstimmen. Dann sollte man erst einmal Ruhe haben – mal sehen, wie lange. Bin auch gespannt, wie der Support mit den Anfragen umgeht – kann mir vorstellen, dass viele ihren Standort bestätigen, obwohl sie vielleicht auf Arbeit oder unterwegs sind – zumindest nicht da, wo der Admin wohnt. Dürfte ja Probleme geben.

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caschy

Hallo, ich bin Carsten! Baujahr 1977, Dortmunder im Norden, BVB-Getaufter und Gründer dieses Blogs. Auch zu finden bei Twitter, Google+, Facebook, Instagram und YouTube. PayPal-Kaffeespende. Mail: carsten@caschys.blog

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61 Kommentare

  1. Das gibt künstlich Probleme.
    Tochter auf dem Weg von der Schule nach Hause und bekommt die Meldung. Das kann doch nur in die Hose gehen.
    Klar wollen die das eindämmen. Aber ich weiß halt nicht ob das der Weg ist…

  2. Das Ansinnen von Spotify kann ich gut verstehen – gibt ja sogar Leute, denen es offenbar noch nicht mal zu arschig ist, Family Sharing über eBay Kleinanzeigen anzubieten oder zu suchen.

    Aber ob diese Methode in Sachen Zuverlässigkeit/Support-Aufwand jetzt der Weisheit letzter Schluss ist, bei einem Dienst der in erster Linie auf mobilen Geräten zu finden ist…

  3. Familienplan mache ich im Herbst, dann planen wir in den Urlaub zu fahren. Bei Spotify haben wir ein Familienabo, im Familientarif. Im Ernst Leute, nix gegen eine Sprache die mit der Zeit lebt und sich wandelt, aber „Familienplan“ hört sich eher nach was aus der Schwangerschaftsberatung an, man muss nicht krampfhaft versuchen Denglisch zu schreiben.

  4. Root + fake gps… Für diejenigen die gerootet haben.

    • Und das bei allen Geräten deiner ganzen Familie…

      Wenn sich Spotify dann entschließt in zufälligen Abständen den Standort zu prüfen, kann man ja dauerhaft Fake GPS anlassen. Müsste man aber auch der ganzen Familie erklären, dass sie so einfach kein Navi mehr benutzen könnten oder vorher immer Fake GPS ausschalten müssten.

    • Für Fake GPS braucht man kein Root. Einfach in den Android-Einstellungen die Entwickleroptionen aktivieren und dann die Option „Falsche Standorte zulassen“ anschalten.

      Andererseits kann man Spotify verstehen. Es gibt einfach zu viele Schmarotzer und Betrüger, die dieses Familienabonnement missbrauchen, obwohl sie sich nicht mal kennen. Sogar über eBay Kleinanzeigen suchen sie sich Fake-„Familienmitglieder“. Diese vielen Schmarotzer schädigen Spotify und die Künstler.

  5. Es ist doch wie mit dem Kopierschutz aus den 90ern. 🙂 Da werden die gegängelt, die das legal nutzen wollen (weil sie gerade nicht zu Hause sind und auf Bestätigen klicken, oder dergleichen). Die, die es illegal nutzen wollen, nutzen es auch mit PLZ oder GPS-Abfrage illegal. Dieser Kampf geht immer nach hinten los, am Ende sind es weniger zufriedene zahlende Kunden. Dieser Irrglaube, dass einer aus einer „Familie“ für ca. 3 Euro im Monat auch bereit ist, 10 € im Monat zu latzen, ich verstehe nicht, wo der her kommt.

    • Naja der Teil der Leute die es nicht-AGB-konform nutzen wollen wird aber durch diese Maßnahmen enorm eingeschränkt. Ich denke die wenigsten haben Lust ihr Handy für Fake GPS zu rooten und damit bei der Garantie Probleme zu bekommen. Oder rooten ist einfach zu kompliziert.

      Deinen zweiten Punkt sehe ich auch so. Ich nutze das Familienabo auch nicht AGB konform, da ich umgezogen bin. Natürlich ist es das Recht von Spotify mich dann auszuschließen aber 10€ lohnen sich bei meinem Musikkonsum nicht.

      Ich Frage mich nur, ob Spotify dann mehr an den Leute verdient, die wieder auf die freie Version mit oder ohne AdBlock wechseln oder an denen die eben weniger als 10 € bezahlen.

