Epic vs. Apple: Apple antwortet im Fortnite-Streit

Epic hat sich offensichtlich für 2020 vorgenommen, sich mit den Großen anzulegen, um selbst noch etwas mehr Geld aus dem digitalen Business pressen zu können. Offiziell läuft der PR-Stunt aktuell ja unter dem Motto „Wir legen uns mit Apple und Google an, um allen Entwicklern mehr Gerechtigkeit zu verschaffen“, doch dass es auch Epic am Ende nur um Geld geht, dürfte auch klar sein.

Unbestritten ist: Apple und Google verdienen eine Menge mit ihrem App Store und Play Store und es bedarf sicherlich einem genaueren Blick, ob es wirklich 30 Prozent sein müssen oder auch etwas weniger sein darf, was die beiden Großen da vom Kuchen abbekommen. Wer die Infrastruktur und den Marktplatz bereitstellt, auf dem ein Entwickler etwas verkaufen darf, der darf nach Ansicht vieler auch die Regeln dafür machen. Hausrecht und so, auch wenn es in der Größenordnung natürlich nicht mehr ganz so einfach ist.

Andere wiederum sehen das anders. Epic hat die Regeln gebrochen, indem man die digitalen Einkaufsregeln umgehen wollte und externe Bezahlmethoden in Fortnite eingebunden hat. Absichtlich und von langer Hand geplant, denn man zog mal eben schnell eine Klage gegen Google und Apple aus dem Ärmel. Nun will Apple Epic die Entwicklerlizenz und damit den Zugang zu den Tools entziehen, laut Regeln auch vollkommen zu Recht. Jedem kleinen Entwickler würde es genauso gehen. Und genau darauf weist Apple in einem Statement gegenüber The Verge hin. Man wird keine Ausnahme für Epic machen und fordert das Unternehmen auf, ein Update für Fortnite einzureichen, dass den Regeln des App Store entspricht.

The App Store is designed to be a safe and trusted place for users and a great business opportunity for all developers. Epic has been one of the most successful developers on the App Store, growing into a multibillion dollar business that reaches millions of iOS customers around the world. We very much want to keep the company as part of the Apple Developer Program and their apps on the Store. The problem Epic has created for itself is one that can easily be remedied if they submit an update of their app that reverts it to comply with the guidelines they agreed to and which apply to all developers. We won’t make an exception for Epic because we don’t think it’s right to put their business interests ahead of the guidelines that protect our customers.

Eigentlich keine schwere Aufgabe, doch Epic wird das nicht machen, denn man möchte sich auf Teufel komm raus streiten. Mal schauen, was dann am Ende wirklich rauskommt und wer den kürzeren Strohhalm zieht.

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Hauptberuflich im SAP-Geschäft tätig und treibt gerne Menschen an. Behauptet von sich den Spagat zwischen Familie, Arbeit und dem Interesse für Gadgets und Co. zu meistern. Hat ein Faible für Technik im Allgemeinen. Auch zu finden bei Twitter, Instagram, XING und Linkedin, oder via Mail

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115 Kommentare

  1. Richtig so, auch wenn ich Fortnite als absoluten Müll empfinde, aber da geht’s aktuell nicht drum.

    Die Zahlen die Apple und Google da vom Kuchen abbekommen sind mit 30% zu hoch. Ja, Infrastruktur kostet und der gesamte App-Marktplatz ist schon nett, aber 0,5-1% sind annehmbare Margen. Die Entwickler machen den Job bei der Entwicklung.

    • Niemand zwingt die Entwickler mit Android oder iOS ihre Brötchen zu verdienen. Einfach mal kleinere Brötchen backen und für Windows oder Linux entwickeln und schon muss sich niemand mehr über die 30% Abgabe beschweren.

      • Richtig!!!
        Ich hoffe Apple setzt sich durch und andere Branchen ziehen nach.
        – Niemand muss Banken für Überweisungen nutzen – man kann das Geld ja auch per Post senden oder persönlich vorbeibringen.
        – Warum nicht 100€ Sicherheitsgebühr am Flughafen? Man kann ja auch laufen oder die Bahn nehmen.
        – Und auch die Handynetzanbiter können ruhig zuschlagen. Gibt ja immer noch Festnetz oder Briefe als Alternative.
        – Und vielleicht werde ich als Pfleger dann auch mal endlich entlohnt. Bin gespannt wenn ich Dir mein Wunschgehalt mitteile. Kannst Deine Eltern ja auch selber pflegen oder …

        • Genau das dachte ich mir auch gerade..

        • Danke, Frank. Volltreffer.

        • Danke dafür!

        • Keins deiner Beispiele sind zweiseitige Plattformmärkte in einer Duopolsituation. Du vergleichst Äpfel mit Birnen.

          • Genau, sind sie nicht, deswegen gibt es solche Auswüchse dort nicht. 30 % Wegezoll bei Apple und Android funktionieren nur, weil sie gemeinsam den Markt beherrschen. Ähnliche Probleme gibt es übrigens sehr wohl im Telco-Markt in den USA (Preise, Verfügbarkeit, Gebietsabsprachen), bei Desktop-Betriebssystemen (Bundling), Suchmaschinen…

            • Genau, das sind dann sinnvolle Vergleiche um Parallelen zu ziehen und sich evtl. Lösungsvorschläge oder positive/negative Entwicklungen anzuschauen. Die Vergleiche oben (Banken, Flugäfen usw.) helfen niemanden und divergieren die Diskussion nur unnötig.

        • Danke!!! Mach den Affen über dir fertig. Manche Menschen sind echt unglaublich dämlich und verblendet…

        • Hättest mal in der Schule besser aufgepasst. Dann wüsstest auch, dass jeder Entwickler den Preis für seine App selber festlegen kann. Am Ende sind es nämlich nicht die Entwickler die die 30% weniger bekommen, sondern die Benutzer die 30% mehr bezahlen müssen.

      • Das ist genausu ein Unsinnsargument wie „wer nichts zu verbergen hat“ bei der Überwachung. Ein Vermieter (hier Apple, sie vermieten den Platz im Appstore) kann nicht einfach selbtherrlich Mieten festlegen. Damit meine ich im Vergleich nicht die Miepreisbremse, sondern die vermieteten Schrottwohnungen, die aus Sicherheitsgründen teilweise zwangsgeräumt wurden.
        Und zu Deiner Aussage niemand zwingt: Aber natürlich, wer für ein iOS Gerät entwickeln will, muß in den Appstore. Genauso Du in D. mit Euro und nicht mit Talern oder sonstwas zahlen kannst. Wenn Apple nicht alles dransetzen würde alternative Stores auszuklammern, könnte man vielleicht darüber reden.

