Reuters-Umfrage zur Apple Watch: 13 Prozent würden ein iPhone kaufen und andere interessante Zahlen

Die Apple Watch ist ein mindestens genauso erwartetes wie sehr schwer einzuschätzendes Produkt. Sie ist nicht die erste Smartwatch auf dem Markt, gilt aber dennoch als Hoffnungsträger für die gesamte Branche der Wearables. Aber es gibt auch genug Kritiker. Die einen bemängeln den Preis, den anderen fehlt es an Innovation. Apple zeigt sich selbstbewusst und lässt keine Zweifel daran, dass die Apple Watch natürlich die perfekte Ergänzung zu einem iPhone ist. Wie die Apple Watch vom Käufer letztendlich angenommen wird, zeigt sich dann ab dem 24. April, dem Verkaufsstart von Apples persönlichstem Produkt. Reuters gab eine Umfrage in den USA in Auftrag, um in Erfahrung zu bringen, wie die Uhr bei den Menschen ankommt. Wie immer kann man die nackten Zahlen interpretieren wie man möchte, eine Interpretation und Meinung gibt es in diesem Artikel.

Reuters_Apple_Watch_Poll

Tim Cook erzählte auf dem Spring Forward Event, dass er die Apple Watch so bekannt wie möglich machen möchte. Bedenkt man, dass sie bereits im September 2014 vorgestellt wurde und seitdem eigentlich zu keinem Zeitpunkt mehr aus der Presse verschwunden ist, sollte dies kein Problem sein. Die Umfrage fand zwischen dem 9. und 13. März statt, also direkt im Anschluss an die Vorstellung der Uhr. Die mediale Aufmerksamkeit für die Apple Watch war riesig. Dennoch gab nur etwa die Hälfte der Befragten an, dass sie innerhalb der letzten Tage News zur Apple Watch wahrgenommen hätten. Apple tut dabei alles, um die Watch überall in Szene zu setzen. mit iOS 8.2 gab es die Apple Watch App direkt auf den Homescreen der iPhone-Nutzer und auch in den Apple Stores wird die Uhr bereits beworben. Dennoch ist die Bekanntheit sicher nicht da, wo Apple sie gerne hätte.

69 Prozent der Befragten haben kein Interesse daran, eine Apple Watch zu kaufen. Was vorerst negativ klingt, kann sich dennoch positiv für Apple entwickeln. Immerhin sind fast ein Viertel der Befragten an der Smartwatch von Apple interessiert. Natürlich ist auch diese Zahl mit Vorsicht zu genießen, Interesse heißt schließlich nicht, dass man direkt in den Apple Store stürmt und sich eines der Modelle holt. Zumal sowieso nur rund ein Drittel der Befragten überhaupt Interesse an einer Smartwatch haben.

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Und das wird auch die Schwierigkeit von Apple werden. Die Nutzer davon zu überzeugen, dass eine Smartwatch einen Mehrwert bietet. Letztes Jahr wurden rund 4,6 Millionen Smartwatches verkauft, geht es nach Analysten, wird Apple 2015 zwischen 10 und 32 Millionen Apple Watches verkaufen. Eine solcher Absatz erfordert ein großes Umdenken bei den Nutzern, die eine Smartwatch bisher nicht als Notwendigkeit betrachten. Gleichzeitig würden diese hohen Verkaufszahlen auch bedeuten, dass sich andere Smartwatches besser verkaufen als bisher. Das heißt der Gesamtmarkt würde innerhalb eines dreiviertel Jahres explodieren. Möglich ist das durchaus, aber wohl auch sehr optimistisch betrachtet.

Dass die Apple Watch durchaus auch ein Grund für einen Wechsel des Smartphones sein kann, geben 13 Prozent der Befragten an. Der Rest würde logischerweise nicht auf ein iPhone setzen, nur um die Apple Watch nutzen zu können. Immerhin bestätigen 29,5 Prozent der Befragten der Apple Watch einen „Cool Factor“. Und das ist meiner Meinung nach auch genau das, was Apple erreichen will. Die Smartwatch als Accessoire zu sehen. Der Nutzen wird mit den Apps kommen, so wie es auch bei Smartphones am Anfang der Ära war.

