Google Assistant: Entwickler erhalten wohl bereits ab Dezember Zugriff

GoogleAssistant_logoGoogle hat seinen neuen Google Assistant gestern immer wieder breitgetreten: Sei es zur Eröffnung, als es um K. I. ging oder bei der Vorstellung von Google Home. Irgendwie schien das Unternehmen kein anderes Thema mehr zu kennen. Auch bei der Präsentation der neuen Pixel-Smartphones, schien die Hardware fast eher Beiwerk zu sein – lieber plauderte man weiter über den digitalen Assistenten. Jetzt gibt es noch ein paar weitere Einzelheiten: So sollen Entwickler ab Dezember 2016 Zugriff auf die offene Plattform erhalten, mit deren Hilfe sie dann neue „Actions“ für den Google Assistant kreieren können. Dadurch wird möglich weitere Apps mit dem Assistenten bzw. dessen Sprachsteuerung zu vernetzen. Genau an diesem Punkt hofft Google natürlich auf möglichst breite Unterstützung.

Bei der Vorstellung hatte Google bzw. einer der Köpfe hinter dem Assistant, Scott Huffman, ja bereits erläutert, dass Entwickler zwei Arten von Actions / Aktionen einbinden können: Direkte Aktionen und Konversations-Aktionen. Die direkten Aktionen erlauben etwa über den Google Assistant z. B. den Fernseher anzuknipsen. Über die Konversations-Aktionen holt der Assistant hingegen z. B. eine weitere App / einen anderen Dienst ins Boot. Sinnvoll ist das, wenn z. B. eine Pizza bestellt werden soll und Einzelheiten wie der Lieferdienst, der Belag und Co. festzulegen sind.

Mittlerweile ist der Google Assistant im Allo-Messenger bereits eingebunden. Hinter dem Assistant steckt für Google ein groß angelegter Plan künstliche Intelligenz und maschinelles Lernen enorm voranzutreiben und bei den Anwendern zu etablieren. Denn genau deswegen hat man den Google Assistant letzten Ende auch bei der Vorstellung der neuen Hardware, also Google Home sowie den beiden Pixel-Smartphones, so in den Vordergrund gerückt.

Werdet ihr den digitalen Assistenten nutzen? Viele Features werden zunächst vermutlich erstmal auf die USA beschränkt sein, vermute ich. Ich selbst gebe ungern die Zügel aus der Hand und spiele zwar gerne mit K. I. herum, erkenne für mich persönlich bisher aber nur geringe Mehrwerte. Das dürfte bei anderen Usern aber anders aussehen.

(via 9to5Google)

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Hauptberuflich hilfsbereiter Technik-, Games- und Serien-Geek. Nebenbei Doc in Medienpädagogik und Möchtegern-Schriftsteller. Hofft heimlich eines Tages als Ghostbuster sein Geld zu verdienen oder zumindest das erste Proton Pack der Welt zu testen. Mit geheimniskrämerischem Konto auch bei Facebook zu finden. PayPal-Kaffeespende an den Autor.

8 Kommentare

  1. Ich bin einfach SEHR enttäuscht, dass es nicht mal das Nexus 5X + Nexus 6P erreicht.. Ich mag Siri auf dem iPhone und dem iPad.. und das so einen EINGEBAUTEN Assistenten hätte ich auch gerne im Google Kosmos gehabt..

  2. @Felix
    den kannst du doch auch haben für eine symbolische Summe von 759 Euro 😉

  3. Ich bin auch eher enttäuscht. Ich nutze das Nexus 6p mit Pixel Launcher und bin mir sicher den Assistent bekomme über kurz oder lang auch noch irgendwie drauf. Doch trotzdem ist das insgesamt wieder mal kein guter Zug seitens Google.

  4. Das wird sicher auch noch für andere Geräte erscheinen. Ich denke es handelt sich nur um eine zeitliche Exklusivität um die Pixel Phones zu pushen.
    Kein feiner Zug von Google, sie weichen damit auch stark vom bisherigen Android und Nexus Kurs ab.

  5. Sinnvoll ist das, wenn z. B. eine Pizza bestellt werden soll und Einzelheiten wie der Lieferdienst, der Belag und Co. festzulegen sind.

    Na dann guten Appetit.

  6. Ich sehe keinen Mehrwert in diesen Systemen die mir – ja was eigentlich bieten? Ich kann eine Spracheingabe nutzen, das funktioniert mal besser mal schlechter, dafür hören dann alle Menschen um mich herum mit was ich mit meinem Gerät tue. Das ist in den meisten Fällen aber schlicht unerwünscht – klarer Vorteil für Tastatureingaben in Büros, vorm Fernseher (kennt noch wer den Begriff second screen?) oder in Sitzungen.
    Vielleicht können mir diese Assistenten aber auch noch Dinge mitteilen die ich mir sonst selbst einrichten müsste – etwa Termine oder News, Verkehrsmeldungen und Wetterbericht. Außer bei Verkehrsmeldungen im Nahverkehr sehe ich das aber als gelöste Probleme. Und angesichts der Tatsache, dass ich mein persönliches Office mit Mails, Terminen, RSS Feeds und Cloud gerade nicht bei Google, Apple, Facebook oder wem auch immer zusammenführen will (aus Gründen), glaube ich nicht, dass diese Assitenzsysteme bald einen Mehrwert für mich haben können.
    Dazu kommen noch erhebliche Datenschutzbedenken die ich hier gar nicht weiter ausführen will, weil es da sehr unterschiedliche Auffassungen gibt.
    Vielleicht ist das für ein Techblog normal, aber ich glaube ihr überschätzt die Reichweite dieser Assistenzsysteme. Technisch ist das alles sehr interessant, aber das sind 3D Fernseher und Augmented Reality auch – nur ob sie sich durchsetzen hängt nicht von ihrer technischen Raffinesse ab, sondern von ihrer Alltagstauglichkeit und dem tatsächlichen Nutzwert für Anna-Normal-Nutzerin. Und da fallen mir wenige Szenarien ein in denen die elektronischen Assitenten wirklich nützlich und brauchbar sind.

  7. Sofern sich die Geräte nicht extrem gut verkaufen (was ich bei dem Preis nicht glaube) wird Google die Firmen wohl für die Einbindung des Systems bezahlen müssen. Ich würde vermuten, dass Amazon das auch für Echo getan hat – obwohl die potentielle Verbreitung da höher sein dürfte. Oder sie geben es doch für Android frei. Ansonsten wird das m.E. ein totgeborenes Kind.

  8. Ich glaube der Assistant wird seine ganze Power erst entfalten, wenn Dritt-Apps darauf zugreifen werden, was ja glücklicherweise der Fall sein wird. Denn bisher ist es nichts anderes als ein Google Now mit Chatverlauf.