ING: Bald kostenpflichtige girocard lässt sich In-App kündigen

Vermutlich haben es einige Kunden der ING mitbekommen: Die Kostenlos-Zeiten sind längst vorbei, Negativzinsen gibt’s auch bei der ING. Doch das war noch nicht alles. Ab dem 1. März 2022 soll die girocard [Debitkarte] kostenpflichtig werden, da muss der Kunde dann 99 Cent monatlich bezahlen – erstmalig am 1. April 2022. Aber: Jene Karte können Sparfüchse auch kündigen – vielleicht hat man eh keine Verwendung. Jene Kündigung kann ab sofort auch in der mobilen App der ING durchgeführt werden, das geschieht im Menü „Karten“. Denkt dran: Nach der Kündigung ist die Karte sofort „raus“ und unbenutzbar.

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Hallo, ich bin Carsten! Ich bin gelernter IT-Systemelektroniker und habe das Blog 2005 gegründet. Seit 2008 ist es Beruf(ung). Baujahr 1977, Dortmunder im Norden, BVB-Fan und Vater eines Sohnes. Auch zu finden bei Twitter, Facebook, Instagram und YouTube. PayPal-Kaffeespende. Mail: carsten@caschys.blog

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65 Kommentare

  1. Oder man akzeptiert die neuen AGB einfach nicht und demzufolge auch nicht dem neuen Preisverzeichnis.

    • Und riskierst damit eine Kündigung. Wenn du dein ING Konto eh nicht brauchst kannst es auch gleich selbst kündigen.

      • Das Risiko gehe ich ein. Ich denke, dass sie es wie andere Banken (comdirect als Beispiel) machen und erst einmal nicht kündigen. Falls doch wird es ja nicht von einen auf den anderen Tag passieren.

        • Dein Plan wird nicht aufgehen…

          • Bankvertreter? Sicher wird der Plan aufgehen entweder sie kündigen nicht oder sie kündigen mit der entsprechenden Frist wohl kaum von einem Tag auf den andern. Oder was soll den sonst schlimmes passen ? 😉

            Es ist außerdem unglaublicher Unsinn das Banken keine Geld verdienen könnten wegen der negativ Zinsen. Sie legen unser Geld fast nach belieben an oder vergeben Kredite nur wenn ihnen die Idee ausgeht müssen sie das Geld über Nacht bei der EZB parken und negative Zinsen bezahlen. Wenn eine Bank zu dumm ist Geld für sich arbeiten zu lassen oder sie haben kein Gewinn wegen irgendwelcher Spekulationen sollte man eh die Bank wechseln (Insolvenzgefahr)

            Denk aber geht wieder mal nur darum maximal Geld aus den Kunden raus zu quetschen. Aber Geld dafür zu bezahlen weil man der Bank Geld leiht ist doch absurd. (Würde ja bedeuten Geld hätte einen negativen Wert 🙂

    • Da kannst du dein Konto auch direkt selbst kündigen

  2. Achtung, jetzt geht das Geheule wieder los.

    Ich rate mal:
    – viel zu teuer
    – ich wechsel die Bank
    – dabei bin ich doch erst vor sechs Monaten zur ING gegangen
    – Wucher!

    • Ist es auch! Ein online Konto ohne Girocard ist in etwa wie ein Auto ohne Reifen. Beides kann man haben, es bringt einen aber nichts oder wie können sie an Bargeld oder bezahlen in vielen Geschäften

      • Die Visa Debitkarte bleibt kostenlos, damit funktioniert bisher auch das Geldabheben und bezahlen ist inzwischen auch fast überall möglich. Habe meine Girocard schon Ewigkeiten nicht mehr benutzen müssen. Ein paar Läden bleiben über, die man dann zukünftig wohl meiden oder dort bar zahlen muss.

  3. Bei mir gibt es den Punkt Kündigung nicht. Nur sperren, aber das bekommt man dann automatisch eine neue Karte zugeschickt.

