Kein Cloud-Gaming unter iOS: Stadia und xCloud verletzen App-Store-Richtlinien

Wir berichteten bereits darüber, dass Microsoft sein Cloud-Gaming auf der iOS-Plattform auf Eis gelegt hat. Microsoft plant die Einführung von Spiele-Streaming (xCloud) als Teil des Xbox Game Pass Ultimate am 15. September. Gestartet wird dann aber nur auf unterstützten Smartphones und Tablets mit Android.

In einer Erklärung gegenüber dem US-Medium Business Insider stellte Apple klar, dass es bei diesem Thema (nicht nur Microsofts Dienst ist nicht nutzbar, auch Googles Stadia ist beispielsweise nicht spielbar) um seine App-Store-Richtlinien geht. Aus Apples Sicht müssten die Dienste wohl jedes spielbare Spiel einzeln zur Prüfung und Genehmigung einreichen. Dass diese Spiele (in den USA) durch das Entertainment Software Rating Board getestet wurden, interessiert dabei nicht, hier ist das Ganze anders gelagert als bei Netflix, YouTube oder Spotify, hier wird ja nun auch nicht jeder Song oder Serie „überprüft“.

Dazu kommt wohl auch noch die Tatsache, dass App-Store-Richtlinien manche Cloud-Dienste anders behandeln als gängige Remote-Desktop-Software. Anders sieht es dann wiederum beim lokalen Streaming aus, denn hier kann beispielsweise das Bildschirmecho einer PlayStation auf ein iPad gespiegelt werden, sodass das iPad zum Spielen genutzt wird – aus der Cloud wiederum wäre das Konstrukt so nicht nutzbar. Mit anderen Worten: Solange es sich nicht um eine vollständige Remote-Desktop-Anwendung handelt, ist ein Cloud-Gaming-Service nicht erlaubt. Der Part ist hier anscheinend unter Punkt 4.2.7 der Richtlinien von Apple zu finden.

Microsoft sagt, dass Apple den Verbrauchern die Vorteile einer solchen Technologie durch die unfaire Durchsetzung seiner App-Store-Regeln vorenthält. Microsoft beschuldigt Apple laut dem US-Medium The Verge auch, Spiele-Apps unfair zu behandeln und gleichzeitig andere Mediendienste auf der Plattform zuzulassen, selbst wenn sie „interaktive Inhalte enthalten“. Ein Verweis auf Netflix‘ „interaktives“ Bandersnatch.

Vorerst kommen Nutzer von iOS wohl nicht in die Versuchung, das Cloud-Gaming auszuprobieren – es funktioniert ja nicht. Entweder Apple ändert da Richtlinien, oder Microsoft, Google, Nvidia und weitere finden Wege. Vermutlich wollen Microsoft und Google auch kein Abo über iOS anbieten, denn das würde bedeuten, dass man 30 % an Apple abdrücken müsste. Geld spielt bei den Vorwürfen vermutlich auch eine große Rolle.

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caschy

Hallo, ich bin Carsten! Ich bin gelernter IT-Systemelektroniker und habe das Blog 2005 gegründet. Seit 2008 ist es Beruf(ung). Baujahr 1977, Dortmunder im Norden, BVB-Fan und Vater eines Sohnes. Auch zu finden bei LinkedIn, Twitter, Facebook, Instagram und YouTube. PayPal-Kaffeespende. Mail: carsten@caschys.blog

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56 Kommentare

  1. Ganz ehrlich, das ist halt wieder so eine Sch****, die sich Apple nicht erlauben darf, wenn sie nicht reguliert werden wollen.
    Da können sie noch so oft von WebApps reden.. die billige Ausrede. Die Regel ist einfach realitätsfern.

  2. „Geld spielt bei den Vorwürfen vermutlich auch eine große Rolle.“
    Das wird wohl die Wahrheit sein.