      • 10€ lohnen sich bei deinem Musikkonsum nicht? Wozu dann bitte ein Premium-Account, das schreit ja danach, dass die Free-Variante vollkommen ausreicht.

        • Premium aus genau einem Grund: Beliebige Titelwahl.

          Ich nutze Spotify zwar nicht so oft, aber wenn, dann will ich auch Titel frei wählen können. Wenn das in der free Version möglich wäre, hätte ich kein Premium Abo abgeschlossen.

        • Ich nutze die Free-Vairante, aber seit dem die Webseite bei mir mobil nicht mehr will, ich also die App nutzen muss, wäre eine „Familienmitgliedschaft“ interessant. Naja, kommt vielleicht noch.

      • Warum soll dafür jemand irgendwas rooten? Ich kenne mich nur bei Android aus, aber da ist das nicht notwendig. Im Moment fragen sie die PLZ, kein Problem. Auch GPS lässt sich beliebig verfälschen, wenn Spotify das will, bis auf die letzte Stelle hinter dem Komma genau. 🙂

        Vielleicht prüfen sie irgendwann die IP, auch kein Problem, dann macht man es halt über einen Proxy, kann man recht leicht mit einer FirtzBox einrichten.

  6. Gillt das nur für Familie unter dem selben Dach? Meine Mutter hat Spotify über mein Familienabo und wohnt im gleichen Ort, aber andere Adresse.

  7. Verifikation über den Ausweis und gut ist.

  8. Da Frage ich mich dann wo der Sinn liegt, ich meine wer lebt schon mit 6 Leuten in einem Haushalt, die alle Spotify nutzen?

    • Es gibt durchaus Familien mit 3 oder gar 4 Kindern. Oder Haushalte mit Zwei Eltern, einem Großelternteil (der/die sonst alleine leben würde) und eben auch 2-3 Kinder. Läge das Limit bei 4, gäbe es mehr als genug Support-Anfragen – Also Limit großzügig auf 6 Festlegen und Frau von der Leyens Haushalt bekommt der Support dann schon geregelt 😉 Ich selbst lebe zu viert und habe keinerlei Schmerzen, zwei freie Slots „verfallen“ zu lassen, denn die Alternative wären 40 statt 15 EUR im Monat,

    • Ja isso, total sinnlos. Die sollen das Limit lieber auf 2 setzen dann verschwenden wir nicht mehr so viel Geld!

      • Also dann 2 Personen statt 6 für 15 EUR? Sorry, aber nur, weil man etwas selber nicht bis zum letzten ausnutzen kann, dann muss man es doch den Begünstigten nicht neiden. Und wenn Du Angst hast, was zu verschenken, dann gib‘ halt 2x nen 10er Pro Monat aus und lasse beide Handy auch nachts beim Schlafen streamen ohne Ende! Nur so geht auch wirklich nix verloren. Und wenn am Monatsende noch Datenvolumen übrig ist: WLAN aus! Nicht dass der Provider zu wenige Kilobyte bereitstellt! Aber bedenke: Dein Festnetzanbieter spart ein paar kByte ein! Was für ein Dilemma!

        Und Spotify verschenkt nix. Man hofft, dass die Großen Kinder nach dem Auszug hinreichend angefixt sind und für die Werbefreiheit bezahlen. Klappt nicht bei allen, aber die Umwandlungsrate dürfte ausreichend hoch sein – auch wenn wir beide vielleicht gerade kein passendes Beispiel im Freundes- oder Verwandtenkreis haben.

  9. Die sollen froh sein das Leute überhaupt gewillt sind für’s Streaming zu zahlen. 3 Generationen unter einem Dach oder Familien mit 4 jungen Kindern die noch nicht aus dem Haus sind können ja wohl nicht die Regel sein.

    Netflix meckert doch auch nicht wenn beim 13,99 € – 4K & 4 Screens Plan zwei in Berlin, einer in Hamburg und einer in München sitzen.

    3-4 Euro im Monat pro Person, pro Streaming Dienst ist okay, aber zu hoffen das mindestens die Hälfte der Leute in Multi-User Plänen sich Solo-Accounts für 10 Euro und mehr anschaffen ist komplett unrealistisch.

    Da wird dann einfach auf freie Angebote + Werbeblocker, Konkurrenzprodukte, oder gar komplett illegale Alternativen umgestiegen.

    • Bei Netflix wird es eine Frage der Zeit sein.