  4. Ich „freue“ mich schon auf die die zahlreichen Diskussionen die mit einem solchen vorgehen heraufbeschworen werden.
    einerseits wollen die Geschäfte, dass man mit Karte bezahlt – kein Bargeld – andererseits wollen die aber auch keine extra Gebühren für Kreditkartenabbrechnung.

    Gleichzeitig wird die Girocrard mehr oder weniger abgeschafft. Dann bleibe ich halt Bar-Zahler alles andere ist nicht nur unsicherer sondern auch (zumindest für mich) unpraktischer

    • Die Girocard wird nicht abgeschafft, sondern nur bei mehr Banken kostenpflichtig. Bei vielen Sparkassen ist das schon seit Jahren so und niemanden hat es interessiert. Und jetzt bei ING und DKB sprechen alle davon das die Karte abgeschafft werden soll. Solange die Girocard für Händler die niedrigsten Gebühren hat und der Großteil der Karten eh von den Sparkassen und VR Banken kommen wird das auch so bleiben.

      • Blödsinn die Girocard ist bei Sparkassen und Volks Banken immer inklusive

        • Ich habe schon vor über Fünf Jahren, als ich mein Sparkassenkonto gekündigt habe, für die Girokarte 6€ in Jahr bezahlt.

        • Immer und nie. So Wörter sollte man sich echt abgewöhnen.
          Jede Sparkasse und Dorf Volksbank macht ihre Preise selbst. Ich kenne alleine zwei Sparkassen, die seit Jahren 7,50 im Jahr verlangen. Zusätzlich zum Grundpreis.

        • @Franky: du hast anscheinend keine Ahnung. 6-12€ Im Jahr ist bei vielen Sparkassen für die Girocard vollkommen normal. Ich selbst zahle auch 6€ im Jahr dafür bei meiner Sparkasse. Du kennst vermutlich nur eine Sparkasse.

      • Es gibt eine Zahlungsrichtlinie der EU, darin sind die Gebühren nach Zahlungsart Debit bzw. Kredit festgeschrieben. Heißt also egal ob Girocard, Visa Debit oder Mastercard Debit sind die Gebühren gleich hoch. Nur echte Kredikarten dürfen etwas teurer sein.

        • Stimmt und die Händler bieten dann noch Paypal an, die die höchsten Gebühren haben mit 2,5 % vom Umsatz. Da ist selbst AMEX mit 1,9 Prozent oder Visa oder Mastercard mit 1 Prozent preiswert. Aber PAypal kostet ja nicht s XD

        • Jein, bestimmte Gebühren sind festgeschrieben. Es gibt aber meines Wissens bei Mastercard und Visa noch andere Gebühren in der Kette.

          • Kreditkartenzahlungen sind für den Händler teurer, als mit der EC- bzw Debit-Karte:
            -> https://www.ccv.eu/de/kosten-kartenzahlung-haendler/

            Variable Kosten
            Transaktionspreis
            Für jede Transaktion fällt eine geringe Gebühr zwischen 7 und 11 Cent für Händler an. Jede Nutzung des Kartenterminals (Zahlungsvorgang, Kassenschnitt) wird dabei als Transaktion angesehen.

            Autorisierungsentgelt
            Außerdem ist bei jeder Zahlung eines Kunden mit seiner Girokarte ein sogenanntes Autorisierungsentgelt an die Deutsche Kreditwirtschaft zu leisten. Dieses beträgt aktuell 0,18 % von der Transaktionssumme.

            Kreditkartendisagio
            Zahlt ein Kunde in Ihrem Laden mit Kreditkarte, dann werden je nach Kreditkartenanbieter und Abrechnungsmodell im Schnitt 1,5 % von der Rechnungssumme berechnet – das sogenannte Kreditkartendisagio. Die Gebühren sind also etwas höher als bei Zahlung mit der Girokarte. Das heißt: Bei einer Zahlung von 100 Euro fließen durchschnittlich 1,50 Euro an den Kreditkartenanbieter. Dennoch sollten Sie als Händler prüfen, ob sich Kreditkartenzahlung für Sie lohnt, da das Wachstum bei Kreditkarten dynamisch ist und auch ausländische Kunden bei Ihnen zahlen können.

