Postbank Digitalstudie 2023: Befragte sind im Schnitt 71 Stunden pro Woche online

Die Ergebnisse der Postbank Digitalstudie 2023 sind da. So verkündet man unter anderem, dass die Befragten im letzten Jahr rund 71 Stunden pro Woche online gewesen sind. Als Vergleich: 2022 waren es „nur“ 65,2 Stunden. Allerdings sind diese Ergebnisse nicht allzu verlässlich, da sie auf einer Befragung basieren. Deswegen können subjektive Einschätzungen und verzerrte Erinnerungen die Resultate beeinflussen.

Für die Postbank Digitalstudie 2023 wurden im August letzten Jahres 3.038 Bundesbürger befragt. Besonders auffällig sei laut der Postbank die intensive Internet-Nutzung der sogenannten Digital Natives (Menschen zwischen 18 und 39 Jahren). Diese Gruppe sei nämlich sogar rund 93 Stunden pro Woche online.

Die durchschnittliche Internetnutzung steigt laut Postbank Digitalstudie 2023 weiter.

Die durchschnittliche Internetnutzung steigt laut Postbank Digitalstudie 2023 weiter.

Dabei bleibt das bevorzugte Gerät das Smartphone: 84 Prozent der Befragten nutzen es für den Zugang ins Internet, gefolgt vom Laptop (65 Prozent), Desktop-PC (50 Prozent) und Tablet (48 Prozent). Generell sind die entsprechenden Geräte durchweg bei Jüngeren weiter verbreitet als bei Älteren. Etwa nutzen rund 91 Prozent der 18- bis 39-Jährigen das Smartphone. Bei den über 40-Jährigen sind es dann „nur noch“ 82 Prozent.

Weniger Online-Zeit = gesünderes Leben?

Ausnahme: der Laptop, der von älteren mit 66 % häufiger genutzt wird als von jüngeren Befragten mit 63 %. Dabei haben vor allem junge Befragte angegeben, dass sie ihre Online-Zeit gerne reduzieren würden (30 %). Vor allem soziale Netzwerke betrachten sie als zeitintensiv. 41 % wollen sich deswegen nach eigenen Angaben dort mehr zurückhalten. Egal ob jung oder alt, so würden die Befragten die Zeit gerne mehr für reale Begegnungen mit Freunden und Familie einsetzen.

Einige Befragte, immerhin 28 % derjenigen, die angeben haben, ihre private Online-Zeit einschränken zu wollen, nennen auch gesundheitliche Aspekte. Sie spekulieren, dass weniger Online-Zeit ihre Konzentration, Produktivität und Kreativität im Alltag steigern könnte. 20 % wünschen sich zudem, der ständigen Erreichbarkeit durch Offline-Zeiten zu entfliehen.

Ich finde die Befragung grundsätzlich etwas problematisch: Denn auch wenn man vielleicht nicht aktiv auf einen Screen starrt oder mit dem Smartphone interagiert, ist man häufig doch irgendwie „passiv online“, weil das mobile Endgerät eben mit dem Internet verbunden ist. Das finde ich sehr schwer konkret abzugrenzen, oder was sagt ihr?

Transparenz: In diesem Artikel sind Partnerlinks enthalten. Durch einen Klick darauf ge­lan­gt ihr direkt zum Anbieter. Solltet ihr euch dort für einen Kauf entscheiden, erhalten wir ei­ne kleine Provision. Für euch ändert sich am Preis nichts. Partnerlinks haben keinerlei Einfluss auf unsere Berichterstattung.

Gefällt dir der Artikel? Dann teile ihn mit deinen Freunden.

Avatar-Foto

Hauptberuflich hilfsbereiter Technik-, Games- und Serien-Geek. Nebenbei Doc in Medienpädagogik und Möchtegern-Schriftsteller. Hofft heimlich eines Tages als Ghostbuster sein Geld zu verdienen oder zumindest das erste Proton Pack der Welt zu testen. Mit geheimniskrämerischem Konto auch bei Facebook zu finden.

Neueste Beiträge

Mit dem Absenden eines Kommentars stimmst du unserer Datenschutzerklärung und der Speicherung von dir angegebener, personenbezogener Daten zu.

6 Kommentare

  1. „Ich leb‘ online, ich bin Robert T. Online!“

    Finde es schon sehr erstaunlich, dass deutsche Unternehmen im Jahre 2024 noch immer die Online-Zeit messen.

    Früher gab es tatsächlich mal getaktete Verbindungen und guckte interessiert auf die Uhr, wieviel man wieder gesurft hatte.

    Kann man jetzt mal bitte die Digital Natives ans Ruder der deutschen Unternehmen lassen? Die älteren Herrschaften brauchen wirklich nicht länger so zu tun, als wäre die ganze Erfahrung von früher heute noch Gold wert. Morgenstund hat Bitcoin im Mund.

  2. Peter Brülls says:

    Ist in der Tat eine Quatschmessung. Ich bin 24/7 „online“. Aber was soll man davon zählen? Meinen Arbeitsplatz? Der ist nicht nur Online, sondern ohne online könnte ich nur eingeschränkt arbeiten, denn wir nutzen ja auch Sever.

    Bin ich „online“ wenn ich im Fitnesststudio cardio mache und dabei einen Film streame?

    Das einzige sinnvoll zu messender hier sind Bildschirmzeit (es ist kein qualitativer unterschied, ob unser Sohn 8 Stunden offline oder online spielt – er glotzt ggf. viel zu nah am Gerät) oder ob es Nutzung von Social Media ist.

    • Hallo Peter, „er glotzt viel zu nah am Gerät“ – worauf beziehst du das jetzt? Augenschaden durch Flimmern / PWM-flimmern? Blautönung? Brems gleich Röntgenstrahlung, die bei Röhren-TVs und -Monitoren immer als schädigend angeführt wurde, gibt es doch bei modernen Monitoren, die ohne Kathodenstrahlröhren auskommen, m. W. nicht mehr?

  3. Meine Antwort ist: 24/7.

    Offline bin ich nur, wenn ich in einem Funkloch bin.

  4. Die Qualität dieser Studie passt zur Postbank.

  5. Online heißt für mich aktive Netzbenutzung, streaming würde ich nicht dazuzählen.

Es werden alle Kommentare moderiert. Lies auch bitte unsere Kommentarregeln:

Für eine offene Diskussion behalten wir uns vor, jeden Kommentar zu löschen, der nicht direkt auf das Thema abzielt oder nur den Zweck hat, Leser oder Autoren herabzuwürdigen. Wir möchten, dass respektvoll miteinander kommuniziert wird, so als ob die Diskussion mit real anwesenden Personen geführt wird. Dies machen wir für den Großteil unserer Leser, der sachlich und konstruktiv über ein Thema sprechen möchte - gerne auch mit Humor. In jedes Thema Politik einbringen ist nicht erwünscht.

Du willst nichts verpassen?

Du hast die Möglichkeit, den Feed dieses Beitrags zu abonnieren. Wer natürlich alles lesen möchte, der sollte den Hauptfeed abonnieren.