Google-Mitarbeiter zeigt öffentlich, wie schlecht Nest-Rauchmelder funktionieren

Als Google im vergangenen Jahr Nest aufkaufte, hätte man sicherlich nicht gedacht, dass sich die eigenen Mitarbeiter einmal öffentlich gegen das Produkt stellen würden. Ein Google-Mitarbeiter namens Brad Fitzpatrick zeigt nun in seinen eigenen vier Wänden, wie fehlerhaft der Nest-Rauchmelder eigentlich ist.

nestprotect

Einige kennen Nest sicherlich nur als Hersteller eines Smart-Thermostats, das damals von Ex-iPod-Erfinder Tony Fadell designed wurde. Doch Nest hat noch ein zweites Produkt, den „Nest Protect“, den Caschy bereits vor einiger Zeit im Test hatte. Doch was Fitzpatrick in seinem sechsminütigen Video zeigt, ist Caschy damals wohl eher nicht passiert.

Offenbar haben Fitzpatricks in Reihe geschaltete Nest-Rauchmelder mitten in der Nacht zu Piepen angefangen, obwohl sich im Haus weder Rauch noch Kohlenmonoxid gebildet hat. Eine Fehlfunktion dieser Art darf an sich eigentlich nicht vorkommen, doch was viel schlimmer für Fitzpatrick (insbesondere für seine Nerven) war, ist, dass er die Rauchmelder nicht mehr deaktivieren konnte.

Während andere Rauchmelder mit einem physischen Knopf an der Unterseite zum verstummen gebracht werden können, reicht es beim Nest Protect eigentlich, unter dem Rauchmelder mit den Händen zu winken, da sich hier spezielle Sensoren befinden. Doch diese wollten einfach nicht reagieren. Er sah sich schließlich genötigt, jeden einzelnen Rauchmelder abzunehmen und die Batterien zu entfernen, um dem Pfeifforchester ein Ende zu machen.

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Video-Link: http://youtu.be/BpsMkLaEiOY

Als ob der öffentlich gemachte Fauxpas nicht schon schlimm genug für das nun zum eigenen Portfolio gehörenden Produkt wäre, wendet sich Fitzpatrick auch noch über seinen Google+-Account an die Menschen und erklärt, dass die Nest-Rauchmelder wohl häufiger zu Fehlermeldungen tendieren und Falschalarm auslösen würden. Das Ganze nimmt wohl solche Ausmaße an, dass Fitzpatrick zusätzlich Sicherheitskameras zuhause installieren musste, um zunächst zu checken, ob tatsächlich ein Feuer zuhause ausgebrochen ist. Andernfalls müsste er jedes Mal alles stehen und liegen lassen und nach Hause eilen, um dies manuell zu prüfen. Wie sich herausstellte, war bei keinem Alarm des Nest Protect ein Feuer oder Rauchbildung jeglicher Art auszumachen. Fitzpatrick bezeichnet Nests Rauchmelder nur noch als „unhushable pieces of crap.“

(Quelle: geek.com)

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30 Kommentare

  1. Das Video… leider geil 😀

  2. Feine Video. Aber war doch irgendwie klar das die nicht so gut aussehen.
    Diese Rauchmelder kommen bei mir wieder in die Kategorie, je besser das Ding aussieht desto schlechter die Funktion.

  3. Haha wie er den Kühlbehälter in die Kühlbox packt und mit einem Tritt das ganze in die Ecke befördert xD

  4. „und die Batterien zu entfernen, um dem Pfeifforchester ein Ende zu machen.”

    Wo nimmst du diese Information her?
    Für mich sieht das eher so aus, als ob die Geräte keine herausnehmbaren Batterien besitzen, was auch der Grund sein dürfte, warum er die Geräte in zwei Kühlboxen verstaut.

  5. commandertom66 says:

    Nach offizieller Seite von Nest (https://nest.com/support/article/What-types-of-alarms-can-I-silence) kann der Alarm aufgrund gesetzlicher Bestimmungen nicht mehr deaktiviert werden, wenn eine gewisse Rauchmengenkonzentration überschritten ist. Es war also keine Fehlfunktion von Nest, dass der Alarm nicht mehr abgestellt werden konnte, sondern ist wohl so vorgesehen, weil es wohl in USA so gesetzlich vorgeschrieben ist.