    Ich stelle mir ein Hinterzimmergespräch á la: „Ihr bietet den Vertrieb über in app purchase (-> 30% an Apple) an, oder wir ändern die App-Store Richtlinien nicht“.
    Tja und beide Verhandlungsparteien haben einen starken Verhandlungspunkt, die einen kontrollieren den Store die anderen haben die Technologie, welche auch Apple über kurz oder lang auf seiner Plattform anbieten möchte, weil sie sonst zockende Kundschaft an das Android Ökosystem verlieren. Wobei man auch sagen muss: Auf Lauffähigkeit von Spielen hat Apple eigentlich schon immer gepfiffen und ist gut damit gefahren… Vielleicht sind die Zocker einfach keine kritische Masse innerhalb von Apples Bestandskundschaft?

  3. Kein richtiges Werbeblocking, kein App-Streaming. Die Plattform wird immer nutzloser. 😀

    • DNSCLOAK auf IOS und Ruhe ist ohne Android Root 🙂

      • Oder einfach einen PiHole mit PiVPN ins Heimnetz integrieren.

        –> Keine Werbung aufm iPhone, weder Zuhause, noch von Unterwegs.

      • Leider hab ich über dns filter keine Lösung für kosmetische Filter (also z.B. first-party Werbeformate von Facebook, linkedin, Instagram, Twitter, reddit, Amazon, Premium & Plus Artikel von Zeitungen).

        Ich habe ein etwas älteres ipad hier rumliegen, dass sich von Bildschirm und Akku wegen als Lesegerät sehr gut eignen würde. ..aber ich bekomm es einfach nicht vernünftig hin.

    • > Kein richtiges Werbeblocking

      Das ist Blödsinn.

      https://www.weblockapp.com

      • Du hast einfach keine Ahnung.

        …denn die App die du da verlinkt haat kann auch bloß Netzwerkfilter, keine kosmetischen Filter.

        Netzwerkfilter können vielleicht die Hälfte der Werbung blockieren. …und das ist auch noch die weniger aufdringliche Hälfte, also die, die nicht so tut als sei es Content.

  4. Dann eben kein iOS Device in Zukunft. Ganz einfach.

  5. Oh Mann, so langsam wünsche selbst ich als eingefleischter Apple Fan mir das die Kartellbehörden denen mal ordentlich auf die Füße treten…

    • … oder halt wechseln. Ich habe Apple Geräte seit 10 Jahren (und werde es für die Firma auch weiterhin müssen), aber privat hab ich nun ein Galaxy S20 Ultra und bin mehr als zufrieden. Endlich fallen die ganzen Einschränkungen von iOS weg!

      • Die bezahlt man mit dem vollständingen Verlust der Privatsphäre.

        Ich habe sowohl ipad/iphone als auch ein Androidtelefon. Das Androidtelefon sendet im Monat dreimal so viel Daten bei gleichem Nutzungsverhalten, man kann das auch im Parallelbetrieb gut vergleichen, wenn man bspw. O2 Multicards nutzt.

        Nicht nur, dass einem unnötig Datenvolumen flöten geht, mir war da nicht mehr wohl bei, wenn quasi rund um die Uhr Daten über mich verschickt werden. Apple ist da deutlich zurückhaltender.

        Ich sehe mittlerweile von weiteren Androidgeräten ab, wenn es sich vermeiden lässt.

        • Ich habe in meinem Heimnetz ein einziges Gerät mit Android: mein Sony TV.

          Und das sendet allein täglich 7 Mal (!) soviele Anfragen ins Internet, wie unsere fünf iOS / iPadOS / TVOS-Geräte zusammen!

          • Und was für Daten werden gesendet?
            Ein aktueller Smart-TV hat z.B. Hbb, diese Apps werden bei jedem Umschalten aktualisiert.
            Dann wird das TV-Programm vermutlich mehrfach am Tag aktualisiert usw.

            • Der Fernseher läuft maximal 1 bis 2 Stunden am Tag und ist auch dann unangefochtener Spitzenreiter bei den Anfragen, wenn er sich den ganzen Tag komplett im Standby befindet. Mit dem Umschalten kann es demnach überhaupt nichts zu tun haben.