      • Google und Apple haben eine marktbeherrschende Stellung, jeweils alleine für ihr Ökosystem und zusammen im gesamten Smartphone-Markt. Sie sind dadurch keinem wesentlichen Wettbewerbsdruck ausgesetzt und schränken den Marktzugang für Entwickler ein, die Entwickler haben also keine andere Möglichkeit als das „Friss oder stirb“ der beiden zu akzeptieren, andere Betriebssysteme gibt es praktisch nicht am Mobilmarkt. Epic behauptet nun, dass Apple für die Dienstleistung einen Appstore bereitzustellen, unverhältnismäßig viel Geld nimmt – was nach dem Kartellrecht ein unzulässiger Missbrauch wäre. Das wollen sie vor Gericht klären.

        • Das mag alles stimmen und ich persönlich finde die 30% auch viel zu hoch.
          Für mich ist das aber (zumindest ohne Insider-Informationen) ein etwas gewagter Schritt und dann noch die Bemerkung man wolle kein 1984 im Jahre 2020 hat einen etwas komischen Beigeschmack. Bei Epic, das fast zur Hälfte der chinesischen (!), nicht unumstrittenen Firma Tencent gehört…
          Falls Epic einen Weg findet, den bestehenden iOS-Usern ein Update nachzuliefern dann ok, ansonsten wird das wohl schwer. Normalerweise kommt wöchentlich (immer Dienstags) ein Update. Entweder bleibt Epic/Fortnite jetzt stehen und ändert nichts am Spiel (was aber bei diversen Bugs wohl keine gute Idee wäre) oder Millionen von Spieler können ab dem nächsten Update nicht mehr spielen. Und wie lange das Epic keine Sorgen bereit bin ich gespannt.

        • Was man hätte auch machen können, ohne diesen ganzen Zirkus zu veranstalten.

          • Das hätte man den Kunden dann aber nur schlecht vermitteln können.
            Es ist doch ganz witzig und interessant, wie sehr das medial aufgebauscht wird.

    • Also dann verlangt deiner Meinung nach Epic in Ihrem Store mit 15% auch zu viel 😀

  2. Ich finde die Klage von Epic gut.
    Die Gerichte/Wettbewerbshüter werden von Apple und Google Nachweise anfordern wie teuer die Infrastruktur ist. Wenn sie dann sehen das sich die Kosten im 1-5% Bereich bewegen werden sie ggf. neue Gebühren anordnen.
    Wenn die Infrastruktur tatsächlich so teuer ist werden sie die Klage von Epic und Co. abweisen.
    Ich tippe übrigens auf die erste Möglichkeit.

    • Ich denke, da verschätzt du dich – in den USA ist es kaum verboten, aus irgendetwas Profit zu schlagen. Also, zu den Selbstkosten darfst du selbstverständlich etwas verdienen.

      • In dem USA ist Apple bereits vor Gericht deswegen. Es liegen mehrere Kartell Klagen vor Gericht. Epic gießt nur noch mehr Öl ins feuer.

    • therealThomas says:

      Ich denke man sollte auch nicht unterschätzen, was es kostet, alle Apps zu prüfen. Zumal mit den Gebühren ja auch die Prüfung und Infrastruktur der zahlreichen (teils sehr populären) kostenlosen Apps finanziert werden muss.
      Ich denke die Kosten könnten schon bis zu 10% betragen, dazu etwas Gewinn für Apple: 15-20%.

      • Was wäre denn, wenn Apple – theoretisch – mit den iOS Geräten kein Geld verdient oder sogar Minus macht? Und sie das Geld aus den 30% bräuchten, um überhaupt Geld zu erwirtschaften? Wäre das dann ok? iOS als Betriebssystem und die Geräte müssen ja auch entwickelt werden, sonst gibts keinen App Store.

        Ist natürlich nur Theorie, aber zu beurteilen, welcher %-Wert der richtige ist und nur die Kosten für Infrastruktur zu sehen, ist bestimmt nicht der richtige Weg.

        • Schräge Theorie. Dachte es sei Apples selbsternanntes Geschäftsmodell mit Hardware und Dienstleistungen Geld zu verdienen statt mit Werbung und Nutzerdaten?

          • Du gibst doch die Antwort selber. Hardware (iPhone, iPad, …) + Dienstleistung (App Store) bringen Geld. Die Entwicklung von MacOS und iOS verbrauchen Geld.

      • Wieso muss eine kostenpflichtige App die Prüfung der kostenlosen subventionieren?
        Sollte das nicht mit der jährlichen Entwicklungsgebühr bezahlt werden? Wenn es das nicht deckt, dann ist diese vielleicht zu niedrig.

        • therealThomas says:

          Und damit den Einstieg für junge und/oder nicht (sehr) solvente Entwickler noch weiter erschweren?

          Umgekehrt wäre das wie wenn Netflix berechnen würde, wie hoch die Lizenzkosten jedes Films und jeder Serien-Folge pro Nutzer waren und dir am Ende des Monats eine Rechnung schickt. Wenn du einen Film geguckt hast, der nicht sonderlich beliebt war, dann musst du halt 120€ blechen, wenn du die Trends guckst, bleibst du im einstelligen Bereich.
          Es ist immer eine Mischkalkulation.

          • Ähm du hast bei Apple eine 100 Dollar Entwicklergebühr im Jahr. Das wird ja wohl reichen, dass sich einer für 2 Minuten meine App anschaut und der Code einmal maschinell geprüft wird.

            • Wieso einmal? Die App muss doch für jedes Update erneut geprüft werden? Bei der Facebook-App zum Beispiel sind das alleine 24 Updates in den letzten 5 Monaten.

  3. Anscheinend war Epic darauf dann nicht vorbereitet, gar kein Video dafür?. Auf die Klage gegen Microsoft, Nintendo oder Sony wegen deren 30% in ihren Stores warte ich auch noch…

    • Nehmen die denn so viel ?

      • Nein

      • Microsoft (XBOX) nimmt 30% (15% für „non-video game subscriptions“), Sony und Nintendo geben keine offiziellen Angaben, es sind aber auch hier 30% laut einiger Spielehersteller.

        • Das Problem ist hier aber, zumindest wenn ich das richtig verstanden habe, dass die Konsolen in der Regel doch zum Selbstkostenpreis verkauft werden.
          Wenn also beim Verkauf der Konsolen kaum bis kein Gewinn gemacht wird, muss natürlich dann mit dem Verkauf der Spiele Gewinn gemacht werden.
          Das ist bei Smartphones oder Tablets, gerade im oberen Preis Segment an der genau andersrum.
          Die Gewinn-Margen sind enorm, selbst wenn man die Kosten für die Entwicklung der Smartphones mit einbezieht.

