Dolby Atmos gibt es nun auch für Fahrzeuge

Wer hätte das gedacht? Dolby Atmos ist ohnehin schon omnipräsent – schließlich werben bereits Notebook-Hersteller für ihre Geräte mit Dolby-Atmos-Lautsprechern. Auch bei Smartphones und Kopfhörern wird bereits mit dem 3D-Soundformat geworben. Manch einer kritisiert da vielleicht, dass die Marke bereits verwässert werde. Nun folgt jedenfalls der nächste Schritt: In Kooperation mit Cinemo hievt man Dolby Atmos in Fahrzeuge.

Sollte euch Cinemo so gar nichts sagen: Cinemo ist ein international tätiger Anbieter von Infotainment-Middleware für Automobile. Die neue Kooperation zwischen Dolby und Cinemo wurde nun auf der IAA Mobility während des Dolby-Panels bekannt gegeben. Gemeinsam möchte man die sogenannte Dolby Car Experience etablieren. Dabei geht es erst einmal konkret um Dolby Atmos Music. Anstatt den Sound in Stereo abzuspielen, soll Dolby Atmos die Hörer im Fahrzeug mitten ins Geschehen ziehen.

In welchen Fahrzeugen könnt ihr nun künftig Dolby Atmos verwenden? Da nennt man noch keine konkreten Marken, macht aber Mut. Die Cinemo-Automobillösungen seien bereits in Millionen von Fahrzeugen weltweit im Einsatz und würden von führenden Automobilherstellern verwendet. Somit seien auch Upgrade-Lösungen für bereits verkaufte Autos in Planung. Die Dolby Car Experience-Technologie lasse sich also nahtlos in neue und bestehende Auto-Audio-Subsysteme integrieren. Sie könne laut Cinemo kann auf die meisten Lautsprecherkonfigurationen abgestimmt werden.

Tja, was haltet ihr davon? Wer bereits in Bezug auf Dolby-Atmos-Soundbars und Co. skeptisch ist, wird hier vielleicht den Kopf schütteln. Per se ist es aber durchaus eine clevere Idee, die Audioerfahrung in Fahrzeugen aufzuwerten.

Kleiner Nachtrag: Dolby kündigte in Kooperation mit Lucid Air schon im März 2021 Dolby Atmos für Autos über einen recht komplexen Speaker-Aufbau an. Jene Zusammenarbeit hängt jedoch an spezieller Hardware. Die neue Kooperation mit Cinemo wiederum ist von der speziellen Software-Plattform abhängig. Somit schafft man nun also das Potenzial Dolby Atmos in Fahrzeugen deutlich breiter und Hardware-unabhängiger auszurollen.

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3 Kommentare

  1. Find ich einerseits interessant, andererseits aber auch ein weiterer Punkt, der den/die Fahrer/-in „ablenkt“.
    Ich habe in meinem Tesla M3P die Kameras immer am Laufen und schaue mir gelegentlich abends die Videos an.
    Was mir dabei sehr oft auffällt, ist schlicht die massive Unachtsamkeit bzw. Unkonzentriertheit von sehr vielen Fahrer/-innen.
    Wenn nun auch noch die Raumklang-„Ablenkung“ dazu beisteuert, dass man nicht mehr das tut, wozu der/die Fahrer/-in im Auto sitzt, nämlich den umgebenden Verkehr zu beobachten und möglichst keinen Unfall auf dem Weg von a nach b zu bauen bzw. zu verursachen, ist das eher schlecht.
    Ansonsten finde ich die Idee per se gut, aber ein Auto ist halt akustisch ein sehr schweres Gelände – Glas und die ganze Kunststoff-Oberflächen sind extrem unterschiedlich in Ihrer Eigenresonanz sowie der Absorption bzw. Reflektion von Schallwellen, dazu kommen noch die extremen Temperaturunterschiede, in der der Klang dann auf den Materialen ebenfalls unterschiedlich wirkt.

    • „Ich habe in meinem Tesla M3P die Kameras immer am Laufen und schaue mir gelegentlich abends die Videos an. Was mir dabei sehr oft auffällt, ist schlicht die massive Unachtsamkeit bzw. Unkonzentriertheit von sehr vielen Fahrer/-innen.“:
      Bürger überwachen Bürger. Wozu brauchen wir da noch den Staatstrojaner? Das hatten wir doch schon einmal in bestimmten Landesteilen. Vielen Dank, nun kann ich beruhigt schlafen – nicht!

  2. Atmos im Notebook? Ähnlicher Blödsinn wie THX. – Einfach nur ein Nutzloases Label teuer bezahlt für nix.

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