        • Wenn du über deine Datendienste die Telemetrie des Geräts erkennst stimmt da aber grundsätzlich etwas nicht mit dem Gerät.

          Meine Android-Geräte senden in 30 Tagen so zwischen 5 und 20 Megabyte ohne mein Zutun. Noch mal so viel für die Play Dienste, aber da sind dann auch schon wieder z.B. Benachrichtigungen dabei.

          ios weiß ich nicht.

        • Datenerheben und Dateninterpretieren ist so ein kleiner Unterschied. Deine Beschuldigungen kannst du eigentlich nur mit der Untersuchung der Datenpakete belegen, dieses hast du aber offensichtlich nicht gemacht.

          Wenn du beim Android z.B. das Synchronisieren in der Cloud eingestellt hast und beim iOS-Produkt nicht, dann ist es doch klar. Wenn du beim Android 15 min Intervalle für Mails nutzt und bei iOS 2h ist es auch klar, das Android häufiger sendet usw.

          Alleine die Interpretation der KnowledgeC-Datenbank zeigt wie intensiv Apple dein Nutzerverhalten trackt. Da ist das Äquivalent Wellbeeing bei Android ein nicht dagegen.

          • Die Google Play Service auf einem Android-Gerät senden alle 20 Minuten (!) folgende Daten an Google:

            IP-Adresse
            IMEI des Geräts
            Hardware Seriennummer
            SIM-Karte Seriennummer
            Telefonnummer
            E-Mail-Adresse
            Nutzerstatistiken von Apps

            „Diese Ergebnisse sind erschreckend – im Zusammenhang mit der Corona-Warning-App sind sie ein Skandal. Es kann nämlich nicht sein, dass eine App, die vom Staat gefördert wird, auf solch eine zentrale Komponente angewiesen ist, die die Nutzer im Hintergrund so ausspioniert.“

            https://www.kuketz-blog.de/take-back-control-googles-datensammelwut-unter-android-einschraenken/

            • Da bin ich ehrlich gesagt etwas von Kuketz enttäuscht, dass er es nicht ganz richtig wieder gibt. Es hängt davon ab ob die „Nutzung & Diagnose“ unter Datenschutz aktiviert ist oder nicht.

              „When the “Usage & diagnostics” option is on the mean time between connections is 17.5 minutes, and when it is off the mean time between connections increases slightly to 25 minutes.“

              Durch das Abschalten beschränkt es sich dann auch „nur“ auf die Telefon- und SIM Nummer:

              „We have confirmed this with Google, who also advise that when the “Usage & diagnostics” option is set off this Exposure Notification telemetry is no longer sent. However, we continued to observe phone identifiers, including the phone number and the SIM serial number, being sent in these requests even when the “Usage & diagnostics” option is set off.“

              Die IP Adresse hingegen wird alle 20 Minuten übertragen:

              „As already noted, the handset IP address is a rough proxy for location and so making connections every 20 minutes or so potentially allows Google to track the handset location in quite a finegrained manner.“

              https://www.scss.tcd.ie/Doug.Leith/pubs/contact_tracing_app_traffic.pdf

        • Nichts für ungut, aber ich habe genau die gegenteilige Erfahrung gemacht. Mein iPhone XR sendet fast doppelt so viel im Hintergrund, wie mein Pixel 3a XL oder aktuell mein One+ 8Pro.
          Aber das dürfte unter Umständen an den verwendeten Apps liegen (nutze unter iOS, bis auf Twitter, exakt dieselben Apps wie auf Android).

        • Naja aber ganz ehrlich wenn ich das Gerät nicht Nutzen kann wie ich das möchte dann stört mich das definitiv mehr das abgreifen privater Alltagsdaten…..

          Ein Smartphone ohne Kamera käme für mich nicht in Frage. Und ein Smartphone welches so extrem reguliert dass man jedes verdammte Mal blöd durch die Röhre schaut und dann halt gar keine App erhält und etwas nicht nutzen kann wie man das möchte dann halt auch nicht…..