    • Inwiefern ist „alles andere unsicherer“?
      Unsicherer als Bargeld geht es ja nicht… (=> wenn weg dann weg)

      • Doch, geht unsicherer. Cryptowährung, Passwort weg, Geld weg, aber nicht verschwunden. Da kann man nicht mal mehr sagen, dass es jetzt woanders ist und wieder in den Umlauf geht.

        • Darauf habe ich aber Einfluss und kann Sicherungsmaßnahmen treffen. Aufgrund dieser Unumkehrbarkeit ist man auch viel sensibler. Bargeld kann mir physisch weggenommen werden oder ich stopfe mir „das bisschen Wechselgeld“ leichtsinnig in die Jogginghose. Ja, ein Beispiel, und nicht repräsentativ.

  5. Bei mir gehts auch nicht Android. Habe die Girocard noch nie genutzt.

  6. Waren die Kosten für die Karten bzw. diese Kartenzahlungen nicht schon immer einkalkuliert? Die waren doch auch früher nicht umsonst, Fertigung, Verteilung, Betrieb der Infrastruktur haben auch damals schon Kosten verursacht. Dank der Negativzinsen geht die Kalkulation nicht mehr auf und es wird ein Extra. Das Bargeld wollen sie am liebsten auch so weit wie möglich abschaffen. Ohne eine Inclusiv-Zahlungsmethode wird das wohl nix, da werden sehr viele meckern.

    • Negativzinsen sind doch nur Ausreden. Eine Bank arbeitet mir dem Geld was man ihr zur Verfügung stellt… z.B: Kredite ausgeben… und deren Zinsen sind definitiv nicht negativ 😉

  7. Tja schön mit der Einführung von Bankgebühren für die Ing Konten, immer schlechtere Konditionen und nun dieser Blödsinn führt zu massiven Kündigungen und Verlust von Kunden

    • Das Problem ist, wenn alle Geld kosten, dann nimmt man den mit dem besten Service. Und das sind dann die Filialbanken. Da kann man auch kleinere Bargeldbeträge als 50€ abheben, man kann Geld einzahlen, sich große Summen auszahlen lassen, und so weiter.

      Onlinebank funktioniert nur, solange sie kostenlos ist. Dann kann der Kunde den mangelnden Service verschmerzen. Aber wenn die das gleiche nehmen, wie die Sparkassen, Deutsche Bank und so weiter, wozu braucht man dann noch die Ing?

      • Zumindest aktuell zahle ich bei der Sparkasse jeden Monat 2,50€ – also mehr als bei ING und DKB. Ich war genau 1 Mal in der Filiale innerhalb der letzten 15 Jahre. Ich kann auch mit der DKB Kreditkarte (wahrscheinlich auch mit der neuen Debitkarte) Beträge kleiner 50€ abheben, tue das aber fast nie weil ich irgendwie keinen Grund sehe 5€ abzuheben. Das Meiste zahle ich sowieso bargeldlos und das eine Mal Bargeld abheben in den letzten 12 Monaten kann dann auch Mal 50€ sein. Ich kann auch größere Beträge zahlen wenn ich mein Limit entsprechend hoch setze. Wobei ich auch noch nie mehr als 500€ abgehoben habe. Wüsste nicht warum ich das tun sollte (und ja ich habe schon Mal ein Auto für mehr als 10.000€ gekauft).

        Der einzige Vorteil den ich bei der Sparkasse sehe ist das Einzahlen. Aber selbst hier wüsste ich nicht wozu das gut sein soll, wenn man nicht ständig Schwarzgeld bezieht. Geldgeschenke mache und bekomme ich schon seit Jahren via Überweisung oder PayPal und habe so auch in den letzten 15 Jahren nicht ein einziges Mal Geld eingezahlt.

