Google Play Store und Apple App Store: Spiele dominieren die Umsätze

Nach den beeindruckenden Zahlen von Apples App Store und Googles Play Store, die zusammen seit Einführung bei satten 98 Milliarden Downloads stehen, gibt es auch Zahlen zu den erfolgreichsten Apps in den beiden Stores. Nimmt man beide Stores zusammen, entfallen 40% der Downloads auf Spiele.

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Ein nicht ganz unwichtiger Aspekt in diesem Zusammenhang ist der Rückgang der Ausgaben bei Spielen für Handheld-Konsolen, wie Nintendo 3DS und PS Vita. Spieler gaben im Vergleich zum vierten Quartal 2012 ungefähr nur noch die Hälfte aus. Das könnte an einem starken Weihnachtsgeschäft liegen, oder eben daran, dass sich Smartphones und Tablets immer mehr als Spielekonsolen etablieren.

[werbung] Zuwächse gab es sowohl bei Apple, als auch bei Google. Die Analysten von App Annie gehen davon aus, dass Google mit Spielen die Ausgaben von Konsolen-Spielern im nächsten Quartal übertreffen wird. Unangefochtener Platzhirsch ist aber Apple.

Und jetzt kommt es hart für alle Freemium-Nörgler. Die fünf Spiele unter iOS mit dem größten Umsatz sind allesamt Freemium-Titel. Also Spiele, die man zwar kostenlos spielen kann, die sich allerdings über In-App-Käufe finanzieren. Auf dem ersten Platz rangiert das hierzulande weniger bekannte Puzzle & Dragons, gefolgt von Clash of Clans, Candy Crush Saga, Hay Day und The Simpsons: Tapped Out. Die fünf erfolgreichsten Android Spiele in Sachen Umsatz waren Puzzle & Dragons, Everybody Cha Cha Cha, Windrunner, Candy Crush Saga und Million Arthur. Vermutlich sind dies ebenfalls alles Freemium-Titel, leider konnte ich nicht alle im Play Store finden, um da sicher zu sein.

Wie man in der Grafik oben deutlich erkennen kann, legte der Google Play Store am kräftigsten zu. Aber auch das Wachstum vom ohnehin schon starken Apple App Store ist durchaus als gut einzustufen. Gaming ist anscheinend ein größeres Thema, als vielen lieb ist. Zumindest liest man das oft aus Kommentaren heraus, wenn wir einmal wieder ein Spiel vorstellen. Findet Euch besser damit ab, es wird die nächsten Monate sicher nicht weniger werden.

Spannend wird es noch sein, wie sich die Android-Konsolen OUYA, Game-Stick und Gamepop auf die Umsätze im Play Store auswirken werden. Es ist momentan noch relativ schwer einzuschätzen, ob sich diese auf Dauer durchsetzen können und von der breiten Masse genutzt werden.

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Sascha Ostermaier

Technik-Freund und App-Fan. In den späten 70ern des letzten Jahrtausends geboren und somit viele technische Fortschritte live miterlebt. Vater der weltbesten Tochter (wie wohl jeder Vater) und Immer-Noch-Nicht-Ehemann der besten Frau der Welt. Außerdem zu finden bei Twitter (privater Account mit nicht immer sinnbehafteten Inhalten) und Instagram. PayPal-Kaffeespende an den Autor.

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4 Kommentare

  1. Ich war ja Anfangs auch In-App Käufen bei Spielen sehr kritisch gegenüber eingestellt, aber mittlerweile habe ich da auch schon einiges an Geld gelassen.
    Bei meinem aktuell am meisten gespielten Spiel Banana Kong habe ich mittlerweile für etwa 10 Euro schon virtuelle Bananen gekauft (jetzt ist aber auch mal so langsam gut) um meine Spielfigur aufzubessern.
    Auf der einen Seite sicher ein bisschen irrwitzig, ich schüttele da manchmal selbst über mich ein bisschen den Kopf, aber auf der anderen Seite was solls?
    Ich meine solange einem ein solches Spiel richtig Spaß macht ist es doch letztendlich egal ob man jetzt 5 oder 10 Euro für das Spiel selbst gezahlt hat, oder es so gestaltet ist, dass man das Spiel selbst für einen sehr, sehr kleinen Betrag bekommt und man sich halt Vorteile im Spiel schneller „erspielen“ kann indem man ein bisschen Geld ausgibt. Die Entwickler wollen schließlich auch von etwas leben.
    Und solange das ganze fair gestaltet ist, habe ich damit keine Probleme.

    Es ist sowieso ein „Witz“ wenn man bedenkt was früher Spiele gekostet haben und welche enorm hochwertigen Spiele man mittlerweile für unter 1 Euro für die mobilen Plattformen bekommt.

    Vor dem Hintergrund wundert es mich auch überhaupt nicht, dass mobile reine Spielekonsolen einen derartigen Umsatzeinbruch im Moment hinnehmen müssen. Dieser wird auch noch sehr viel deutlicher in Zukunft ausfallen. Ich bin letztens bald umgefallen als ich gesehen habe welche Wucherpreise (im Vergleich zu dem Preisniveau in den App-Stores) ernsthaft für die Spiele verlangt werden. Da überrascht es wirklich nicht, dass die Dinger immer weniger gekauft werden.

  2. Ich für meinen Teil würde gerne alle Spiele aus dem Shop herausfiltern können, mich stören die nur beim erkunden von „richtigen“ Apps. Naja, der Erfolg gibt ihnen recht, es gibt also keinen Grund, denn Playstore (Ha, der Name ist Programm) von Spielen zu befreien, schade eigentlich.

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