          • Dazu gibt es kaum verläßliche Zahlen, aber als Hardwarehersteller solltest du mit deinen Geräten Gewinn einfahren. Ihnen dass vorzuwerfen ist daher schwer als Argument zu nutzen, du verdienst genug, sei ruhig? Es kann ja auch genau anderes herum sein, die Konsolen werden zum Selbstkostenpreis verkauft, weil die Firmen nur an den Spielen interessiert sind – dann sind die 30% wieder anders zu bewerten. Egal wie, ich bezweifele massiv, dass Epic die 30% weiter akzeptiert, falls sie sich gegen Apple und Google durchsetzten sollten. Insgesamt pokern sie sehr hoch, du wirst zumindest in den nächsten Jahren bei Apple Keynote garantiert keine „Unreal-Engine“ Demos mehr sehen…

          • Die Hardware der Konsolen ist mit Entwicklungskosten etc sogar ein Minusgeschäft. Man muss halt aber alles dran setzen, dass die eigene Konsole km Wohnzimmer steht und nicht die der Konkurrenz. 2 Spiele später hat man das geld dann wieder drin.

      • Hier ist das Problem der infame Käufe die sind halt nur semi davon betroffen und Microsoft und Sony nehmen einen Festpreis. Und wenn nur wenn der Service genutzt wird Windows live halt dafür Gebühren 8%.
        30% ist super viel

  4. Wenn hier sich hier alle über Apple und Google beschweren wegen der 30%. da kann man dann bei Amazon, Booking, HRS usw auch gleich weiter machen. da sieht es auch nicht anders aus. Das ist der Preis das ich meine Produkte auf einem riesigen Markt anbieten kann

    • Und Lieferando z.B.
      Ein 10€ Gericht bringt dem Zubereiter/Restaurant 7,-€ ein.
      Noch haben selbige die Wahl. Aber wenn man nur noch bei Lieferando bestellen kann …?

      Ich sehe die ganze Diskussion positiv: Es wird mal darüber nachgedacht wer wirklich etwas erschafft/herstellt und wer für eine kleine Dienstleistung überproportional abkassiert.
      Wer sagt denn dass Booking.com und Lieferando und Co nicht fie nächsten sind die angegangen werden ?
      Wir als Konsumenten die das alles mitzahlen können nur gewinnen.

    • Ich verstehe auch niemanden, der direkt bei Booking, HRS, etc. bucht. Es ist völlig klar, dass die einen riesigen Anteil davon nehmen. Ich informiere mich dort, aber buche dann praktisch immer direkt beim Hotel. In 90% der Fälle ist das sowieso günstiger. Ich verstehe auch nicht, wie man z:B. Apple oder Google Pay nutzen kann. Diese 1 Sekunde Zeitgewinn, dafür gibt man jedes mal einen Betrag an diese Moloch-Firmen ab? Nein Danke. Beim App Store bzw. Google Play gibt es halt keine Alternative, das ist das Problem. Ich habe null lust Billionen-Firmen wie Apple und Google noch mehr Geld als absolut nötig abzudrücken.

      • Ich hatte das praktisch noch nie, dass es bei der Buchung direkt über das Hotel günstiger war als über Booking und Konsorten. Von 90% ganz zu schweigen. Ist vielleicht abhängig vom Zielland? Keine Ahnung.

        • Zumal man bei Booking einige Vorteile hat. Zum Beispiel kann man unkompliziert und kostenlos die Reise absagen.

        • nach meinem WIssen dürfen Hotels die über Agoda, Booking etc anbieten nicht günstiger auf ihrer eigenen Webseite sein. So sind die Bedinungen wenn man da anbieten will. Und sorry, wenn ich kein bestimmtes Hotel kenne und eine Übersicht haben will sind Buchungsplattformen schon eine sehr große Hilfe, Ich hätte sicherlich keine Lust jede einzelne Hotelseite zu finden, zu prüfen ob es frei ist und dann zu vergleichen ..

    • Du hast Recht, anprangern sollte man das definitiv. Der Unterschied ist aber, dass es zu den genannten Seiten auch immer alternativen gibt.
      Im Fall von Amazon lässt sich darüber zwar diskutieren, da die bewiesenermaßen unfaire Praktiken anwenden, um Mitspieler klein zu kriegen. Aber die Möglichkeit woanders zu kaufen, hast du trotzdem. Wenn nicht bei Amazon, dann bei eBay, Otto, Rakuten, usw..

    • Ist doch Schwachsinn. Niemand verklagt meine Pizzeria, wenn sie ihre Speisen auch direkt vermarkten. Vermarkte mal eine App unter iOS ohne den App Store…

  5. Warum eigentlich dieses Bashing gegen Epic, mit dem Vorwurf der Geldgier? Epic setzt sich hier für etwas komplett legitimes und wichtiges ein und ich frage mich warum es so lange gedauert hat, bis überhaupt jemand versucht dagegen vorzugehen.

    Während Apple behauptet, dass Epic gegen Richtlinien verstößt, die den Kunden schützen sollen, tut Epic etwas das wirklich dem Kunden zugute kommt.
    Bei Apple geht es darum, dass Apple endlich erlauben soll Apps auch auf anderem Wege als den App Store installieren zu können. Bei Google geht es darum, dass Android zwar alternative Stores und Quellen ermöglicht, aber jeden Hersteller, der den Play Store verwenden will, vertraglich verbietet auch einen weiteren Store anzubieten.

    Also ja, Epic hat ein Interesse am Geld verdienen und das ist völlig legitim. Der Nutzen, den die Kunden der jeweiligen Platform haben, wenn Epic gewinnt ist aber definitiv nicht von der Hand zu weisen. Hier zu Unterstellen, dass Epic sich einfach nur „auf Teufel komm raus streiten“ will ist einfach nur engstirnig und fast schon dreist.

    • Es geht ja auch um die Form des Streits und nicht nur die hohen Store-Gebühren.

      Selbstjustiz ist nicht rechtens und zufälligerweise laufen gerade auch offiziell kartellrechtliche Prüfungen, unter anderem bezüglich der Marktmacht des Apple App Stores.

      Wenn dann ein Unternehmen unter großem Mediengeläut gegen vertragliche Regelungen verstößt, dann ist das mindestens der Versuch sein Image aufzupolieren.

      Engstirnig finde ich es eher anzunehmen, dass Epic das völlig uneigennützig macht.