        Ich sehe hier also nicht ganz, wo mir die Sparkasse den besseren Service bietet. Sollten sie Konten bei online Banken grundsätzlich kostenpflichtig werden, wäre es mir schlicht „egal“ wo ich Kunde bin. Hatte und habe in der Filiale auch keine Vorteile für mich. Ich denke so eine Pauschalisierung wie in deinem Post ist nie besonders klug, weil jeder Kunde anders ist.

        • Weder mit der aktuellen Credit-Visa noch mit der künftigen Debit-Visa kannst du weniger als 50€ abheben, außer du lässt dir dies kostenpflichtig freischalten. Bis vor 3-4 Jahren konnte man noch kostenlos weniger als 50€ abheben

        • Wenn alle Konten kostenpflichtig werden und die Leistungen gleich sind gehe ich zur Sparkasse, einfach weil die Gewinne vor Ort bleiben. Gibt es ein Konto auch nur einen Euro billiger gehe ich dahin. Die Banken dürfen einen Großteil ihrer Einlagen kostenlos bei der EZB parken. Das wird immer vergessen. Über diese Freibetrag fallen erst Negativzinsen an.

  8. Bin jetzt seit zwei Jahren Kunde bei ING und habe die girocard noch nicht ein einziges Mal benutzt, also ist mir das völlig egal. Wo kann man denn nicht mit VISA/ApplePay bezahlen? Selbst beim Bäcker kann ich inzwischen mit ApplePay bezahlen.

    • Dirk Montgomery says:

      Es gibt leider sehr viele Restaurants, in denen man nur mit girocard zahlen kann (wenn überhaupt). Zumindest hier in der Region und in meinen favorisierten Urlaubsregionen. Viele kleinere Läden jenseits der Ketten (Bekleidung, Schuhe, Bücher) aktzeptieren oft ebenfalls nur die girocard.

    • War letztes Jahr bei einem Möbelhaus (Segmüller) und da wurde mir gesagt „Zahlung via Kreditkarte / Google Pay etc. haben wir getestet und die Geschäftsführung hat entschieden, dass die Gebühren zu hoch sind und das daher wieder abgeschafft.“

      In Restaurants (auch in Großstädten) hatte ich schon öfter „Nur Bargeld“ (und nein ich meine nicht die Döner Bude um die Ecke). Da würde mir dann aber die Girokarte natürlich auch nichts bringen.

      Aber Läden die NUR Girocard und Bargeld nehmen aber KEINE Visa hatte ich außer dem oben beschriebenen Fall auch noch nicht. Die meisten Läden in denen ich war nehmen entweder alles oder nur Bargeld.

      • Die Frage ist doch wie lange die Läden Visa & Co noch ignorieren können, wenn immer weniger Girocard im Umlauf sind. Die Kunden werden einfach andere Läden suchen, wo sie bezahlen können.

        • Die Niederlande sind so rückständig, dass du nur mit Maestro / Giro bezahlen kannst. Und versuch mal in Touristenhochburgen wie Berlin Mitte mit Kreditkarte zu bezahlen, obwohl Millionen ausländische Touristen dort sind, zu bezahlen. Viel Spaß! Dort kannst du selbst bei teuren Restaurants nur Bar oder mit Girocard bezahlen, wenn du Glück hast

      • Wann haben die das getestet? Die Gbühren sind für Debit und Kreditsysteme seitens der EU reguliert. Seitdem hat sich die VISA akzeptanz massiv verbesert, da Girocard eben genau so teuer ist. GPay und Apple Pay erhöhen die Gebühren gar nicht. Zumindest Google hat mit den Daten vor so eine Art globale Schufa zu erschaffen.

        • Nein, Debit ist immer noch günstiger als Kredit.

          • Jap!

            Kreditkartenzahlungen sind für den Händler teurer, als mit der EC- bzw Debit-Karte:
            -> https://www.ccv.eu/de/kosten-kartenzahlung-haendler/

            Variable Kosten
            Transaktionspreis
            Für jede Transaktion fällt eine geringe Gebühr zwischen 7 und 11 Cent für Händler an. Jede Nutzung des Kartenterminals (Zahlungsvorgang, Kassenschnitt) wird dabei als Transaktion angesehen.

