Google Stadia: Plattform für Cloud-Gaming offiziell vorgestellt

Google hat soeben seine neue Plattform für Cloud-Gaming, Stadia, vorgestellt. Den Namen finde ich persönlich recht generisch bzw. unglücklich. „Stadia“, da muss ich an sowas wie „Fiat Stadia“ denken – irgendein beliebiges Auto, das durch eine langweilige Reklame rollt. Ob das Projekt ein Erfolg wird, halte ich auch für fraglich, doch interessant klingt die Technik allemal.

So ist Google Stadia eine Cloud-Gaming-Lösung, die direkt über den Browser Google Chrome funktioniert. Geräteübergreifend, also egal ob am PC, am Smartphone, am Tablet, am Notebook oder am Smart TV – ihr könnt direkt auf Stadia zugreifen. Dabei verspricht Google Game-Streaming in bis zu 8K und mit bis zu 120 fps. Auch 4K-Streams mit HDR und 60 fps hat Google explizit erwähnt. Das klingt natürlich erst einmal fabulös, denn das sind Dinge, die man sich nicht einmal fest von der nächsten Konsolengeneration erhoffen kann.

Was Google nun aber weniger in den Vordergrund rückt: Je höher die Auflösung und je höher die erhoffte Framerate, desto schneller muss eure Internetleitung natürlich sein. Und 4K ist eben auch nicht gleich 4K. Wer beispielsweise einen 4K-Stream von Amazon Prime Video oder Netflix mit einer Ultra HD Blu-ray vergleicht, merkt schnell, dass der Stream eher einer guten Blu-ray gleicht. Das liegt an der erhöhten Kompression bzw. der niedrigeren Datenrate. Für Core-Gamer halte ich Google Stadia daher nur für bedingt interessant.

Doch ist Google Stadia etwas für Gelegenheitszocker? Kann man die vielleicht damit abholen? Meiner Meinung nach wird auch das schwierig, denn für Gelegenheitsspiele, die in der Regel wenig Leistung benötigen, braucht man keine Streaming-Lösung. Derartige Spiele berechnet halt auch ein olles Smartphone, sage ich mal. Stadia visiert also eine sehr spezielle Nische an: Gamer die einerseits Core-Games wie „Assassin’s Creed Odyssey“ zocken möchten und über eine schnelle Interneleitung verfügen, andererseits aber keine Konsole und keinen Gaming-PC anschaffen möchten. Ich behaupte, die Schnittmenge ist da kleiner, als Google vermutet.

Klar, sieht es natürlich mega interessant aus, wenn man an einem PC zockt, wie in der Demo von Google gezeigt, und in sekundenschnelle einfach am Smartphone weiterspielen kann. Auch der vorgestellte Controller sieht gut aus – er wirkt minimalistisch und funktional. Und das ist für einen Controller meiner Meinung nach auch ideal so. Google hebt jedoch hervor, dass der Stadia Controller optional ist. Denn ihr könnt auch eure bereits vorhandenen Controller in Kombination mit Stadia nutzen, so Google.

Für den Stadia Controller sprechen aber ein paar Aspekte: So verbindet sich der Controller laut Google direkt via Wi-Fi mit der Cloud, was den Input Lag offenbar reduzieren soll. Außerdem ist ein Share Button vorhanden, der direkt Inhalte zu YouTube schießen kann. Für den Google Assistant integriert Google ebenfalls direkt am Controller einen Button. Berechnet werden die Spiele eben in der Cloud in Googles Datenzentren rund um den Globus.

Cool ist die Idee, dass ihr etwa ein YouTube-Video zu einem Spiel ansehen könnt – und dann direkt bei YouTube einen Button für den Wechsel zu Stadia finden sollt. Drückt ihr ihn, steigt ihr fast verzögerungsfrei ins Spiel ein. Da sehe ich persönlich jedoch weniger das Potential für komplette Spiele, sondern z. B. für Demos. Ich könne mir vorstellen einen Trailer zu meinetwegen „Devil May Cry 5“ zu sehen, zocke das Spiel dann kurz an – und kaufe es dann eben für die Plattform meiner Wahl. Allerdings gibt es da auch offene Fragen und Risiken: So könnten falsche Eindrücke entstehen, wenn Latenzen und Input Lag dazwischen funken und man über Stadia das Gefühl hätte das Spiel läuft verzögert, an dedizierter Hardware läuft aber alles absolut glatt. Hier muss man eben schauen, wie alles am Ende in der Praxis aussieht.

Der Launch soll noch 2019 stattfinden – einen konkreten Termin nannte Google aber noch nicht. Auch nicht, ob Deutschland direkt mit in der ersten Welle der Regionen mit von der Partie sein wird. Zu vermuten ist das, weil man von „most of Europe“ sprach, aber dennoch bleibt vieles vage. Die zentralen Fragen lauten: Welche Internetgeschwindigkeiten benötigt man für 1080p, 4K, 8K und die erwähnten Frameraten von 60 oder gar 120 fps? Wie teuer soll der ganze Spaß monatlich sein? Welche Spiele werden enthalten sein im Angebot?  Wird es eine Art Flatrate geben wie etwa beim Xbox Game Pass oder muss man Spiele trotzdem separat kaufen – wie etwa teilweise bei GeForce Now? Wenn ja, erhält man dann parallel auch Codes für die regulären PC-Versionen?

