ShargeDisk im Kurztest

Das Unternehmen Sharge, ehemals Shargeek, hat vor einigen Monaten auf Kickstarter ein SSD-Gehäuse vorgestellt. Das Gehäuse nimmt M.2 2230 SSDs auf. Damals habe ich dieses ultrakompakte Gehäuse unterstützt, da ich bereits Erfahrung mit dem Hersteller hatte und auch schon andere Produkte unterstützt habe. Zuletzt die Gravity Capsule. Das SSD-Gehäuse ist etwas kleiner als eine Apple Watch.

Das Besondere an diesem SSD-Gehäuse ist der eingebaute Lüfter. Mit diesem soll die SSD konstant 1 Gbps erreichen. SSDs werden bei konstanter Belastung langsamer, weil sie überhitzen. In meinem Test hat das ausgezeichnet funktioniert. Ich hatte eine 512 GB WD SN740 eingebaut, die auch konstant die 1 Gbps schaffte. Der Test im Screenshot lief für 15 Minuten. Der Einbau der SSD war hier ohne Werkzeug möglich.

Das Gehäuse besteht aus Aluminium und hat zwei Fenster. Eines zeigt den Lüfter und hat auch die Löcher dafür, das andere zeigt die SSD und kann weggeschoben werden. Der USB-C an der Festplatte ist fest eingebaut, bei meinem Kit lag aber eine Schutzhülle mit Verlängerungskabel bei. Bei einem Steam Deck oder ROG Ally ist der feste Anschluss allerdings von Vorteil, da kein zusätzliches Kabel benötigt wird und das Gehäuse fest bleibt. Zum Lüfter ist zu sagen, dass er deutlich hörbar ist. Er ist aber nur aktiv, wenn die SSD aktiv ist. Auf der Seite befindet sich auch ein Hardwareschalter. Dieser schaltet einen Schreibschutz für die SSD ein.

Insgesamt kann ich das SSD-Gehäuse jedem empfehlen, der eine kompakte portable SSD sucht und dem 1 Gbps ausreicht. Die maximale Kapazität ist derzeit aufgrund der m.2 2230 SSDs auf 2 TB begrenzt. Das Gehäuse kostet ohne Kabel und Silikonhülle 28 € im Early Bird auf IndieGoGo. Danach kostet es 37 €. Im EDC Kit, mit Kabel und Hülle, kostet es 49 €. Diese Variante würde ich auch empfehlen. Eine 1 TB m.2 2230 SSD gibt es derzeit für ca. 100 €. Die Kombination ist also definitiv teurer als ein vergleichbares m.2 2280 Gehäuse. Diese sind oft auch schneller als die ShargeDisk. In der Kompaktheit gewinnt aber definitiv die ShargeDisk.

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Als ehrenamtlicher First-Level-Support und quasi Apple-Jünger, der gerne seine Lebenszeit in Tech-Blogs verbrennt, stehe ich auch gerne für hitzige Diskussionen zur Verfügung.

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12 Kommentare

  1. Das mit dem festen USB Stecker wäre für mich ein absolutes KO Kriterium,

  2. kann mich mal einer aufklären, wieso die 1 Gbp/s geschafft sind wenn der Screen nur knapp 900 zeigt.
    das sind 10% Abweichung oder sehe ich da was falsch?

    • Mike Leitner says:

      Das war am Mac mit Blackmagic. Bei diskmark war ich näher an den 950, und genau erwarte ich nicht. Ist ja auch Abhängig von dem was geschrieben wird.

  3. Ich kenne mich mit Indigogo nicht aus, aber da steht est. shipping Oct. 23. Werden die jetzt geliefert oder muss ich ewig lang drauf warten?

  4. Hab das Teil auch. Für ständig am Host ist es nix, aber als Portable Lösung ganz nett, vor allem wenn man mal wieder Kabel vergessen hat.
    Ich bevorzuge da eher die SSD Gehäuse von Dockcase die haben sogar ein Display dass Zustand, Übertragungsgeschwindigkeit, Temperatur, die USB Geschwindigkeit und sogar die Restkapazität wird anzeigt. auch das Aluminiumdesign mit transparenter Oberseite sieht edel aus. Derzeit gibt es zwei Versionen 2230 und 2280, Funktionsumfang identisch. Achja das beste Feature, beide haben einen 10 sek. Stromspeicher. Somit kann der Cache der SSD noch weggeschrieben und damit die SSD sauber heruntergefahren werden

  5. /klugscheißermode:
    Du meinst sicher 1 Gigabyte pro Sekunde (GB/s) nicht wie geschrieben 1Gbps (Gigabit)? Das wären 100MB/s relativ langsam für ne ssd 🙂
    /

  6. sehe ihr keinen sonderlich großen Mehrwert zu den bereits erhältlich Lösung von den Etablierten Hersteller.

    weder besonders schnell, noch imbesonders Preiswert,..

    den Lüfter sehe ich eher als Störend, eine SSD ist doch gerade Spitze da sie komplett Lautlos arbeitet.

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