            Autorisierungsentgelt
            Außerdem ist bei jeder Zahlung eines Kunden mit seiner Girokarte ein sogenanntes Autorisierungsentgelt an die Deutsche Kreditwirtschaft zu leisten. Dieses beträgt aktuell 0,18 % von der Transaktionssumme.

            Kreditkartendisagio
            Zahlt ein Kunde in Ihrem Laden mit Kreditkarte, dann werden je nach Kreditkartenanbieter und Abrechnungsmodell im Schnitt 1,5 % von der Rechnungssumme berechnet – das sogenannte Kreditkartendisagio. Die Gebühren sind also etwas höher als bei Zahlung mit der Girokarte. Das heißt: Bei einer Zahlung von 100 Euro fließen durchschnittlich 1,50 Euro an den Kreditkartenanbieter. (…)

    • Niederlande wird ohne Maestro schwierig

  9. Die Zahlstellen, die neben Bargeld nur die Girocard akzeptieren werden tatsächlich immer weniger. Das mag regional unterschiedlich sein, insgesamt aber kann man auf die Girocard gut verzichten, ich habe sie schon seit Jahren nicht mehr dabei und entsprechend auch nicht genutzt.

    • Gerade heute noch erlebt.

      Ich teste in letzter Zeit auch vermehrt, ob ich mit der Visa-Karte zahlen kann. Also auch heute in der Apotheke. Kreditkarte ans Lesegerät gehalten – möööp. Nochmal versucht, mööp. Dann hat die Apothekerin hin geguckt: „Kreditkarte? Damit können Sie bei uns nicht zahlen!“.

      Habe dann mit der Debitkarte gezahlt. Genügende Bargeld hätte ich nicht dabei gehabt …

      Das wird wohl mit der Grund sein (neben der Möglichkeit mir im Supermarkt an der Kasse Bargeld auszahlen zu lassen), warum ich die Debitkarte behalten und die 0,99€ im Monat zahlen werde.

  10. Wir reden hier von einem Euro im Monat. Wo ist hier das Problem?
    Jetzt fällt allen ING-Nutzern sprichwörtlich der Himmel auf den Kopf.
    Ich bin seit 3 Monaten Kunde bei ING (komme von der Postbank) und mir persönlich ist das völlig Huddel mit diesem einen Euro. Mann gibt soviel Kleingeld zwischendurch aus, aber hier wird nun ein Fass aufgemacht.
    Das ist meine Meinung.

    • Wo das problem ist?
      Naja, Girocard (habe zwei) 2€ mehr im Monat
      Strom/Gas wird massiv teurer (teilweise über 50%)
      Benzin ist teurer geworden
      Generell ist fast überall ein Preisaufschlag vorhanden

      Eine kleine Summe tut nicht weh, aber auch diese summiert sich eben.

  11. Die ING ist klasse. Bin seit Jahren Kunde und durchweg zufrieden. Ich mag die App, ich mag den Kundendienst und die Girocard nutze ich nie. Mir also völlig Wumpe.

  12. Ich habe letztes Jahr bei der Volksbank (Hamm, gehört zur Volksbank Dortmund) gekündigt, nachdem dort dann auch noch für die Debitkarte 10€/Jahr verlangt wurde. Nach der über Jahre stufenweisen Erhöhungen der Kontogebühren von 0€ auf erst 1,95€ und später 3,95€, der Erhöhung der Kosten für die anfangs gebührenfreie Mastercard auf erst 15€/Jahr und später 30€/Jahr war es dass, was das Fass für mich zum Überlaufen gebracht hat.

    Die Kontogebühren und kostenlose Mastercard habe ich irgendwann 2007/2008 dafür angeboten bekommen, dass ich mein Konto auf Onlinebanking umgestellt habe. Da hatte ich für 0€ das Girokonto, die Debitakarte und die Mastercard. Dafür hatte mich die Volksbank quasi nicht mehr in deren Filialen gesehen.