      Und ja, auch ich halte die Gebühren von Apple für überzogen bzw. das Ökosystem für zu einschränkend.

      • Ich habe nie behauptet, dass Epic das uneigennützig tut. Die Form des Streits ist doch genau der richtige Weg. Epic versucht mit Apple zu verhandeln, Apple sagt nein, Epic macht’s trotzdem, Apple schmeißt sie raus. Daraufhin reicht Epic Klage ein.

        Hier liegt übrigens keine Selbstjustiz, sondern eine Vertragsverletzung vor. Auf diese hat Apple angemessen reagiert. Auf keiner Seite ist etwas passiert, das tatsächlich rechtlich verboten wäre, da nur Vertragsinhalte verletzt, aber keine Gesetze gebrochen wurden.

        Der Kernpunkt meines Kommentars ist ja auch nicht irgendeine von beiden Seiten als gut oder schlecht dastehen zu lesen. Mein Kommentar richtet sich an die Berichterstattung über diesen Streit und kritisiert, dass nur Epic dargestellt wird, als würden sie etwas schlechtes tun.

        • Dann habe ich den Kommentar anders interpretiert. Natürlich ist das alles rechtens und erwartbar.

          Die Frage ist dann ja nur, was danach damit gemacht wird. Wenn Epic damit Apple vorführt, dann ist es nicht „nett“, aber da beide Unternehmen ihre Rechts- und Marketing-Abteilungen haben, wird das schon seinen Weg gehen. Epic nimmt das Risiko ja bewusst in Kauf.

  6. Epic hat kein Problem damit, 30% an Microsoft, Sony, Nintendo, Amazon und Valve abzudrücken. Nicht so an Apple/iOS, wie die Klageschrift freimütig eingesteht:

    „Typically, these users will use only iOS devices and will not also use mobile devices with a different OS. In addition to its size, the iOS user base is also uniquely valuable in that its user base spends twice as much money on apps as Android users.
    This is consistent with Epic’s experience, as the average iOS Fortnite user spends significantly more on in-app purchases than the average Android Fortnite user. iOS users are therefore a „must have“ market for app developers to compete in; an app developer that chooses to develop apps for Android but not iOS forgoes the opportunity to reach over one billion high-paying app users.“

    In der Sache, mit Hilfe von Gerichten anderen Firmen vorzuschreiben, wie sie ihr Geschäft führen, wird man ganz einfach die Schnauze fallen. Epic hat schlicht keine Möglichkeit, die verlorenen iOS-Einnahmen irgendwo anders reinzuholen. Immerhin wird man bei 12-jährigen ein paar PR-Punkte und „Social“-Media-Credits einsammeln.

    • Anscheinend hat du keine Kinder? Fortnite ist DAS Spiel unter den 12 Jährigen. Was denkst du werden die Kinder sich zu Weihnachten wünschen? Ein Smartphone auf dem kein Fortnite läuft? Die Kinder sind die zukünftigen Kunden, Apple kann das nicht egal sein.

      • Apple und Google ist das mehr als egal. Selbst wenn die Publisher die Top 100 Titel aus den app stores nehmen würden, stünden schon 100 Konkurrenten in den Startlöchern, um den Platz einzunehmen.

        https://www.superdataresearch.com/blog/worldwide-digital-games-market/
        Fortnite Mobile befindet sich aktuell nicht in den Top 10 und konnte anscheinend auch nicht von der Corona-Krise profitieren. Die Top 3 (auf Mobile) sind zwei andere Battle Royale- und ein MOBA-Titel.

    • Sollte Epic damit durchkommen, geht’s als nächstes Sony, Nintendo und Microsoft an den Kragen. Ich hoffe ja, dass die mit dieser Aktion richtig auf die Schnauze fallen. Wie sie sich hier als Robin Hood der Spielebranche aufspielen, ist echt kaum auszuhalten, besonders weil hinter Epic fast zur Hälfte Tencent steht, denen einfach dank der womöglich anstehenden US-Sanktionen der Arsch auf Grundeis geht und sie jetzt noch mal alles probieren, um noch mehr Geld aus der Infrastruktur zu pressen.

    • Wo steht da, daß die anderen 30% nehmen und daß dies ok sei? Sie machen dies bei Apple und Google weil sie die größten sind.

    • @Kalle: Google mal nach „Kartellrecht“ und „marktbeherrschende Stellung“, vielleicht hilft dir dass das Thema besser zu verstehen.

      Oder in einfacheren Worten: Microsoft kann nicht andere Browser in „seinem eigenen“ Betriebssystem blockieren. Sie können noch nicht einmal ihren Browser ohne Nachfrage als Standard einstellen. Und Google kann nicht andere Preisvergleiche sperren um Google Shipping zu pushen. Vielleicht hilft dir dass die Thematik besser zu verstehen.

      • Schlechter Vergleich. Microsoft kann einen Browser aus dem Microsoft Store werfen, wenn der Browser die ToS des Stores verletzt und der Hersteller einen Vertrag bricht, der vorher von beiden Seiten einvernehmlich geschlossen wurde.

        • Microsoft sperrt im Edge aber nicht alle Webseiten für den Chrome/Firefox Download und man kann sich auf den PC oder Mac alles installieren wozu du Lust hast. Versuch das Mal unter iOS.

            • Bist du wirklich so verblendet oder trollst du hier nur rein? Du kannst eine Sperre im MS Store doch nicht mit einem Rausschmiss aus dem App Store vergleichen.
              1.) Nutzt den MS Store kein Mensch
              2.) Verlierst du fast keine Nutzer und schon gar keine Funktionalität, weil die meisten ihre eigenen Updater und Co mitbringen
              3.) Verbietet MS den Entwicklern nicht, auf eigene Webseiten zu verwiesen um Käufe dort abzuschließen

              Der MS Store ist keine essentielle Funktion, welche jeder Entwickler für die Verbreitung seiner Software nutzen MUSS und es werden ihm seitens Microsoft auch keine Steine in den Weg gelegt. Der App Store hingegen ist für die meisten Nutzer die einzige Möglichkeit, die gewünschten Apps zu installieren. Sogar unter Android gibt es mehrere Stores und die Möglichkeit Apps manuell zu installieren.
              Frag doch einfach mal, warum AdAway auf Android so groß ist und unter iOS nicht einmal existiert. Du kommst ohne den App Store nicht auf die Plattform und kannst damit auch die 30 Prozent im fast keinen weg umgehen. Das ist es ja, was Epic in seiner Klageschrift bemängelt.