          Ich will ein Gerät welches sich an meine Bedürfnisse anpasst und nicht meine Bedürfnisse an eine Firma anpassen müssen….

  6. Tja, Microsoft, ihr hattet alles in der Hand. Geräte, Windows Mobile, euer vieles Geld, hättet ihr was draus machen können. Ihr habt’s verkackt und seid nun als Bittsteller auf andere Plattformen angewiesen. Und die verhalten sich jetzt genau so egoistisch wie ihr all die Jahre. Hochmut kommt vor dem Fall.

  7. Apple in a nutshell – unfassbar was die so raushauen und es wird trotzdem gekauft…

    @Kalle: ich freu mich schon auf deinen Kommentar, dass Microsoft, Google, nVidia usw. alle Mist bauen und Apple hier für die User kämpft 😀

  8. Das ist einfach lächerlich. Apple macht hier nur dicht, um sein eigenes Apple Arcade zu pushen. Bei den anderen Streaming Apps und damals auch bei Buch und Comicapps gab es genau die gleichen Argumente mit den Richtlinien. Irgendwann musste man sich halt einigen, denn wer Netflix nicht auf seiner Plattform zulässt verliert halt massiv Kunden. Den Druck sieht Apple wohl noch nicht bei Gamestreaming aber das kommt hoffentlich noch.

    Apple legt seine Richtlinien sowieso aus wie sie wollen. Irgendeine App passt ihnen nicht oder nicht mehr und dann kommt die Richtlinien-Keule.

    Man könnte auf dem Ipad bzw. IpadPro so geil das Cloudgaming nutzen zumal das IpadPro ein hervorragendes Display hat. Aber nein man setzt den Leuten lieber irgendeinen scheiß mobile gaming Kram vor für 6€ im Monat. Ja es gibt bei Arcade n paar ganz nette Titel aber das sind keine richtigen Titel. Ich will von unterwegs Anno, Divinity oder sonst was zocken können.

    Noch nutze ich keinen der Streaming Dienste da ich zumeißt daheim an meiner Rig sitze aber falls ich demnächst mal wieder mehr unterwegs bin, wäre ich stets auf ein externes Display angewiesen, an dem ich mein Androiden anschließe oder es muss doch wieder ein Windows Laptop sein, von dem ich mich eigentlich, zumindest mobil, verarbschieden wollte.

  9. > gaming services can absolutely launch on the App Store as long as they follow the same set of guidelines applicable to all developers, including submitting games individually for review, and appearing in charts and search

    Geht also.

    1. MS reicht Spiele individuell ein
    2. Die gehen durch den Review-Prozess, erscheinen danach in den Charts neben anderen Titeln, usw
    3. Alle gewinnen, Apple, MS und die Nutzer

    Aber dann könnte man die Geschichte nicht so verkaufen, wie MS das macht.

    • Ist halt ultra aufwändig und damit teuer. Und warum Netflix nicht jeden Film einzeln einreichen und Spotify nicht jeden Musiktitel einzeln einreichen muss erklärt das auch nicht.

      Nein, Apple will sein komisches Arcade verkaufen, also machen sie es allen anderen Plattformen so schwer wie möglich. Ich hoffe sie bekommen für ihr marktfeindliches Gebaren endlich mal auf die Finger.

      • Ob sie von den Behörden eins auf die Finger bekommen werden, weiß ich nicht.

        Mich selbst stört das nicht so sehr, Spiele-Streaming interessiert mich aktuell (noch) nicht. Aber ist gibt definitiv eine Menge Nutzer die das anders sehen werden. Apple schneidet sich mit ihren Restriktionen letztlich ins eigene Fleisch, ich glaube nicht, dass sie sich damit einen Gefallen tun.

      • Apple Arcade hält sich an die gleichen Spielregeln, die nebenbei gesagt schon existierten, bevor es xCloud oder Stadia gab. Eine vergleichbare Platform wäre GameClub. Spiele-Flatrate auch auf iOS: https://gameclub.io/games?filter=ios

        Gibt’s Stadia, xCloud, GeForce Now, PS Now für die Stores der direkten Konkurrenten (Xbox Store, Steam, usw)? Nein, die wollen alle ihre eigenen komischen Dienste verkaufen. Ich hoffe sie bekommen für ihr marktfeindliches Gebaren endlich mal auf die Finger.

