Nacon MG-X: Offizieller Xbox-Controller für Android-Smartphones im Test

Nacon hat mit dem MG-X einen offiziellen Xbox-Controller auf den Markt geworfen, der speziell für das mobile Spielen über die Xbox-Cloud entworfen wurde. Das Gerät ist quasi ein Pendant zu dem Backbone-Controller, den ich hier im Blog schon mal vorstellte und funktioniert quasi fast genauso.

Wie bereits erwähnt, ist das ein offizieller Xbox-Controller mit allem Drum und Dran, der per Auszieh-Mechanismus ein Smartphone von bis zu 6,7 Zoll halten kann. Dran ist alles, was es auch an einem Controller für die Microsoft-Konsole gibt. Ein Start- und ein Sharing-Knopf, die Xbox-Taste, Schulter-Buttons (RB, LB, RT, LT), zwei Sticks, ein D-Pad und natürlich die Tasten X, A, B und Y. Auch ein USB-C-Anschluss wurde verbaut, der zum Laden des eingebauten Akkus dient, welcher bis zu 20 Stunden hält. Eins vorweg: Ich habe den Controller bisher etliche Stunden genutzt und bis heute hat sich der Akku noch nicht müde gezeigt. Schade ist, dass das Gerät nicht über eine Akkuanzeige verfügt. Auch das Smartphone kann den Stand nicht auslesen.

Auf der Rückseite ist eine große Gummifläche angebracht, die an den Griffen leicht erhöht ist und somit für einen ergonomischen Griff sorgt. Ein separater Bluetooth-Button sorgt für das Koppeln mit den Endgeräten, aber kommen wir doch gleich mal zur Einrichtung.

Wie jeder andere Xbox-Controller wird auch der MG-X von Nacon über die Xbox-Taste an- und ausgeschaltet. Beim ersten Start begibt sich das Gerät direkt in den Kopplungsmodus. Sollte das nicht der Fall sein, einfach den Bluetooth-Button halten. Das Smartphone erkennt dann den Controller und ihr könnt wie gewohnt den Kopplungsmodus starten. Alles keine Zauberei. Lasst euch gesagt sein, dass der Controller nur für Android-Smartphones ausgelegt ist, quasi die Backbone-Alternative für das Android-Universum. Der Controller wird zwar auch unter iOS erkannt und kann gekoppelt werden, das Smartphone registriert das Gerät aber nicht als Controller. Das Spielen könnt ihr damit also auf dem iPhone vergessen. Habt ihr aber ein Android-Gerät, dann kann es direkt losgehen.

Die App für den Xbox Game Pass starten, direkt das Cloud-Spiel eurer Wahl auswählen und ab geht die wilde Fahrt, insofern ihr Abonnent eines Game Pass Ultimate seid. Die Steuerung erfolgt wie gewohnt: Xbox-Button drücken springt ins Xbox-Menü, der Rest ist auch nichts Neues. Wer kein Game-Pass-Abo hat, kann den Controller aber genauso gut auch für Stadia nutzen oder eben mobile Spiele damit zocken. Und wie fühlt sich das Ganze an?

Die Sticks machen einen guten und nicht wackeligen Eindruck. Auch das D-Pad ist sehr in Ordnung. Von den Tasten gefällt mir der Druckpunkt der Schulterbuttons am besten, der ist „clicky“ und leichtgängig. Die Trigger dagegen haben einen sehr starken Widerstand, ungefähr so, wie wenn die Trigger des DualSense leicht gegen arbeiten. Das ist sehr gewöhnungsbedürftig und stört mich etwas. Dasselbe gilt für die Aktionstasten, die auch vom Druckpunkt her nicht unbedingt das Gelbe vom Ei sind. Beim Drücken hat man das Gefühl, als ob der Knopf im Inneren schleift. Hätte ich persönlich gern alles etwas leichtgängiger. Gewöhnt man sich aber mit der Zeit dran.

Bezüglich der Griffigkeit und der Haltung kann man keine Punkte abziehen, das finde ich angenehmer als beim Backbone. Liegt gut in der Hand und rutscht auch nicht hin und her. Der Controller hat für mich eine optimale Größe. Apropos Größe: Ich habe das Pixel 4 XL inklusive Hülle da eingespannt und da ist sowohl in der Höhe als auch in der Breite noch locker Platz. Ein großes iPhone 13 Pro Max passt ebenfalls problemlos mit Hülle da rein, und das sollte zu den größten Geräten am Markt gehören. Würde mich interessieren, ob da auch ein Z Fold3 hineinpasst. Da hätte man direkt ein besseres Spiele-Erlebnis.

Beim Spielen müsst ihr leider jedoch mit ein wenig Verzögerung rechnen. Die Figuren auf dem Smartphone-Bildschirm reagieren je nach Spiel und Service nicht immer sofort, es ist also mit Latenzen zu rechnen. Da hätte man wahrscheinlich besser auf Bluetooth 5.0 statt auf 4.2 gesetzt, das in dem Punkt besser geworden ist. Zum Casual-Spielen reicht das meiner Meinung nach auch bei Rennspielen aus. Wer aber ambitionierter eSports auf dem Handy betreibt, sollte nicht mit solchen Geräten unterwegs sein, sondern eher auf Controller mit USB-C-Kabel setzen.

Im Großen und Ganzen bin ich recht zufrieden mit dem Controller, vor allem da er so gut in die Xbox-Szenerie integriert ist. Die Druckpunkte stören hin und wieder mehr als mir lieb ist, aber vielleicht gibt sich das ja mit der Zeit. Wer Interesse an dem Controller hat und ein Android-Smartphone sein Eigen nennt, muss 99 Euro in die Hand nehmen. iOS-Nutzer können nach wie vor in Richtung Backbone One schielen, der mit eigener Plattform und auch guten Funktionen ausgestattet ist.

NACON Holder MG-X PRO [Android] Controller Xbox Series X|S - Xbox One -...
  • Controller für Smartphones mit Android entwickelt für Xbox Game Pass Ultimate* und Android-Spiele
  • Ergonomische Griffe für lange Gaming-Sessions

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3 Kommentare

  1. Also meine Definition von „offiziell“ ist, dass es Microsoft gemacht hat. Das ist einfach nur irgendein Lizenzierter Third-Party Murks. Auf was „offizielles“ warte ich da ja regelrecht. Von Apple, von Microsoft, von Sony… irgendwas „offizielles“ was dauerhaft gut mit dem Handy funktioniert und deren Game Streaming Service einbindet.

  2. Zum Ladestand:
    1. Wird der Ladestand nicht in Android unter Bluetooth angezeigt?
    2. Laut Handbuch gibt eine LED-Anzeige:
    LED-Anzeige „Akku schwach“
    Wenn der Ladestand des Akkus schwach ist blinkt die LED-Anzeige langsam rot.
    Wenn der Ladestand des Akkus sehr schwach ist blinkt die LED-Anzeige schnell rot.

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