Enlight: Ein neuer Bildbearbeitungs-Sheriff ist in der iOS-Stadt

Die Macher der beliebten iOS-App Facetune haben gestern ihre neue App namens Enlight an den Start gebracht. 3,99 Euro kostet die App zum Einstand, hierbei handelt es sich um ein Einführungsangebot, später soll die App bei 7,99 Euro liegen.

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Enlight stürmte innerhalb eines Tages an die Spitze der iOS-Charts und stieß dort Threema vom Thron (bei denen ich mich wundere, was die da so lange machen). 3,99 Euro mag in der heutigen Freemium-Welt viel erscheinen, aber die App ist es auf jeden Fall wert. Sie ist komplett und natzt euch auch nicht mit In-App-Käufen. Aber ihr wisst ja, wie das ist: „iPhone ab 699 Euro und dann jammern, dass eine App 99 Cent kostet“-Idioten.

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Doch zurück zu Enlight, denn ich habe noch mit keinem Wort erwähnt, was die App überhaupt macht. Enlight ist eine Bildbearbeitung, die es echt in sich hat. Während die meisten Apps rudimentäre Bildbearbeitungsmöglichkeiten und Filter haben, meint man bei Enlight eine wesentlich größere und klügere Lösung in die Hand gedrückt zu bekommen.

Es ist nicht die App für Menschen, die mal eben ein Bild schießen, dieses mit Filtern belegen und dann bei Instagram rausballern (so wie ich) – es ist eine App, die einfach mehr möglich macht. Aus schlechten Bildern kann die App vielleicht noch etwas herausholen und eh schon gute Bilder können bearbeitet und noch besser werden. (Anmerkung: die Bilder im Text dienen lediglich dazu, die Oberfläche von Enlight zu präsentieren)

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Die ganzen Standardfunktionen findet man natürlich vor – lustige Filter, Text-Overlays, Rahmen, das Beschneiden, Drehen und Wenden von Fotos – das ist ja auch keine Kunst mehr für Apps. Enlight kann so viel mehr – was beim ersten App-Start verwirrend wirken könnte. Die Macher der App haben sich dazu entschlossen, beim Erststart jeder Funktion zu erklären, was diese auch macht. Aus Versehen übersprungen? Macht nichts, kann man jederzeit wieder aufrufen.

Das Menü auf der rechten Seite der App zeigt übersichtlich, was man so machen kann und jeder Menüpunkt offenbart noch Unterpunkte. Hat man beispielsweise die Filter auf der rechten Seite ausgewählt, dann öffnet sich das Menü und offenbart die Filtermöglichkeiten.

Eine Auswahl des Sets bringt dann unten die wählbaren Filter, die der Nutzer anwenden kann. Doch man klatscht nicht nur einfach einen Filter drauf, man kann diesen auch noch genau justieren – nicht nur in der Intensität – sondern man kann Masken erstellen, Teilbereiche ausfüllen, Filter radieren – oder mit rändern und dem Lichteinfall spielen. Interessant ist auch, dass sich gestartete Sessions problemlos speichern lassen, sodass man sich keine Sorgen um seine Arbeiten machen muss.

Fotos lassen sich selbstverständlich speichern oder zu Instagram, WhatsApp und Co teilen. Mit Enlight bekommt man für 3,99 Euro ein mächtiges Tool in die Hand gedrückt, welches zwar schnelle Effekte bietet, seine ganze Kraft aber erst ausspielt, wenn man von der Quick’n’Dirty-Instagram-Denke weggeht und sich mit seinen Fotos etwas befasst.

Was etwas schade ist: es gibt noch keine iPad-Version, hier würde ich wirkliche Stärken sehen, da der größere Screen eines iPads schon etwas mehr einlädt, mit Bildern etwas zu machen. Hier muss ich an Menschen wie meinen Schwiegervater denken – der würde heutzutage wahrscheinlich nicht mehr im Traum daran denken, seinen Laptop zu schnappen, um ein Bild zu bearbeiten – der würde am iPad bleiben um ein Bild – vielleicht vor einem Ausdruck – aufzuwerten. Und eben jenes kann man mit Enlight auf jeden Fall erledigen. Falls ihr euch die App kauft: nehmt euch ein wenig Zeit, um die Anleitungen zu verstehen, es lohnt sich und senkt das Frustrationslevel.

Enlight
Enlight
Entwickler: Lightricks Ltd.
Preis: 4,49 €
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caschy

Hallo, ich bin Carsten! Baujahr 1977, Dortmunder im Norden, BVB-Getaufter und Gründer dieses Blogs. Auch zu finden bei Twitter, Google+, Facebook, Instagram und YouTube. PayPal-Kaffeespende. Mail: carsten@caschys.blog

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14 Kommentare

  1. Leider keine Universal App wie du schon sagtest. Aber die App sieht gut aus.

  2. Mal ausprobieren.. mich ärgert es ja schon lange, dass es keine gute Bildbearbeitungssoftware fürs iPhone gibt. Bisher habe ich immer am Mac mit Photoshop bearbeitet und es dann wieder aufs iPhone geschoben, was aber die Timeline durcheinander bringt.

  3. Fand bisher Photoshop und auch Photoshop Express für iPhone und iPad sehr gut.

  4. Kann Enlight mehr?

  5. Pixelmator ist auch eine super Bildbearbeitungsapp!

  6. Sieht auf den ersten Blick gut aus und kommt wohl ohne In-App-Mist aus.
    Vielleicht eine gute und vor allem intuitiv bedienbare Alternative zu VSCO Cam. Dafür muss man nämlich einen Doktortitel haben…

  7. @caschy & alle Anderen: Hatte auch schon überlegt, mir die zu kaufen. Was genau ist jetzt der Mehrwert gegenüber Snapseed oder Afterlight, die ja auch mehr als der Durchschnitt können?

  8. @Leo K:
    Oder Pixelmater. Das kann sich sogar fest in die iOS Fotos App integrieren.

  9. Ich habe mir die App, auf Empfehlung über jemanden auf Twitter, gekauft. Die App vereint wirklich viele Apps in einer schicken durchdachten App. Auch die Einleitungen und Tooltips sind super. Auf Twitter meinte schon einer, dass er für Enlight ganze 5 Apps für Kamera und Bildbearbeitung deinstalliert hat, weil sie alles abdeckt.

    Der Preis für die App ist gut, ich würde an Stelle von Enlight den Preis nicht erhöhen, denn der passt schon so, gerade weil die Apps sich auch x-fach verkauft, aber das müssen die sehen, wissen und entscheiden.

    Aber Caschy hat recht, die wenigen Euro für eine App, wenn man bedenkt, dass diese One-Time Pay ist, kein Abo, derzeit keine In-App Käufe und stets vom Entwickler aktualisiert wird. Bin aber auch mal gespannt, wie lange Threema noch in der App Spitze (derzeit Platz 2) steht.

  10. Oh, danke für deinen Artikel. Nach so etwas hatte ich gesucht! 🙂

  11. kann man die app auch auf dem ipad benutzen?

  12. Inzwischen ist es eine Universal-App!

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