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Clubhouse: Android-App kommt, ebenso Einnahmemöglichkeiten für Hosts

Kurz vor dem Wochenende schwappte Clubhouse als Hype auch nach Deutschland über. Einlass nur mit Invite und am Wochenende genügend Zeit für die Menschen, den Stimmen in den Clubräumen zuzuhören. Platt runtergebrochen kann man bei Clubhouse live Menschen beim Sprechen zuhören, keine Aufzeichnung wie ein Podcast, man ist direkt drin, auch das Teilnehmen ist möglich.

Ein gefundenes Fressen für all jene, die sich gerne selbst-darstellerisch betätigen oder vielleicht etwas zu sagen haben – davon gibt es ja glücklicherweise auch viele.

Wie erwähnt: Das Wochenende bot genügend Zeit für Zuhörer, ich prognostiziere mal den Einbruch der Hörerzahlen, wenn Menschen wieder arbeiten gehen und genug davon haben, Dinge in Echtzeit zu hören – viele hassen ja schon Sprachnachrichten.

?Clubhouse: Drop-in audio chat
?Clubhouse: Drop-in audio chat

Doch für alle, die bei Clubhouse „im Loop“ bleiben wollen, ein paar neue Infos. Man hat Investorengelder eingesammelt und werde auch in die Infrastruktur investieren. Man wolle auch die Trust & Safety- und Support-Teams aufstocken, um für die Sicherheit der Nutzer zu sorgen. Auch Ranking- und Entdecken-Bereiche sollen in Zukunft besser arbeiten, damit Nutzer direkt finden, was sie mögen könnten.

Ferner könnten Hosts in Zukunft Geld verdienen – Trinkgeld, Tickets oder Abonnements stehen auf der Agenda, die Entwickler wollen auch ein Creator-Programm aufbauen. Vermutlich sehr wichtig: die Android-App. Diese will man bald entwickeln. Hoffentlich ist man da fertig, bevor der Hype abgeklungen ist – oder bis Facebook, Twitter und andere die Funktionen abgekupfert haben.

Fear of missing out? Nicht mal ich.

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caschy

Hallo, ich bin Carsten! Ich bin gelernter IT-Systemelektroniker und habe das Blog 2005 gegründet. Seit 2008 ist es Beruf(ung). Baujahr 1977, Dortmunder im Norden, BVB-Fan und Vater eines Sohnes. Auch zu finden bei LinkedIn, Twitter, Facebook, Instagram und YouTube. PayPal-Kaffeespende. Mail: carsten@caschys.blog

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30 Kommentare

  1. Ich hätte es mir vor einigen Tagen mal angesehen, aber bei der Einrichtung wurden meine Telefonnummer sowie Zugriff auf das Adressbuch verlangt. An der Stelle habe ich die App halt wieder gelöscht.

    • Genau das ist das Problem. Eigentlich muss dir erst Jeder in deinem Kontaktbuch erlauben, dass du die Daten weiter gibst.

      • Das gebietet in so einem Fall ggf der Anstand – wie bei jeder Weitergabe an Dritte.
        Eine rechtliche Grundlage gibts fuer diese Aussage aber (bis heute) nicht.

        • Verarbeitung personenbezogener Daten, von daher schließt sich das schon mal im Sinne der DSGVO aus, da die Betroffenen nicht zustimmen oder ablehnen können.

          • >(18) Diese Verordnung gilt nicht für die Verarbeitung von personenbezogenen Daten, die von einer natürlichen Person zur Ausübung ausschließlich persönlicher oder familiärer Tätigkeiten und somit ohne Bezug zu einer beruflichen oder wirtschaftlichen Tätigkeit vorgenommen wird.

    • Machen genau 99% der Smartphone Nutzer, weil sie WhatsApp oder ähnliche Apps nutzen. Warum sollte es jetzt plötzlich ein no-go sein?