Das deckt sich auch mit unserer Umfrage des Monats, die aktuell noch läuft. Mehr als ein Drittel der Teilnehmenden sieht aktuell keinen Bedarf an einer Smartwatch oder einem Fitness-Tracker. Hierbei muss man bedenken, dass bei uns technikaffine Menschen lesen, die normalerweise eher zu denen gehören, die neuer Technik eine Chance geben. Einen Zwischenstand der Umfrage, an der Ihr in diesem Beitrag teilnehmen könnt, habe ich hier eingebunden:

Umfrage_Smartwatch_Zwischenstand

Auch ist klar, dass die Auswahl bei der Konkurrenz nicht kleiner wird. Wer ein Android-Gerät nutzt hat mittlerweile eine breite Auswahl an Android Wear Smartwatches und Google bietet verschiedene Modelle auch direkt im eigenen Online Store an. Da werden dieses Jahr sicher noch mehr hinzukommen und auch traditionelle Uhrenhersteller werden sich mit dem Thema Smartwatch auseinandersetzen.

Als Technik-Fan kann man sich nur wünschen, dass Smart Watches so richtig Fahrt aufnehmen. Dabei spielt es auch keine Rolle, ob man nun Android Wear, eine Pebble, die Apple Watch oder eine andere Lösung wählt. Je mehr Käufer die Geräte finden, desto schneller können sie verbessert werden. Apple macht in diesem Fall nicht nur Marketing in eigener Sache, sondern könnte die ganze Branche mitziehen, ein Umstand, auf den viele auch spekulieren.

(Quelle: Reuters)

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Sascha Ostermaier

Technik-Freund und App-Fan. In den späten 70ern des letzten Jahrtausends geboren und somit viele technische Fortschritte live miterlebt. Vater der weltbesten Tochter (wie wohl jeder Vater) und Immer-Noch-Nicht-Ehemann der besten Frau der Welt. Außerdem zu finden bei Twitter (privater Account mit nicht immer sinnbehafteten Inhalten) und Instagram. PayPal-Kaffeespende an den Autor.

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29 Kommentare

  1. Man darf auch nicht vergessen, dass die Umfrage nur im Apple-Land USA durchgeführt wurde und daher für uns nicht relevant ist. In Europa ist z. B. auch der Marktanteil von Apple im Smartphone-Bereich viel geringer als in den USA.

  2. Ich bin echt mal gespannt, außerdem muss man es über die Jahre hinweg sehen. Jetzt wird das Ganze erstmal durch die Medien hyped, dann werden bestimmte Altersgruppen, Zielgruppen diese kaufen. Ich denke mal, dass ältere Leute, gerade in Deutschland, diese nicht kaufen werden. Bei Jüngeren hingegen kann ich mir das durchaus vorstellen, aber bei den Preisen? Da denke ich mal schlagen die entweder bei der günstigsten Apple Watch zu oder alternativ zu einer Google Android Uhr.

    Später könnte der Hype abflachen. Es ist ja auch die Frage des Nutzens. Beim Smartphone kann man halt alles machen und angenehm auch mal Lesen, E-Mails checken usw., wie eine kleine handliche Allzweckwaffe.

    Bei den Uhren, sicher die Apps wie News, Wetter, Kontakte, Notizen, Kalender usw. – aber die Bedienung! Es ist für jeden schneller und bequemer diese Dinge über ein 4-5 Zoll Smartphone zu erledigen. Nebenbei kann man auch noch schön im Internet stöbern. Zum Lesen von Büchern, Websites ist ein Tablet auch eleganter und komfortabler als ein Smartphone.

    Bei der Uhr muss man mit einem Rädchen und Touchscreen usw. arbeiten. Wenn ich iPhone und iWatch besitze und mal draußen schnell meine Kontakte oder Notizen sowie Wetter abchecken möchte, gucke ich mit Sicherheit nicht auf meine Uhr, sondern zücke einfach mein iPhone.

    Beim Design, ich kriege bei anderen Uhrenherstellern von billig bis teuer noch mehr Design-Vielfalt. Armbänder, Gehäuse, unterschiedliche Materialien, Uhrenwerke, auch Uhren ohne Batterie usw. und diese Uhrenhersteller wie MeisterSinger usw. können nachziehen mit Google Android, wobei ich persönlich auf einer Uhr kein Betriebssystem samt Apps haben möchte.

