Das waren die 2000er-Jahre: 5 Top-Filme bei Amazon Prime Video

Nachdem ich schon für Netflix eine Liste mit fünf Filmen aus den 2000er-Jahren zusammengestellt habe, kommt nun auch Amazon Prime Video an die Reihe. Allerdings musste ich bei Amazon doch etwas länger suchen, um auf meine erhofften Perlen zu stoßen. Das hat jedoch auch daran gelegen, dass ich einen „Memento“ nicht gleich doppelt in die Listen hieven wollte.

Auch im Hinblick auf diese Liste gilt natürlich, dass sie vollkommen subjektiv ist. Und abermals erinnert euch bitte daran, dass ich freilich nur die Titel in die Liste packen kann, die tatsächlich bei Amazon Prime Video enthalten sind. Deswegen habe ich viele meiner Favoriten, als Beispiele seien „Minority Report“, „Mulholland Drive“ oder „Die Royal Tenenbaums“ genannt, außen vor lassen müssen.

Falls ihr für Abonnenten von Amazon Prime Video vielleicht noch ganz andere Tipps aus den Jahren 2000 bis 2009 auf Lager habt, dann natürlich gerne immer her damit in den Kommentaren! Nicht nur ich, auch die anderen Leser freuen sich sicherlich, wenn ich da eventuell noch das ein oder andere Juwel entdecken lässt. Vorerst sind dann hier meine Top-5-Filme aus den 2000er-Jahren bei Amazon Prime Video.

5. Million Dollar Baby

Clint Eastwood hätte man vor einigen Jahrzehnten wohl nicht zugetraut, dass dieser ehemals für markige Western und Actionfilme bekannte Haudegen mal zu den angesehensten Regisseuren Hollywoods zählen könnte. Diesen Ruf hat er sich mit Filmen wie eben „Million Dollar Baby“ aus dem Jahr 2004 erarbeitet. Ich wurde damals von einem Kumpel „gezwungen“ das Drama mitzuschauen, blieb dann aber überraschend überzeugt von den Qualitäten dieses Werks zurück. Auch wenn die Story um die angehende Boxerin Maggie Fitzgerald (Hilary Swank), welche unter den Fittichen des idealistischen Trainers Frankie Dunn (Clint Eastwood) aufblüht, anfangs etwas vorhersehbar bleibt, ist man stets emotional von den Charakteren mitgerissen.

Dabei mag „Million Dollar Baby“ viele Sportfilm-Klischees bedienen, anders als bei vielen anderen Titeln aus diesem Genre gibt es aber doch eine Wendung am Ende, mit der das Genre etwas unterlaufen wird. So löste das letzte Drittel des Films in den USA dann auch einige Kontroversen aus. Auf jeden Fall ist „Million Dollar Baby“ ein exzellentes Drama, das auch seine vier Oscars zurecht mitgenommen hat.

4. The Green Mile

Hier würde Caschy vermutlich das einzige Mal bei meiner Filmliste applaudieren, auch wenn ich ein wenig gemogelt habe. Denn auch wenn „The Green Mile“ in Deutschland erst 2000 gestartet ist, lief er international bereits 1999. Doch ein wenig Freiheit braucht der Mensch, was nicht nur für mich als Autor gilt, sondern auch für den zentralen Charakter des Films, Michael Clarke Duncan als John Coffey. Letzterer sitzt im Todestrakt. Doch der Hüne, welcher angeblich ein brutaler Mörder sein soll, erweist sich in den Augen der Wärter als sanftmütiger Riese. So hat nicht nur Wache Paul Edgecomb (Tom Hanks) schnell Zweifel daran, dass Coffey zurecht zum Tode verurteilt wurde.

Und da „The Green Mile“ auf einer Geschichte von Stephen King basiert, kommen hier dann auch einige übernatürliche Elemente zum Tragen. Dabei trägt der Film teilweise sehr dick auf und drückt ordentlich auf die Tränendrüse. Doch diese Sentimentalität verzeiht man insgesamt gerne, denn Regisseur Frank Darabont schafft es mit seiner ruhigen Erzählweise stets das Pathos so zu verpacken, dass man John Coffey ohne nachzudenken auf seinem schweren Weg über die grüne Meile folgen mag.