    Im Endausbau der Gebührenerhöhungen habe ich am Ende 12x 3,95€ zzgl. 10€ Debitkarte und zzgl. 30€ Kreditkarte = 87,40€ im Jahr bezahlt … ohne einen echten Mehrwert für mich und auch dabei, dass ich alles immer brav online abgewickelt habe. Von 0€ auf 87,40€ ist schon ziemlich happig.

    Ich bin dann zur ING gewechselt. Da war das Konto inkl. Visa-Karte und der Debitkarte am Anfang gebührenfrei und wird es bis April auch noch sein. Sofern man einen monatlichen Geldeingang von mindestens 700€ hat (also wohl meistens das Gehaltskonto). Abgesehen davon, dass ich mit zukünftig 12€ (also 12x 0,99€) jährlich „leben“ kann, ist das Onlinebanking bei ING 1000x mal benutzerfreundlicher, komfortabler und übersichtlicher als das Konstrukt, dass ich zuvor bei der Volksbank präsentiert bekommen habe. Ich will jetzt gar nicht auf die verschiedenen Vorteile weiter eingehen.

    Theoretisch könnte ich jetzt die Debitkarte kündigen und alles mit der Visa-Karte bezahlen. Mit der kann ich auch an den Geldautomaten der Geldinstitute Geld abheben, die im Visa-Verbund Mitglied sind (z.B. die Sparkassen). Und würde also auch zukünftig bei 0€ im Jahr sein. Und bis ich auf dem Konto mal so viel Geld habe, dass ich mal Aufbewahrungszinsen bezahlen muss (0,5% bei einem Guthaben ab 50.000€), wird wohl noch viel Wasser den Rhein runterlaufen. Wahrscheinlich passiert mir das zu Lebzeiten nicht mehr.

    Allerdings habe ich mich an eine andere komfortable Bargeld-Beschaffung gewöhnt: Bargeld mitnehmen beim Einkauf im Supermarkt. Bei Netto kann man z.B. mit der Debitkarte ab einem Einkaufswert von 10€ Bargeld in Höhe von bis zu 200€ mitnehmen. Der Service wird mittlerweile auch schon von vielen anderen Discountern angeboten: Aldi Süd, Lidl, Edeka, Rewe, Penny und Toom um nur einige zu nennen. Ohne Mehrkosten. Die Auszahlung wird dann einfach dem Girokonto belastet. DAS geht mit der Visa-Karte aber nicht. Das geht nur mit Debitkarten. Und da ich das regelmäßig nutze und ich ohnehin mehrfach die Woche in den hiesigen Netto zum Einkaufen gehe, werde ich wohl die Debitkarte auch mit den neuen Gebühren behalten.

    • Kurzer Hinweis zu „Geldeingang von mindestens 700€ hat (also wohl meistens das Gehaltskonto)“:
      Das ist ein beliebter Denkfehler. Diese Konten sind beinahe für Jeden, der es als Hauptkonto nutzt, kostenlos. Persönlich denke ich auch, dass es den Banken um ‚Hauptkonto‘ geht, nicht darum, Arme abzuzocken.

      Denn mind. 700€ Geldeingang haben sehr Viele:
      Bereits der Hartzer/Sozialhilfebezieher erhält mtl. 446€ H-IV (ab Jan. mW 449€). Erhält er jetzt noch Miet- und Heizkostenerstattung kommt er ab 255€ ‚Warmmiete‘ auf >700€.

      Aufstocker, Wohngeldbezieher & Co sollten die 700€ ’spielend‘ erreichen, weil sie ja noch andere Einkünfte haben.