  3. plantoschka says:

    Apple wird schon eine Menge verkaufen. Die Frage ist nur ob Apple genug verkaufen wird und das Produkt so erfolgreich wird wie ein iPad. Das es ans iPhone rankommt, halte ich eh für ausgeschlossen. Momentan bin ich skeptisch das es überhaupt an iPad zahlen herankommt.

    Andererseits muss man abwarten bis es auf den Markt kommt und man damit rumspielen kann. Apple traue ich eine Menge zu. So viel Marktforschung in den Bereich Wearables hat wohl kein anderes Unternehmen betrieben. Die werden schon Wissen was sie machen.

  4. Das meine ich, man muss es nachher sehen und ich bezweifle es auch, dass es an iPhone oder iPad Verkaufszahlen herankommt, gerade in diesen Preisklassen. Smartphones will und braucht jeder heute, Zuhause oder Arbeit hat man ein iPad. (ich persönlich nutze iPad nur privat zum Lesen, Filme, Internet usw.)

    Smartphones sind ein Teil der privaten und beruflichen Welt geworden. Eine Apple Watch oder Android Watch wird sehr wahrscheinlich nur Teil der privaten Welt.

    Dann wird sich das Ganze noch mal aufsplitten, denn die einen mögen aufgrund Design Motorola, LG, Samsung usw., – viele werden sich die Apple Watch nicht leisten können oder diese ist ihnen schlichtweg zu teuer. Ich kenne viele, die sparen sich mühselig ein iPhone zusammen oder schließen halt Vertrag mit Mobilfunkanbieter oder auf Ratenzahlung (manche verschulden sich sogar noch damit). Ob dann noch eine teure Apple Watch im Budget drin ist?

    Ich kann mir aber schon durchaus vorstellen, dass die Mobilfunkanbieter diese auch per Vertrag anbieten werden. Das geht jetzt schon mit einigen Android Uhren in Kombination mit Smartphones los. Bei 1&1 hatte ich letztens so ein Angebot gesehen, aber da geht es halt noch, weil die Android Uhr zum Smartphone nicht viel kostet.

  5. Beim Thema Smartwatch muss ich immer an David Hasselhoff denken. Und das ist auch der Grund, weshalb ich diese Idee aus den 80ern überhaupt nicht neu,hipp oder attraktiv finde. Davon mal ab kann das höchstens eine Brückentechnologie sein, vielleicht auch nur eine Mode, bis der nächste Hype da ist.

  6. Ich kann nur jedem empfehlen, wenn man mit Android liebäugelt, ein Nexus 6/9 zu kaufen.Läuft derart fein und hat so viel mehr drauf als IOS.Androidwear detto.Hatte alle Iphones bislang, aber es ist kein Vergleich.

  7. Es sollte auch beachtet werden, dass Smartphones relativ neu sind und die meisten nicht die Vorzüge dieser Geräte kennen.

  8. Wenn Smartwatches irgendwann mal einen wirklichen Mehrwert bieten, gehen die Verkäufe sicher ab wie Luzie. Momentan sieht das für mich aber alles eher aus wie Spielzeug, dazu der Nachteil, dass die Dinger nicht wie eine normle Uhr monatelang durchhalten sondern teilweise täglich geladen werden müssen.

  9. Mauri Guzzo says:

    Viele meiner Kollegen haben das iPhone vom Arbeitgeber. Und haben/nutzen es, weil sie es nicht bezahlen mussten. Kann mir nicht vorstellen, dass AG auch eine iWatch kaufen.

  10. „Kann mir nicht vorstellen, dass AG auch eine iWatch kaufen.“
    Das zum einen und zum anderen die 90% iPhone User, die das Phone quasi für lau zum Vertrag dazu bekommen haben.
    Abstottern ist das eine, aber mal eben ab 400€ C_A_S_H (für ein fragwürdiges Gadget) locker machen?
    Wir werden sehen.

  11. Die Akkulaufzeit und der viel zu hohe Preis für die Stahlwatch sind ein NoGo für mich.
    Was nutzt mich eine die im Ernstfall nach 3 Stunden leer ist oder bei der ich bei einer langen Fahrt oder Wartezeit nicht spielen darf sondern abschalten damit der Akku hält?

  12. Bei der ganzen Smartwatch Berichterstattung die nun überall Einzug hält, kommt es mir so vor, als wolle man den potentiellen Usern die Notwendigkeit einer Smartwatch regelrecht einhämmern. Obwohl der Akku bestenfalls 1 Tag hält und es letztenendes nur ein verlängerter Arm (Display) des Smartphones ist das wiederum im besten Fall auch nur etwas mehr als 1 Tag durchhält.