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Video-Link: https://youtu.be/AffodEEF4ho

Aktuell ist Google Stadia weiterhin eine tolle Idee und ein spannendes Konzept – das sich aber in der Praxis erst noch beweisen muss. Vieles hört sich spannend an, aber das galt etwa auch für OnLive (*hust*). Funktionieren muss alles in der Praxis und auch die richtige Zielgruppe erreichen. Kann Fiat Google Stadia das schaffen? Ich bin gespannt – was glaubt ihr?

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André Westphal

Hauptberuflich hilfsbereiter Technik-, Games- und Serien-Geek. Nebenbei Doc in Medienpädagogik und Möchtegern-Schriftsteller. Hofft heimlich eines Tages als Ghostbuster sein Geld zu verdienen oder zumindest das erste Proton Pack der Welt zu testen. Mit geheimniskrämerischem Konto auch bei Facebook zu finden. PayPal-Kaffeespende an den Autor.

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60 Kommentare

  1. gibt es schon einen termin für die einstellung des dienstes? auch am 2. april?

  2. Ich suche schon lange eine Konkurrenz-Lösung für Shadow, also Cloud-Streaming aber nicht für Spiele sondern für (anspruchsvolle) PC-Programme. Bisher scheint da Shadow mehr oder weniger ein Monopol zu haben. – Mich wundert es, dass da Microsoft oder auch AWS nichts vergleichbares anbieten. – Oder kennt ihr eine Alternative?

    Oder wer weiß, vielleicht ist das ja Googles One More Thing bei der I/O

    • Dafür macht es Shadow aber eigentlich schon ganz gut für ihr Monopol.. bloß nicht gerade günstig. Aber mit dem Rest bin ich schon sehr zufrieden

    • https://parsecgaming.com

      Nutze ich seit längerer Zeit als Gelegenheitsgamer z. B. in der Mittagspause 🙂

      Parsec ist eigentlich die Software aber mir der Option einen PC aus der Cloud zu mieten (paperspace Infrastruktur). Zahlst nur die Nutzung und halt den Storage.

      • Ui das klingt ja Mega interessant. Ich zocke eigentlich nur mit Freunden auf der Switch würde aber unglaublich gerne anno spielen. Aber nur dafür einen spiele pc anzuschaffen ist eigentlich sehr übertrieben. Ich werde es mal testen. Vielen Dank 🙂

  3. Sonnendeck says:

    kein Preis Model wurde vorgestellt, Keine ISP Kennzahl was der liefern muss um welche Auflösung zu liefern sind, was dann eher nervt das exklusiv Games, nun auch von Google kommen und sie sicherlich erstmal anfangen ähnlich wie ms damals den Markt der aaa Studios leerräumen

  4. Nur mit Chrome ? So baut man natürlich Monopole auf bzw. erweitert sie…für mich schon per Definition ein Grund, es nicht zu nutzen.

  5. André, du bringst da zwei Dinge durcheinander. Warum sollte ein Gelegenheitszocker nicht auch Spiele mit schöner Grafik spielen wollen? Ich kenne genug Spieler, die z.B. auch gerne ein Spiel mit Raytracing spielen wollen. Aber sich nicht gleich immer die teuerste und neueste Raytracing-Grafikkarte von nVidia kaufen wollen.

    Für solche Leute ist Cloud-Game-Streaming ideal.

    Und dank Antialiasing braucht man da auch nicht gleich 4K, das sieht das auch in geringeren Auflösungen gut aus. Gestreamte Videos kann man ja auch in HD oder FullHD genießen, wenn man nicht als Pixelpeeper mit der Lupe vor einem Riesenbildschirm klebt. Es muss ja nicht gleich das theoretische Maximum sein.

    • André Westphal says:

      Anti-Aliasing hat ja nichts mit der Auflösung zu tun bzw. nur bedingt. Du hast bei höheren Auflösungen natürlich generell weniger Probleme mit Kantenflimmern. Aber wer gerne ein detailreiches Bild haben will, bekommt das nicht durch eine gute Kantenglättung – eher das Gegenteil, einige aggressivere Anti-Aliasing-Varianten bügeln das Bild ja auch etwas glatt.

      Und da siehst du schon den Unterschied – so wie natives 4K auch besser aussieht als hochskaliertes – auch wenn es da schon je nach Entwickler große Unterschiede gibt. Etwa ist das hochskalierte „Horizon Zero Dawn“ an der PS4 Pro fast nicht von nativem 4K zu unterscheiden, weil die Lösung von Guerilla Games so gut ist.

      Techniken wie Raytracing hast du aber halt nicht in einem kleinen Indie-Game oder den Spielen, die Gelegenheitsspieler typischerweise spielen möchten – die investieren ja in der Regel nicht 50 Stunden in ein Core-Gam wie AC: Odyssey, sondern spielen mal nebenbei Animal Crossing. Es gibt natürlich Stufen dazwischen und auch eine Zielgruppe für eine Lösung wie Stadia. Ich glaube nur nicht, dass diese so riesig ist – gerade weil man eben auch eine sehr schnelle Leitung brauchen wird, wie ich unterstelle, Und die hat in Deutschland leider nicht jeder. Und wer sie hat und dafür viel Geld löhnt, damit er einwandfrei online zocken kann, der leistet sich halt meistens auch einen Gaming-PC oder eine Konsole.