  2. Das Thema ging so dermaßen an mir vorbei bis meine Lieblingspodcaster übers Wochenende gefühlt alle darüber schwadronierten, ob nun positiv oder negativ. Interessant ist vor allem, dass Journalisten und Politiker sich dort die Klinke in die Hand geben und dort palavern, dass ihnen die Wichtigkeit nur aus den Ohren raus kommt.

    Spätestens wenn der Invite Hype und das ominöse „ich verpasse gerade den heißen Scheiß“ vorbei sind, wird sich die Blase schon wieder verkleinern.

  3. Ich brauche noch immer eine Einladung hat wer noch eine frei?

    Vielen Dank!

    • Ich bräuchte auch noch eine Einladung (m.a.s.t.e.r(at)gmx.de). Ich würde es mir gerne mal anschauen. Gebe auch gerne dann Einladungen weiter.
      Danke!

      • Du gibts dann auch gerne Einladungen weiter?
        Das heisst, du hast kein Problem damit, dein Adressbuch an Clubhouse zu uebertragen?
        Denn ohne kann man keine Einladungen weiter geben.

  4. Bei mir hat die Verknappungsstrategie tatsächlich funktioniert und mich besonders neugierig gemacht, was da so passiert. Als ich dann eingeladen war, war es eher ernüchternd. Ich denke, dass uns clubhouse – zumindest das Prinzip clubhouse – erhalten bleiben wird. Für livetalks mit Promis und Influencern oder einfach nur um Themen zu bereden. Clubhouse selbst ist einigermaßen hässlich als App und funktional auch nicht gut ausgestattet. Absolut möglich, dass Facebook etwa die rechts überholt, indem sie eine App für alle Plattformen bringen, die mehr Funktionen bietet und dazu noch gut aussieht.

    • im prinzip wie discord oder teamspeak, sehe noch nicht so den unterschied.

      • Ich hatte zum Beispiel noch nie in meinem Leben Discord installiert. Ich zocke nicht, also wozu? Discord wird doch eher genutzt, um bestehende Gruppen zu verbinden, zum Beispiel weil sie alle dasselbe Game zocken und dafür kommunizieren müssen. Irgendwelche Talks oder ähnliches werden darüber doch nicht aktiv angeboten, zumindest weiß ich davon nichts. Clubhouse zeigt mir verschiedene Optionen für Gespräche, die ich nutzen kann, ohne dass ich zuvor eine Gruppe kennen müsste.

        • discord braucht man nicht zwingend installieren, geht normal über browser. machen wir hier hin und wieder normal zum plaudern, in der tat ohne „gaming“. ok, der raum muss bekannt sein – aber wenn das der einzige unterschied zu clubhouse ist… soll mal einer verstehen, vor 15 jahren hätte ich es verstanden, heutzutage weniger.

  5. Entspricht nicht der DSVGO. Finger weg davon, wer sein Adressbuch nicht offen legen will

  6. „viele hassen ja schon Sprachnachrichten.“

    Genau so ist es. Finde ich auch ein Unding, dann lieber gleich anrufen bevor man eine Sprachnachricht schickt.

    Der Vorteil eines Messengers ist ja gerade der, dass man schnell eine Nachricht lesen und antworten kann, auch in Umgebungen in denen ein telefonieren, oder auch abhören von Sprachnachrichten, gerade nicht möglich ist.

    • Nö, eine Sprachnachricht ist immer noch asynchrone Kommunikation und jeder kann antworten, wann er möchte. Telefonieren eben nicht. Ich freu mich manchmal sehr, die Stimmen von Menschen zu hören mit denen selten ein Telefongespräch zu Stande kommt. Wenn man das auf roboterhafte praktische Vorteile eindampft, sind Texte wohl wirklich besser, aber Menschen sind eben keine Roboter.

  7. Platt runtergebrochen kann man bei Clubhouse live Menschen beim Sprechen zuhören, keine Aufzeichnung wie ein Podcast, man ist direkt drin, auch das Teilnehmen ist möglich.

    Klingt ja ein bisschen wie Domian mit Einladung. Den Sinn dahinter verstehe ich jetzt allerdings nicht ganz. Warum genau muss man eingeladen werden?