  13. Ich denke und das mache ich auch falsch, wir müssen weg vom Gedanken das eine Uhr ein Tec- Gadget ist. Eine Uhr ist ein Mode Accesssoir, auch wenn diese vollgestopft ist mit Technik. Wenn man ehrlich ist, ist der Preis von ca € 400 für eine Uhr sehr günstig. Alleine der Schweitzer Luxusuhrenmarkt hat eine jährliche Export von 20 Mrd $ !
    Hier verfolgen die verschiedenen Smartwatch Hersteller unterschiedliche Sichtweisen. Die überaus von mir geschätzte Pebble setzt auf den Nerd- Faktor. Apple versucht genau das zu verkaufen was es ist- eine Uhr, die im mittleren Preissegment angesiedelt ist.
    Ich kann mir schon vorstellen das sehr viele denken:
    „Hey, einige hundert € ist mir diese Uhr schon wert zu zahlen. Wenn die paar Jahre hält, ein perfekter Start in die Zukunft“.

    Wenn die Prognose oben stimmen sollte, hat Apple genau ins Schwarze getroffen.

    Einige kaufen Anzüge für € 150 einige für über € 1000,- und manche haben noch nicht mal einen Anzug. So ist es eben und das ist auch gut so.
    Kein Mensch käme auf die Idee über den Preis zu diskutieren.

  14. Ich möchte meine moto360 nicht mehr missen. 14.3 8.00 uhr aus ladeschale genommen akkustand 37% am 15.3 8.55 uhr.
    Es ist für mich ein mehrwert, das handy nicht dauernd aus der handtasche (böse zungen behaupten es wäre eher ein getarnter reisekoffer) zu fischen. Bei grossen menschenmengen das handy in der innentasche der jacke zu verstauen und keine angst vor taschendieben zu haben usw. Der mehrwert beim sport ist auch absolut gegeben! Handy automatsch entsperren bei kopplung und sperren wenn die uhr nicht gekoppelt ist auch genial! Handy automatisch stumm bei kopplung, das sind die feinheiten die ich total schätze!
    Ich bin sicher eine minderheit, schon allein weil ich als frau so ein teil haben musste! Es ist zur zeit „nur“ ein second screen, aber ich für mich brauche nicht mehr. Kamera, telefonieren usw sehe ich nicht als notwendig.
    Verbesserungswürdig ist die reichweite die ich mich vom handy entfernen darf! Da ist noch viel spielraum!

  15. Evo2Orange says:

    Das die meisten ihr Smartphone nicht „selbt kaufen“ sondern über den Provider monatlich abstottern, ist der Preis von Smartphones gar nicht so erheblich wie man sich das ausmalen könnte. Zumal Provider Mengenrabatte bekommen und diese tw. auch an Kunden weitergeben.
    Daher rennt so mancher mit iPhone und Co. rum, auch wenn das Gehalt für Geräte in der Preisklasse nicht wirklich reichen würde. Stichwort Überschuldung…

    Bei der Apple-Watch wird das kritisch.

  16. Nach der Apple-Watch Vorstellung hat der Verkauf der Pebble bei Kickstarter um fast 300% zugelegt. Ein besseres Kompliment kann es für die Macher kaum geben.

  17. ich als keiner statistikfreund muss mal bemerken, dass jeder der die zahlen so übernimmt selbst schuld ist. umfragen sind hilfe fur einbergebnis aber niemals das ergebnis selbst.
    ich finde sämtliche smartwatch die nicht mindestens eine woche nutzung überstehen absolut nutzlos. ich finde 400€ absolut ok für eine smartwatch. Allerdings muss ich sagen, dass ich das Design der iwatch absolut shitty finde. ich würde sie einfach nicht tragen wollen. auch nich für 20euro.und hier denke ich, ist der knackpunkt. von den funktionen her ist sie unnütz und vom design her einfach hässlich. (btw: habt ihr auch dad Gefühl, das jony ives immer langsamer spricht von produktvorstellung zu produktvorstellung?) das macht dir iwatch zu einem interessanten produkt. beim iphone konnte man auch immer über das design streiten. aber die features/nutzen/funktionen waren immer da. die iwatch is ein Zubehörteil. und die Geschichte mit 18karat gold für 11000euro obwohl da wenig gold drin is, das design ähnlich lame is und die uhr nich mehr kann als die „günstigen“ hat auch ein geschmäckle

  18. Auch ich habe das Gefühl, dass hier von den Herstellern krampfhaft ein Bedarf geschaffen wird, der nicht existiert. Nein, die Welt hat nicht auf Smartwatches gewartet, die Industrie hat etwas entwickelt, das größtenteils am Kunden vorbeigeht: mickrige Akkulaufzeit, wenige Funktionen, zu hoher Preis.

