Burger King führt Strom-Tankstellen auf seinen Parkplätzen ein

Besitzer von E-Autos haben es noch nicht überall leicht: Tankstellen für Benziner und Diesel gibt es in Hülle und Fülle, doch für die neueren Elektro-Fahrzeuge muss man teilweise arg auf die Suche gehen. Mittlerweile springen da immer mehr Unternehmen in die Bresche und wollen ihre Kunden auch mit Strom-Tankstellen locken. Da reiht sich nun auch die Fast-Food-Kette Burger King ein.

Burger King arbeite dafür in Deutschland laut eigenen Aussagen mit der Cut Power AG aus Hamburg zusammen. Gemeinsam wolle man entsprechende Ladestationen auf den Parkplätzen des Unternehmens installieren. Los geht es schon am 15. Mai mit dem Restaurant im niedersächsischen Burgdorf. Stadthagen soll folgen. Geladen werde laut Unternehmen ausschließlich zertifizierter Ökostrom. Der Geschäftsführer von Burger King Deutschland, Carlos Baron, erklärt dazu: „Wir wollen mit diesem Angebot ein Zeichen für mehr Nachhaltigkeit setzen und vor allem auch mehr Komfort für unsere Gäste schaffen.

Burger King setzt auf Ultra-Fast-Charger, die große Gleichstrom-Mengen (DC) in kurzer Zeit an die Elektroautos abgeben. In 30 Minuten soll man so für 200 km Reichweite auftanken können. In jener Zeit können die Kunden also in Ruhe bei Burger King etwas schnabulieren, um anschließend weiterzufahren. Aktuell plant Burger King eine Komfort-Strom-Tankstelle pro Restaurant bzw. Ultra Fast Charger mit eben zwei Ladepunkten.

Pro Filiale könnten dann also zwei Kunden ihre E-Autos parallel aufladen. Stehen sollen die Ladestrom-Anlagen jeweils unter Glasdächern, so dass auch ein Informations-Monitor angebracht werden kann. Neben den ersten Restaurants in Burgdorf und Stadthagen will Burger King im Verlauf des Jahres möglich viele weitere Filialen aufstocken. Genaue Angaben zur Anzahl und der Zeitplanung rückte die Fast-Food-Kette bisher aber noch nicht raus.

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André Westphal

Hauptberuflich hilfsbereiter Technik-, Games- und Serien-Geek. Nebenbei Doc in Medienpädagogik und Möchtegern-Schriftsteller. Hofft heimlich eines Tages als Ghostbuster sein Geld zu verdienen oder zumindest das erste Proton Pack der Welt zu testen. Mit geheimniskrämerischem Konto auch bei Facebook zu finden. PayPal-Kaffeespende an den Autor.

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9 Kommentare

  1. Evtl. gleich dazu eine interaktive Bestellsäule, um vor dem Anschließen noch schnell sein Essen zu bestellen?

  2. Irgend eine Info über die Kosten?

    • Da es über EnBW läuft die normalen Kosten die man dort bezahlt.
      Bzw. alle im Roaming. EnBW direkt sind 39 Cent pro kWh AC und 49 Cent pro kWh DC. Bzw. 29 AC / 39 DC wenn man ADAC Mitglied ist.

      • 100-150% höherer Strompreis als der für Privatkunden daheim, 300% im Vergleich zu Industriekunden.

        Man sollte bei Kaufabsicht eines Elektroautos einkalkulieren, dass künftig der Strom an Tankstellen auf diesem Preisniveau liegen wird. Schnelladesäulen sind teuer. Ein Preisvorteil zum Diesel ist damit nicht mehr gegeben, im Gegenteil. Das Elektroauto ist damit sogar teuer.

        Ich finde es schade, dass das Elektroauto so unkritisch gehypt wird, obwohl es längst bessere Alternativen gibt, die auch massentauglich sind. (Erd)Gas-Autos sind seit Jahren verfügbar, günstig in Anschaffung und Unterhalt und bei entsprechender Einspeisung von Biogas ins Erdgasnetz keinen Deut weniger umweltfreundlich. Auch der Strom ist ja nur anteilig erneuerbar. Aber im Gegensatz zum Stromnetz ist das Erdgasnetz bundesweit in ausreichender Kapazität vorhanden. Und das Tanken geht schnell und preiswert vonstatten.

        Leider haben viele Leute vor Gastanks im Auto mehr Angst als vor riesigen LithiumIonen-Batterien um sie herum. Eine falsche Gefahrwahrnehmung.

        • Ähm. Nein. Strompreis zu Hause für Ökostrom liegt bei 30 Cent plus Grundgebühr. Bis der Strom an der Säule ankommt sind es 22-25 Cent. Da sind dann 29 Cent völlig ok. Auch 39 für DC Strom sind in Ordnung. Die 8-10 Cent die Ökostrom sind der Preis am Kraftwerk.

          Wer zur Hölle sollte einen Diesel fahren wollen? Wir zahlen jetzt 2/3 weniger für Strom / Sprit als vorher. Bei ungefähr gleicher Größe von Auto. Gestern wieder 200km gratis geladen. Wo bekommt man gratis Benzin?

          Nur hat Erdgas das selbe Problem wie Benzin. Es ist nicht erneuerbar. Und die Menge die wir bräuchten kann man nicht als Biogas anbauen. Der Mensch will ja auch noch was essen. Genauso kann unser Stromnetz ohne Probleme damit umgehen. Hat EnBW schon getestet.

          Ich halte Gastanks für genauso ungefährlich wie Akkus. Wenn nichts an den Autos passiert passiert auch nix. Wenn man rein schießt oder vorher nen Unfall hatte dann kann immer was passieren.

  3. Martin Deger says:

    Das ist ein sinnvoller Standort für einen Ultraschnelllader, da in der Verweilzeit im „Restaurant“, der Akku wieder zu einem wesentlichen Teil voll wird. Persönlich bin ich kein großer Fan von Fast Food Restaurants, aber das Prinzip der Platzierung der Ladesäulen ist richtig.

  4. Dann kann man sich ja da wieder häufiger blicken lassen.
    Es ist schon toll das es immer mehr Schnell-Ladesäulen gibt. Freut mich das sich nun auch viele Firmen dafür interessieren.

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