LinkedIn arbeitet an einer Clubhouse-Alternative

Clubhouse ist aktuell in aller Munde – ob das gerechtfertigt ist oder der Hype womöglich genauso rasch wieder abebbt, wie er gekommen ist, muss natürlich erst die Zeit zeigen. So gab es schon viel Kritik an der App, weil man es da in Sachen Datenschutz wohl nicht allzu genau nimmt. Außerdem sind nun viele größere Tech-Player, etwa Facebook, eifrig dabei eigene Lösungen aus dem Boden zu stampfen. Da reiht sich jetzt auch LinkedIn ein.

LinkedIn möchte sich von anderen Anbietern dadurch abgrenzen, dass sein Audio-Feature zur beruflichen Vernetzung und nicht fürs Privatvergnügen herhalten solle. Integrieren möchte man die Audio-Funktionen in seinen neuen Creator-Modus. In diesem Rahmen kann jeder Nutzer auf Wunsch sein Profil so freischalten, dass andere Nutzer ihm folgen können, um Aktualisierungen zu erhalten.

LinkedIn vermeidet da natürlich Clubhouse als Inspirationsquelle zu nennen, sondern beruft sich auf Anfragen aus der Community. Aktuell befinde man sich aber noch in frühen Tests. Bieten solle die Audiofunktion eben auch die Möglichkeit einen oder mehrere Sprecher festzulegen, denen dann ein Publikum lauschen kann. Auch hier werden die Zuhörer die Option haben sich zu melden, um dann möglicherweise zum Sprechen freigeschaltet zu werden. Kommentare soll man natürlich ebenfalls abgeben können.

Bei dem beruflichen Netzwerk nimmt man an, dass die Verknüpfung mit den beruflichen Identitäten für eine sachlichere Gesprächsatmosphäre sorgen werde. Zudem wolle man seine bestehenden Moderations-Tools ausbauen. Bei LinkedIn vertritt man die Ansicht, dass die Corona-Krise den Trend hin zu Remote-Working und Home-Office nur beschleunigt, nicht aber ausgelöst habe. Dem werde man dann eben mit neuen Vernetzungsmöglichkeiten gerecht werden.

Wann LinkedIn seine Clubhouse-Alternative konkret starten wird, ist jedoch noch offen. Zumindest solle eine Beta bald starten. Näheres wird man da sicherlich innerhalb der nächsten Wochen noch bekannt geben.

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Hauptberuflich hilfsbereiter Technik-, Games- und Serien-Geek. Nebenbei Doc in Medienpädagogik und Möchtegern-Schriftsteller. Hofft heimlich eines Tages als Ghostbuster sein Geld zu verdienen oder zumindest das erste Proton Pack der Welt zu testen. Mit geheimniskrämerischem Konto auch bei Facebook zu finden. PayPal-Kaffeespende an den Autor.

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4 Kommentare

  1. Clubhouse ist Schnee von gestern. Das „Erfolgsrezept“ dagegen ein Klassiker, ein exklusiver Zugang nur für ganz wichtige Personen und namhafte Zugpferde.
    Der Mehrwert besteht darin in einem exklusiven Club zu sein.
    Wenn es jeder kann, ist es doch schon wieder langweilig, da man nun nichts besonderes mehr ist.
    Das jetzt Trittbrettfahrer noch Nutzer abgreifen wollen ist auch normal.
    Nur müssen die jetzt einen echten Mehrwert liefern.
    Ob jetzt LinkedIn etwas liefern kann was neben den bestehenden Tools Sinn macht oder nur ein weiterer Zeitfresser ist, wird sich zeigen.

    • Periscope und Meerkat sind doch auch wieder schnell verschwunden nachdem Facebook und Twitter die Funktionen auch in ihre Apps integriert hatten…

  2. Leider ist Clubhouse in meinen Augen schon zu sehr verseucht von SEO-Schwaflern und sonstige Rotz. Die wirklich interessanten Talks muß man mit der Lupe suchen. Es fehlt auch z.b. eine vernünftige Übersicht der ganzen stattfindenden Talks.

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