    • Also die Gespraeche werden schon aufgezeichnet. Von Clubhouse selbst ;-). Mit einer etwas fadenscheinigen aber kommunizierten Begruendung: Sie wollen ahnden koennen, wenn sich jemand gegen die „Spielregeln“ verhaelt. Dann fliegt der der dagegen verstossen hat raus – und ggf auch der, der ihn eingeladen hat ;-).

      „Danach“ (wann auch immer danach ist) werden die Aufzeichnungen wieder geleoscht – sagt Clubhouse ;-)!

  8. Wenn man die Entwicklung menschlicher Kommunikation in den „Sozialen Medien“ so in den letzten 15 Jahren verfolgt hat, war die Entstehung von Clubhouse eine logische Konsequenz. Viel schreiben ist den Leuten schon früh zu doof geworden, also hat man die Systeme auf kurze Textnachrichten optimiert. Ich weiß noch, wie ich irritiert war, als mir jemand mal ein Bierfass auf Facebook geschickt hat und ich nur dachte „was will er mir damit nur sagen?“. Irgendwann war den Leuten auch das zu doof, also hat man sich an Videos probiert. Weil das voll anstrengend ist, postet die Mehrheit seit einiger Zeit ständig nur noch irgendwelche Bilder und inszeniert sich halt so. Und seinen Unmut im Endeffekt lediglich nur noch verbal in einen Channel zu kotzen, ist wie gesagt die Konsequenz dieser „das wird man doch noch mal sagen dürfen“-Gesellschaft. Und als ich Mitte letzten Jahres hörte, dass die iOS-Beta der Clubhouse-App einen Marktwert von 100 Millionen USD hatte, war ich vollends abgehängt. Das ist mir schlichtweg alles zu doof.

  9. verstehe nicht so ganz was der unterschied zu discord und co ist?

  10. Der Nutzen der App, die Notwendigkeit der Teilnahme, die Datensicherheit und die Zukunftsfähigkeit dieser App haben alle etwas gemeinsam – alles tendiert gegen NULL.
    Spätestens gegen Jahresende ist das noch so relevant wie die Frage ob trump nun Toupet trägt oder nicht…

  11. Ich hatte jetzt keine Lust das abzutippen, aber auch mal ein interessanter Blick auf Clubhouse.
    https://www.instagram.com/p/CJ7SjMMD2g_/

    Ja, vielleicht ist das Problem allgegenwärtig und überall zu finden. Aber die von Clubhouse scheinen ja eher mal gar nichts dagegen zu unternehmen.

  12. Abgesehen von den Datenschutzproblemen: Wenn eine App es nötig hat, mit künstlicher Verknappung eine Begierde bei mir wecken zu wollen, ist sie nichts für mich. Aus dem Alter bin ich raus.

  13. Ist gar nicht so schlecht das es keine Android App gibt, muss ich schon keine Einladungen zum Quasselnetz ablehnen, ich hasse ja schon Sprachnachrichten.

  14. Dinge die der Mensch nicht braucht. Früher nannte man das Telefonkonferenz. Gut es waren weniger Teilnehmer aber…

  15. Apple Only / Invite ist nicht mehr zeitgemäß und eine fehlende Android App (Einfachere Programmierung hin oder her) ist fahrlässig gegenüber den DAUs da draußen die falsche / Sideload APK Scammer finanzieren; Ein modernes Unternehmen welches eine Programmierer-Ethik verfolgt sollte das als Massenmarkt anerkennen; Es hatte einen Grund weshalb es oft zuerst Windows Programme & dann Mac gab; Dieses „Elitäre“ mit Apple muss aufhören; Ich mag Apple als produktive Plattform und nicht als „Coolness“ Faktor den sowas noch füttert; Apple ist nur kreativ aus der Opposition unter Leistungsdruck – Das alte Steve Jobs Feeling kommt sonst nie mehr zurück – es verschlimmert sich…

    mfg
    Sean
    (Geschrieben von einem Mac)

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