    • Denke auch nicht, dass sich Spotify damit einen Gefallen tut. Aktuell lassen viele ein solches Abo für die paar Euro im Monat einfach noch mitlaufen, auch wenn sie es selten nutzen.
      Sollte es diese Möglichkeit nicht mehr geben, verdient Spotify halt überhaupt nichts an den Nutzern.

      • Sehe ich ähnlich. Hab meinen Account aktuell auf PH, aber wenn das nicht mehr geht, zahle ich auch nicht mehr für Spotify. 10€ ist es mir einfach nicht wert, dafür nutze ich Spotify viel zu selten (paar mal im Monat). Netflix ist was anderes, das nutze ich viel öfter und würde auch den vollen Preis bezahlen.

  10. Das Kernproblem ist doch, das es massenhaft Leute gibt die dieses Familien Abo völlig unberechtigt ausnutzen. Und denen wollen die an den Kragen. Die bisherige Lösung über GPS ist allerdings bescheuert!

    Aber eine Abfrage pro 14 oder 30 Tage wo du im Heimnetz bzw an der Familien-Abo Adresse sein musst, wäre schon OK. Das würde zumindest die Leute ausschliessen die gar nichts mit einander zu tun haben, also die Voll-Schnorrer. Bei 14 Tagen hätte man aber im Urlaubfall ein Problem oder wenn man z.B. beruflich länger unterwegs ist.

  11. Ich könnte mir vorstellen, dass der Schuss für Spotify nach hinten los geht. Denn ich glaube kaum, dass sich alle Familienmitglieder nach einer Kündigung jeweils einen Einzelvertrag holen. Meist ist es doch eine Person, welche den anderen günstig durch den family plan auch Zugang gibt. Im besten Fall bleibt dann nur noch diese eine Person bei Spotify. Oder wechselt zu einem der zig anderen Anbieter.

    Am Ende haben sie neben dem Image Verlust auch noch einen ganz realen Verlust an Abonnenten(einnahmen).

    Aber schauen wir mal…

  12. Es lässt befürchten, dass Spotify mit der Nutzung des Standortes ein langfristiges Bewegungsprofil erstellt und über einen Algorithmus einstuft, ob hier eine ausreichende Nähe besteht. Bewegungsprofile gehen Spotify aber nichts an, und dauernde GPS-Abfragen kosten Akku und Daten. Daher sollte man die Ortsdaten für die Spotify-App nicht freigeben und, wenn daran der Zugang hängt, einen anderen Anbieter wählen.

  13. Das Kernproblem ist eigentlich, dass man das nichtmal legalisieren könnte, wenn man wollte. Man kann die Adresse nämlich nicht ändern. Spotify schreibt klipp und klar, dass man bei Umzug ein neues Konto anlegen muss.

  14. die Anleitung oben bezieht sich dann doch wohl eher auf Android-Geräte, oder? in meinem iPhone ist unter den Ortungsdiensten Spotify gar nicht gelistet, und Spotify darf weder im Hintergrund aktualisieren noch mobile Daten nutzen. ich nutze das nur zu Hause.
    und zur Fragestellung, wie die das feststellen wollen, wenn man das nur per wifi nutzt, steht hier nix. geht das überhaupt??

    • Die Abfrage erfolgt über den Browser, egal welches OS.

      • welchen Browser meinst du?

        ich denke, das ist mal wieder ein typisches Beispiel dafür, das eine Firma den Hals nicht voll genug bekommt, der aber die Nutzer quasi nur als Melkkühe willkommen sind. so kann man sich auch ins Abseits katapultieren (naja, man ist auf dem Wege)

        • Eher kriegen die Nutzer den Hals nicht voll. Zusammen mit einem Netflix-Abo entspricht der Preis 2% des Monatseinkommens eines Mindestlöhners. Dafür gibt es so viel Material, dass man ein ganzes Jahr lang nicht ein Video, nicht eine Song doppelt zu Augen und Ohren bekommen muss.

          Und dann unterstützt Spotify auch noch Großfamilien, damit die nicht 3 Abos machen müssen, wenn die Tochter mal andere Musik als Papa mag.

          Aber das Unternehmen soll den Hals nicht voll bekommen.

  15. Vielleicht könnte man generell über das Thema Familienfreigabe nachdenken. Denkbar fände ich durchaus einen Gruppentarif, zu dem man sich mit mehreren zusammenschließen könnte. Gruppenrabatt ist in der Wirtschaft ja nichts Neues und umsetzbar ist es auch.

