iFightDepression: 10.000 Nutzer in Deutschland

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Das kostenfreie Online-Programm iFightDepression vermeldet aktuell 10.000 Anwender in Deutschland. iFightDepression ist ein kostenfreies Online-Programm für Menschen mit leichten bis mittelschweren Depressionen ab 15 Jahren. Es unterstützt Betroffene beim eigenständigen Umgang mit den Symptomen einer Depression und gibt Hinweise für den Alltag. Durch Übungen lernen Nutzer zum Beispiel, den Tag zu strukturieren und negative Gedankenkreise zu durchbrechen.

Die Wirksamkeit des Programms wird laut eigener Aussagen als „nachgewiesen angesehen“, hierfür hat man eine randomisierte kontrollierten Studie (Oehler et al., 2020) durchgeführt. iFightDepression ist ein Projekt der European Alliance Against Depression (EAAD). Die Verbreitung in Deutschland erfolgt über die Stiftung Deutsche Depressionshilfe und Suizidprävention.

„Für Menschen in schweren depressiven Krankheitsphasen kann die Nutzung des iFightDepression-Programms jedoch schwierig werden“, so Ulrich Hegerl, Vorsitzender der Stiftung Deutsche Depressionshilfe und Suizidprävention und Professor an der Goethe-Universität Frankfurt/Main. iFightDepression setzt eine ärztliche oder psychotherapeutische Begleitung voraus – denn Studien (Moshe et al., 2021) belegen, dass Online-Programme dann besonders wirksam sind, wenn sie in Kombination mit professioneller Unterstützung angeboten werden.

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Hallo, ich bin Carsten! Ich bin gelernter IT-Systemelektroniker und habe das Blog 2005 gegründet. Baujahr 1977, Dortmunder im Norden, BVB-Fan und Vater eines Sohnes. Auch zu finden bei X, Threads, Facebook, LinkedIn und Instagram.

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6 Kommentare

  1. Der Datenschutz des Onlineprogramms bereitet mir etwas Sorgen:

    „Die anonymen Daten können von den EAAD-PartnerInnen in der europäischen Union ausschließlich für Forschungszwecke gemeinsam genutzt werden.
    Falls die iFightDepression.com Webseite einer anderen Organisation verkauft oder übergeben werden sollte, werden diese Daten an den Käufer übergeben.
    Falls es einen gesetzlichen Zwang geben sollte, die erhaltenen Daten zu teilen, können Daten mit einer dritten Partei geteilt werden.
    Anonymisierte Auszüge aus Rückmeldungen können für die Verbreitung von Information über die Akzeptanz von iFightDepression.com verwendet werden.“

    Weiterhin heißt es:
    „Alle gesammelten Daten auf der Webseite sind anonym und nicht mit IP-Adressen verknüpft, also keine personenbezogenen Daten im Sinne der DSGVO.“
    Kurz danach:
    „Sie haben das Recht, die personenbezogenen Daten, die wir über Sie speichern, zu ändern oder zu löschen. “
    und:
    „Sie haben das Recht Zugang zu Ihren persönlichen Daten, die wir speichern, zu erhalten.“

    Ich frage mich: wie kann man personenbezogene Daten, die keine personenbezogenen Daten sind, löschen? Wenn kein Name gespeichert wird – wie kann man dann (vermutlich nur mit Angabe des Namens) seine persönlichen Daten erhalten?

    Ich will ja nicht paranoid klingen, aber für mich klingt das wie ein Honeypot.

    Zum Nachlesen: https://ifightdepression.com/de/datenschutzerklaerung

    • Wird wahrscheinlich zwischen persönliche zB anmelde/Profil -Daten etc. und Inhalte unterschieden. Dennoch inakzeptabel, schon allein wegen des ersten Abschnitts.

    • Klingt doch eher nach Standardformulierungen aus der DSGVO. Der Webseitenbetreiber kann ja beides besitzen… sowohl persönliche Daten von einem registrierten User (E-Mail-Adresse, Passwort-Hash, etc.) und die anonymisiertien Daten, die aber keinen Bezug mehr zur E-Mail-Adresse oder IP-Adresse haben.
      Falls du dein Recht auf den Erhalt der persönlichen Daten machst, kriegst wahrscheinlich lediglich deine E-Mail Adresse zurück. Weil der Betreiber nicht mehr persönliche Daten über dich kennt.

  2. „dass Online-Programme dann besonders wirksam sind, wenn sie in Kombination mit professioneller Unterstützung angeboten werden.“ Dann sind sie wohl selten „besonders wirksam“. Schließlich ist es so gut wie unmöglich, zeitnah „professionelle Unterstützung“ zu erhalten, wenn man sich nicht gleich einweisen lässt oder lassen will. Einen brauchbaren Psychotherapeuten mit freier Kapazität zu finden, ist ein extremer Glücksfall. Und für einen wirklich depressiven Menschen nicht realistisch durchführbar.

    • Es ist je nach Ort nicht einfach – so wie in Berlin eine Mietwohnung, einen Kindergartenplatz oder einen Bürgeramtstermin zu bekommen, ja. Da es sich aber um ein Angebot für „ab 15 Jahren“ handelt sind (auch) z. B. die Eltern in der Pflicht. Wir haben das in der Familie mit einem Teenager durchgemacht die schon länger in Behandlung war. Als wichtigste Erkenntnis: Schaut auf seine/ihre Freunde – sie können erst richtig herunterziehen und schlechtes Vorbild sein, anstatt aufzubauen.

    • Hilfe könnten da die Terminservicestellen (TSS) der Kassenärztlichen Vereinigungen sein:
      „Wie lange muss ich auf einen Termin warten?

      Maximal fünf Wochen. Bei Akutbehandlung maximal drei Wochen.

      Innerhalb einer Woche muss die 116117 einen Termin vermitteln. Der darf dann höchstens vier Wochen in der Zukunft liegen – bei einer Akutbehandlung maximal zwei Wochen.

      Kann die 116117 keinen fristgerechten Termin bei Vertragspsychotherapeuten oder -ärzten anbieten, muss sie innerhalb einer weiteren Woche einen Termin in einem Krankenhaus oder einer Krankenhausambulanz finden.“
      https://www.116117.de/de/psychotherapie.php

      Praktische Erfahrung mit dem System habe ich nur für einen Facharzttermin sammeln können. Mit dem Vermittlungscode vom Hausarzt registrieren lassen und nach kurzer Zeit einen Rückruf der Kardiologenpraxis mit zeitnahem Termin bekommen.

      Die Ärzte und Psychotherapeuten bekommen diese Leistungen extra vergütet. Vielleicht ein Grund, warum man selbst keinen zeitnahen Termin bekommt, es aber über diesen Weg dann doch klappt.
      https://www.kbv.de/html/terminvermittlung.php

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