Parrot Pot: Der smarte Blumentopf für Menschen ohne grünen Daumen

artikel_parrotpotSmart Home, das kann vieles bedeuten. Von der automatisch gesteuerten Heizung bis zum per App gesteuerten Türschloss, dazwischen jede Menge Kram, den man steuern und automatisieren kann. Von Parrot gibt es seit September ein etwas anderes smartes Produkt, das sich an all diejenigen wendet, die vielleicht gerne ein bisschen Bepflanzung in den heimischen vier Wänden hätten, aber nicht über den dafür nötigen grünen Daumen verfügen. Parrot Smart Pot ist ein Blumentopf, der Pflanzen automatisch bewässert. Das darf man sich nun nicht so vorstellen, wie die kleinen Einsteckdinger, in die man Wasserflaschen stecken kann, der Smart Pot ist da in der Tat ein bisschen smarter.

Er verfügt nämlich auch über Sensoren und reichlich Pflanzenkenntnis. So kann er für jede Pflanze den optimalen Wasserbedarf ermitteln und sagt auch an, wenn Pflanzen gedüngt werden sollen. Vier Sensoren bringt der Smart Pot mit, diese messen die Bodenfeuchtigkeit, die Düngermenge, die Umgebungstemperatur und die Lichtintensität. Alles Werte, die entscheidend für Pflanzenwachstum sind. Über eine Datenbank mit über 8000 Pflanzen werden die optimalen Werte nicht nur ermittelt, sondern im Falle des Gießens auch angewandt.

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Gesteuert wird die Geschichte über die Flower Power App, sie gibt auch Hinweise, wenn etwas mal nicht in Ordnung ist und man entsprechend reagieren sollte. Daten werden alle 15 Minuten erhoben, der Abgleich mit der Cloud erfolgt alle zwei Stunden. Der Smart Pot und die App verbinden sich via Bluetooth Smart, der Topf funktioniert aber auch ohne bestehende Verbindung, man kann so seine Pflanzen auch während eines Urlaubs optimal versorgen.

Während man die Bewässerung komplett dem Smart Pot überlassen kann, gibt es auch zwei Modi, die einem mehr Kontrolle geben. So kann man selbst festlegen, bei welchem Trocknungsgrad der Erde wie viel bewässert werden soll. Oder man macht alles manuell, auch das ist via App möglich. Tipps zur optimalen Pflege der jeweiligen Pflanze gibt es dazu, so weiß man jederzeit, wie es der Pflanze am besten ergeht.

parrotpot

Gerade für exotischere Pflanzen ein interessantes Produkt, das mit seinen 150 Euro pro Smart Pot allerdings auch nicht unbedingt dafür geeignet ist, seine komplette Wohnung damit auszustatten. Obwohl die App bis zu 256 Smart Pots gleichzeitig verwalten kann. Aber in einem Büro, wo man nicht unbedingt immer an das Gießen denkt oder auch nicht immer da ist, kann ich mir so einen Smart Pot sehr gut vorstellen.

Der Smart Pot kann übrigens auch auf Terrasse oder Balkon verwendet werden. Bis -5 Grad hält er aus, außerdem ist er wetterfest. Die Elektronik – betrieben wird der Smart Pot mit Batterien – ist entsprechend geschützt. Frage an die Hobbygärtner unter Euch, ist so ein Produkt für Euch interessant? Hier wäre er sicher ganz praktisch, aber im Laufe der Jahre haben sich hier nur Pflanzen durchgesetzt, die pflegeleicht sind und es einem auch einmal verzeihen, wenn man sie vergisst. 😀

Der Wassertank fasst übrigens 2,2 Liter, laut Produktbeschreibung bei Parrot stehen 2,4 Liter für Erde zur Verfügung, was mir persönlich etwas wenig vorkommt, für kleine Pflanzen aber wohl ausreichend sein dürfte.

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Sascha Ostermaier

Technik-Freund und App-Fan. In den späten 70ern des letzten Jahrtausends geboren und somit viele technische Fortschritte live miterlebt. Vater der weltbesten Tochter (wie wohl jeder Vater) und Immer-Noch-Nicht-Ehemann der besten Frau der Welt. Außerdem zu finden bei Twitter (privater Account mit nicht immer sinnbehafteten Inhalten) und Instagram. PayPal-Kaffeespende an den Autor.

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20 Kommentare

  1. coole Idee, aber für meinen Geschmack zu teuer.

  2. Zu teuer, ein in die Erde steckbarer Stift mit Sensoren kostet bei Xiaomi 9€ (OK, Mit chinesischer Mist-App, zugegeben …)

  3. Bei mir würden die Blumen trotzdem knusprig aufwachsen. 😉

  4. @dennis
    Kannst du mal bitte nen Link schicken? Hört sich interessant an!!!

  5. Bluetooth?
    Mit wieviel verschiedene Geräte (Lampen, Lautsprecher usw.) kann sich ein Smartphone gleichzeitig verbinden?