    Ein Produkt, das in meinen Augen nur von denen gekauft wird, die hip sein wollen oder angeben wollen. Aber einen Mehrwert sehe ich nicht. Wenn ich doch sowieso mein Smartphone heraus nehmen muss, um das meiste zu erledigen.

    Meine Meinung…

  19. Obwohl ich zahlreiche Apple Produkte besitze und Smartwatches durchaus interessant finde, spricht mich die Apple Watch nicht an. Keine Ahnung, was neuerdings mit Apple’s Marketing los ist. Bei der Keynote konnten sie mir kaum ein Nutzungsszenario zeigen, dass man nicht besser auf dem Smartphone durchführt: iMessages schreiben, Instagram durchforsten, super fummelig mein Garagentor öffnen?!

    Selbst im Bereich Fitness hat sie Schwächen. Außer den Herzschlägen kaum Informationsgewinn. Schrittzähler hat mein iPhone auch und liefert mir sogar GPS. Zwischenstände beim Joggen gibt es über Bluetooth Kopfhörer (braucht man für die Watch auch). Und da ich ohnehin für GPS mein iPhone mitnehmen muss, warum brauch ich dann die Watch?

    Der Preis ist auch ein großes Fragezeichen. Apple hatte oft Einsteigermodelle mit beschränkten Funktionen im Angebot. Aber 399 bzw. 449€ sind doch sehr saftig. Und das schönere Edelstahl Modell um die 750€. Auch wenn es evtl. gut gemachte Armbänder sind, bezahl ich nicht für einen iPhone Begleiter denselben Preis wie für ein iPhone. Bei den Edelstahl/Gold Modellen bin ich auch auf die Diebstahlrate gespannt. Im Gegensatz zu normalen Uhren weiß jeder Taschendieb sofort, wie teuer die Sachen sind. Naja vielleicht gibt es demnächst find my watch.

    Apple wird wohl schon ein paar Millionen Uhren in den ersten Monaten verkaufen. Die starke Marke und der Hype machen das möglich. Demnächst hören wir bestimmt wieder vom Ausverkauf (dank künstlicher Verknappung). Spannend wird es erst nach 6-8 Monaten, wenn der Hype vorbei ist und langsam Fragen nach einem Update auftauchen. Der Upgradezyklus ist noch völlig offen.

  20. Auch das Vertrauen in iOS und Android spielt eine Rolle. Gerade durch die NSA Enthüllunugen. Beim Smartphone rechne ich immer damit, dass es Sicherheitslücken, möglicherweise sogar Backdoors gibt. Nur von einem Smartphone kann ich mich sofort trennen oder einfach ein anderes kaufen. Bei meiner klassischen Uhr bruche ich mir keine Sorgen zu machen, das Uhrwerk lauscht nicht mit 😉

  21. … und Apple sollen endlich mal dafür sorgen, dass ich auf dem vermeintlichen 16 GB iPhone 6 mehr Speicher zur Verfügung (durch Optimierung von iOS) habe, denn von den 16 GB merke ich nicht viel, ich habe nur ein paar Apps, Musik, Fotos installiert und der Speicher ist schon bald voll und ich muss ja noch beachten, dass ich sicherheitshalber 1 GB frei für temporäre Daten freilasse.

    Denselben Speicher Engpass könnt ihr später auch mit der Apple Watch haben, denn die Apps sollen dann auch lokal installierbar sein!? Was aber später durch ein Update kommen soll? Die Apple Watch wird bestimmt kostenintensiv und vergesst nicht Apple Care abzuschließen ^^.