  7. Tendenziös wäre für diesen Artikel noch ein Lob. Wirklich eine neue Kategorie der Parteilichkeit hier im Blog. :/

    • Bruder Jakob says:

      Jammern, wenn deine Meinung nicht wiedergegeben wird, kannst du besonders gut.

    • Oliver Posselt says:

      Du verwechselst Faktenlage mit Parteilichkeit. Lies bitte nochmal, dann wirst du vielleicht feststellen, dass ich nirgendwo schreibe, dass ich mich auf eine Seite stelle.

      • Aha – Faktenlage und keine Parteilichkeit: „Epic hat sich offensichtlich für 2020 vorgenommen, sich mit den Großen anzulegen, um selbst noch etwas mehr Geld aus dem digitalen Business pressen zu können. Offiziell läuft der PR-Stunt aktuell ja unter dem Motto „Wir legen uns mit Apple und Google an, um allen Entwicklern mehr Gerechtigkeit zu verschaffen“, doch dass es auch Epic am Ende nur um Geld geht, dürfte auch klar sein.“

        • Oliver Posselt says:

          Du willst also sagen, dass es kein PR-Stunt ist und dass es nicht um Geld geht wenn man:
          – absichtlich eine externe Bezahlmethode einbaut, um die 30% nicht bezahlen zu müssen
          – damit den Rauswurf der App triggert und ad hoc eine Klage einreicht UND ein PR-Video veröffentlicht?

          Ok.

          Apple geht es auch um die Kohle, auch da schreibe ich, dass die 30% einen Blick wert sind. Beides Konzerne, bei beiden geht es am Ende nur um’s Geld.

          Jedoch: Wenn es als parteilich bei euch ankommt, ist es offensichtlich ein Sender-Empfänger-Problem.

          • Solange Epic die Produkte über sein alternativen Weg um eben diese 30% günstiger anbietet, gehtbes erst einmal nicht un Geld. Fakten versus Vermutung.
            Und Stunt? Da gibt es diverse deutsche Begriffe für. Warum wird häufiger auf redundante Anglizismen zurückgegriffen (spracherweiternde sind was anderes)

            • Kannst du dir sparen. Das sind alles Leute die noch nie ein systematisches Argument erarbeitet haben. Wenn die das Wort „Fakt“ in die Hand nehmen glauben die das sei ein Hammer. … oder man würde nicht erkennen, dass sie damit im Regelfall bloß an ihre eigene vermeintliche Autorität appellieren.

              Das was die Leute machen die man nicht mag ist ein faktischer Stunt, das was die Leute machen die man mag ist unbestechliche Gleichbehandlung. .. auch ganz faktisch, natürlich. 😉

      • Ich bin hier wirklich gern Gast, und lese einige eurer Beiträge.
        Dabei ist mir der Author quasi egal. Ich habe also kein persönliches Problem mit irgend jemanden hier.

        Dennoch muss auch ich sagen, dass sich der Beitrag negativ behaftet gegen Epic Games liest.

        Zum Beispiel die letzten Sätze im Beitrag:
        ‚Eigentlich keine schwere Aufgabe, doch Epic wird das nicht machen, denn man möchte sich auf Teufel komm raus streiten.‘

        Was genau ist keine schwere Aufgabe? Sich den Gebühren von Apple einfach so auszuliefern und die Klappe zu halten?
        Entschuldigung, aber das liest sich halt wirklich so, als ob Epic einfach nur nicht wollen würde.

        Ich bin selbst überzeugter iOS Nutzer, und liebe Apple Produkte. Macbook Pro, iPhone, iPad Pro, Watch, Airpods.. Alles hier, benutze ich, und stehe dazu.
        Doch 30% für einen Marketplace der Software Vertreibt sind definitiv zu viel. Egal ob das bei Steam, Google Play oder Apple ist.
        Das ist doch keine Entgegnung auf Augenhöhe. Die Kosten sind bei Umsätzen im Millionenbereich nicht gerechtfertigt. Das ganze sollte gestaffelt sein. Damit anfänglich mehr Kosten gedeckt werden, und im späteren Verlauf wenn tatsächlich viel Geld fliest, einfach eben weniger bezahlt werden muss.

        Ähnlich wie das auch bei PayPal Händlern der Fall ist, von 1,9% runter auf 1,7% bis hin zu 1,5%.
        Was derzeit an Gebühren gezogen wird, kommt einer Beteiligung gleich, ohne selbst etwas für die App oder das Unternehmen geleistet zu haben. Man stellt einen Service bereit. Dieser muss bezahlt werden. Aber eben nicht mit 30% von Millionenumsätzen.

        Und erst wenn jemand großes sich stark macht, wird sich daran was ändern. Gleicher Fall bei Amazon. Erst als es Händler gewagt haben sich gegen die Preisparität und Amazon zu wenden, hat sich daran etwas gebessert. Gleiches bei unbegründeten Sperrungen, oder eben jetzt die Preisvorgabe bei zu Hohen Corona-Hype Artikeln wie Desinfektionmitteln oder Masken.
        Irgendjemand muss anfangen den Stein ins Rollen zu bringen. Und das kann der kleine niemals gehörte Entwickler eben nicht.

        • Oliver Posselt says:

          Siehe meinen Kommentar über dir. Mit keine schwere Aufgabge meinte ich, eine Version einzureichen, die den Regeln entspricht – also einfach die vorherige. Natürlich will Epic nicht, sonst würden sie das auch nicht vorbereitet so machen.

          Ich schreibe aber auch, dass die 30% geprüft weden müssen. Wie hoch genau das am Ende sein muss/darf, kann weder ich noch irgendjemand hier mit Mutmaßungen bewerten. Dadurch fehlt uns einiges an Einblick, sollen sich andere darum kümmern.

          • Das ist aber ein Widerspruch. Reichen sie eine regelkonforme Version ein, passiert nicht.

          • Apple hat die „falsche“ Version aber zunächst erlaubt. Hätten sie ihre Arbeit richtig gemacht, dann wäre die Version nie in den Store gekommen und man hätte noch immer die alte Version vor dem Update gehabt. Epic muss also jetzt aktiv werden, weil Apple schlampig war.

            Aber auch ein Zeichen was man der Qualitätskontrolle bei Apple zu halten hat.

    • Ist ja immer noch ein persönlicher Blog mit persönlichen Meinungen. Deshalb steht ja immer der Autor direkt drunter, damit man weiß, wer das oben geschriebene so sieht.

      Darüber kann man ja dann in den Kommentaren diskutieren.

      • Oliver Posselt says:

        Jo, dazu ist das hier ja da 😉

      • Ich prüf doch nicht zu jedem Artikel die Autoren. ..ja, in diesem Fall Oliver, das hab ich mittlerweile schon mitbekommen. 😀

        Ich schreib einfach meinen Kommentar drunter und der richtige wird es schon lesen. …oder auch nicht.