      Aber ich kann da auch im Unrecht sein, ich finde das Konzept ja auch grundsätzlich interessant. Bisher hat Google nur außer „wird supergeil“ kaum Details genannt – gerade die sind aber entscheidend.

      • Kommt wohl darauf an, welches Spiele-Genre man gerne zockt. Ich spiele gerne Egoshooter, und bei dem Tempo und den Schwenks brauche ich echt kein 4K. Noch nicht mal auf einem großen Bildschirm. Aber es gibt natürlich auch Spiele, bei denen der Hintergrund fast statisch ist und man sich in aller Ruhe die Details ansieht.

        Und was die „Gelegenheitsspieler“ betrifft: Die spielen in meinem Umfeld schon gar keine Indie-Spiele, sondern gelegentlich dann eher so einen AAA-Mainstream-Titel wie Call of Duty usw. Da stimme ich Maverick unten zu.

    • Ich merke, dass du keinen 4K-PC oder Xbox One X zu Hause hast. Viele der heutigen Spiele lieferen soviele Details in den Texturen und Geometrien, dass in 1080p einfach nur Pixelbrei rauskommt. In vielen Multiplayertiteln wird die geringe Auflösung auch zu einem echten Nachteil, da man schwerer Feinde in der Entfernung ausmachen kann.

      4K ist nicht nur für Pixelpeeper sondern absolut notwendig um die heutige grafische Brillianz von Spielen wiedergeben zu können.

  6. Immer wieder erstaunlich bei Meldungen oder Ankündigen zu solchen Game Streaming Diensten, wie die Hardcore Gamer um ihre lieb gewonnene Hardware unterm Schreibtisch oder dem Lowboard fürchten. Leute, niemand nimmt Euch Euer Spielzeug weg, aber Streaming ist die Zukunft, findet Euch damit ab! Und wer sagt, dass ein Gelegenheitszocker ausschließlich oder überhaupt Smartphone-Spiele zockt!? Ich bin Gelegenheitszocker! Als Vater und voll berufstätig geht das nun mal nicht mehr wie noch vor 20 Jahren direkt nach der Schule! Und, bin ich deshalb für ewig verdammt Angry Birds und Candy Crash spielen zu müssen? Vll. möchte ich als Gelegenheitsspieler auch mal ein Triple-A Titel zocken, wenn Zeit da ist aber kein performanter Rechner. Und da ist so etwas wie Google Stadia (ja, den Namen finde ich auch doof) genau das Richtige. Habe mit Geforce Now in der Beta schon letztens Rise of the Tomb Raider durchgespielt, auf nem Surface Go und Xbox Controller, lief hier mit meiner 50Mbit Leitung wunderbar. Alles auf Max und nativer Auflösung!
    Microsoft kommt ja angeblich demnächst mit einer eigenen Streaming-Lösung. Die Frage wird am Ende sein, wer hat das beste Angebot und die beste technische Umsetzung. Bin ich wie bei Geforce Now aktuell noch auf ausgewählte Artikel, die ich selbst erwerben muss, beschränkt oder kann ich wie bei Netflix auf ein komplettes Sortiment zugreifen. Falls letzteres, sind da dann alle Triple-A Titel vorhanden und das sofort. Google hat da mit seiner Lösung zumindest schon einmal den großen Vorteil, dass alles über den Chrome Browser läuft und der eben auf vielen Geräten zur Verfügung steht.

  7. Ich sehe das anders .Mich begeistert die idee total in der Zukunft keine PS oder X Box kaufen zu müssen . Bin da also sehr interessiert was da genau auf uns zukommt

    • Die Spiele laufen auf Servern, deren Architektur Google gemeinsam mit AMD entwickelt hat. Jede GPU soll über eine Leistungsstärke von 10,7 Teraflops verfügen, auf die ein Spiel vollständig zugreifen kann. Zum Vergleich: Die Playstation 4 Pro kommt auf 4,2 Teraflops, die Xbox One X auf rund 6,0 Teraflops – Stadia schafft also mehr als beide Konsolen zusammen! Laut Google verfügt jede GPU über 56 Compute Units.

      Stadia läuft unter Linux und verwendet die Grafik-Schnittstelle Vulkan. Laufzeitumgebungen wie die Unreal Engine, Unity und Cryengine haben ihre Unterstützung zugesagt. Vermutlich fast genauso wichtig wie die Leistungsstärke der Server dürfte aber der Weg von den Rechenzentren zum Endkunden sein, der beim Spielestreaming ein entscheidender Faktor ist. Google hat hier sehr auf seine weltweit stark ausgebaute Infrastruktur verwiesen, die über 7.500 Zugangspunkte in aller Welt bietet.

      Quellen: Golem und Heise.

  8. Stadia ist die grösste Gaming-Sensation seit Jahren. Die Schnittstelle wird kurz nach dem Start in jedem halbwegs ernsthaften Smart-TV als App zu finden sein, da bin ich mir sicher. Konsolen kauft man sich dann nur noch der Exklusiv-Titel wegen. Ich kann es kaum erwarten – und das ist völlig frei von Ironie gemeint.

    • Sehe ich auch so, das wird ein Kracher. Erst wenn man nach dem unmotivierten Artikel von André die ausführlicheren Artikel auf anderen Websites wie Golem oder Heise liest, dann merkt man, was damit alles möglich ist. Am TV reicht schon ein einfacher Chromecast. Oder man spielt einfach am Billig-PC über einen Link in YouTube. Und die dahinter stehende Hardware ist um Längen potenter als jede High-End-Konsole.

