Facebook factcheckt künftig auch Bilder und Videos

Dank Fake-News erhält der nicht hinterfragende Internetnutzer eine Fülle an Nachrichten, die auf Unwahrheiten basieren. Durch das fehlende Hinterfragen werden solche News dann aber auch gerne einmal weiter verbreitet, ein perfektes Medium, um Stimmung zu machen oder eine bestimmte Meinung zu manifestieren. Merkt man zu diesen Zeiten auch in Deutschland deutlich, manchmal möchte man schon am Verstand so mancher Internetnutzer zweifeln. Gut, dass es da Stellen gibt, die sich solcher Probleme annehmen und Fake-News entlarven.

Mit solchen Stellen arbeitet auch Facebook zusammen, 27 Stück sind es aktuell weltweit – Tendenz steigend. Diese werden künftig nicht mehr nur auf den Wahrheitsgehalt von Artikeln schauen, sondern auch Bilder und Videos dahingehend prüfen. Denn auch mit visuellen Medien lässt sich Schindluder treiben. Dinge, die weder ein Internet noch eine Menschheit gebrauchen kann.

Das Ganze wird so ablaufen, dass Facebook mit Hilfe von Machine Learning fragwürdige Inhalte aufspüren möchte und diese dann zur Überprüfung an die Fact-Checker weiterleitet. Bei Bildern kommt auch OCR (Optical Character Recognition) um Einsatz, um beispielsweise festzustellen, ob der Inhalt (sofern es sich um Text handelt) mit der Headline von abgesegneten Artikeln der Fact-Checker zusammenpasst. Videos werden unterdessen auf verschiedene Manipulationen untersucht.

Das bedeutet aber natürlich auch, dass solche Inhalte erst einmal in Umlauf kommen, daran wird sich auch so schnell nichts ändern. Aber Facebook ist zuversichtlich, dass man so die Schwemme an Falschinformationen eindämmen kann. Das allerdings auch eine andauernde Aufgabe ist, die man flexibel angehen muss. Denn diejenigen, die Fake-News verbreiten, lassen sich logischerweise immer neue Methoden einfallen, um nicht so schnell aufzufliegen.

Wer sich detaillierter für die Vorgehensweise von Facebook interessiert, wird in diesem Artikel von Facebook fündig.

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Sascha Ostermaier

Technik-Freund und App-Fan. In den späten 70ern des letzten Jahrtausends geboren und somit viele technische Fortschritte live miterlebt. Vater der weltbesten Tochter (wie wohl jeder Vater) und Immer-Noch-Nicht-Ehemann der besten Frau der Welt. Außerdem zu finden bei Twitter (privater Account mit nicht immer sinnbehafteten Inhalten) und Instagram. PayPal-Kaffeespende an den Autor.

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7 Kommentare

  1. Fake News gibt es aber nicht nur von den „Bösen“. Man erinnere sich nur an die Fotos der Zuschauer am Tage der Vereidigung von Trump. Damals hieß es von den „guten“ Medien, noch nie waren so wenige Leute bei einer Vereidigung, um schon mal den Weg für das folgende Jahr voller Trump Gehate zu ebnen. Und nun kommt heraus, die Wahrheit liegt in der Mitte, weder war es die bestbesuchte Vereidigung wie Trump behauptet, noch war es der totale Reinfall wie die guten Medien behaupteten (und ein Bild nach dem Ende der Vereidigung nutzten, wo die meisten schon gegangen sind).
    Soviel zum „Verstand so mancher Internetnutzer“ denen diese Unwahrheit für ihr Trump Gehate nur allzu gut in die Karten spielte. Ähnliche Gegebenheiten hat es jüngst ja auch in einer Stadt in Sachsen gegeben. Also Augen auf!

  2. Man stelle sich das mal für diesen Blog vor. Ein Konglomerat der großen Handyhersteller (bevorzugt solche mit guten Kontakten zur Regierung) überprüft die geschriebenen Artikel auf ihre Richtigkeit, wird dabei ein Handy falsch beschrieben oder eingeschätzt, wird der Artikel zensiert oder bekommt einen bösen Stempel (besonders, wenn es von der Konkurrenz ist). Und das bezieht sich keinesfalls nur auf reine Fakten, auch manipulativ wertende Aussagen sind ja „Fake-News“.
    Das wäre doch Klasse oder? Dann wären endlich alle richtig informiert, egal welchem Blog man folgt. Selber nach denken und plausible Schlüsse ziehen, Websiten, welche öfter falsche Nachrichten bringen einfach nicht mehr besuchen oder Hersteller, deren Geräte nicht so funktionieren wie im Datenblatt beschrieben, eben nicht mehr kaufen. Das wäre freier Markt. Aber offenbar ist das der Politik zu anstrengend geworden, man verliert gerade zu viele Wähler.

    Mich graust es bei der Vorstellung, das dieses Denken sich in der Gesellschaft durch setzt. Parteipolitisch festgelegte Regierungsvertreter in Personalunion mit den ganz großen Medienkonzernen basteln an Gremien für politisch „Wahrheitsgeprüfte“ Nachrichten. Die eigenen Wahlversprechen wird man bestimmt nicht prüfen, die sind ja stets Wahr.