3. Zombieland

Von „Zombieland“ hatte ich anfangs nicht viel erwartet. Ich bin alles andere als ein großer Horror-Fan und Komödien aus diesem Bereich sind immer so eine Sache. „Zombieland“ allerdings macht alles richtig und bietet Charaktere mit Wiedererkennungswert, tolle Gags und eine seichte aber doch unterhaltsame Story. Und dann ist da natürlich eines der grandiosesten Cameos der Filmgeschichte, das ich an dieser Stelle nicht vorweg nehmen möchte.

Amazon hatte ja sogar mal vor aus „Zombieland“ eine TV-Serie zu machen, stampfte das Projekt allerdings nach einem Pilotfilm dann doch wieder ein. Vielleicht ist das am Ende besser so, denn der Streifen mit Jesse Eisenberg, Woody Harrelson und Emma Stone bleibt ausreichend im Gedächtnis und ist in sich perfekt geschlossen. Also: Haltet euch an die Regeln, wer „Zombieland“ gesehen hat, weiß was ich meine, und gebt dieser Horror-Komödie eine Chance.

2. Gladiator

Im Nachhinein wurde „Gladiator“ 2000 sicherlich etwas überbewertet: Drei Oscars und diverse weitere Preise räumte der auch kommerziell überaus erfolgreiche Film von Ridely Scott mit Russel Crowe in der Hauptrolle als Gladiator Maximus ab. So gibt es hier dann doch viele Over-the-Top-Momente, für die meistens gut und gerne Joaquin Phoenix als zwieträchtiger Commodus verantwortlich ist. Trotzdem ist „Gladiator“ immer noch ein sehenswertes historisches Drama mit feiner Action und einer emotionalen Geschichte.

So bietet sich „Gladiator“ auch fast 20 Jahre nach seiner Entstehung immer noch für einen Filmabend mit Kumpels an und kann aufgrund der üppigen Ausstattung immer noch mit Schauwerten glänzen. Wer also auch auf Serien wie „Rom“ oder „Spartacus“ abgefahren ist und generell Historienfilme mag, sollte „Gladiator“ auf jeden Fall auf seine Liste setzen.

1. Harry Potter und der Gefangene von Askaban

Bei Amazon Prime Video steht natürlich nicht nur der dritte Film, sondern die gesamte Filmreihe zu „Harry Potter“ zur Verfügung. Ich habe hier aber „Harry Potter und der Gefangene von Askaban“ herausgegriffen, da es sich meiner Meinung nach um den besten Teil der gesamten Reihe handelt. So hat der mexikanische Regisseur Alfonso Cuarón („Gravity“) dem Universum des Zauberers wahre Magie eingehaucht. Der Film kommt perfekt auf den Punkt, ist visuell sehr einprägsam und erzählt eine Geschichte, die generationsübergreifend fasziniert.

In „Harry Potter und der Gefangene von Askaban“ hat unter anderem auch Gary Oldman als Sirius Black seinen ersten Auftritt in der Filmreihe. Natürlich bleiben diese Fantasy-Filme Geschmacksache, aber nicht umsonst ist der dritte Teil insgesamt unter Fans der beliebteste und wird oft als positives Beispiel herausgegriffen. Wer skeptisch bezüglich Harry Potter ist und zum Reinschnuppern nur einen einzigen Film antesten möchte: „Harry Potter und der Gefangene von Askaban“ sollte es sein – die Vorkenntnisse kann man dann auch später mit den ersten beiden Teilen nachholen.

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André Westphal

Hauptberuflich hilfsbereiter Technik-, Games- und Serien-Geek. Nebenbei Doc in Medienpädagogik und Möchtegern-Schriftsteller. Hofft heimlich eines Tages als Ghostbuster sein Geld zu verdienen oder zumindest das erste Proton Pack der Welt zu testen. Mit geheimniskrämerischem Konto auch bei Facebook zu finden. PayPal-Kaffeespende an den Autor.