      Das wird das Gaming der Zukunft.

  9. Ich glaube auch, dass die Schnittmenge wesentlich größer ist als von Andre angenommen. Ich bin auch seit kurzem Vater und meinen PC nutze ich nur noch in den seltensten Momenten. Hingegen habe ich hier und da immer mal 20 Minuten die ich sinnvoller als mit Angry Birds füllen möchte.

    Und eine Gattung darf man nicht vergessen, der Mitarbeiter der sich gerade im Büro oder in der Nachtisch die Zeit mit Browsergames vertreibt.

  10. Schade, dass man in keinster Weise auf die technischen Details eingegangen ist. Wie ist die Cloud aufgebaut, welche Hardware kommt zum Einsatz, welcher Codec wird verwendet und vor allem welche Maßnahmen hat man unternommen um die Latenzen zu reduzieren?
    Zum Beispiel Geforce Now ist bisher nur für Casual Games geeignet. Ein PUBG, Call of Duty oder Titanfall macht bei der Latenz keinen Spass!

    Ich fürchte, dass hier wird ein Schnellschuss um vor Microsoft mit Game-Streaming am Markt zu sein. Die Technologie ist aber leider lange noch nicht soweit um die Hardware zu Hause ersetzen zu können.

    • Ist doch völlig egal, welcher Codec verwendet wird und welche Hardware Google verwendet. Also echt, die Sorgen möchte ich haben …

      • Natürlich ist es egal wenn man von Technik keine Ahnung hat und ohnehin alles glauben muss was sie einen erzählen.
        Aber mit solchen Fakten ließe sich gut auf das mögliche Erlebnis und Vorraussetzungen schließen. Mit H.264 wäre die Latenz besser aber die nötige Bandbreite wäre größere bei HEVC oder VP9 wäre die Latenz schlechter dafür würde man weniger Bandbreite benötigen.
        Vielleicht setzt aber Google auch einen neuen Codec ein, der auf Spielestreaming optimiert ist.

        Genau deswegen sind technische Details wichtig!

        • Schwätzer.

          • Bitte schreib keine Kommentare wenn du nichts zum Thema beitragen kannst.

            • Das gilt für dich genauso. Einfach ein paar Fachbegriffe einwerfen, die du irgendwo einmal aufgeschnappt hast, gelten nicht als Kommentar. Was verstehst du schon von der Technik, die auf den Google-Servern wütet?

              • Bin jetzt echt kein Spezialist was Videocodierung angeht aber die Codec-Namen und du Funktionsweise dahinter sollten den meisten doch ein Begriff sein.

                Nochmal: Game-Streaming hat ein fundamentales Problem was bisher noch ungelöst ist und das ist die Latenz!
                Jetzt hat entweder Google das Problem gelöst oder zumindest in den Griff bekommen, dann wären aber ein paar technische Details zur Verifizierung ganz nett oder aber sie haben es nicht gelöst und werden eine ähnliche Qualität wie Geforce Now abliefern.
                In diesem Fall wäre es aber keine ernste Alternative zum Heim-PC oder Heim-Konsole.

                Ist doch schön wenn man einen konstruktiven und erklärenden Kommentar ohne Beleidigungen verfassen kann, nicht wahr?

  11. Bin mal gespannt darauf. In-Home-Streaming via Steam oder Nvidia GameStream (in Verbindung mit Moonlight) waren zwar ganz nett, aber leider nicht so flüssig und hübsch, wie ich mir das erhofft hätte. Wäre natürlich super, wenn ich dann künftig nur noch eine gute Leitung bräuchte, um dann aktuelle Spieler in ihrer schönsten grafischen Pracht bewundern zu können – ohne mir eine überteuerte RTX 2080 Ti zu kaufen, die dann ohne Raytracing schon Probleme hat, einige Titel mit 60 fps bei 4k zu packen. Aber wer weiß, was die Kompression dann letzten Endes so übrig lässt – und was überhaupt so damit gezockt werden kann/darf.

  12. Die Ankündigung ist ein knaller und wenn das dahinterlieegende System – wie der Darstellung nach anzunehmen ist – Windows PC ist, stehen vom Start weg hochklassige Titel zur Verfügung. Ich denke auch, die schnittmenge ist wesentlich größer als gedacht. Grade die Hobbygamer mit Zeit im Feierabend und keiner Lust am basteln werden hier voll bedient.

    Wenn es etwas gibt, das den Erfolg verhindern könnte, dann die Tatsache, dass Google in der selbstvermarktung eher schlecht ist und immer recht steril wirkt. Aktuell z. B. gut am eigentlich deutlich überlegenen Google home zu sehen.

    • Wenns halt funktioniert…

      Bisher waren die Latenzen einfach zu groß und das Spielgefühl hat darunter gelitten. Dazu kamen Artefakte durch die Videocodierung gerade bei dunklen Bildern.

