Garmin beantwortet Fragen zum Ausfall

Derzeit ärgerlich für Kunden von Garmin-Produkten: Das Unternehmen liegt brach. Kompletter Ausfall – auch der Garmin-Connect-Dienste. Es wurden gar Gerüchte laut, dass das Unternehmen Opfer einer Ransomware-Attacke wurde. Sprich: Im kompletten Unternehmen wurden Computer von einer Schadsoftware befallen, Inhalte verschlüsselt. Angeblich verlangen die Erpresser 10 Millionen Dollar Lösegeld. Garmin selbst bestätigt nichts, es gibt Medien, die wollen Infos von Garmin-Mitarbeitern haben.

Garmin gibt sich seit Tagen sehr schmallippig. Infos kommen kaum nach draußen, es heißt weiterhin: „Systemausfall“. Immerhin veröffentlichte man nichtssagende Informationen. Wobei: Jegliche Kommunikation ist für Kunden vielleicht besser als gar keine.

Für einen Systemausfall selbst ist bei Garmin meiner Meinung nach an zu vielen Fronten derzeit nichts los, also funktionell. An den Meldungen zur Ransomware ist vermutlich was dran. Was Garmin selbst den Kunden mit auf den Weg gibt? Dies hier:

Sind während des Ausfalls Garmin Connect Kundendaten verloren gegangen?

Obwohl während des Ausfalls nicht auf Garmin Connect zugegriffen werden kann, werden die während des Ausfalls von Garmin-Geräten erfassten Aktivitäts-, Gesundheits- und Wellnessdaten auf dem Gerät gespeichert und erscheinen in Garmin Connect, sobald der Nutzer sein Gerät synchronisiert.

Ich bin ein inReach-Kunde. Kann ich während des Ausfalls weiterhin SOS-Notruf und Nachrichten verschicken?

Der inReach SOS-Notruf und Nachrichtendienst bleibt voll funktionsfähig und ist durch den Ausfall nicht beeinträchtigt. Dies gilt auch für die MapShare Webseite und die E-Mail-Antwortseite. Den Status für inReach-Geräte finden Sie hier.

Ich habe ein neues Garmin-Produkt. Wann werde ich in der Lage sein, es mit Garmin Connect zu koppeln?

Wir arbeiten derzeit mit Hochdruck an der Wiederherstellung der Garmin Connect Funktionalität. Den Status von Garmin Connect finden Sie hier.

Hatte der Systemausfall Auswirkungen auf meine Daten?

Garmin liegt kein Hinweis vor, dass sich der Ausfall auf Ihre Daten, einschließlich Aktivitäts-, Zahlungs- oder anderer persönlicher Daten, ausgewirkt hat.

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caschy

Hallo, ich bin Carsten! Ich bin gelernter IT-Systemelektroniker und habe das Blog 2005 gegründet. Seit 2008 ist es Beruf(ung). Baujahr 1977, Dortmunder im Norden, BVB-Fan und Vater eines Sohnes. Auch zu finden bei LinkedIn, Twitter, Facebook, Instagram und YouTube. PayPal-Kaffeespende. Mail: carsten@caschys.blog

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8 Kommentare

  1. Scheiße für alle deren Garmin Instinct Solar gerade gekommen ist.

  2. Bin gespannt was da weiter bei herum kommt. Meiner Meinung nach reagiert man allerdings bezüglich der öffentlichen Kommunikation falsch. Ja, ist peinlich, aber so etwas ist auch schon ganz anderen passiert. Warum man dann weiter so herumdruckst und die Leute eigene Theorien spinnen ist verstehe ich nicht so ganz, außer da steckt was dahinter was ich übersehe.

    • chilibrenntzweimal says:

      Manche Unternehmen reagieren immer so, keine Kommunikation nach außen, die beunruhigen kann.
      Meine Meinung, falls es Ransomware ist, die 10 Mille auf keinen Fall zahlen, sondern neu aufbauen. Als Kunde sollte man da Verständnis haben.

      • Mc Thomson says:

        Das Team, welches sich gerade darum kümmern wird, die Ursachen, eventuelle Hintermänner, betroffene Systeme usw. zu ermiteln, hat sich sicher Zeit erbeten. Sobald zu viel an die Öffentlichkeit kommt, wird es schwerer z.B. laufende Angriffe zu unterbinden, da dann die Angreifer entsprechend wieder reagieren. Sind Systeme infiltriert oder werden gerade angegriffen, bleibt das oft Monatelang unter Verschluss. Man versucht dann in der Zeit Informationen zu sammeln, Schäden und infiltrierte Systeme zu identifizieren. Außerdem säubert man ein System nach dem anderen so unauffällig wie möglich, so dass der Angreifer davon nichts merkt. Da ist Öffentlichkeit eher unpraktisch. So wurde mir das zumindest berichtet.

  3. Wolfgang D. says:

    So oder so, selbst Heise hat länger gebraucht, um alle IT wieder in die Spur zu bekommen. Das verlängerte WE wird wohl nicht reichen. Naja, die Uhr hat ja für einige Tage Datenspeicherkapazität, man kann sich nur nicht alles in Connect anschauen. Notifications vom Phone kommen weiterhin.

    Mein RSS Aggregator Newsblur hatte übrigens ebenfalls einen Komplettausfall nach „Verschwinden“ von zwei Datenbanken, läuft aber jetzt wieder da es nur ein viel kleineres System ist. Ob das jetzt zu dem MongoDB Löschangriff gehörte, oder halt Verschlüsselung durch Malware, noch nichts gelesen.

    Die extra Statusseite von Garmin zeigt zur Zeit noch komplett Rot: https://connect.garmin.com/status/

    • heise hat auch eine IT-Leitung die der Sache nicht gewachsen war. Der Emotet-Vorfall war zuviel für sie. Haben sie ja selbst zugegeben.

      Für solche Szenarien muss es in jedem mittelständischen Unternehmen Notfallpläne geben. Selbst dafür, wenn die Firma abbrennt. In solchen Fällen kann man selbst aus Backups das System komplett neu aufziehen, mit der Gewissheit, dass ab dem und dem Zeitpunkt kein Schädling im System war.

  4. Seit gestern Abend geht zumindest der Online Shop wieder. Dort kann man sich mit seinen Zugangsdaten einloggen und zumindest auch seinen Bestellstatus sehen… 🙂

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