  13. Geht laut AGB Änderungshinweis erst ab Dezember.

  14. Kein Verlust. Habe die Girocard in den letzten 5 Jahren nie benutzt. Wenn ein Geschäft keine Visa oder Master Kredit/Debitkarte anbietet, kaufe ich dort nicht ein oder zur Not halt eben mit Bargeld (äußerst selten). Hab aber seit ca. 3 Jahren eigentlich nur noch mein Handy dabei mit Apple Pay, bei uns geht das ganz gut, selbst bei den meisten Bäckern kann man mittlerweile damit bezahlen. Gestern auf dem Mittelalter-Weihnachtsmarkt bei einem Händler per ApplePay gezahlt, Sumup sei dank. War schon witzig, wie er unter seinem mittelalterlichen Gewand das mobile Terminal rausgezogen hat. Ich denke es ist mittlerweile angekommen, dass sich so trotz der höheren Gebühren Umsätze steigern lassen.

  15. Die Banken wollen die girocard „abschaffen“ und die Läden die Bargeldzahlung. So weit so gut.
    Es gibt ja aber durchaus noch Läden oder sonstige Zahlstellen, die nur Bargeld annehmen – wenn auch es in meinem Umfeld immer weniger werden.
    Trotzdem: Bargeld am Bankautomaten abheben kostet eine saftige Gebühr. Das Abheben bei REWE, DM und Co. funktioniert allerdings NUR mit der girocard und leider nicht mit der VISA Debitkarte.
    Wenn ich nun also keine girocard mehr habe, bleibt mir im Zweifel (wenn ich dringend Bargeld benötige) nur der Gang zum teuren Bankautomat, wo ich mind. 50 Euro auf ein Mal abheben muss.
    Bei DM kann ich ein Kaugummi für 60 Cent kaufen und gleichzeitig kostenlos auch nur 10 Euro abheben – mit der girocard!
    Keine Ahnung, aber irgendwas passt da für mich nicht ganz zusammen.

    • …schauen Sie mal in die Preislisten.
      Oft ist die Barabhebung mit Debitcards (Eurocard/Visacard) an instituts- (oder verbunds-)eigenen Geldautomaten für den Kunden gratis.

      Bei ING auch.

      (Geschäftsbedingungen für das Girokonto, S. 39 – Preis- und Leistungsverzeichnis):
      „VISA Card [Debitkarte]
      Bargeldauszahlungen, an allen Geldautomaten mit VISA Zeichen
      • in Deutschland
      Mindestabhebebetrag 50 €. Liegt der auf dem Konto verfügbare Betrag darunter, können auch niedrigere
      Beträge abgehoben werden.

      kostenlos“

  16. Schön zu sehen wie sich Alle aufregen, wenn Etwas, das bislang kostenlos zur Verfügung gestellt wurde, auf einmal etwas kostet. Ich bin zufriedener Kunde der ING und werde, sobald es möglich ist, die girocard kündigen. Derzeit erscheint bei mir in der App (Android) die Kündigungsmöglichkeit noch nicht. Bargeld kann ich mir auch mit anderen Karten am ATM oder beim Supermarkt beschaffen. Die 50€-Grenze für kostenfreie Bargeldbeschaffung am ATM ist mir ziemlich egal. Mit 50€ Bargeld komme ich relativ lang aus, weil ich fast überall bargeldlos unterwegs bin. Läden bei denen das (noch) nicht funktioniert werden von mir gemieden. Selbst im Hofladen beim örtlichen Bauern kann ich ohne girocard bargeldlos bezahlen. Sollte ich tatsächlich mal in die Bargeldfalle tappen, dann such ich mir einen Bargeldfan der mir aushilft und Paypal nutzt. Dem schick ich dann den Betrag und er bezahlt meine Rechnung in bar. Das hat bei mir sogar schon im Supermarkt funktioniert, weil Kartenzahlung aufgrund einer technische Störung nicht möglich war. Irgendwann wird es hoffentlich auch der letzte Bargeldfan kapieren, dass er ein vollkommen überflüssiges Zahlungsmittel nutzt für das es eine ganze Menge an Alternativen gibt.

  17. Was kostet die Girocard nochmal pro Monat, waren das 10 € oder 1 €. Also wirklich, die 12 € wird doch wohl jeder pro Jahr übrig haben.

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