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PlayStation VR: Jim Ryan glaubt, dass die Zeit noch nicht reif ist

Die Sony PlayStation 5 erscheint am 19. November 2020 in Deutschland. Allerdings wird Sony zunächst keine neue Version der PlayStation VR auf den Markt bringen. Stattdessen stellt man Besitzern der bisherigen Version Adapter zur Verfügung. So fragen sich Virtual-Reality-Fans, ob überhaupt noch ein Nachfolgemodell geplant sein könnte. Der PlayStation-CEO Jim Ryan äußert sich dazu recht vielsagend.

Laut Ryan sei man noch „mehr als ein paar Minuten von der Zukunft von VR“ entfernt. Man glaube an VR. Und an einem Punkt in der Zukunft werde VR für einen wichtigen Aspekt von interaktivem Entertainment stehen. Allerdings werde das laut dem PlayStation-Chef weder dieses noch nächstes Jahr der Fall sein. Man sei mit den Erfahrungen zufrieden, die man mit der PlayStation VR gesammelt habe. Und was die Zukunft bringe, werde man noch sehen.

Meine Interpretation? Sony hält es sich offen, noch ein weiteres VR-Headset zu entwickeln. Allerdings sollte man damit nicht in den nächsten Jahren rechnen. Ich denke, dieser Bereich hat aktuell keine Priorität für Sony. So sind die Verkaufszahlen der PlayStation VR, gemessen an den Verkaufszahlen der PS4, insgesamt überschaubar geblieben. Das hat auch die Entwickler gehemmt, denn wirklich vollwertige Virtual-Reality-Games gibt es nur wenige. Das Gros beschränkt sich auf Minispielchen.

Viel erhoffe sich Sony hingegen von den 3D-Audio-Fähigkeiten der PS5 und dem verbesserten, haptischem Feedback. Da bin ich persönlich allerdings noch skeptisch, denn Sony bleibt eben Sony und setzt da lieber auf proprietäre Techniken mit ungewisser Zukunft als etablierte Standards. Auch in der PS5-Ära habe Sony zudem zum Ziel für hochwertige Singleplayer-Games mit starken Geschichten zu stehen. Da bin ich sehr gespannt, denn wie bei so vielen anderen, steht bei mir da natürlich „Horizon Forbidden West“ ganz oben mit auf der Liste. Auf VR kann ich hingegen gut verzichten, denn ich denke auch, dass die Technik derzeit einfach noch nicht so weit ist.

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André Westphal

Hauptberuflich hilfsbereiter Technik-, Games- und Serien-Geek. Nebenbei Doc in Medienpädagogik und Möchtegern-Schriftsteller. Hofft heimlich eines Tages als Ghostbuster sein Geld zu verdienen oder zumindest das erste Proton Pack der Welt zu testen. Mit geheimniskrämerischem Konto auch bei Facebook zu finden. PayPal-Kaffeespende an den Autor.

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12 Kommentare

  1. Zu der Erkenntnis ist Microsoft schon eher gekommen. VR ist einfach noch nichts für den Heimanwender. Bis es guten Content sowie entsprechende Massentaugliche Hardware gibt wird es noch ein paar Jahre dauern.
    Schlecht für Playstation Nutzer mit VR Brille, neuer Spiele werden wohl immer seltener erscheinen.

    • Es ist keine richtige Erkenntnis, sondern für Microsofts Strategie eine Bedrohung, wenn man Cloud Gaming, Subscriptions und Play Anywhere voranbringen will. VR braucht ziemlich mutige Entwickler. Daher traue ich das Thema aktuell eigentlich nur Nintendo als 2. Plattform zu. Quasi neben der Switch 2 eine VR Brille ala Oculus Quest 2 als Konsole auf den Markt zu bringen. Ich denke VR als Zusatzhardware ist zum Scheitern verurteilt und du brauchst auch Studios die dafür exklusive Software zu entwickeln.

  2. Puh, kann das nicht mehr wirklich hören, dieses Mini-Spielchen Argument, sorry André. Denn: Die Erfahrung mit VR ist natürlich auch eine andere, aber eben nicht nur. „Große“ Spiele funktionieren in VR – und sie sind auch weiterhin geplant (siehe Hitman 3), aber VR ist eben AUCH darauf ausgelegt, einen mal einfach eine viertel Stunde lang in eine andere Welt zu entführen, das klappt auch ganz wunderbar mit kleinen Titeln. Klar, die Anzahl der wirklich großen und langen Titel ist überschaubar, aber auch nicht zu unterschätzen. Wenn man kein Bock auf VR hat, ok dann ist das eben so, aber ich diese trotzigen „VR ist eh nur Nische“ Kommentare unter vielen Beiträgen stammt zumeist von denen, die – wenn überhaupt – mal 3 Minuten so ein Teil aufgesetzt haben (oder sich bei Resident Evil 7 in VR halt tierisch in die Buchse geschissen haben). Oder schaut euch nur mal Half Life Alysx an – das ist Weltklasse.

    Unabhängig davon: Wenn Sony jetzt eine Rückzieher macht, wäre das sehr, sehr entäuschend. Ich bin damals aus dem XBOX Lager nur wegen VR zu Sony gewechselt. Astro Bot? Ein Traum, auch heute noch. Playstation VR ist jetzt 4 Jahre am Markt, die Spieleauswahl ist beachtlich und es kommen immer noch große Titel. Dass Sony das bestehende (aber ohne jeden Zweifel veraltete) Headset PS5 kompatibel macht, lässt zumindest hoffen.