        … hege auch keinen Groll auf irgendjemanden hier. Wenn mir die Inhalte (des Gesamtangebots!) irgendwann zu doof werden komm ich halt nicht mehr. Im Moment gefällts mir aber, bloß ist dieser spezifische Artikel nicht gut. … und das hab ich deshalb drunter geschrieben.

        • Doch, ich mache das. Gibt bzw. gab hier einen Autor, bei dessen Artikeln ich regelmäßig das Kotzen bekommen habe. Irgendwann habe ich dann angefangen, die besagten Artikel reflexartig zu schließen 😀

    • Guter Artikel. Beide Seiten beleuchtet und die offizielle Stellungnahme von Apple veröffentlicht, klar optisch abgetrennt.

      Außerdem hat das Thema in der digitalen Szene ein großes Gewicht, weshalb auch das Thema einen Beitrag wert ist.

      • Vielleicht ist dir einfach noch nie eine faire Auseinandersetzung mit gegensätzlichen Positionen begegnet und deshalb bist du vollkommen außerstande, zu erkennen, wann jemand klar bevorzugt oder intellektuell unehrlich wiedergegeben wird. 😀

  8. Eine andere Frage zum Thema hab ich aber dennoch. Wieso genau wurde Epic dafür aus dem App Store geschmissen?
    Also wo ist der Unterschied zu einem Audible von Amazon. Das war hier auch kürzlich in den Beiträgen.
    Dort kann ich bis heute keine Inhalte erwerben über die App, sondern muss das über den Browser machen.
    Und dennoch darf die App im Store weiterbestehen.

    Hat Epic hier eine dramatisch andere Lösung gewählt? Würde mir jetzt vorstellen, dass sie die Käufer aus der App auf einen externen Bezahldienst rauslocken, was Audible eben nicht macht.
    Würde man also jeglichen In-App Käufe und externe Kaufoptionen entfernen, sodass der Kunde selbst auf die Idee kommen muss, sein Guthaben extern aufzuladen, wäre wieder alles fein?
    Wenn dem so wäre, wieso machen sie das derweil sie Rechtsanwälte um die 30% beschäftigen, nicht einfach genau so?

    • Naja, das war halt Rache für die Kampagne. Amazon hat keine solche Kampa gestartet und deshalb will man sich an denen auch nicht rächen.

      • Das kann ich mir ehrlich gesagt nicht vorstellen. Wenn Apple alle am gleichen Maß messen will, und eben keine weiteren Ausnahmen starten mag (auch wenn es schon welche gab), dann müsste die Anpassung dahingehend doch völlig fein sein?

    • Bei Spotify und Netflix ist das mittlerweile auch so.
      Du musst keine Käufe via AppStore zulassen, darfst dann aber auch nicht dafür werben oder eine andere Zahlungsart anbieten, auch nicht zusätzlich. Was Epic allerdings gemacht hat und zudem mit Rabatt, was glaub auch nicht erlaubt ist.
      Warum das Update einfach nicht zugelassen wurde sondern die App direkt raus genommen wurde liegtw ahrscheinlich and er Kampagne von Epic.
      Amazon und Apple hab sich ja Prime Video hinter verschlossenen Türen geeinigt.

  9. Ich schreibe wirklich selten Kommentare. Aber dieser Beitrag ist nach meinem Empfinden ebenfalls peinlich!

    Es geht, wie ja mehrfach erwähnt, nicht zwangsläufig um die 30% an sich, sondern den Zwang, diesen Marktplatz zu nutzen. Gäbe es alternative Marktplätze, würde der Markt einen fairen Preis für diese Dienstleistung finden. Apple dürfte natürlich auch weiterhin 30% nehmen, würde halt keiner mehr nutzen.

    Nennt sich Wettbewerb, sollte es auch bei Booking, Hrs & Co geben.
    X-Box und PSN sind natürlich auch ein interessanter Fall, aber dort gibt es ja auch Datenträger im Laden

    • therealThomas says:

      Microsoft und Sony verlangen auch Gebühren für die Veröffentlichung der Games auf Disc.
      Es ist hier dasselbe: ich kann nicht einfach so mein privat entwickeltes Spiel mit meinen Freunden teilen und zocken, sondern ich muss in irgendeiner Form über die Infrastruktur von MS und Sony gehen.

      • zumindest bei xbox könnte man über den dev mode gehen auch wenn das erstmal 20€ oder so kostetm definitiv praktikabler als bei Sony oder Switch oder eben ios.

      • Privat entwickelt ist vielleicht noch ein etwas anderes gelagerter Fall.

        Weiß man wie hoch die geführt
        Gebühr bei Datenträgern ist?

        Grundsätzlich denke ich ja schon, dass hier ein Präzedenzfall geschaffen werden könnte, der langfristig auf viele Stores angewendet werden könnte

      • Jemand Anders says:

        Falsch, du kannst das Spiel auch auf einer anderen Plattform entwickeln und es dann teilen…
        Natürlich brauchen deine Freunde die gleiche Plattform… also musst du sie überreden von Apple wegzugehen… ist wie mit dem Überreden der Leute, dass sie statt WhatsApp lieber die App XYz nutzen sollen.. macht halt keiner…

        Ich finde diesen ganzen Kram total lächerlich. Niemand wird gezwungen seine Waren (egal ob Spiele oder Produkte) auf bestimmten Marktplätzen anzubieten. Niemand! Wenn man sich aber dafür entscheidet, dann sollte man die AGBs und Nutzungsbedingungen akzeptieren! Die Portale kamen auch nicht von irgendwo … da steckt Arbeit hinter, die auch bezahlt werden will.

        Und kommt jetzt nicht mit „aber die anderen Portale verlangen weniger“ (auf Marktplätze bezogen). Klar, sie verlangen weniger weil sie weniger Reichweite haben. Und Apple und App Store? Entwickelt für Android, da kann man auch einfach so APKs installieren…

        Der Apple App Store ist sicher! Deswegen nutzen viele Leute einfach Apple Geräte… Code-Review und Ähnliches kosten Zeit und Geld. Dafür steht aber Sicherheit dahinter. Ich gebe in meinem Freundeskreis keinen Support für Android Geräte wenn etwas nicht funktioniert. Dieses Problem habe ich bei Apple nicht und noch nie gehabt.

        PS: Und das ist meine Meinung als Entwickler!
        PPS: Man könnte so viel darüber diskutieren, aber ich bleibe bei meiner Meinung: Niemand wird zu irgendwas gezwungen. Außer bei der GEZ!

