PayPal möchte 2.500 Mitarbeiter entlassen

PayPal - Logo des Unternehmens

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Entlassungen sind in der Tech-Branche mittlerweile in Mode gekommen, keine Woche vergeht, ohne dass ein Unternehmen weitere geplante Mitarbeiter-Abgänge verkündet. Der neueste Fall betrifft das Unternehmen PayPal. Das hatte bereits im Januar 2023 knapp 2.000 Mitarbeiter entlassen und damit die Belegschaft um knapp 7 Prozent reduziert.

PayPal – Weitere Entlassungen angekündigt

Der CEO Alex Chriss kündigt in einem internen Memo jetzt weitere Entlassungen an. Demnach sollen 2.500 Arbeitsplätze wegfallen und damit erneut um die 9 Prozent der globalen Belegschaft. Die Einschnitte betreffen sowohl existierende Mitarbeiter als auch noch ausstehende Job-Ausschreibungen und sollen im Laufe des Jahres durchgeführt werden. Betroffene Kollegen werden wohl bis Ende dieser Woche informiert.

Hier ist das Memo, das Chriss den Mitarbeitern hat zukommen lassen (via CNBC):

Team,

In unserem letzten Global All Hands habe ich mitgeteilt, dass wir ehrlich darüber sein müssen, wie wir uns verbessern können, um eine Wachstumsorganisation aufzubauen und unser wahres Potenzial auszuschöpfen. In den vergangenen Monaten habe ich so viel Zeit wie möglich mit möglichst vielen von Ihnen verbracht, um die großen Stärken unseres Unternehmens kennenzulernen und herauszufinden, wo wir schneller vorankommen müssen, wo wir uns ändern und was wir machen müssen. Wir tun alles, um eine Kultur der Innovation zu schaffen, die unserem Unternehmen die wahre Stärke verleiht, die es verdient.

Auch wenn mich die Innovationen, die unser Team liefert, ermutigt haben, müssen wir schneller handeln und sicherstellen, dass wir uns auf die Lösung der kritischsten Bedürfnisse und Probleme unserer Kunden konzentrieren. Konkret müssen wir in unserer gesamten Organisation mehr Fokus und Effizienz vorantreiben, Automatisierung einsetzen und unsere Technologie konsolidieren, um Komplexität und Doppelarbeit zu reduzieren. Wir haben diese Reise begonnen, aber es gibt noch viel zu tun – und 2024 markiert ein Jahr des Wandels, einschließlich einiger schwieriger, aber notwendiger Entscheidungen, um dorthin zu gelangen, wo wir hin müssen.

Heute schreibe ich Ihnen, um Ihnen die schwierige Nachricht mitzuteilen, dass wir unsere weltweite Belegschaft im Laufe des Jahres sowohl durch direkte Reduzierungen als auch durch die Streichung offener Stellen um etwa 9 % reduzieren werden. Wir tun dies, um unser Geschäft auf die richtige Größe zu bringen, damit wir mit der nötigen Geschwindigkeit agieren können, um unsere Kunden zu beliefern und profitables Wachstum voranzutreiben. Gleichzeitig werden wir weiterhin in Geschäftsbereiche investieren, von denen wir glauben, dass sie Wachstum schaffen und beschleunigen werden.

Wenn Ihre Rolle von diesem Personalabbau betroffen ist, werden Sie zwischen heute und Ende der Woche benachrichtigt. Diese Entscheidungen waren nicht leicht zu treffen, und wir unternehmen diese Maßnahmen mit größter Sorgfalt und Rücksichtnahme. Alle Entscheidungen unterliegen der Konsultation, soweit gesetzlich vorgeschrieben. Getreu unseren Werten werden wir die Übergänge unserer Mitarbeiter mit größtem Respekt, Unterstützung und Mitgefühl unterstützen.

PayPal verfügt über ein erhebliches Potenzial, einen erheblichen Mehrwert für unsere Mitarbeiter, unsere Kunden und Aktionäre zu schaffen. Im Laufe des nächsten Jahres werden wir zusammenarbeiten, um unsere Reichweite, Größe und Ressourcen zu maximieren, damit wir für die Kunden, die wir bedienen, eine noch größere Wirkung erzielen können.

Ich bin zuversichtlich, dass unsere PayPal-Community diese Zeit noch gestärkt überstehen wird, und ich bin optimistisch, was die Zukunft betrifft, die wir gemeinsam gestalten werden.

Alex

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Hauptberuflich im SAP-Geschäft tätig und treibt gerne Menschen an. Behauptet von sich den Spagat zwischen Familie, Arbeit und dem Interesse für Gadgets und Co. zu meistern. Hat ein Faible für Technik im Allgemeinen. Auch zu finden bei Twitter, Instagram, XING und Linkedin, oder via Mail

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13 Kommentare

  1. Super Memo. „.. und ich bin optimistisch, was die Zukunft betrifft, die wir gemeinsam gestalten werden.“
    Schön wie so ein CEO den Begriff „gemeinsam“ in ein Schreiben zu geplanten Entlassungen einbaut.

    • Die Zukunft wird von allen gemeinsam gestaltet.. nur eben nicht bei Paypal. :O

    • Fritz Mukula says:

      Na die Zukunft gestalten sie schon gemeinsam. Die Einen, indem sie in Zukunft noch weiter um ihren Platz zittern dürfen und die Anderen, indem sie das Unternehmen verlassen. Die Formulierung an sich ist also korrekt. 😉

  2. dieses Memo ist ja echt unterdurchschnittlich nichts aussagend und stellt die entlassenen Mitarbeiter quasi in einen luftleeren Raum. keine Ahnung was das für eine US Kultur ist, aber geht’s nur um Entlassungen im Hire & Fire Paradies USA?

  3. Was für ein dummes Gesülze. Hauptsache der CEO bekommt wieder genug Bonuszahlungen.

  4. Mittlerweile habe ich Die Paypal App vom Handy deinstalliert da ich mich nich mehr einloggen kann weil ich Adaway (Adblocker) auf dem Handy nutze. Es reicht auch nicht alle Paypal Domains auf die Whitelist zu setzen sondern man muss einen Haufen Drittanbieter Tracker zulassen. Das wollte ich nicht. Habs gelöscht und nutze stattdessen die Mobile Website, die kann ich ohne Probleme mit Adaway nutzen ohne irgendwas auf die Whitelist zu setzen.

    • So geht es mir auch mit der App. Völlig Banane. Nutze auch die mobile Seite und funktioniert tadellos.

      greez

    • Und was genau hat das mit dem Personalabbau und dem Memo von Alex Chriss zu tun?

      Ich warte auf die unzähligen Kommentare, „Das war’s jetzt mit Paypal. Wird sofort nicht mehr genutzt!“

    • Warum sollte man auch die Paypal App nutzen, sofern man es nicht geschäftlich nutzt?

  5. „Wenn Ihre Rolle von diesem Personalabbau betroffen ist, werden Sie zwischen heute und Ende der Woche benachrichtigt.“… erinnert mich an den Bürospruch „wie lange arbeiten Sie schon hier, heute nicht mit eingerechnet?“. Da schläft man doch gut bis Ende der Woche!

  6. Mir fehlt in diesem Memo der Verweis mit der KI

  7. Paypal hat, wie alle Zahlungsdienstleister, einen schweren Stand. Sinkende Einnahmen und harte Konkurrenz. Der Abbau ist nicht überraschend.
    Wozu braucht man Paypal noch, wenn quasi jeder eine Debit Master oder Visa zum Konto bekommt?

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