Bosch Smart Home: Integration des Smart Locks „Yale Linus“ schafft neue Möglichkeiten

Bosch kooperiert ab dem Herbst auch mit dem Hersteller Assa Abloy der smarten Yale-Schlösser. Mit Yales „Linus“ findet nun erstmals auch ein Smart Lock Einzug ins Ökosystem des Bosch Smart Homes. Jenes lässt sich dort unter anderem in Automationen integrieren.

Das Smart Lock Linus gehört – ähnlich wie jenes von Nuki – zu den Nachrüst-Lösungen ohne Schrauben und Bohren. Die Inbetriebnahme erfolgt auch weiterhin über die Yale-Access-App, welche neben dem Status auch Steuermöglichkeiten wie das Ver- und Entriegeln bietet. Auf Wunsch hat man auch eine Auto-Unlock-Funktion parat, welche die Türe mittels Geofencing automatisch bei Annäherung entriegelt. Zudem sei auch die Steuerung über einen Sprachbefehl an Siri, Amazons Alexa oder den Google Assistant möglich. Weiterhin optional ebenso möglich: der physische Schlüssel.

Die Integration in das Bosch-Smart-Home-System lässt zahlreiche Automationen sowie Szenarien zu. Unter anderem wird es eine Verzahnung mit der Außenkamera Bosch Eye geben. Hier könnt ihr beim Prüfen des Kamerabildes auch direkt Einlass in eure vier Wände gewähren („Zugangssteuerung“). Wollt ihr einen temporären Zugang an andere Personen gewähren, dann müsst ihr allerdings wieder zur Yale-App greifen – ihr merkt schon: um die gleichzeitige Nutzung beider Apps kommt ihr trotz Zusammenspiel nicht herum.

Den Zustand des Abschließens könnt ihr prima in die Automationen für die Bosch-Smart-Home-Komponenten im Sinne einer Wenn-Dann-Logik verwenden. So lässt sich beim Abschließen der Haustüre realisieren, dass bestimmte Geräte und Lichter abgeschaltet werden und das Alarmsystem von Bosch automatisch aktiviert wird. Zudem könnt ihr auch dafür sorgen, dass sich das Schloss zu festgelegten Zeiten automatisch verriegelt.

Die Kommunikation des Türschlosses erfolgt über die Yale Connect Wi-Fi Bridge. Ein entsprechendes Bundle startet ab dem 15. Oktober 2021 in den Verkauf zu einem Preis von 329,95 Euro. Wichtig zu wissen: der Bosch Smart Home Controller wird ebenso benötigt wie ein kompatibler Zylinder. Wieso man da (nur) auf Yale und nicht das hierzulande wohl öfter verbreitete Nuki-Schloss setzt, das bleibt mir allerdings ein Rätsel. Denn Nuki zeigt sich mit zahlreichen Partnern sehr integrationsfreudig.

Gefällt dir der Artikel? Dann teile ihn mit deinen Freunden.

Baujahr 1995. Technophiler Schwabe & Studienreferendar. Unterwegs vor allem im Bereich Smart Home und ständig auf der Suche nach neuen Gadgets & Technik-Trends aus Fernost. Twitter. PayPal-Kaffeespende an den Autor. Mail: felix@caschys.blog

Neueste Beiträge

Mit dem Absenden eines Kommentars stimmst du unserer Datenschutzerklärung und der Speicherung von dir angegebener, personenbezogener Daten zu.

6 Kommentare

  1. Wie ist das Yale so im Vergleich zum Nuki. Bin zwar sehr zufrieden, lediglich die Lautstärke und die Optik stören mich etwas.

    • Bei Yale brauchst du einen account und Nuki kannst du einfach so nützen, ich find Nuki von den features deutlich ausgereifter und auch die app wesentlich übersichtlicher. ich hatte yale und hab es auf ebay verhökert

      • Die Nuki Box mit WLAN wäre das richtige für mich – nur gibt’s das nicht.
        Die Box hat 2G und das wird demnächst abgeschaltet, ggf. sogar noch innerhalb der fünf Jahre, in denen der Datenverkehr inkludiert ist.

  2. ich wüßte gerne, ob die Öffner auch durch Überdrehen den Schnapper zurückziehen und die Tür damit entriegeln können. Ich habe außen an der Tür keine Klinke.
    Diese Frage hab‘ ich häufiger schon im Netz gesehen, aber eine relevante Antwort darauf leider nicht.

    Manche der Öffner bedienen auch nur einen separaten Riegel, wie er in den USA üblich ist.

    • Bin mir nicht sicher, ob ich dich richtig verstehe.
      An unserem Ferienhaus (mit Nuki) war von aussen nur ein Türknopf, keine Klinke.
      Wenn der Nuki aktiviert wurde, hat er so ange „gedreht“, bis die Tür aufgesprungen ist.

      Das heisst es wurde nicht nur entriegelt, sondern auch der Schnapper zurückgezogen.

      • Hallo DerHolger,
        so stelle ich mir das vor: Das Schloß wird entriegelt (zweimal Umgeschlossen = zwei volle Umdrehungen zum Aufschließen) und danach noch weitergedreht, bis es nicht mehr geht, damit der Schnapper zurückgezogen wird. Von außen kann man dann die Tür aufschwingen lassen, ohne eine Klinke zu drücken – die ich nicht habe.
        Was du schreibst scheint genau da zu sein, was ich hoffte.
        Vielen Dank!!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Es werden alle Kommentare moderiert. Lies auch bitte unsere Kommentarregeln:

Für eine offene Diskussion behalten wir uns vor, jeden Kommentar zu löschen, der nicht direkt auf das Thema abzielt oder nur den Zweck hat, Leser oder Autoren herabzuwürdigen. Wir möchten, dass respektvoll miteinander kommuniziert wird, so als ob die Diskussion mit real anwesenden Personen geführt wird. Dies machen wir für den Großteil unserer Leser, der sachlich und konstruktiv über ein Thema sprechen möchte - gerne auch mit Humor.

Du willst nichts verpassen?

Neben der E-Mail-Benachrichtigung habt ihr auch die Möglichkeit, den Feed dieses Beitrags zu abonnieren. Wer natürlich alles lesen möchte, der sollte den Hauptfeed abonnieren.