    Konkret: 1 Account 10€, jede weitere 7€, bei 10 Usern 5€. So könnte man das Feld der geteilten Accounts trotzdem abernten und größere Mengen an Usern binden. Denkbar ist auch, dass man Gruppentarife an eine längere Vertragslaufzeit bindet, etwa 12 Monate.

    Wichtig wären nur fest Bedingungen, zu denen man diesen Tarif anbindet. Der Begriff Familie ist da einfach zu wachsweich.

    • Wieso sollte dann irgendjemand für einen Account 10€ bezahlen? Jeder wird sich zu Gruppen zusammentun und den Preis auf 5€ drücken.

      Mit so einem niedrigen Preis funktioniert der Service aber vermutlich nicht.

      Momentan ist es zumindest moralisch nicht richtig den Familienrabatt mit Fremden auszunutzen.

  16. Und unter Android? Wie kann man es dort umgehen?

  17. Was ich auch mist finde, dass man die Adresse nicht mehr ändern kann. Ich hab jetzt meine Partnerin mit meiner eigenen Adresse angelegt. Wenn demnächst der Umzug ansteht kann man, lt. Spotify Offiziell, den Spotify Account kündigen, löschen und neu Anlegen wegen der Adresse. Das ist doch mist, vor allem mit den angelernten Playlisten die ich oft nutze.

    • Guck mal hier:
      http://www.spotmybackup.com/

      Habe schon 3 mal Accounts damit umgezogen, funktioniert wunderbar und dauert 5 Minuten.

    • Das macht der Support von Spotify gerne für dich. Kurz anschreiben um welche Accounts es sich handelt, schließen, neu anlegen und die fügen dann alles wieder hinzu.

      Ich frage mich aber wie genau die das wirklich prüfen, denn vor kurzer Zeit hieß es noch, dass es kein Problem sei, wenn ein Familienteil länger im Ausland ist…

  18. Heißt also, wenn jemand Montagearbeiter, LKW Fahrer o.ä. ist, also Regelmäßig nicht zuhause, dann gibt es für Ihn kein Spotify Family Gedöns.

  19. > was wohl deren gutes Recht ist, um die AGB greifen zu lassen

    Bitte solche Sätze überdenken. Ehrlich.

    Unternehmen haben das gute Recht, sowas in die AGB zu schreiben. Bei Verstoß zu kündigen. Und so weiter.

    Unternehmen haben NICHT das Recht, unter Umgehung aller rechtstaatlichen Grundlagen als Überwachungsbehörde aufzutreten und Polizei zu spielen. Dein Vermieter hat nicht das Recht, ohne Anmeldung in deine Wohnung zu gucken, WhatsApp darf niemanden vorbeischicken um zu prüfen, ob meine 8jährige Tochter das Handy in der Hand hat, und EA-Games hat nicht das Kinderzimmer zu inspizieren.

    Spotify hat das Recht: Verträge zu kündigen oder Betrugsanzeigen zu stellen.

    • Unternehmen können aber durchaus ihren Dienst daran binden das Sie während der Nutzung GPS Daten erheben zur sicherstellung ihres Lizensmodells.
      Wenn dir das nicht passt es zwingt die keiner den Dienst zu nutzen.

      Geolocation über IP ist noch einfacher.

      • > Unternehmen können aber durchaus ihren Dienst daran binden
        > das Sie während der Nutzung GPS Daten erheben zur sicherstellung ihres Lizensmodells.

        Falsch. Unternehmen dürfen das in ihre Lizenz schreiben, sie dürfen aber nicht Polizei spielen.

        > Wenn dir das nicht passt es zwingt die keiner den Dienst zu nutzen.

        Das Argument „Es ist ja keiner gezwungen…“ ist immer. Überall. Grundsätzlich. Und in jedem Fall:
        Dumm. Falsch. Blödsinn.

        Man sollte, wenn man den Spruch bringt, langjähriges Internetverbot bekommen, bis man mit drüber nachdenken fertig ist. Da gehe ich jetzt nicht mal drauf ein.

    • Freiwillig kann ich meine Daten freigeben. Es zwingt mich ja niemand zu einem Vertrag mit Spotify.
      Zu prüfen ist, ob der Vertrag, den man mit Spotify schließt, bzw. die AGB sittenwidrig sind. Da wird es dann juristisch spannend.

  20. Wenn die weiterhin so nerven, geh ich zu amazon. Ist eh günstiger als Prime Kunde.
    Habe aktuell Family Sharing mit meiner Mutter und meinem Bruder, beide wohnen nicht bei mir.
    Zahle aber sicher keine 10€ pro Monat für mich alleine.