    Vor 20 Jahren hätte ich das noch für unmöglich gehalten. Traurige Entwicklung.

  3. @Dragan genau so schaut’s aus.
    Fake-News sind nicht-regierungstreue News.
    Egal, ob wahr oder falsch.
    Solch “Faktencheck“ dient der Zensur und das fällt auf.
    Der Bürger ist nicht dumm.

    • @Jens
      Bei soviel Einfalt, da fällt einem nichts mehr ein. Da ist Hopfen und Malz verloren.

      Als wenn die „Regierung“ mit Facebook zusammenarbeiten würde. Was für ein Schwachsinn.

      Das Problem ist Facebook selbst und zwar die Filterblase die durch Facebook erzeugt wird. Die dann Schwachsinn fördert, wenn nur genug Leute klicken und es dem einzelnen anzeigt, vor allem wenn er öfter auf Schwachsinnmeldungen klickt.

      Die meisten Dumpfbacken und Naiven kapieren das Prinzip nur nicht.

      Die Filterblase ideal, um sich mehr und mehr in seinen Verschwörungen und seinen „Lügenpresse-Umwelten“ zu verstricken.

      Wie Sascha im Text schon schrieb:
      „.. manchmal möchte man schon am Verstand so mancher Internetnutzer zweifeln. “

      So ist es. Ich bin sicher das Sascha beim Schreiben des Textes schon wusste das Leute wie Jens darauf abfahren 😉

      @Sascha
      aber „factcheckt“ ist schon ein krasses Gebilde, da könnten jemandem die Fussnägel abfallen.

      • Das Netzwerkdurchsetzungsgesetz zwingt alle großen Medienunternehmen bereits zur Zusammenarbeit mit der Regierung. Die notwendige Infrastruktur wird gerade erweitert. Bei der letzten Anhörung von Facebook vor dem US-Kongress hat das Management eingestanden, das Nachrichten und Meinungen nach politischen Kriterien gefiltert würden. Weil in der Medienbranche die meisten verantwortlichen Mitarbeiter eher linksliberal ausgerichtet seien, gingen auch die Filter entsprechend vor und würden konservative Meinungen verstärkt filtern. Das sei aber keine offizielle Vorgabe des Managements. Auch google ist davon betroffen. Man wolle das jetzt aber korrigieren und die Filter unparteiischer machen. In Deutschland geht man den umgekehrten Weg. Es lohnt sich immer mehr, internationale Medien zu lesen. Die Deutschen berichten dazu Lückenhaft.

        Die Zusammenarbeit zwischen politischen Parteien und großen Medienkonzernen ist längst faktisch belegt, einige Medien gehören direkt politischen Parteien. Das Medien ihre eigene politische Richtung haben und entsprechend selektieren und kommentieren, ist normal. Da es viele Medien gibt, ist für jeden etwas dabei. Probleme entstehen immer dann, wenn der Staat sich in den Informationsfluss ein mischt.
        Die Aufgabe des Staates ist es, die Meinungsfreiheit und Pressefreiheit aufrecht zu erhalten und gegen Einschränkungen zu verteidigen, also das genaue Gegenteil der derzeitigen Politik. Zeitungsenten und Wutreden, hat es schon immer gegeben. Wenn es den Regierungsparteien zu viel wird, dann sollte sie besser arbeiten, die Bildungssysteme verbessern und selbst vorbildlich auftreten. Der kritische Bürger hat die Regierung und Parteien zu kontrollieren und nicht umgekehrt. Das nun so viel Aufwand betrieben wird, weil ab und zu Bilder manipuliert werden oder falsche Überschriften gesetzt, ist erkennbar selbst eine „Fake-News“.

  4. Und wer bitte „hinterfragt“ Meldungen ?
    Da ist doch eher das Gegenteil der Fall…die Foren sind voll von den übelsten Aluhutspinnern,
    die aber alle glauben nur sie alleine wären im Besitz der alleinseligmachenden Wahrheit. Bei denen
    kommt es auf eine Fake-Meldung mehr oder weniger auch nicht mehr an.Denn die leben eh in
    in ihrer Blase.Da genügen die üblichen Reizworte, und sie kommen aus ihren Löchern gekrochen
    und kläffen reflexartig.

    Irgendetwas neutral, objektiv und kritisch hinterfragen“ können dir doch gar nicht. Denn da könnte ja
    ihr Weltbild ins Wanken geraten. Und daran wird auch Filter ausgerechnet bei Facebook nichts ändern

    • Wer was für voll nimmt oder nicht, sollte man vielleicht der jeweiligen Person selbst überlassen. Die Herrenmenschen Attitüde die aus deinen Worten trieft macht mir Übelkeit. Die Zeit der Untermenschen ist vorbei. Wer freier Informationen den Kampf ansagt, ihre Verbreitung verhindern will und als einziges Argument hat das alle anderen Menschen zu blöde sind nur man selbst nicht, zeigt nur das er keine Argumente hat. So Schnöselbenehmen kenn ich ain’t nur aus dem forum der Zeit oder der Süddeutschen.

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