  13. Ich war jahrelang Spieler am PC. Wollte immer die bestmögliche Grafik haben, irgendwann wurde ich dann zum Gelegenheitsspieler und Highend-Grafik war mir nicht mehr so wichtig. Seitdem Spiele ich an der Konsole Xbox One S. Habe aber die letzten Monate auch Abstecher über GeForce Now (Streaming von Spielen) gemacht um doch mal wieder PC Spiele zocken zu können und war total begeistert, Vorteile man benötigt keinen Stromfressenden PC, wo man vllt auch die Lüfter hört, sondern kann flüsterleise an einem Lüfterlosen Subnotebook (angeschlossen an einen 24 Zoll Monitor samt Tastatur und Maus) spielen und das in voller Grafikpracht. Es gingen sogar Online Shooter, natürlich gab es da einen geringen Inputlag, aber es war absolut spielbar. Ich finde die Idee dahinter super. Schlussendlich ist die Frage doch was soll es später kosten? Bei Nvidia war mal die Rede dass es Stündlich was kosten soll. Wer weiß wie es bei Google sein wird. Ich wäre jedenfalls nicht bereit da mehr als 30€ im Monat für auszugeben. Man hat ja schon genug Abos wie zbsp. Netflix, Amazon Prime, Xbox Gold, PSN+, Spotify. Ich bin gespannt, Google Haut ja auch gerne mal neue Produkte raus und dann wird es nach 1-2 Jahren wieder von Netz genommen.

  14. Google/Streaming schafft die Konsolen ab, schneller als gedacht. Es wirkt alles ziemlich durchdacht. Bin gespannt wie MS und Sony darauf reagieren. Nintendo hat da noch ein wenig länger Zeit.

    • Noch ist Google die Antwort schuldig wie sie das Latenz-Problem lösen wollen.
      Geforce Now z.B. ist aktuell nichts anderes als eine Backup Lösung wenn man nichts anderes zur Hand hat und kann bei weitem nicht eine Konsolen ersetzen.

    • Sony hat doch schon längst Playstation Now im Angebot und MS plant etwas ähnliches, was redest du?

  15. Abwarten und Tee trinken.
    Bei Google ist vieles durchdacht. So war es bei G+. Da kamen auch ganz schnell Games dazu und waren noch schneller wieder weg. Schon vergessen?
    Mich würde wundern wenn Google was geschafft hat, was Citrix im Business nicht hinbekommt.
    Und warum rechnet hier keiner mal aus, welche Bandbreite man benötigt um 1080p oder gar 4K zu streamen. Video benötigt ja ~25Mibt kann aber Puffern.
    Zum Schluss – das ist nur Vorgeschmack und Platz besetzen (Handtuch auslegen) um den Markt kaputt zu machen (wenn es Scheisse ist)

  16. Heisenberg says:

    Cloud gaming Mist will hier keiner, nicht Mal umsonst!
    Nvidia GeForce now Beta Account liegt hier brach, spielen lieber mit niedrigeren Einstellungen auf unseren PC und lappi, als mit diesen Latenzen und zt matschiegen Bild!
    Die können sich noch Mal melden wenn man die Technik hat mit 1er Ping zum Rechenzentrum und 100% stabiler Stream xD

    • Wir haben Tomb Raider und Batman über GeForce Now gespielt. Funktionierte super, in Full-HD mit 60 fps und ohne spürbare Latenz. Nur weil deine Internet-Leitung nichts kann, musst du hier keinen solchen Radau veranstalten. Andere können, du scheinbar nicht. Dein Pech.

      • Bei mir läuft geforce now, sowohl auf der shield als auch der beta für PC bestens, letzteres macht natürlich eher auf kleinen kisten ala nuc mehr Sinn finde ich oder halt alten Laptops/PCs. Das schöne is noch ein Game bei Steam (odermuplay, werden ja mittlerweile mehrere Dienste unterstützt) kaufen und nicht mal auf dem PC installieren zu müssen sondern über Now zu zocken.
        Einen Tower ins Wohnzimmer zu stellen nur um PC auf dem TV zocken ist für mich auch keine Lösung

        PC Games auf Tablet oder Phone zocken gibts auch schon ne weile, zwar nur über LAN mit eigenem PC, mit steamlink, Für manchen vielleicht interessant, aber ohne angeschlossenes Pad nur mit onscreen geht gar nicht 🙂 Bzw finde ich generell nicht sinvoll, manch anderern vielleicht schon.

        Übrigens klappte bei mir geforce now sogar mit 6 mbit Leitung, zwar nur in 720p aber ging ganz gut für so lahm. Jetzt mit 250 Mbit gibts keinen Unterschiedmehr zwischen Now und gamestream oder steamlink. Da ich nur noch Gelegenheitszocker bin nutze ich tatsächlich öfter Now als meine eigene Kiste anzuwerfen, die auch schon etwas betagter ist, Sehe aber keinen Grund mehr Geld reinzustecken, denn für alltgliches privates arbeiten ala Office Tätigkeiten, surfen etc wird er noch jahrelang halten.

        Zocken halt an der Shield 😉 Für mich optimal. Für Strategiegames geht natürlich nichts über Maus/Tastatur am Schreibtisch. Ok, ginge auch an der Shield, aber beides auf dem niederen Couchtisch oder auf dem Schoß, da tut mir schon der Nacken/Rücken weh wenn ich nur dran denke 😉

        Auch gamestream, also vom eigenen pc auf die shield, hat mich sehr positiv überrascht, da klappt je nach pc den man stehen hat auch 4k 60hz hdr. Ist natrlich aber nicht ganz passend zum streaming Thema.