    Warum allerdings diese angeblich hohe Rauchmenge vom Rauchmelder delektiert wurde, dies sollte überprüft werden, dies scheint mir in der Tat eine unpassende Fehlfunktion zu sein.

  6. Hört sich in etwa so an wie bei einer großen Burgerkette^^

  7. Gut das uns Bayern (ab 2018) der Niedersachse bereits ab 2016 aus eigener Erfahrung informiert über diese technische Pflichtinstalation inkl. Apps, Swatches, Tools, …. 🙂

  8. Leider ist das ein vollkommen „normales“ Fehlverhalten von SmartHome vernetzten Rauchmeldern. Kabel vernetzte oder vernetzte ohne SmartHome Funktion haben das Problem nicht. Aber kein Hersteller findet den Fehler oder gibt ihn zu.

  9. Das ist kein „normales Fehlverhalten“, sondern einfach ein sehr (zu) empfindlich eingestellter Sensor/niedrig eingestellter Grenzwert. Also kein „Fehlverhalten“, sondern absolut korrekt. Will einer, dass sein Rauchmelder erst mal über Leben und Tod abwägt?

  10. „[…] hätte man sicherlich nicht gedacht, dass sich die eigenen Mitarbeiter einmal öffentlich gegen das Produkt stellen würden.“

    Ja, wieso denn nicht? Weil bei Google alles heilig ist oder wie? Nest ist ja zudem eine zugekaufte Sparte und auch sonst gibt es da keinen Maulkorb. So ein schlechter Aufmacher …

  11. In der Art gab es schon einige Videos. Bisher liest und sieht man über Nest Produkte im Allgemeinen sehr viele ernüchternde und negative Erfahrungen. Design ist halt nicht alles, was aber damals leider zu einem völlig überzogenen Hype führte.
    Meiner Meinung nach hat Samsung mit SmartThings das deutlich kompetentere Team und Produkt gekauft als Google mit Nest.

  12. Die Funktion meiner Rauchwarner ist, bei einem Brand die im Haus befindlichen Personen sicher zu warnen.
    Ich nutze die sicher nicht, um im Falle eines Falles nach Hause zu fahren, um dem Haus beim Abbrennen zuzusehen.

  13. Google gehts ja auch nicht um Rauchmelder – sondern ums ausspionieren!

    Wenn bei Dir heute der Nest-Rauchmelder zu lange Alarm macht, bekommen Deine Verwandten morgen online nur noch Anzeigen von lokalen Beerdigungsinstituten angezeigt! Und mit jedem Klick verdient Google ein paar Euro-Groschen….

    Darum gehts bei Google!

    Und das alles ohne „Evil“ gewesen zu sein, denn für das Feuer ist Google ja nicht verantwortlich!

  14. @Marian
    Die Grenzwerte _müssen_ sinnvoll gewählt sein, sonst geht der Zweck von einem Rauchmelder vollkommen verloren. Wenn das Ding so oft einen Fehlalarm produziert, dass mein erster Gedanke bei einem Alarm die Frage ist „Ist das jetzt ein echter Alarm oder nicht?“ dann ist das Gerät vollkommen nutzlos.
    Meine normalen Rauchmelder die ich im Einsatz habe sind durchaus auch „empfindlich“, sie lösen z.B. auch mal aus wenn Burger gebraten werden, aber dann ist wenigstens ein tatsächlicher Rauch im Raum vorhanden.

  15. Das ist schon Krass: Wenn man diese NEST Rauchmelder nicht mehr ausschalten und auch nicht die Batterie wechseln kann und dann durch 1ne Fehlfunktion diese Dinger Schrott sind!

    Hier sind dann wegen einer Fehlfunktion ca. 600 Euro für die Mülltone? Es sind Einweg-Rauchmelder mit eingebauter Fehlfunktion 🙂

    Habe selten so lachen müssen (der arme Kerl), da ich die Rauchmelder wahrscheinlich mit einem Hammer zerstört hätte, aber zum Glück hat er genügend Thermo- & Akustik-Behälter sofort zur Hand 🙂

  16. Der Titel hätte lauten müssen:
    „Bald-Ex-Google-Mitarbeiter zeigt öffentlich, wie schlecht Nest-Rauchmelder funktionieren.“ 😀

  17. Jetzt stell ich mir vor ich hätte solche „wundervollen Momente“ mit diesen (stark gehypten) Rauchmeldern gehabt… zum wahnsinnig werden. Und dann sind die ja noch nicht mal angemessen günstig.

