Reingehört: Die OnePlus Nord Buds im ersten Eindruck

TWS-Kopfhörer gibt es wie Sand am Meer. Mit den OnePlus Nord Buds startet ein weiteres Paar, erstmals mit dem Nord-Branding. Jenes spiegelt sich auch preislich in den 49 Euro wider. Nord-Geräte sind aber nicht nur kostengünstig, sondern sollen auch in Sachen Preis-Leistung punkten. In den vergangenen zwei Wochen hab ich die OnePlus Nord Buds unter die Lupe genommen. Vorweg nochmals ein kleiner Blick auf die technischen Daten.

OnePlus Nord Buds

  • Treiber: 12,4 mm
  • Konnektivität: Bluetooth 5.2 (10 Meter Reichweite)
  • Gewicht: EarBuds 4,8 Gramm / Charging-Case 41,7 Gramm
  • Akkulaufzeit: Earbuds 7 Stunden / Earbuds inkl. Ladecase 30 Stunden
  • Sonstiges: 4 Mikrofone, USB-C, IP55, OnePlus Fast Pair
  • Farben: Black Slate, White Marble
  • Abmaße:
    • Earbud 27.76 mm x 20.72 mm x 23.49 mm;
    • Charging Case: 67.9 mm x 35.5 mm x 28.68 mm
  • Preis: 49 Euro

Zumindest in ihrem mattschwarzen Gewand sieht man den Kopfhörern ihr Preisschild von 49 Euro nicht an. Überhaupt muss man sagen, dass OnePlus mit einigen mattschwarzen Produkten meinen persönlichen Geschmack trifft. Ohrhörer und Case machen einen wertigen Eindruck – da habe ich in der Preiskategorie schon diverse Plastikbomber und andere Kaliber gesehen. Drei Größen an Eartips liegen im Lieferumfang bei. Die Ohrhörer rutschen magnetisch zielsicher an ihren Platz im Ladecase, dessen Deckel schnellt ebenso magnetisch und wenig klapprig beim Zuklappen zurück.

Gekoppelt sind die Kopfhörer mit einem OnePlus-Smartphone schnell, dank Fast Pair. Allerdings setzt man hier nicht auf Googles Fast-Pair-Technologie – andere Smartphones sind da mit dem schnellen Kopplungsprozess also außen vor. Schade, dass man hier mit eigenen (Nischen-)Lösungen hantiert.

Sitz von In-Ear-Kopfhörern ist oftmals etwas Subjektives. Mir sagte dieser bei den Nord Buds zu. Sehr bequem, aber auch nicht so locker, dass man das Gefühl bekäme, dass die Ohrhörer bei nächster Gelegenheit herausfielen.

Die Ohrhörer beherbergen 12,4-mm-Treiber. Die sorgen für eine ordentliche Lautstärke, aber auch zufriedenstellenden Sound – insbesondere wenn man den Kostenpunkt von 49 Euro bedenkt. Die Kopfhörer sind etwas bassbetont, hier kann man über den Equalizer anpassen. Klar, dass man da – auch in den Höhen – nicht mit der Detailtreue und der Differenziertheit von teureren Modellen Schritt halten kann. Dennoch: Für den Alltag dürfte das den meisten wohl genügen. Eine aktive Geräuschunterdrückung gibt es nicht. In meinem Fall haben die Kopfhörer aber passiv gut abgedichtet – das ist kein Ersatz, aber geht für viele Fälle in Ordnung. Die Lautstärke reichte mir im Bereich bis 75 Prozent aus – da hat man also Luft nach oben, für all jene, die lauter hören.

Einstellungsmöglichkeiten gibt es neben dem Equalizer auch zur Steuerung der Kopfhörer. Die erfolgt durch Tippen im oberen Bereich. Hätte man sicher auch die komplette Fläche ausnutzen können und dann eine Lautstärkensteuerung integrieren dürfen. Gibt es nicht, die verbaute Steuerung funktioniert dennoch zuverlässig und lässt sich für linke und rechte Ohrhörer anpassen.

Nette Geschichte: Ihr könnt zwischen den beiden zuletzt verbundenen Geräten per Touch-Geste wechseln. Moniert hatte ich aber bereits bei meinem Testbericht der OnePlus Buds Pro, dass man da nicht eine ordentliche Integration über die Quick Toggles oder dergleichen bietet – hier ohne ANC nicht ganz so wichtig. Das Widget fürs OnePlus Shelf von den Buds Pro gibt es daher auch nicht.

Sonstige Anmerkungen? Die In-Ear-Erkennung funktionierte in meinem Fall nicht. Ich hatte mich mit anderen ausgetauscht, da klappt es – sicher etwas, was nur meine Kopfhörer haben. Die von OnePlus angegebene Akkulaufzeit von 7 Stunden klingt nach meinen Schätzungen realistisch. Das Ladecase liefert via USB-C binnen 10 Minuten ausreichend Saft für 5 Stunden, so OnePlus. Oftmals ein Punkt für viele: Ihr könnt sowohl den linken als auch den rechten Bud einzeln betreiben.

Etwas enttäuschend war die Leistung der Mikrofone. Da müsst ihr definitiv Abstriche hinnehmen, insofern OnePlus da nicht mit Updates nachbessern kann. Telefonate waren verrauscht und stockend, statt gut verständlich. Problematisch wurde es dann erst recht, wenn Umgebungsgeräusche hinzukamen.

Für einen Kostenpunkt von 49 Euro wissen die OnePlus Nord Buds durchaus zu überzeugen. Insbesondere Nutzer mit einem OnePlus-Smartphone, die auf der Suche nach TWS-Kopfhörern sind, sollten diese in die engere Auswahl nehmen. Denn nur mit einem OnePlus-Smartphone spielen die Nord Buds ihr volles Potenzial aus (Stichwort: kurze Latenzzeiten, Dolby Atmos, Integration in die Bluetooth-Einstellungen.) Kurzum: Solides Gesamtpaket (zum Musikgenuss), was zu gefallen wusste.

Die Konkurrenz schläft jedoch nicht. Für Angebotspreise sind beispielsweise auch die Pixel Buds A nicht weit – die bieten mehr Funktionen, wie den Google Assistant. Für ein paar Euro mehr gibt es zudem die Nothing ear (1). Die bieten dann auch noch für ihren Kostenpunkt solide aktive Geräuschunterdrückung.

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Baujahr 1995. Technophiler Schwabe & Studienreferendar. Unterwegs vor allem im Bereich Smart Home und ständig auf der Suche nach neuen Gadgets & Technik-Trends aus Fernost. Twitter. PayPal-Kaffeespende an den Autor. Mail: felix@caschys.blog

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3 Kommentare

  1. Die Buds sind absolut Mega und das für den Preis. Hab nachdem sie mich überzeugt haben gleich nochmal welche geordert. Absolute Empfehlung.

  2. WannaKnow says:

    Was ist TWS?

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