Chrome OS: Linux-Applikationen werden mit einem Material-Design-Theme laufen

Die kommende Unterstützung von Linux-Programmen unter Chrome OS scheint nur noch eine Frage der Zeit. Schon im  Februar kamen erste Hinweise dazu hoch und vor ein paar Tagen fanden erste User die Terminal-App in der Canary-Version, ein weiteres Zeichen dafür. Doch wie werden Linux-Apps denn dargestellt? Passt der Look zu dem Aussehen von Googles Chrome OS?

Die Antwort auf genau diese Frage hat man bei XDA Developers gefunden. Die dortigen Entwickler sind im Chromium Gerrit auf diverse Commits gestoßen, die deutlich machen, dass Linux-Programme mit einem Material-Design-Theme laufen werden.

Die meisten Applikationen unter Linux nutzen das GTK-Framework um UI-Elemente zu rendern, dazu gehören Fenster, Buttons, Tabs und so weiter. GTK erlaubt dem Anwender außerdem, Themes zu installieren und das Aussehen des Systems auf seine Vorlieben anzupassen.

Google hat für Chrome OS das Adapta-Theme ausgewählt, welches ihr im obigen Bild seht. Es handelt sich hierbei um ein Design, welches an das hauseigene Material Design angelehnt ist. Google hat auch einen eigenen Fork des Themes angelegt, indem man Anpassungen vornimmt.

Im besten Fall werden sich Linux-Programme also nahtlos in Chrome OS integrieren. Ich denke, dass wir zu Google I/O mehr dazu erfahren werden.

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Oliver Posselt

Hauptberuflich im SAP-Geschäft tätig und treibt gerne Menschen an. Behauptet von sich den Spagat zwischen Familie, Arbeit und dem Interesse für Gadgets und Co. zu meistern. Hat ein Faible für Technik im Allgemeinen. Auch zu finden bei Twitter, Google+, Instagram, XING und Linkedin, oder via Mail. PayPal-Kaffeespende an den Autor

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12 Kommentare

  1. Geil, geil, geil!

    kwt

  2. Nachdem die tolle Linux-Distro „Cub Linux“, welches Chrome OS auf Basis von Ubuntu so schick imitierte, leider eingestellt wurde, wäre das ein interessanter Workaround für mich.

  3. Wenn es gut kommt, dann tschau Windows.

    • Was soll da „gut kommen“?
      An der (teils fragwürdigen) „Qualität“ und Auswahl der Linux Anwendungen ändert das auch nichts.
      Ich nutze ja selbst auch unter anderem Linux, wüsste aber jetzt nicht welche Linux-only „Killer-App“ mir unter anderen OS fehlen würde.
      Andersherum siehts da schon ganz anders aus…

  4. Nur für mein Verständnis: auf den Geräten läuft dann zB OpenOffice als LinuxVersion und parallel kann ich Android Apps laufen lassen?

  5. Wenn das tatsächlich kommt, dann ist das nicht nur gut für Chrome OS Nutzer, sondern für alle Linux User, weil Entwickler dann ganz anders auf/für Linux entwickeln. Es gibt dann nur noch ganz wenige Gründe für Windows. Spiele z.B.

    Ich frage mich nur, ob es Flatpak wird. So wie es in Neverwares Cloudready Chromium OS seit der aktuellen Version schon ganz gut funktioniert.

  6. Das ist ein sehr interessantes Thema. Dazu müssten Chromebooks dann natürlich endlich mal adäquate SSDs bekommen, so mit 120GB oder mehr, dann könnte man das durchaus produktiv nutzen.

    Ich hab ja kein Problem mit Windows 10, läuft bei mir 1A, aber Konkurrenz kann ja bekanntlich nie schaden.

  7. … und wenn Chrome-OS ohne Cloud und die Datenkrake google dahinter funktionieren würde, wäre das noch besser.

    • 1993 ist lange her. Willkommen in der Zukunft. Sie besitzen sicherlich ein Smartphone oder einen Laptop bzw. PC? Tja, das alles frisst ebenfalls Ihre Daten. Wer nicht möchte das Daten gesammelt werden, darf kein Internet besitzen – Punkt!

      • Haha, wir leben 2018.
        Und natürlich kann man auf dem Desktop das Tracking so weit wie möglich einschränken und sogar verbieten (die richtigen technischen Mittel vorausgesetzt) und Smartphones lassen sich komplett ohne google-Dienste betreiben!
        Aber dazu muss man halt mehr Kenntnisse haben als „nur Klickibunti“.

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