  18. Ich würde die Kühlbox mit den Dingern nehmen zur Arbeit fahren, und sagen nehmt den Sch… zurück ^^

  19. @elknipso
    Im Gegensatz zu deinem normalen Rauchmelder kann man hier so was aber auch per OTA-Update korrigieren. Ich frage mich zwar, warum das bisher noch nicht passierte, aber gut…

  20. Wen interessiert schon die Funktion bei einem Lifestyleprodukt? 😉

  21. Normale Rauchmelder (verschiedene Fabrikate) geben auch ab und zu Fehlalarme ab. Bei mir im Haus ist auch schon 2-3 mal Nachts die Hölle ausgebrochen… 😉 So wach warst Du noch nie! Vor allem wenn es der Rauchmelder im Wohnzimmer (Kaminofen) ist! Lieber ein Fehlalarm zuviel als mal kein Alarm im Brandfall oder gar kein Rauchmelder…

  22. interessant, wie viele davon er installiert hat. ein mitarbeiter-kauf-programm?

  23. @alex: Ein Rauchmelder alleine wäre ja auch Bullshit.

  24. Ich kenne Rauchmelder nicht anders – Dieser Button war dazu da den Alarm zu testen (jedenfalls bei unseren) für die regelmäßigen Fehlalarme die wir so haben (also nicht beim Nest), müssen wir immer Akku rausnehmen

  25. Ich mache Qualitäts- und Funktionstests bei einem Hersteller von u.a. Rauchmeldeanlagen für die Hochseeschifffahrt. Wir vernetzen die Dinger auch digital über einen Bus, ist nur alles etwas teurer und trotz eher rustikaler Elektronik evtl. ausgereifter 😉
    Bei der simplen Rauchdetektierung kommt es über kurz oder lang zu Problemen durch Verschmutzung der Sensorik (langsam durch Partikel in der Luft, ganz schnell bei z,B. staubigen Renovierungsarbeiten, Aerosolen in der Luft…). Dann kommt es darauf an wie gut der auswertende Algorithmus dies erkennt und kompensieren kann. Unsere Systeme diagnostizieren sich selber und fordern die Anwender bei Über/Unterschreitung gewisser Schwellenwerte zum Austausch oder Reinigungsvorgängen auf. Andere melden irgendwann wild ab und zu los oder gar nicht mehr 🙂

  26. @Marian:
    genau, und mit jeder Möglichkeit von OTA-Updates schaffe ich eine neue Fehlerquelle bzw. ein mögliches Einfallstor, sieh auch offenen Industriesteuerungen, vaiilant-Heizungen (oder vissmann?) sowie die BMW-Geschichte. Das kann bei den altmodischen „offline-Meldern“ nicht passieren.
    Aber Hauptsache vernetzt und per App steuerbar, das sind die Argumente, die heutzutage zählen, Sicherheit und Zuverlässigkeit – da müssen einige wohl noch dran basteln, ist aber wohl auch nicht wirklich noch gefragt. 😉

  27. Erinnert mich an die Alarmanlage von Nachbarn früher. Was sind wir nachts aufgestanden weil die mal wieder los ist. Entweder von alleine oder weil irgendwer die Tür falsch zugemacht hat.
    Bei x-ten Fehlarm wünschet man sich, dass irgendwann mal ein Killer kommt und alle auslöscht 🙂

  28. Mit Bluetooth ist alles besser 🙂 Pennys Blütenträume für Männer.

  29. Das gute Stück sieht ja wirklich sehr ansprechend aus. Wenn jetzt noch die Qualtität der Funktion stimmen würde… 😉 Aber im Ernst: Das Problem mit der Datenübermittlung bezüglich der Melderaktivitäten ist erschreckend und ein weiterer Schritt zum gläserenen Kunden. Ich würde das gute Stück bei mir nicht einsetzen.

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