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8 Kommentare

  1. Shaun of the Dead kann locker Zombieland ersetzen.

    Meine 10 besten die es nicht bei Prime gibt, die Hälfte davon ist auch nicht bei Netflix:
    American Psycho
    Snatch
    Donnie Darko
    Chihiro’s Reise
    Hannibal
    Mulholland Drive
    Kill Bill
    Die Simpsons
    Gran Torino
    Hangover

    Wenn ich mich bei werstreamt.es umsehe dann fehlen da überall zahlreiche Klassiker.

    • André Westphal says:

      Davon hätte ich sonst z. B. auch Mulholland Drive, Donnie Darko und auch Chihiros Reise ins Zauberland (den engl. Titel Spirited Away finde ich deutlich einprägsamer) reingenommen. Leider halt alle nicht dabei :-(.

      Shaun of the Dead habe ich weggelassen, da ich ihn schon zu Halloween in einer Liste hatte :-D.

      • Ich finde den deutschen Titel sogar ganz gut, gerade weil der Film auch für Kinder geeignet ist. Und auch besser als diese ganzen furchtbaren deutschen Übersetzungen, oder noch schlimmer: Originaltitel + dümmlicher deutscher Zusatztitel.

  2. Bob (der andere) says:

    Gute Auswahl!

    “The Green Mile“ ist eine der wenigen gelungenen Verfilmungen eines Stephen King Romanes. Fast alle anderen Verfilmungen kommen irgenwie ziemlich schnarchig rüber (Ausname Nr. 2: Shining mit J. Nicholson, der aber S.King widerum nicht gefiel. 3.: Die Verurteilten). Ganz, ganz schlimm die beiden King Serien “Under the Dome“ (weicht ab der 2. Staffel völlig vom Buch ab, bis hin zu einem nahezu gegenteiligem Ende), und Mr. Mercedes (Buch ist da zu Ende wo auch die erste Staffel endet, 2. und evtl. folgende Staffel also völlig unnötig).

    Gladiator ist zwar kein schlechter Film, finde ihn aber völlig überbewertet. Wie bereits in dem anderen Beitrag gesagt, finde ich 300 wesentlich besser (als Historienfilm erst recht).

    Die Harry Potter-Filme finde ich eigentlich alle recht gut.

    P.S.: Danke für die Einschätzung/Bewertung zu Jim Carry in Vergiss mein nicht. Werde ihn bei nächster Gelegenheit mal anschasuen.

    • Ich habe mir gerade aufgrund des Artikels hier von Herrn Westphal de Film „vergiss mein nicht“ mit meiner Freundin angesehen. Er ist wirklich sehr sehenswert. Die erste halbe Stunde zog sich meiner Meinung nach etwas aber das versteht man dann irgendwann.

      Danke für die Tipps und gerne weitere Empfehlungen!

    • Bei The Dome stimme ich zu. Fing wirklich gut an, aber mit Anfang der zweiten Staffel ging es wirklich rapide bergab. Es kommt einem vor als ob die Verantwortlich schnell einen Exit finden wollten um nicht so zu enden wie die bescheuerte Serie auf dieser Insel, Name hab ich gerade vergessen.
      Ich halte The Dome sogar für eine der wenigen Verfilmungen, die *nicht* gelungen sind. Weitere gelungene sind: Christine, Misery, Stand by Me, Carrie, Dolores Claiborne, Dead Zone, Friedhof der Kuscheltiere, Es, Der Rasenmähermann und natürlich Running Man! Die Filme sind alle sehr sehenswert. Leser bemängeln dass der Inhalt oft vom Buch abweicht. Aber wenn es funktioniert ist dass kein Problem.

      • Bob (der andere) says:

        @ Kalle:
        Was Stephen King Verfilmungen angeht:
        Ich wollte nicht sagen das alle schlecht sind. Running Man würde ich auch noch zu den guten zählen (vergessen). Aber bei “Es“ (alte Version) stört mich z.B. die Länge (ist zwar auch ein dickes Buch). Ein Film muß eben hier und da auch die Handlung etwas straffen (was natürlich sehr schwer ist, um die Handlung korrekt rüber zu bringen), sonst wird der Film zu langatmig und damit langweilig. Der neue “It“ weicht zwar mehr vom Buch ab (bzw. weniger ausführlich), ist dafür aber wesentlich rasanter/spannender. Von daher gehen (kleinere) Abweichungen von der Vorlage in Ordnung.
        Wenn ich mal meine Top 4 (bzw. Top5, wenn ich Es mit dazu nehme)anschaue (Shining, Die Verurteilten, Green Mile, Running Man) haben aber alle eines gemeinsam:
        Es sind relativ teure Filme mit teilweise hochkarätigen Stars.

