Google Stadia: Privatsphäre der Spieler solle gewahrt bleiben

Die Ankündigung des Game-Streaming-Dienstes Google Stadia hat bei euch in den Kommentaren vorwiegend positive Rückmeldungen erhalten. Ihr blickt nach meinem Eindruck größtenteils zuversichtlich auf das Angebot. Allerdings gibt es mittlerweile auch kritische Stimmen von sowohl Gamern als auch Entwicklern. So fürchtet man um die Privatsphäre, denn die Datensammel-Wut von Google ist allseits berüchtigt. Googles Verantwortlicher für Stadia, Phil Harrison, will nun beruhigen.

So wurde die Kritik vor allem laut, nachdem bekannt wurde, dass auf dem Stadia Controller beispielsweise Daten gespeichert werden, die sich auf Kontoinformationen und Nutzergewohnheiten beziehen. Diese Daten sollen offenbar auch auslesbar sein für andere Anwendungen bzw. Google. Gegenüber den Kollegen von GamesIndustry.biz hat sich Harrison nun zu diesem Thema geäußert. Ob man seine Aussagen aber nun beruhigend oder eher besorgniserregend findet, dass muss jeder selbst entscheiden.

Alles ist auf Googles robuster Politik rund um Datenschutz und Privatsphäre aufgebaut. Wir werden unsere Strategie für Stadia da nicht ändern„, so erklärt Harrison. Er ergänzt: „Das Konto, das ihr für Stadia nutzt, setzt auf eurem Google-Konto auf. Aber natürlich wird es auch möglich sein, eine Online-Identität zu nutzen, die sich von der Google-Identität abgrenzt.“ Ein wenig klingt das ähnlich wie die Verfahrensweise, die Google für YouTube nutzt. Dort kann man sich ja auch mit seinem Google-Konto einloggen, aber dennoch unter einem anderen Alias auftreten.

Aktuell wissen wir allerdings immer noch nichts dazu, wie Google Stadia genau monetarisieren möchte. Die meisten Kollegen und auch ich sind der Meinung, dass Google wohl ähnlich wie Nvidia mit GeForce Now vorgehen dürfte. Das würde heißen, man zahlt für den Zugang an sich eine monatliche Gebühr und muss aktuelle Spiele-Blockbuster separat zu festen Preisen erwerben. Ich halte für unwahrscheinlich, dass Google eine Flatrate nutzen könnte, so wie sie Apple etwa für Apple Arcade vorgestellt hat. Apple bietet keine Triple-A-Blockbuster über sein Angebot, während Google Vollpreistitel integrieren möchte, die auch für Gaming-PCs und Konsolen zur Verfügung stehen.

Noch heißt es allerdings abwarten. Google hofft mit Stadia eine Alternative zu Gaming-PCs und Spielekonsolen anzubieten, die den Markt revolutionieren und dedizierte Hardware zum Zocken überflüssig machen soll. Zumindest für Gelegenheitsspieler klingt der Plan durchaus sinnig. Aktuell verbleiben aber eben noch einige Fragezeichen zum Geschäftsmodell, die Google noch vor dem Launch beantworten sollte.

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André Westphal

Hauptberuflich hilfsbereiter Technik-, Games- und Serien-Geek. Nebenbei Doc in Medienpädagogik und Möchtegern-Schriftsteller. Hofft heimlich eines Tages als Ghostbuster sein Geld zu verdienen oder zumindest das erste Proton Pack der Welt zu testen. Mit geheimniskrämerischem Konto auch bei Facebook zu finden. PayPal-Kaffeespende an den Autor.

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2 Kommentare

  1. Ich weiß gar nicht, was ihr habt……der gute Mark aus der Nachbarschaft will doch auch eine Plattform anbieten, wo die Privatsphäre groß geschrieben wird

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