    Sie würden aber einen großen Fehler machen, zu lange zu warten – oder es am Ende ganz zu lassen. XBOX hat aufgeholt mit der Series X – und 5 Millionen VR Headset Besitzer sind natürlich nicht enorm, aber eben auch kein Fliegenschiss.

    • André Westphal says:

      Unabhängig davon ob man VR nun mag oder nicht, ist es eben eine Nische – das sagen die Verkaufszahlen glasklar und das hat erst einmal nichts mit der Qualität der Erfahrungen zu tun.

      Ich selbst finde VR grundsätzlich auch spaßig, meiner Ansicht nach gibt es aber zwei wesentliche Hürden, die sich nicht innerhalb der nächsten Jahre auflösen werden:

      1. Die Headsets sind technisch noch nicht zu weit: Die Auflösungen müssten deutlich höher sein, die Headsets zudem leichter und grundsätzlich ohne Kabel. Außerdem muss die Rechenleistung da sein, um problemlos die hohen Bildraten und Auflösungen zu liefern. All das wird noch Jahre dauern, bis es in Kombination funktioniert.
      2. Die passenden Inhalte müssen da sein. Das ist das „Henne-Ei-Problem“. Wenige Entwickler trauen sich an große Projekte, weil die Zielgruppe noch klein ist. Und weil es wenig VR-Erfahrungen gibt, die über einen kurzen Gimmick-Effekt hinausgehen, ignorieren viele Menschen das Ganze noch.

      Die Technik hat Potenzial, keine Frage. Ich denke aber, bis das wirklich Fahrt aufnimmt, wird es noch 5-10 Jahre dauern.

      • Ich stimme dir in Teilen zu – da ist natürlich Luft nach oben. Aber kabellos geht schon heute – siehe Oculus Quest 1 und 2 – und das sogar für unter 400 Euro – und das kann sicher nicht nur Facebook in naher Zukunft. Deine Prognose von 5 bis 10 Jahren halte ich daher für unrealistisch. Aber wir sprechen uns dann gerne nochmal 🙂

      • das wird keine 5 Jahre dauern Maximal ein bis zwei Jahre, nächstes Jahr wird es neue Generationen an Displays und neuen Technik geben und der für mich entscheidene Technik ist das neue AX 6GHZ Netz das VR Brillen ohne Kabel ermöglicht.

  3. hat zwar nicht direkt mit ps vr zu tun aber
    ich habe meine oculus auch wieder verkauft,
    half life alyx war ansich schon cool, und auch ein paar andere games, keine frage, aber sowas kann man echt nur stückweise spielen, glaub länger als 30-45 min am stück hab ich nie Lust gehabt.

    zum einen klar der Bewegungsaspekt, (den will ich jetzt nicht schlecht reden, aber ich bin da lieber entspannt ^^) & dann das man die ganze Zeit die Brille auf dem Kopf hat (was ich zumindest nach einiger zeit nur noch nervig finde)

    Dazu kann einen ja auch je nach spiel schlecht werden ^^

    Alles am ende eine schöne Spielerei, aber dafür muss ich hier keine 400€ oder mehr Brille liegen haben, ich hab es probiert, bereue es auch nicht aber am Ende spiel ich lieber klassisch & bequem vorm monitor oder Fernseher. Daher wird es auch in Zukunft, jedenfalls für mich, kein weg zurück in VR geben.

  4. Komisch, seit ich VR Brillen besitze (PSVR, WMR, Oculus Quest) – und das nicht erst seit gestern – habe ich keinen „bock“ mehr auf Flat-Spiele. Ich muß wohl ein absoluter Ausnahmefall sein, wie auch die Youtuber Mo Fun VR, VoodooDE VR, MRTV, Die Zock Stube VR, … 😉

    • Bin da ganz bei dir Jay: Resident Evil 7 in VR war der Wahnsinn, kein Vergleich zur „Flat“ – Version. VR wird bleiben – die Community ist mittlerweile einfach zu groß als das diese zusätzliche Bereicherung wieder verschwinden wird.

      • Trotz allem aber wohl doch einfach zu klein, sonst würde ein Hersteller wie Sony nicht einfach mal die Bremse ziehen und erst mal nicht weiterentwickeln. Boom ist was anderes.

  5. Ich hoffe auf sowas wie das KAT Walk C. Wenn sich das einigermaßen natürlich anfühlt, dann kann man auf einmal alles spielen. Dann ist die Menge an spielen kein Problem mehr. Natürlich sind das nochmal 1000€ mehr, mir wäre es das aber wert. Und das sage ich, obwohl ich ca. nur 1 Stunde VR im letzten Jahr gezockt habe. Ich hasse teleporten in Spielen einfach. Danach kommt das Kabel. Die Auflösung sehe ich als geringstes Problem an. Alles ab Vive 1 sorgt für mich für genug Immersion, sobald Bewegung ist Kabel gelöst sind. (Kabel ist es ja schon teilweise)

  6. >>So sind die Verkaufszahlen der PlayStation VR, gemessen an den Verkaufszahlen der PS4, insgesamt überschaubar geblieben.

    Tja, ich habe die PS4 nur wegen der PS VR gekauft, weil das ganze sogar günstiger war, als die damaligen PC VR-Brillen allein, dazu müsste ich auch den PC upgraden.

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