        Alle in allem was bringt mir Google neues? Läuft doch schon alles ziemlich Top ohne monatliche Kosten.
        Auf shield gibts Free Titel, und ein gekautes Game bei steam kann man sowohl streamen als auch installieren. Für mich eindeutig besser als monatlich, aber vielleicht für Vielzocker interessant. Wobei die wieder eher zum ständig aufgerüsteten Gaming PC samt 1440 Monitor oder gar 4k HDR Monitor (nicht TV’s als Moni, echte Monitore, und die sind scheisse teuer) greifen.

        Ich bin da nicht mehr bereit dazu überall Geld reinzustecken und dann doch kaum zu nutzen.

    • Schwachsinn schreibst Du da, checke Du mal lieber Deine Leitung. Geforce Now läuft hier bestens mit meiner 50Mbit Leitung!

  17. Ich finde es immer wieder interessant wieviele Leute hier über diese Technik jammern. Ich spiele seit 6 Monaten über einen Streaming PC (Shadow Play) fast alle Games in 1080p auf Episch mit 60 FPS.

    Auch Spiele wie Fortnite, Apex Legends, oder League of Legends spiele ich mit einem Ping von 21 – 25ms. Ich verstehe nicht wo da euer Problem ist? Ein Ping von 20ms ist für mich ausreichend und sollte es für 95% der Gamer auch sein. Aber anscheinend ist derzeit auf ALLEN Newsplattformen wo über Cloudgaming geredet wird jeder ein ESL Pro Spieler der seinen Ping von 3-7ms gewohnt ist. Wer hat das bitte in Deutschland? Die ganzen Konsolenzocker sollten eh ruhig sein, den Inputlag den die Controller via Bluetooth und die teils billigen Fernseher haben summieren sich alleine schon auf 20ms.

    Probiert es doch einfach einmal selbst aus, aber nur wenn ihr auch die richtige Leitung habt (ab 50mbit). Ansonsten lasst es bleiben.

    Streaming funktioniert seit Monaten nahezu perfekt für 95% der Spieler. Ich glaube die wenigsten haben das jemals schonmal getestet aber reiten auf der Latenz rum. Traurig!

    • Es geht doch nicht um den Spiele-Ping. Da sind 20-30ms völlig ausreichend.
      Ea geht ja um die Eingabe-Latenz. Diese setzt sich bei einem 60fps-Spiel in der Regel aus der Latenz des Controllers (ca. 1-2ms), der Grafikberechnung (16,7ms) und dem Input-Lag des Fernsehers (ca. 25-40ms) zusammen. Damit kommt man dann auf eine Eingabeverzögerung von ca. 43-59ms je nach Fernseher.
      60ms sind für schnelle Spiele ala APEX Legends oder Call of Duty noch ausreichend, darüber werden die Eingaben schon weniger direkt bis hin zu einer deutlichen Verzögerung der Eingaben.
      Bei einen Ping von 25ms zu den Google Stadia Servern kämen zu den 60ms nochmal 50ms obendrauf (die Daten müssen ja auch wieder zurückkommen) .
      Mit einer Eingabeverzögerung von 110ms kann man aber keinen Multiplayer-Shooter mehr spielen. Selbst ein sehr guter Ping von 10ms würde schon deutlich spürbar sein. Denke erst mit 5ms kommt man in vertretbare Bereiche.

      Also ja die Latenz ist aktuell beim Spiele-Streaming das größte Problem!

  18. Sehr spannend, wie sich hier alle einen auf die Technik… naja lassen wir das, „kommen“ wir auf den Punkt: die Technik hinter der Konsole ist komplett irrelevant und das hat Nintendo in den letzten Jahren immer wieder bewiesen. Positiv und Negativ. Die Wii U war ein super Konzept, aber was hat gefehlt? Genau, die passenden Spiele. Schaut einfach mal auf die Switch, wie sie sich selbst zwei Jahre nach Release noch wie geschnitten Brot verkauft, mit Technik an Bord die ihr nicht mal mit der Kneifzange anfassen wollt, so gammlig ist sie. Aber was hat die Switch? Genau, Spiele! Sie hat Zelda, sie hat Mario, Yoshie, Pokémon, Metroid und und und und …vor allem aber eins: ganz viel Liebe fürs Detail! Was hat Google denn gestern an Games vorstellt? Zwei (!) Spiele, eins davon schon seit Ewigkeiten auf dem Markt und von allen gespielt und ein Doom. Echt jetzt?

    Vielleicht unterhaltet ihr euch mal über das, auf was es bei Videospielen ankommt, nämlich über die SPIELE!

    • So haben die Nokia-User vor einigen Jahren auch mal argumentiert. Nokia hatte auch mal die meisten Apps. 😉

      Du hast wohl übersehen, dass die Entwickler der wichtigsten Spiele-Engines (Unreal, Unity etc) schon bei Google Stadia mit im Boot sind. Außerdem haben jetzt schon rund 100 Drittentwickler ein entsprechendes Devkit erhalten. Ein Vertreter des Entwicklerstudios id Software hat bei der Präsentation gesagt, dass er eine spezielle Stadia-Version von (dem noch auf keiner Plattform fertig produzierten) Doom Eternal innerhalb weniger Wochen portiert hat.