        • Absolut nicht vergleichbar, aber das kennen wir nicht anders von dir. Magst du mir noch erklären warum Netflix nicht jeden Film einzeln einreichen muss und Spotify nicht jeden Musiktitel? Danke!

          • Gerne, wenn du erklärst, warum das absolut nicht vergleichbar ist.

            • Weil Steam ein Gamingstore ist, kein Betriebssystem – und nein, SteamOS ist auch nur ein Linux in Steamoptik und man kann dort andere Stores etc. installieren.

              xCloud, GeForce Now und PS Now sind Gamestreaming-Services, kein Betriebssystem auf dem man Dinge installieren kann – ergo ist es nicht möglich die jeweils anderen Gamestreaming-Services zu unterstützen. Das wäre so als wenn ich frage warum Apple Arcade kein PS Now unterstützt oder warum ich bei Netflix kein Amazon Prime schauen kann.

              So – und jetzt bitte deine Erklärung dazu warum Netflix nicht jeden Film einzeln einreichen und Spotify nicht jedes Lied einzeln einreichen muss.

              • Und warum es kein Steam für den Xbox-Store gibt ist ebenfalls einfach erklärbar: Auch wenn xBox und PS auf AMD-Komponenten setzen ist deren Systemarchitektur gänzlich anders im Vergleich zum PC – ergo würden die Spiele von Steam gar nicht auf der Xbox oder der PS laufen.

                • Viel offensichtlicher kann der Unterschied nicht sein. Netflix streamt Inhalte in eine Richtung und die kommen bei jedem gleich an. Spiele-Streaming ist was anderes. Es würde nicht lange dauern und jeder würde alle möglichen Apps und Spiele am App Store vorbei ausliefern, um dessen Vorteile auszuhebeln. Privatsphärekontrollen, Altersbeschränkungen, Apps, die auch wirklich so funktionieren wie beschrieben, usw.

                  Die Möglichkeit steht ja jedem frei: mach ne Web App und gut is. Viel mehr als ein H.256-Stream ist es nicht und die nötige Unterstützung für Eingabegeräte ist vorhanden: https://caniuse.com/#feat=gamepad

                  Machen sie aber nicht, weil sie in den App Store wollen. Dort wo die Nutzer und das Geld sind. Das sind alles Plattformen, auf die andere drauf wollen, um Geld zu verdienen. Warum sollte das für Betriebsysteme anders sein? Als Abkürzung für 12-jährige die erste Regel von Ladenbetreibern: „Mein Laden, meine Regeln.“ Das gilt für alle Läden.

                  Mal davon abgesehen dass Xbox und PS sind ganz normale x86(-64) Plattformen sind, warum sollte das eine Rolle spielen, wenn die Inhalte gestreamt werden? Aber nicht im egal, eine xCloud-App wird es so schnell bei Steam nicht geben. Aus ganz offensichtlichen Gründen.

                  Und dass es Alternativen zu Arcade gibt, habe ich auch bereits erklärt und verlinkt.

                  • Was ist mit Netflix Interactive Titeln?
                    Im Kern wie Gaming (siehe Minecraft Story Mode auf Netflix), wird von Apple aber nicht geprüft wie alles andere auf Netflix.

                    Apple will Konkurrenz ausschalten, mehr nicht.