  6. 150,- Euro? Viel zu teuer. Da sind doch mindestens 70% Geek-Anteil im Preis. Warte immer noch auf die IOT-Kloschüssel, bei der man per App abziehen kann 😀

  7. Ich frage mich, wie Menschheit tausende von Jahren überleben konnte, ohne das alles per Smartphoen gesteuert wurde.

  8. @RedEye; Xiaomi Mi Plant Flowers Tester = http://www.gearbest.com/other-garden-supplies/pp_373947.html

  9. Star Craftler says:

    soil sensor 50cent

  10. Das sollten alle lesen Erik, die billigen Ramsch aus China bestellen, muß kein Ramsch sein, ist aber oft so 😉

  11. Sascha Ostermaier says:

    Kann mal einer eine Anleitung schreiben, wie man mit einem Sensor automatisch gießen kann….

  12. NodeMCU + Soil Sensor + kleine Pumpe, bissl Schlauch, Topf mit Wassertank. 10,- € sind dafür schon hoch angesetzt. Man könnte das Teil für 50,- € verkaufen und immer noch genügend verdienen, für 141,- wird’s halt niemand kaufen (ok, ein Dummer steht jeden Tag auf).

  13. Sascha Ostermaier says:

    Das ist aber etwas mehr als ein Sensor. Und auch so benutzerfreundlich. Ich raffe die Negativität der Kommentare manchmal einfach nicht. Wenn es nichts für Euch ist, ist es automatisch doof, Käufer der Produkte dumm und die Unternehmen eh nur Abzocker, weil es gibt ja viel günstigere Lösungen und eigentlich braucht das ja eh kein Mensch. Liegt das am deutsch sein oder am Vollmond oder gar an den Herbstferien?

  14. Bei mir liegts am Deutschsein 😉
    Wenns nach mir ginge sollte das Ding noch viel teurer sein, dann kauft das niemand und das Internet ist ein bisschen weniger vollgemüllt mit unsicherem Scheiß 🙂

  15. Ich finde diesen Artikel interessant, wenn so ein Topf in ein paar Jahren nur 5€ kosten sollte wollen den alle haben. Hier sieht man zumindest mal was technisch so alles geht bzw. wo die Reise hingeht. Herrlich. 🙂 Der aktuelle Preis geht aber nun mal überhaupt nicht.

  16. Sicherlich interessant, aber wirklich viel viel zu teuer.

  17. stoxx76@arcor.de says:

    Das Ding wird bestimmt gerade in China kopiert und dann in 3 Wochen bei Gearbest o.ä. für 7 Euro (teuer, weil recht groß) vertickt. Also einfach ein bisserl Geduld..

  18. Ich würde keine 150 € für einen Blumentopf ausgeben, in den ich dann eine Pflanze für keine 10 € einpflanze.

    Für teure exotische Pflanzen (vielleicht irgendwelche Orchideen) mag sich das möglicherweise lohnen, aber nicht für das gewöhnliche Grünzeug, dass ich in meienr Wohnung so herum stehen habe.

    Außerdem gefällt mir dieser Blumentopf schon vom Design her nicht.

    Und bei dem Preisverfall im Elektronikmarkt im Allgemeinen und bei den gadgets im Besonderen gibt es das Ding in spätestens 2 Jahren für 15 € bei ALDI. 😀

  19. Wolfgang Denda says:

    Schlechte Standfestigkeit, das Seiten/Höhenverhältnis lässt den Topf wie eine Vase aussehen. Für Hängepflanzen vielleicht ganz nett. Ich hasse es ja auch, nichts Positives zu dem Teil sagen zu können, aber für die Saison-Wegwerfpflanzen lohnt sich so ein Teil nicht, und der Spezialist will sicher nicht die Pflege mit einer App diskutieren.

    Für mich würde ein Bewässerungssystem reichen, das die Pflanze im geschlossenen Topf nicht ertränkt. Nur halten die Feuchtefühler kaum eine Saison, Wasserstandsanzeiger werden von Wurzeln zugewachsen. Zu viel Gedöns. So bin ich zur klassischen Erdkultur und dem Finger als Sensor zurück. Wer das nicht packt, soll sich Seidenblumen ins Fenster stellen, und die ab und an in der Wanne unter der Dusche entstauben.

  20. Bluetooth und Cloud?

    Jetzt wird das Smartphone nur noch als Relay genutzt?

    Ne. Zu seltsam. Bei dem Preis hätte man auch einen Energiesparsamen ESP8266 einbauen können.

    Vielleicht sollten jemand hier mal eine Selbstbauanleitung vorstellen. Mit ESP8266 und einem Wasser-/Fechte/PH-Sensor, welches man für weniger als 50 zusammenbasteln kann 😉

    Am besten noch mit einen kleinen 5L-Wassertank samt Wasserpumpe, So dass man nur noch alle 5 Monate Wasser nachtanken muss 😉

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