  22. Bei all dem PR-Hype sollte hier nicht unterschlagen werden, dass es sich eben NICHT um eine zeitlose Uhr handelt, die man noch in 20 Jahren tragen oder gar seinen Enkeln vererben könnte. Die Apple Watch ist ein (in China produziertes) Wegwerfprodukt.

    In 5 Jahren verstaubt die Apple Watch als unbrauchbarer Elektronikschrott in der Schublade, weil der Akku dann längst kaputt ist. Apple hat eine Lebensdauer von 3 Jahren angegeben. Und im Gegensatz zu einer Uhr kann dann kein Uhrmacher eine neue Standardbatterie einsetzen. Aber das ist eigentlich auch egal, da sie sowieso mit anderen Smartphones nicht mehr funktioniert, sondern zwingend an ein aktuelles iPhone gebunden ist. Ganz nach der Philosophie von Apple’s geschlossenem Ökosystem, das Steve Jobs schon 2011 so formuliert hat:

    „Alle Apple-Produkte müssen besser verbunden werden, damit wir die Kunden tiefer in unser Ökosystem einsperren können.“

  23. > jan
    die apple watch im preisrahmen von 400-800 euro lässt sich doch ganz mit dem dem iphone vergleichen. beide verwenden ähnlich Materialien, bei beiden muss man den akku so nach 3 jahren wechseln lassen und beide haben wohl eine ähnliche lebensdauer (ca. 5 jahre). über die modelle für über 10.000 euro reden wir jetzt mal nicht, weil der anteil wohl sehr gering sein wird und diese, die diskussion über sinn und unsinn der watch zu sehr verwässert.
    und der vergleich zwischen smartwatch und einer hochwertigen schweizer uhr, macht so wenig sinn, wie der vergleich von schiefertafel und ipad.

  24. Mehrwert!? Ich bin mir da unsicher, ich arbeite mein Leben lang mit Apple, aber vor 2 Jahren stieg ich beim Smartphone auf ein Google Nexus um, welches sich perfekt in mein Öko System von Apple integrierte, da ich eh Gmail/ Google Kalender etc schon nutzte. Dann kam die LG G Watch, ich war unschlüssig. Als ich aber eine für €100 neu und versiegelt letztes Jahr ergattern konnte schlug ich zu, nur so zum spielen/ testen. Die Uhr funktioniert klasse, nur den Mehrwert konnte ich für mich nicht entdecken. Ich nutze sie nach wie vor ab und an, aber offen gesagt liegt sie mehr in der Schublade als dass sie am Handgelenk ist. Ich denke mal mit den meisten Apfel Uhren wird es ähnlich enden, noch dazu dass diese meines Wissens nach nicht wasserdicht sind. Dennoch finde ich die LG G Watch nach wie vor sehr gelungen, denn sie macht was sie soll und vor allem sie machte nie Probleme. Was ich nicht verstehe, das ist warum eine Smartwatch für viele unbedingt so nahe wie nur möglich optisch an eine normale Uhr herankommen muss. Das sind zwei unterschiedliche Produkte. Daher finde ich eckig praktischer als rund.

  25. @Juke gut geschrieben, sehe ich ähnlich. Ich sammle schweizer „Markenprodukte“ aber nur als Investment. Und du hast recht manche besitzen nichtmal einen Anzug, ich zB. Aber es ist für mich auch ok, wenn jemand €1000 für einen ausgibt. Ich denke auch bei 4 bis €800 werden viele die Uhr kaufen, 2/3/4 Jahre tragen als Schmuck und fertig. So wie das bei normalen Uhren in diesem Preissegment sicher auch oft der Fall ist.

  26. Na, ich weiß nicht. Den Mehrwert sehe ich einfach nicht und warum ich auf dem Fitzeldisplay herum kaspern soll, wenn ich froh bin endlich ein großes Display am Smartphone zu haben erschließt sich mir auch nicht.

    Mal davon abgesehen, dass mich das Design überhaupt nicht anspricht (sehr feminin) finde ich das relativ viel Geld für so ein kurzlebiges Produkt. Da lobe ich mir meine Breitling Old Navitimer. Läuft seit 13 Jahren ohne Zicken, Akkuwechsel oder sonstiges – mit iPhone, Samsung oder Nokia kompatibel – sieht noch so gut aus wie vor 13 Jahren (Saphirglas), passt zu Jeans oder Anzug und ist wahrscheinlich mehr wert als beim Kauf … 😉

  27. @daswichtigste says:

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