  21. > was wohl deren gutes Recht ist

    @caschy Es gibt kein ‚gutes‘ Recht.

    ‚Gut‘ ist eine Wertung, wie ’schlecht‘. Das Recht ist aber wertfrei. Eine Handlung oder ein Vertrag ist entweder rechtskonform oder sie/er ist es nicht. Wenn man sich darüber streitet und sich nicht einig wird, landet das ganze dann vor einem passenden Gericht.

    Wenn Spotify versuchen würde, die GPS Daten zu erzwingen, würden sie gegen die DSGVO, EU-Recht und deutsche Recht verstoßen. Da würden ihnen auch ‚passende‘ AGB nicht helfen.

    Im übrigen kann es einem bestehenden Kunden eigentlich auch egal sein, welche AGB *heute* gelten. Der Vertrag läuft zu den Bedingungen die am Tage des Vertragsabschlusses galten. Welche rechtlichen Hürden bei nachträglichen AGB-Änderungen bestehen, beschreibt Solmecke ganz anschaulich: https://www.wbs-law.de/e-commerce/wie-unternehmen-nachtraglich-ihre-agb-andern-konnen-32479. Zusammenfassend: das gerne genutzte ‚wenn Sie den Dienst ab jetzt weiter nutzen, gelten ab morgen für sie die neuen AGB‘ ist in den allermeisten Fällen BS.

  22. Ich frage mich, ob Spotify wirklich mit dem juristischen Begriff der Familie operieren darf . Denn der ist an Verwandtschaftsbeziehungen durch Blutsverwandtschaft oder Anheirat gebunden. Vor Gericht besteht ein familiäre Zeugnisverweigerungsrecht ja auch dann, wenn die Familienangehörigen nicht zusammen wohnen. Darf da Spotify den Begriff „Familie“ eigentlich neu definieren ? Wäre gut wenn Verbraucherschützer da mal eine Musterklage durchziehen. Übrigens ist auch das zwangsweise teilen von GPS-Daten m. W. nicht mit dem deuschen Recht vereinbar . Spotify müsste dann eben statt Familienplan sowas wie „Wohnsitzplan“ oder so einführen. Familie endet nicht durch Auszug! Und Ehe und Familie stehen in DL sogar unter Grundrechsschutz!

  23. Ich bin Premium Kunde und habe auch die Mail bekommen, werde dem nicht zustimmen. Gegenüber Spiegel Online wurde auf Nachfrage geantwortet das dies „keine Konsequenzen“ haben wird. Sollten die mir trotzdem kündigen werde ich zu Apple Music wechseln und dort meine € 15 im Monat lassen. Pretty easy 😉

    http://spiegel.de/netzwelt/games/spotify-will-gps-standort-abfragen-streaming-dienst-verunsichert-seine-nutzer-a-1228721.html

  24. Wenn man die Kommentare liest, wäre es wohl sinnvoll, wenn Spotify das Abo umbennent in „Spotify Home“ oder so.

    Der aktuelle Name „Family Plan“ ist auch meiner Meinung nach sehr irreführend. In den Nutzungsbedingungen steht meines Wissens kein Wort davon, dass es sich überhaupt um Familienmitglieder handeln muss. Ein Zusammenschluss mehrerer Studenten in einem Wohnheim wäre zum Beispiel vollkommen in Ordnung solange alle Beteiligten im gleichen Haus des Wohnheims wohnen. Alle Bewohner eines Hochhauses könnten sich auch völlig AGB-konform in 6er Gruppen zu einem Family Plan zusammenschließen.

    Der Name Family Plan suggeriert halt, dass man seine Familienmitglieder einladen kann. In Wahrheit ist es aber so, dass die AGB an keiner Stelle eine Verwandtschaft voraussetzt.

  25. Also, mag sein, das ich es nicht richtig lese, aber es heißt „Alle Nutzer haben die gleiche Anschrift.“
    Selbst wenn das Kind in Ausbildung oder Studium ist und den Erst-/Zweitwohnsitz zu Hause hat, hat es die gleiche Anschrift. Das ist m.E. keine Verletzung der AGB. Da nutzt es m.E. nix die GPS Daten des Gerätes abzufragen.

  26. Spotify geht mein Standort nix an, egal wofür. Wird es pflicht fliegt Spotify raus.
    Gibt ja mittlerweile genug Alternativen.

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