    • das glaube ich nicht. wenn es neben dem App Store einen alternativen App store gäbe mit Wildwuchs an Wiren, Überwachungscookies und wo jeder Programmierer machen darf, was er will – niemand würde den benutzen.

      • Dann gäbe es aber eine Alternative Möglichkeit und es steht jedem frei, einen besseren und geprüften Store zu gründen und ggf weniger als 30% nehmen.

        Finde ich in der Tat eine interessante Überlegung, ob sich da etwas alternatives finden würde.
        Grundsätzlich müsste man dann halt genauso überlegen, was man installiert wie heute schon auf Windows und in Teilen Mac

    • Ein Nachtrag noch:
      Nur weil man klagt, heißt es ja nicht, dass man Recht hat. Aber dieses Thema rechtlich zu klären finde ich einfach maximal sinnvoll.

      Wenn Apple Recht erhält, soll dem so sein. Dann muss Epic überlegen, ob sie die Bedingungen akzeptieren.
      Aber zum Glück ist es bei uns so, dass aufgestellte Vertragsbedingungen gerichtlich überprüft werden können, auch nach

  10. Die Einleitung finde ich schon nicht fair und fehlplatziert. Epic hat im eigenen Store weniger Provisionen für Entwickler, verzichtet bei kleinen Projekten teilweise sogar darauf oder gewährt noch mehr, wenn die eigene Engine verwendet wird.

    Klar wollen die Geld verdienen. Ich glaube dennoch, dass Epic verstanden hat, dass es so viel Prozente nicht sein müssen und ich glaube Tim Sweeney auch, dass er selbst (unabhängig von der Firma) einfach ein Programmer der alten Schule ist, der noch an offene Quellen etc. glaubt, wie Carmack ebenfalls.

    Geld verdienen – klar. Aber das so abzustempeln? 30 Prozent für Infrastruktur und Plattform sind überall zu viel. Bei Steam ist die Kritik der Entwickler ebenfalls extrem laut.

    • Das mit 30% ist zu viel. Aber EPIC hat die Provision Im eigenen Store auch nur deshalb so niedrig gehalten, um Spiele und Entwickler zu generieren und zu locken. Später ziehen die mit Sicherheit an.

      • wieviel bleibt denn übrig an Gewinn, wenn Epic ihre Software im Laden, zB Mediamarkt verkauft ! Da macht man Luftsprünge, wenn nur 30% weg wären,

    • Zitat: Epic hat im eigenen Store weniger Provisionen für Entwickler, verzichtet bei kleinen Projekten teilweise sogar darauf oder gewährt noch mehr, wenn die eigene Engine verwendet wird.

      Epic steht mit seinem eigenen Store fast alleine da. Gegenüber Google und Apple Store sind es im Epic Store wenig Kunden, wenig Gewinnbringend.
      Epic ist durch Apple und Google erwachsen geworden und hat mit deren Wachstumshilfe neue Dimensionen angenommen. Jetzt sind sie mutig geworden.

    • > einfach ein Programmer der alten Schule ist, der noch an offene Quellen etc. glaubt

      Hahahaha, ein Ritter in weißer Rüstung, der für die Gamer kämpft? Der gleiche Typ, der seine Millionen für Exclusives ausgibt und anderen Plattformen Spiele vorenthält?

      https://www.digitaltrends.com/gaming/every-exclusive-game-in-the-epic-games-store/

  11. Also davon ab das mir das Spiel schnuppe ist … aber ja es polarisiert offensichtlic. Sind 30% berechtigt oder nicht.
    Fakt ist Epic waren die Bedingungen von Anfang an bekannt und hier liegt keine plötzliche Verteuerung vor. Epic hat sich drauf eingelassen und die Bedingungen akzeptiert und so nicht unerheblich Geschäfte gemacht.
    Wofür die 30% ? Schon mehrfach erwähnt … Infrastruktur, Download, Testung (mehr oder minder erfolgreich!) aaaaaber was hier noch gar nicht erwähnt wurde, es geht ja auch um Inkasso! Apple / Goolge „treiben“ das Geld ein und leiten dies an die App Entwickler weiter! Hey, nichtmal darum müssen die sich kümmern – nice 😉
    Das Epic rausgeflogen ist aus den App Stores find ich völlig korrekt. Wenn ich einseitig einen Vertrag, oder dessen Bedingungen kündige, bzw. umgehe, dann brauche ich mich nicht wundern wenn der Betreiber mich rauswirft. Und anstatt herzugehen und entweder neu zu verhandeln, oder den Vertrag wieder zu erfüllen, direkt ne Klage und nen Schmäh-Spot rausbringen, das zeigt wenig Bereitschaft mich mit dem Thema zu befassen, sondern zeigt meiner Meinung nach schon das Epic hier krabitzig sein will! Sie hätten ja mit Apple / Google in Dialog gehen können und von mir aus auch vor Gericht ziehen, jedoch bis zur Klärung gelten immer noch die geschlossenen Verträge! Apple / Google haben ihrerseits den Vertrag ja erfüllt … naja das Apple jetzt diesen Schritt geht, finde ich nicht verwerflich. Und ja, ich kann das Argument der Fairness den anderen Entwicklern gegenüber ebenso nachvollziehen.
    So what …
    Ja ich bin mit meinen Apple Produkten recht zufrieden, bin aber kein Fan-Boy und ja, es gibt durchaus Kleinigkeiten die auch mich stören. Aber es gibt Gründe warum ich die Nachteile gerne in Kauf nehme 😉

    • „…Infrastruktur, Download, Testung…“
      Trifft auch alles auf die Gratis-Apps zu, somit kann man die 30% dafür nicht rechtfertigen.

      Epic würde sich auch gerne selber um die Zahlungen kümmern, darf es aber nicht. Und wenn du jemanden zwingst dann dein teuren Dienste zu benutzen, kommst du schnell in Bedrängnis mit der Ausnutzung der Macht und den Wuchergesetzen.

      • > Epic würde sich auch gerne selber um die Zahlungen kümmern, darf es aber nicht.

        Natürlich dürfen sie das. Was denkst du wie das Spotify oder Netflix machen?

  12. Es geht hier im wesentlichen nicht um die Infrastruktur. Es geht hier um den Zugang zu zahlenden Kunden, die Epic „kostengünstig“ benutzen will.
    Der Zugang zu zahlungswilligen Kunden bleibt ein gewinnbringendes Geschäft. Google und Apple bietet Zugang zu Millionen/Milliarden zahlungswilligen Kunden. Bei Google und Apple sind das ganz andere Dimensionen gegenüber kleineren Plattformen.