        Es gibt da noch ein Problem mit Stephen King-Filmen:
        Wer vorher das Buch gelesen hat, wird von dem entsprechenden Film fast immer entäuscht sein.

        Bestes Beispiel: The dark Tower (Der dunkle Turm). Dieser Film ist für jemand, der die Bücher gelesen hat, ein Schlag ins Gesicht (und zwar mit ‚ nem Baseballschläger).
        Acht Bücher, mit so um die 5000 (Text)Seiten, in einen 90-Minuten Film gequetscht (wo sie doch heute aus nem 20 Seiten Marvel-Comic schon einen 150 Minuten Film machen)
        Die Handlung von mehreren Bücher wild und zusammenhanglos durcheinander gemixt. Anstatt das ganze gleich als Film-Reihe mit 8 oder mehr Teilen anzulegen (entsprechend den Büchern).
        Zwei der wichtigsten Charaktere wurden einfach mal ganz weggelassen (eddy und Odetta), andere völlig verzerrt (Jake ist später selber Revolvermann. Roland ist nicht schwarz, sondern wird äußerlich ziemlich genau wie der junge Clint Eastwood beschrieben).
        Und zu diesem Drecksfilm!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!! gibt King seinen Segen, während er über den alten Shining so unzufrieden ist, das er selbst ein Remake dreht.

  3. Bob (der andere) says:

    Hmhh, Antwort wohl nicht angekommen, also nochmal

    @ Kalle:
    Was Stephen King Verfilmungen angeht:
    Ich wollte nicht sagen das alle schlecht sind. Running Man würde ich auch noch zu den guten zählen (vergessen). Aber bei “Es“ (alte Version) stört mich z.B. die Länge (ist zwar auch ein dickes Buch). Ein Film muß eben hier und da auch die Handlung etwas straffen (was natürlich sehr schwer ist, um die Handlung korrekt rüber zu bringen), sonst wird der Film zu langatmig und damit langweilig. Der neue “It“ weicht zwar mehr vom Buch ab (bzw. weniger ausführlich), ist dafür aber wesentlich rasanter/spannender. Von daher gehen (kleinere) Abweichungen von der Vorlage in Ordnung.
    Wenn ich mal meine Top 4 (bzw. Top 5, wenn ich “Es“ mit dazu nehme)anschaue (Shining, Die Verurteilten, Green Mile, Running Man), haben die aber alle eines gemeinsam:
    Es sind relativ teure Filme mit teilweise hochkarätigen Stars (gut produziert).

    Es gibt da noch ein Problem mit Stephen King-Filmen:
    Wer vorher das Buch gelesen hat, wird von dem entsprechenden Film fast immer entäuscht sein.

    Bestes Beispiel: The dark Tower (Der dunkle Turm). Dieser Film ist für jemand, der die Bücher gelesen hat, ein Schlag ins Gesicht (und zwar mit ’nem Baseballschläger).
    Acht Bücher, mit so um die 5000 (Text)Seiten, in einen 90-Minuten Film gequetscht (wo sie doch heute aus einem 20 Seiten Marvel-Comic schon einen 150 Minuten Film machen).
    Die Handlung von mehreren Büchern wild und zusammenhanglos durcheinander gemixt. Anstatt das ganze gleich als Film-Reihe mit 8 oder mehr Teilen anzulegen (entsprechend den Büchern).
    Zwei der wichtigsten Charaktere wurden einfach mal ganz weggelassen (Eddy und Odetta/Susannah), andere völlig verzerrt (Jake ist später selber Revolvermann. Roland ist nicht schwarz, sondern wird äußerlich ziemlich genau wie der junge Clint Eastwood beschrieben).
    Und zu diesem Drecksfilm!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!! gibt King seinen Segen, während er über den alten Shining so unzufrieden ist, das er selbst ein Remake dreht.

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