      • Genau, du bist das beste Beispiel für meine Argumentation. Spiele-ENGINE ist nicht gleich Spiel. Ich kann das auch gern nochmal für Xbox und Playstation ausführen, denn dort ist es genauso, die haben einfach ihre Titel wie Halo, GTA, God of War, Uncharted, Metal Gear Solid, Ratchet & Clank, Devil May Cry, Crackdown, Forza, Gran Turismo, FIFA und PES, etc.pp. Ich meine, Google hat nichtmal Fortnite und das ist mittlerweile auf meinem Toaster verfügbar.

        Wer das nicht sieht, ist kein Videospieler, der ist einfach nur ein Technik-Nerd.

        • Und das wird auch so bleiben. Dieses „Internet“ wird sich nie durchsetzen. Und ich hänge auch noch sehr an meiner Atari-Konsole. Hast du auch noch so viele VHS-Cassetten? YouTube, Spotify und Netflix sind ja nur was für Technik-Nerds. 😉

          • Erkläre mir doch bitte, warum keine Spiele vorgestellt wurden?
            Das muss doch ein Grund haben? Ich meine wir reden doch über eine Spielekonsole, oder?

            • Nochmal: du hast nicht verstanden, dass das keine Consumer Electronics Show war, sondern eine Entwicklerkonferenz (Game Developers Conference). Das Produkt wird noch nicht an Endkunden verkauft.

              • Achso, stimmt, wäre auch Quatsch auf einer Spiele Entwickler Konferenz etwas über Spiele zu erzählen, die für die entsprechende Plattform in Entwicklung oder vll sogar schon verfügbar sind. Du hast recht, das war mein großer Denkfehler.

                (Oh Gott, was wäre los, wenn Microsoft, Sony oder Nintendo nur eine Konsole ohne Spiele vorgestellt hätte *augenroll)

                Nein, ernsthaft, mein tatsächlicher Fehler ist, dass ich nicht dran gedacht habe, dass wir hier in einem Technik-Blog sind und nicht auf einem Gaming-Blog. *kkthxbye

                • Du hast die Präsentation offensichtlich noch nicht mal gesehen. Da scherzte ein Google-Mitarbeiter, dass man für die Demo extra den billigsten verfügbaren Rechner gekauft habe, auf dem das eigentlich anspruchsvolle Assassin’s Creed Odyssey trotzdem in voller Grafikpracht lief.

                  Aber streichle ruhig weiter deine alte Konsole, du hast ja schließlich auch das Geld für die Hardware ausgegeben. 😉

      • Achja und wenn der Google Typ, sich auf die Bühne stellt und sagt, er selbst ist kein Gamer, dann hat er schon alles gesagt was nötig ist. Eine Spielekonsole ohne Spiele vorzustellen, auf so eine Idee kommt eben nur Google.

        • @SaulG, du hast nicht verstanden, dass das keine Consumer Electronics Show war, sondern eine Entwicklerkonferenz (Game Developers Conference). Das Produkt wird noch nicht verkauft. Keine Panik. 😉

  19. Achja und wenn der Google Typ, sich auf die Bühne stellt und sagt, er selbst ist kein Gamer, dann hat er schon alles gesagt was nötig ist. Eine Spielekonsole ohne Spiele vorzustellen, auf so eine Idee kommt eben nur Google.

  20. Das hier haben sie bei der Vorstellung natürlich nicht erwähnt:

    „Highspeed-Internetverbindung erforderlich“

    „Die Wiedergabe mit 4K HDR bei 60 fps ist von der Bandbreite abhängig. Das Spielerlebnis kann je nach Qualität der Internetverbindung variieren.“

    Auch nachzulesen hier:
    https://store.google.com/magazine/stadia

    Natürlich keine Information, über welche Bandbreite hier gesprochen wird.
    Interessant auch, dass im Video der Vergleich zu den Konsolen gezogen wurde.

  21. Das hier haben sie bei der Vorstellung natürlich nicht erwähnt:

    „Highspeed-Internetverbindung erforderlich“

    „Die Wiedergabe mit 4K HDR bei 60 fps ist von der Bandbreite abhängig. Das Spielerlebnis kann je nach Qualität der Internetverbindung variieren.“

    Auch nachzulesen hier:
    https://store.google.com/magazine/stadia

    Natürlich keine Information, über welche Bandbreite hier gesprochen wird.
    Interessant auch, dass im Video der Vergleich zu den Konsolen gezogen wurde.

    Weiter oben schreibt Jemand, dass 60ms Input Lag noch zum Spielen reichen… naja, versucht das mal mit nem Flipperspiel, das kann man vergessen.

  22. Dieter Gramm says:

    Ich nutze schon seit Monaten die Beta von GeForce Nie auf einem Nvidia Shield.
    Ich habe verschiedene Spiele von Steam darüber installiert und es läuft alles wunderbar. Ich bin einfach begeistert von der idee.
    Kein Ärger mehr mit Windows und Treibern..

  23. André Westphal says:

    Letzten Endes wird der Erfolg von Stadia auch ganz stark von dem Preismodell abhängen. Ich vermute, dass man es so machen wird wie Nvidia: Für Stadia fällt eine grundsätzliche Gebühr an, um die Kosten zu decken. Dafür bekommen Abonnenten den Zugang und Zugang auf ältere Games und vermutlich auch die Exklusivtitel von Google. Neue Titel müssen aber separat gekauft werden zu den normalen Spielepreisen von 50-60 Euro.