                  • Der einzige Vorteil des Appstore-Reviews ist, dass es dadurch recht schwer ist schädlichen Müll auf mein Gerät zu bekommen – ein Problem das ich aber bei Streaming gar nicht habe.
                    Die Inhaltliche Zensur die im App Store von Apple stattfindet ist seit je her äußerst problematisch.
                    Eine Webapp gibt es im übrigen schon lange – aber halt nur für die Chrome Engine – welche Apple ja auch wieder mit fadenscheinigen Argumenten von den Geräten fern hält.
                    Ich kann einfach nicht verstehen, wie man sich so für ein solches Vorgehen eines Unternehmens einsetzen kann. Ich habe überhaupt kein Problem, wenn mir jemand sagt, dass diese Einschränkungen für ihn persönliche kein Problem darstellt, weil der diese Dinge alle nicht nutzt und nicht nutzen will. Es ist aber durchaus kurzsichtig, in solchen willkürlichen Einschränkungen kein Problem zu sehen, da man sehr schnell selber betroffen sein kann.
                    Mir ist es egal ob Stadia auf dem iPhone läuft – kann mir nicht vorstellen darauf zu spielen. Das iPad hingegen wäre ideal – da es darauf in absehbarer Zeit nicht geht fällt das iPad für mich aber flach und damit Tablets generell, weil Android Tablets einfach nur Schrott sind.
                    Das iPad wird nicht schlechter, nur weil man darauf Games streamen kann, der App Store wird dadurch nicht unsicherer.
                    Das Apple nicht mehr überall die Hand aufhalten kann? Deren Problem und nicht das der Kunden. Ich kann verstehen, dass Apple versucht diese Position zu halten, aber ich kann Kunden nicht verstehen, die das verteidigen.

            • Keine Ahnung ob von dir noch was kommt – ich denke ich hab die Erklärung gefunden.

              Würden sie Netflix und Spotify so drangsalieren, würden sie eine riesige Userbase gegen sich aufbringen. Netflix und Spotify sind zu etabliert um sie fadenscheinig ausschließen zu können. Gamestreaming-Services sind hingegen noch relativ frisch, haben bisher keine große Userbase und entsprechend weniger Gegenwind von Usern bekommt Apple. Das scheint Apple für ne gute Gelegenheit zu halten ihren Arcade-Kram bei ihren Usern exklusiv durchzudrücken.

      • Hat wohl eher damit zu tun dass es Abo Services sind die extern vertrieben werden (also nicht direkt über Apple mit 30% Beteiligung am Umsatz)

        Es wurde schon etliche Apps mit Abo Service im Nachhinein verboten. Nun werden sie halt gar nicht erst freigegeben.

  10. SteveMcQueen says:

    Shadow gibts auch noch und das funktioniert auch wunderbar unter iOS.

  11. Apple dann streicht doch auch Teamviewer usw. aus dem App-Store. Hier kann ich auch Anwendungen die gegen die Moralvorstellungen von Apple verstoßen laden.

    Sperrt dann bitte auch Safari. Hier kann ich mir auch entsprechende Webseiten oder sogar HTML-Streamingseiten für Cloud-Gaming anzeigen lassen.

  12. Apple Arcade hält sich an die gleichen Spielregeln, die nebenbei gesagt schon existierten, bevor es xCloud oder Stadia gab. Eine vergleichbare Platform wäre GameClub. Spiele-Flatrate auch auf iOS: https://gameclub.io/games?filter=ios

    Gibt’s Stadia, xCloud, GeForce Now, PS Now für die Stores der direkten Konkurrenten (Xbox Store, Steam, usw)? Nein, die wollen alle ihre eigenen komischen Dienste verkaufen. Ich hoffe sie bekommen für ihr marktfeindliches Gebaren endlich mal auf die Finger.

  13. Finde es sehr schade, dass man den Dienst nicht auf iOS Geräten nutzen kann. Hätte ihn zumindest gerne mal ausprobiert, werde mir aber deswegen jetzt auch keine neue Hardware kaufen.
    Auf der anderen Seite erlaubt Microsoft ja auch niemandem, einen eigenen Spiele-Streamingdienst auf der XBOX zu etablieren. Konsequenterweise müsste dann ja auch das möglich sein.

  14. Apple verrent sich derzeit. Bisher waren die Einschränkungen . bzw, die Argumentation von Apple, irgendwie nachvollziehbar (auch wenn man nicht der gleichen Meinung war). Aber ihr App-Store Gebaren läuft aus dem Ruder und orientiert sich nicht mehr an der Realität.

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