Garmin quatix 6: Neue GPS-Smartwatch für Wasserratten

Garmin führt neue Wearables ein, die GPS-Smartwatches der Serie quatix 6. Man kombiniert dabei die wichtigsten Features der hauseigenen fenix-Serie mit speziellen Zusatzfunktionen für Bootsfahrer, Segler, Angler und andere Wassersportler. Die Preise haben sich allerdings ebenfalls gewaschen. So kostet die Garmin quatix 6 699 Euro bzw. 999 Euro mit Titanium-Gehäuse.

Die Smartwatches sollen noch im April 2020 verfügbar sein. Garmin rechtfertigt die Preise mit „umfassender Konnektivität mit kompatiblen Garmin-Kartenplottern und weiterer Schiffselektronik“. Dadurch sollen sich Schiffsdaten direkt auf der Uhr anzeigen lassen. Auch der Autopilot wird sich so steuern lassen und auch Regattafunktionen werden nutzbar sein. Zudem messen die Smartwatches natürlich auch den Puls und enthalten vorinstallierte Aktivitätsprofile für beispielsweise SUP, Rudern, Golfen, Wandern und Skifahren.

Auch Garmin Pay unterstützen die quatix 6. Es ist auch Speicherplatz für bis zu 2.000 Songs vorhanden – 32 GByte. Kompatibilität besteht zu Deezer, Spotify und Amazon Music. Das Farbdisplay mit 1,3 Zoll löst mit 260 x 260 Pixeln auf. Neu an Bord ist auch der Pulse-Ox-Akklimatisierungssensor zur Überwachung der Sauerstoffsättigung des Blutes. Als Laufzeiten der quatix 6 nennt Garmin bis zu 14 Tage im Smartwatch-Modus, bis zu 36 Stunden im GPS-Modus, bis zu 10 Stunden bei GPS- und Musikwiedergabe und etwa im Energiesparmodus bis zu 48 Tage.

Ab Werk sind Karten vorinstalliert und optionale BlueChart-g3-Seekarten mit optimierter Darstellung werden ebenfalls unterstützt. Verbunden mit kompatibler Garmin Marine-Elektronik werden NMEA-2000-Bootsdaten, wie Geschwindigkeit, Wassertiefe und -temperatur sowie Winddaten am Handgelenk angezeigt. Als weitere Funktionen wirft Garmin Gezeitendaten, einen Ankeralarm und einen Ankerleinen-Längenkalkulator ein.

Auch an Angler denkt man mit einem Fischfang-Protokoll und einem Wettkampf-Timer. Gekoppelt mit dem Smartphone, lassen sich auf dem Display eingehende Anrufe, SMS und Nachrichten anzeigen. Auch den Schlaf kann die Smartwatch freilich tracken. Da Garmin das Wearable so exzessiv für Wassersportler bewirbt, überrascht nicht, dass es bis zu 100 Metern wasserdicht ist. Die Marine-Smartwatch ist mit den folgenden Garmin Marineprodukten kompatibel: GPSMAP 722/922/1222 Plus, GPSMAP 1022/1222, GPSMAP 7400, GPSMAP 8400, GHC 20, GNX Wind und GNT 10.

Hier in Kiel, auch als „Sailing City“ bekannt, sind viele Segler unterwegs. Ich bin gespannt, ob ich da dieses Jahr jemanden mit der quatix 6 von Garmin erspähen werde.

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André Westphal

Hauptberuflich hilfsbereiter Technik-, Games- und Serien-Geek. Nebenbei Doc in Medienpädagogik und Möchtegern-Schriftsteller. Hofft heimlich eines Tages als Ghostbuster sein Geld zu verdienen oder zumindest das erste Proton Pack der Welt zu testen. Mit geheimniskrämerischem Konto auch bei Facebook zu finden. PayPal-Kaffeespende an den Autor.

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4 Kommentare

  1. Garmin hat den Schuss schon lange nicht mehr gehört. Bin gespannt wie lange deren Schlingerkurs noch gut geht. Venu und VA4 sind technisch eigentlich nirgendwo in ernsthaften Tests wirklich gut weg gekommen. Allerdings passiert auch nichts. Wichtige Updates wegen z:B,. Battery Drain dauern 4-6 Wochen. Alles in deren Forum zu lesen, was sie selbst aber gar nicht nutzen.

  2. Ich kenne nur Leute mit einer fenix 5, aber die sind alle extrem zufrieden. Für mich wäre Garmin einer der ernstzunehmenden Player im Smartwatch Business. Liege ich damit so daneben?

  3. Garmin hat ne Nischenstrategie und ist damit sehr erfolgreich. Weniger Stückzahl p. Produkt bedeutet aber auch höhere Preise. Ich hab als Feature-Request bei der Fenix Reihe die Kopplung des PowerSafe Profils an den DND Mode vorgeschlagen, beim nächsten Release war das Feature drin. Das muss erst mal ein anderer Hersteller nachmachen. Ich komm von der Watch und würde nie wieder zurückwechseln – alleine schon wg. 10 Tage Batterielaufzeit im vollfunktionalen Modus mit GPS-Trainingseinheiten und reflektivem Display.

  4. Zuerst denkt man sich als Technikenthusiast: Was soll der mist? Da ist ja noch nicht einmal ein ordentliches OS drauf. Dann sieht man aber auch die Vorteile. Viele der Nieschenfunktionen wie hier die Wasserfahrtskarte, spezielle Sportarten (die zu unwichtig für Google oder Fitbit sind), lange Akkulaufzeit und Ablesbarkeit in der Sonne gibt es sonst nicht.
    Mit welcher Smartwatch kann man denn sonst z.B. 5-8h GPS aufzeichnen? Für Sportler die einen Marathon vorhaben ist das aber ein Muss. So fragmentiert und alt die Software auch scheint, sie macht schon für gewisse Leute als SPORTUHR schon Sinn.

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