    Und da werden dann nämlich die meisten Gelegenheitsspieler, die jetzt jubeln, auch wieder abspringen: „Was, so teuer? Ich dachte ich hätte alles in einer Flatrate…Ne, das ist ja wieder nix, „Angry Birds“ kostet doch auch nichts und ich muss kein Abonnement bezahlen!“

    Dann kommt hinzu:
    – Bei Stadia kann ich einmal durchgezockte Spiele nicht wieder verkaufen, wenn ich sie durch habe.
    – Ich muss mit dem Risiko leben, dass Spiele aus dem Angebot wieder herausfallen oder Google den Dienst einstellt – wäre bei Google keine Überraschung, das macht das Unternehmen generell ja ganz gerne mal
    – Ich brauche eine sehr schnelle Internetverbindung, um Stadia überhaupt sinnig nutzen zu können.
    – Es bleibt die Frage, was die höchsten Qualitätseinstellungen und all die tolle Hardware zur Berechnung bei Google nutzt, wenn ein stark komprimiertes Bild bei mir ankommt. Der Sweet Spot sind da kleine Bildschirme auf Notebook-Größe, nicht aber größere Monitore oder gar TVs.

    Das heißt alles nicht, dass Stadia deswegen untergehen wird, aber Google muss noch viele Fragen beantworten und zeigen, dass die Sache rund läuft – bisher haben sie nur gesagt „Das wird mega-geil!“ ohne wirklich viel zu zeigen. Denn neben Google müssen auch die Publisher und Entwickler mitspielen – da weiß man ja noch gar nichts zu.

    • @Andre: Reine Spekulation deinerseits. 😉 Genau so gut könnte es sein, dass sie es so ähnlich machen wie bei Google Play Movies: Keine Grundgebühr, wahlweise eine geringe Mietgebühr für Leihfilme oder wahlweise ein Festpreis für Kauffilme (dann dauerhaft). Oder kostenlose Spiele mit In-App-Käufen wie bei Apps. Oder von allem etwas, je nach Spiel.
      Wir werden sehen.

      Und bei Steam oder Epic kannst du auch keine durchgezockten Spiele weiter verkaufen. Und hast zusätzlich noch die Kosten für die Gaming-Hardware, das waren bei mir schon tausende Euro über die letzten Jahrzehnte. Allein schon für Grafikkarten…

      • André Westphal says:

        Klar, zu Stadia ist ja aktuell auch so gut wie alles Spekulation, weil Google eben kaum was Handfestes gesagt hat. Aber meine Annahmen sind recht wahrscheinlich: Publisher wie Electronic Arts, Activision, Square-Enix würden ihre eigenen Neuerscheinungen entwerten, wenn sie jene bei Google in eine Flatrate packen würden. Außerdem würden Microsoft und Sony dann Sturm laufen und auf die ist man angewiesen. Finanziell ergäbe das aber eben auch keinen Sinn, man will ja mit den Games Geld verdienen.

        Entsprechend: Ältere Games dürften genau wie bei GamePass hineinwandern, neuere aber weiterhin separat gegen Obolus zu haben sein. Und das ist dann so eine Sache, ob viele daran Interesse haben – der Fall GeForce Now zeigte bisher: „eher nicht“.

        Neu ist bei Stadia im Wesentlichen, dass man die Spiele nicht wie bei GeForce Now nur an Shield oder PCs streamen kann, sondern auch an mobilen Endgeräten oder Chromecast z. B. Da kann ich aber nur schwer einschätzen, ob das am Ende ein Gimmick ist nach dem Motto „Cooles Konzept!!!“, das aber am Ende keiner regelmäßig nutzt, oder ob es da wirklich Leute gibt, die ein Red Dead Redemption 2 auf Dauer am Phone zocken möchten. Das wird sich dann aber ergeben.

        Ich vergleiche Stadia da übrigens auch weniger mit Steam und Co., sondern eher mit Konsolen – PC-Gamer mit hohen Ansprüchen, für die ist Stadia eh indiskutabel. Eher kann man damit die Gamer anvisieren, die technisch nicht so hohe Ansprüche haben. Du kriegst mit sowas wie Stadia aber keinen PC-Zocker, der auf Qualität und Freiraum (Mods, INI-Tweaks, etc.) Wert legt. Eher konkurriert man da mit den Spielekonsolen. Und da spielt der Gebrauchtmarkt eine große Rolle – ich erinnere an „Xbox 180“, was Microsoft da an Gebashe abbekam.

        Und das mit den In-App-Käufen wäre ja enormer Zusatzaufwand: Auf PS4, Xbox One und Co. erscheint das Game dann „normal“ und bei Stadia vollgestopft mit noch mehr Mikrotransaktionen? Die Presse kann man sich schon denken und den Unmut der Community.

        Ich sage nicht, dass Stadia gar nix wird, aber ich sehe da weder eine große Revolution, noch die Zukunft des Marktes – eher eine Erweiterung auf eine bestimmte Zielgruppe. Aber ob die das ganze am Ende annimmt oder lieber am Phone oder gegebenenfalls einer Konsole zockt, muss sich halt zeigen. Google verpackt im Grunde GeForce Now nun vielseitiger und besser und steckt mehr Aufwand rein. Ist am Ende ja auch alles nichts schlechtes – ich werde mir auch anschauen, wie es sich entwickelt.

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