Nest Protect: ein Blick auf den smarten Rauchmelder

12. September 2014 Kategorie: Hardware, geschrieben von: caschy

Den Rauchmelder Nest Protect kennen viele erst, seit die Firma von Google gekauft wurde. 3,2 Milliarden US-Dollar – umgerechnet 3,2 Instagrams, ließ sich Google die Firma im Januar 2014 kosten. Neben Rauchmeldern hat Nest noch einen Thermostaten im Angebot, wer auf Optik Wert legt, der hat definitiv die richtige Wahl getroffen.2014-09-12 17.55.18

Jüngst erst hatte man seitens Nest bekannt gegeben, dass man nun auch in der EU auftritt – Deutschland ist bislang nicht dabei. Doch man kann die Rauchmelder auch bei Amazon in Deutschland kaufen, doch sollte man überlegen, ob man das Geld ausgeben will. Jau, Rauchmelder sind ein Pflichtprogramm, allerdings auch günstiger als Nest zu haben.

Nest kostet 99 Dollar, der Elektriker ums Eck verkauft in der Range von 16 bis 60 Euro – diese zwar nicht ganz so smart, dafür günstiger und funktional. Nest wird mit einer Anleitung geliefert, die Einrichtung erfolgt per Android- oder iOS-App. Bislang nur in englischer Sprache, dennoch einfach zu verstehen.

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Wer jetzt an den Himmel auf Erden für Freaks denkt, der ist schief gewickelt. It just works – so das Motto. Kein Wunder, Ex-Apple-Mitarbeiter Tony Fadell gründete das Unternehmen mit. So kann ich also nur wenig über das unkomplizierte Setup erzählen. App installieren, Konto anlegen – fertig.

Letzten Endes muss der Nest Rauchmelder ins Netz gebracht werden und eben jenes kann man mit dem Smartphone erledigen. Hierfür loggt man sich mittels WLAN auf dem Gerät ein und teilt mit, mit welchem Drahtlos-WLAN er sich verbinden soll. Die Autorisierung ist easy, man kann ganz einfach den QR Code hinten auf dem Nest Protect scannen.

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Und dann? Dann legt man fest, wo der Nest Protect seinen Dienst verrichtet. Hierfür gibt es diverse Raumnamen, die vordefiniert sind, aber auch eigene Räume lassen sich erstellen. Je nach Raum kann Nest Protect als Nachtlicht dienen, wenn es Bewegungen mitbekommt. Optional einstellbar, sicherlich sollte man Nest nicht als Bewegungsmelder mit Licht im Flur missbrauchen, da sonst die Batterielaufzeit (sechs sind verbaut und im Lieferumfang enthalten) verkürzt wird.

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Diese wird auf dem Gerät mit bis zu sieben Jahren angegeben, fünf Jahre sollen wohl der Durchschnitt sein. Ansonsten ist alles recht marginal gehalten. Nest redet auf Wunsch in englischer Sprache (nette weibliche Stimme), gibt Informationen aus und lädt zum Test ein. Nest ist auch ausserhalb der eigenen vier Wände erreichbar, ein Zugang via Browser oder App erledigt dies.

Via App lassen sich Notfallnummern hinterlegen und natürlich weitere Detektoren hinzufügen – Nest zeigt an, wo was los ist. Nest gibt Alarm per App und natürlich auch per Sound, zudem signalisiert ein gelbes oder rotes Licht, dass etwas nicht stimmt. Neben dem Rauch wird auch Kohlenmonoxid gemessen, dies wird ebenfalls am Rauchmelder oder in der App visualisiert.

Hat man mehrere Geräte, so lassen sich diese miteinander verbinden, sodass überall ein Alarm ausgelöst wird – übrigens kein Nest-Feature, sondern auch schon bei günstigen (aber weniger smarten) Rauchmeldern möglich. Nest ist smart, Nest ist so, wie ich mir gute Smart Home Hardware vorstelle, die mit der Cloud verbunden ist.

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Das Ganze bekommt jeder einfach hin, die Funktionen wurden quasi auf ein Maximum reduziert (ja, genau so). Man bekommt alles, was man braucht – wird aber nicht verwirrt. Ich würde mir wirklich mehrere in die Bude hängen, denn Nest bringt mir Informationen über den Farbring oder Sprachausgabe ohne Smartphone, oder ich frage per Smartphone von überall her ab. Das Design finde ich gelungen, doch es gibt eine Sache, die wird wahrscheinlich den Großteil abschrecken – der Preis.

Mit 99 Dollar ist Nest für einen Rauchmelder einfach teuer. Da ist kaum jemand gewillt, für die smarten Funktionen hinzulegen, zumal Rauchmelder mit ihren Sensoren kein Leben halten, sondern in Deutschland meines Wissens nach 10 Jahren ausgetauscht werden müssen – und Nest spricht von sieben Jahren. Ist wohl ein Unterschied, ob ich das Ding einmalig für mein Wohnklo mit Küche kaufe (ich hatte damals ne extrem kleine Bude) – oder eben gleich fünft Stück für das Haus.

Noch ist Nest offiziell nicht in Deutschland verfügbar, neulich war Nest für 127 Euro via Amazon zu haben, wurde mittlerweile aber vom offiziellen Anbieter Nest wieder entfernt.



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Über den Autor: caschy

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