    Grob kann man sagen:
    kleine Plattformen -> wenig zahlende Kunden -> geringe Gebühren -> weniger Gewinnbringend
    große Plattformen -> viele zahlungswillige Kunden -> höhere Gebühren -> Gewinnbringend

    Wachstum kostet Geld und gibts nicht kostenlos. Epic hätte es ohne Google und ohne Apple nie so weit geschafft.

    • Dafür zahlt man die jährliche Mitgliedsgebühr.

      • Die Mitgliedgebühr ist für die Infrastruktur.

        • Und den Kundenzugang und Infrastruktur, ohne Gebühr wirst du nicht gelistet.
          Wieso möchte Apple eigentlich nicht 30% der Werbeeinnahmen von Apps die sich mit Werbung finanzieren? Diese Apps bedienen sich dann ja auch deiner Meinung nach unrechtmäßig an der Kundenbasis.

  13. Wir reden hier von 30% Gebühren bei den großen Stores.
    Klingt viel, aber ist das wirklich so?
    In anderen Branchen sind teilweise viel höhere Margen üblich.
    Als Beispiel nenne ich jetzt mal die Modebranche, 70% sind da nicht selten. Das ist für den Endkunden natürlich deutlich weniger transparent, aber dennoch. Ich persönlich finde 30% auch nicht wenig, aber von unmoralisch würde ich da nicht reden.

    Nur mal, um die Diskussion etwas zu relativieren…

    • Eine Kreditkarte darf nur 0,3% Abwicklungskosten nehmen und dort gibt es praktikable alternative Zahlungsmöglichkeiten.

      Für das Listing, Traffic usw. zahlt ein Entwickler schon mit der Jahresgebühr, die bei Gratis Apps offensichtlich ausreichend ist. Aus diesem Grund ist nur die Abwicklung der Zahlung zu bewerten.

  14. Ok, finde die 30% auch recht viel, aber viele Unternehmen die jetzt die „Klappe“ aufreissen, sollten lieber still sein und ein wenig mehr auf sich schauen.
    Facebook: Daten der Nutzer sammeln und schön weiter verkaufen und aktuell auch noch zur „Umweltsau“ gemausert….
    https://www.golem.de/news/seekabel-facebook-laesst-25-000-liter-bohrfluessigkeit-im-meeresboden-2008-150270.html
    Spotify:
    –> Spotify hat ca. 85 Millionen Abonnenten
    –> jeder Abonnent zahlt ca. 10 Euro im Monat monatliche Einnahmen i. H. v. 850 Millionen Euro
    –> 70 % für Rechteinhabern (595 Millionen)
    –> 4,3 % (rund 25,6 Millionen Euro) für über 95 % der Musiker
    https://www.bonedo.de/artikel/einzelansicht/musikstreaming-sind-spotify-co-fair-fuer-kuenstler.html

  15. Ich finde, man muss in der Diskussion auch zwischen Apple und Google differenzieren. Google könnte meiner Meinung nach auch 99% verlangen, da App-Anbieter ja nicht gezwungen sind, ihre Apps im Play Store anzubieten. Es gibt zahlreiche andere Alternativen (häufig ist auf Telefonen sogar eine vorinstalliert, z. B. Galaxy App Store oder Huawei App Gallery). Wer dann die Vorteile des Play Stores – z. B. hohe Zugriffszahlen – trotz hoher Gebühren nutzen will, kann dies ja dann tun, aber er ist nicht dazu gezwungen.

    Bei Apple ist die Geschichte etwas komplizierter, da sie für ihr Betriebssystem ein Monopol haben. Hier wäre dann allerdings eine Grundsatzentscheidung wichtig. Wenn Apple gezwungen werden sollte, sein System zu öffnen, dann bitte auch Firmen wie Microsoft und ihr Store auf der XBOX. Die sind ja aktuell ganz vorne mit dabei sich zu beschweren und sind selbst keinen Deut besser.

  16. Die Games kosten Geld und die Plattform kostet Geld.
    Jeder kann ja seine Eigene Plattform bauen und verwalten.
    Für Epic und Fortnite ist das eine sicher Sache.
    Apple oder Google verwalten die User und die laden das Spiel runter, einmal gespielt und bezahlt.
    Hey damals hast du dir die Spiele im Laden gekauft mit 10 Disketten und dann mit 3 CD.
    Ach Leute es Geld hier nur um Geld, Epic und Fortnite wollen 25% mehr Verdienen.

  17. Der erste Satz des Artikels bringt mich innerlich schon wieder direkt zum kochen. Wir können alle nur froh sein, dass endlich jemand gegen die Machenschaften von Google und Apple vorgeht. 30 Prozent von allen Käufen ohne die Möglichkeit einer anderen Bezahlmethode ist einfach zu viel und eine Frechheit gegenüber allen Entwicklern. Natürlich geht es auch bei Epic um viel Geld but guess what, es geht überall nur ums Geld! Bei Visa und MasterCard wurden die Kosten gedeckelt, weil es ja so unhaltbar war, dass sie 3(?) Prozent genommen haben und alle haben sich aufgeregt. Die gleichen Menschen die jetzt meinen, 30 Prozent seien halt die Spielregeln von Apple und Google und es sei völlig in Ordnung das zu verlangen. Die Kosten sind von vor 10 Jahren, als noch kein Entwickler versucht hat von den App Einnahmen zu leben. Als Apps noch Hobbyprojekte waren und die 79 Cent mehr eine Entschädigung.

  18. Apple und Google, dürfen sich aber den Steuerabführung punkt leidlich aussuchen in diesem Fall Irland… völlig ok.
    Komisch nur das sie nicht in jedem europäischen Land nach den Verkäufen ihre Steuern zahlen wie jeder andere europäische Onlineshop das auch machen muss.
    Wahlfreiheit ist für Weltkonzerne obligatorisch… alles sehr seltsam

  19. Und es geht weiter…….
    https://www.golem.de/news/fortnite-epic-games-greift-die-spielebranche-an-2008-150331.html

    Hatte ich ganz vergessen. Die PS5 Digital Edition. Als ob Sony bei dieser irgendwas neben dem PS Store zulassen würde….

    https://www.gamestar.de/artikel/steam-epic-amazon-psn-shop-anteil,3349896.html

  20. Ich freue mich ja schon auf den Moment, in dem Epic recht bekommt und die Preise gleich bleiben – und jeder der hier für Epic cheered sich wundert warum das wohl so ist, die haben das doch schliesslich für den Nutzer gemacht?!

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