Armut kennt viele Geschichten

Hmpf. Fällt mir schwer, Text zu diesem Video zu schreiben. Kinderarmut ist kein neues Thema. Eigentlich gab es die Thematik schon immer. Ich kann da gerne mal privat bei nem Bierchen etwas zu erzählen, komme selber nicht aus der besten Ecke von Dortmund, hab das selber hautnah mitbekommen (und das ist ja schon locker +25 Jahre her).

Schaut euch den Kurzfilm ruhig mal an, ein kleiner Junge erzählt von seinem schönsten Tag den er erlebte. Interessantes Thema, oder? Werde ihr spätestens zu Weihnachten wieder von den großen Medien hören können. Dann wird wieder auf Mensch gemacht und gesammelt. Dabei kann man das ganze Jahr über Mensch sein… (Video via Tim Bormann) Wer jetzt Bock auf Kurzfilme bekommen hat: ich habe bereits einige Kurzfilme (noch mehr Links in diesem Beitrag) vorgestellt.

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Hallo, ich bin Carsten! Baujahr 1977, Dortmunder im Norden, BVB-Getaufter und Gründer dieses Blogs. Auch zu finden bei Twitter, Google+, Facebook, Instagram und YouTube. PayPal-Kaffeespende. Mail: carsten@caschys.blog

52 Kommentare

  1. Das ist echt heftig…
    Das bringt ein echt zum nachdenken…

  2. Das macht schon nachdenklich. Sollten sich die Herren Politiker anschauen bevor sie Beihilfen für gemeinnützige Kinderhilfsvereine streichen

  3. Traurig, echt traurig. Deutschland muss mal wieder zum Nullpunkt kommen (Krieg), aus der EU austreten und die Grenzen dicht machen.

  4. @cookkii:
    Genau, und danach springen wir wieder auf die Bäume du Vollpfosten.

  5. Im Gegesatz zu dem Kind in dem Video sind wir ja Kosumsüchtige-Polöcher um das noch nett auszudrücken :/ aber ohne Konsum funktioniert unsere Wirtschaft nicht mehr ergo gehts dem Kind dann noch schlechter…

    … Mensch sollte man trotzdem bleiben und zumindest solchen Kindern ermöglichen einen richtigen „Ausflug“ zu erleben …

  6. @René.W
    Solche Beiträge wie Deiner, haben bei caschy eigentlich nichts verloren!
    Wärst Du lieber still gewesen.
    @caschy
    Ich find´s toll, dass Du immer wieder mal solche Themen auch zum Nachdenken bringst und dass Du auch nicht Deine Herkunft verleugnest!
    Wir hatten wohl beide Glück, aus einer nicht so begüterten Welt uns nach oben arbeiten zu können.

  7. Man kann dem Autor des Blogs nicht genug danken, daß er hin und wieder in die Schattenseite unserer sog. Wohlstandsgesellschaft hineinleuchtet. Der kleine anrührende Film hat eine solche Aussagekraft, daß er allen Politikern, die so gerne über unser Humankapital (welch scheußlicher Begriff!) schwadronieren, zur Guck-Pflicht gemacht werden sollte.
    @cookkii, heute schon mal in den Spiegel geschaut? Frage nur, weil Du beim Rasieren offensichtlich ein kleines Areal unter der Nase vergessen hast.

  8. Regt an. „Toll“ inszeniert. Wahrheiten des Alltags. 🙁

  9. @Alfons René.W hat schon recht. Schau mal auf welches Kommentar er sich bezieht.

  10. Ich bin immer dafür ehrlich mit den Ursachen umzugehen – in diesem Fall ist es eine alleinerziehende Mutter, die natürlich wirtschaftlich schlechter da steht, als eine Familie, die zwei Ernährer hat. Allerdings muss man sich klar machen, dass die Entscheidung sich vom Partner zu trennen, ein Teil der Freiheit ist, die es in anderen Gesellschaften nicht gibt. Die Idee der Familie ist ja ursprünglich der Versorgungsgedanke gewesen – in anderen Ländern müssen Frauen mit Männern zusammenbleiben, weil sie wirtschaftlich oder auf Grund von religiösem Druck keine andere Chance haben. Für viele ist das eine Hölle.

    Jetzt nur „eine arme Familie“ zu zeigen denkt zu kurz – die Gesellschaft hat daran keine Schuld – es ist die „Schattenseite“, die Freiheit mit sich bringt.

  11. @Guido, …“Jetzt nur “eine arme Familie” zu zeigen denkt zu kurz – die Gesellschaft hat daran keine Schuld – es ist die “Schattenseite”, die Freiheit mit sich bringt.“
    Herzlichen Dank für die Belehrung, Herr Westerwelle. Genau so tickt die 4-Prozentpartei.

  12. @fluxbar
    Du hast schon recht!
    Mich hat der VOLLPFOSTEN gestört.

  13. Ja und keiner kann darüber so toll schweigen wie Kinder…!
    Aber Cashy,
    diejenigen die am meisten mit verantwortlich sind die die wir jedes mal wählen, egal welche Partei und finde schon lange, das wie „cookkii“ das beschreibt, eine krasse Änderung stattfinden sollte.
    Weil auch von Seiten der besser gestellten viiiieeeellll beschönigt wird und wundern sich dann, das es nicht besser wird ( in unserem eigentlich reichen Lande )
    Naja solange die Firmen nach oben hin immer größer/vermögender werden dürfen sollen solange wird es auch den Arbeitern immer schlechter gehen.
    Vorbei die Zeiten in denen man allgemein dachte:
    Geht es meinen Angestellten gut dann geht es mir auch gut..
    oder im Umkehrschluss die schwarzen Zahlen die ich schreibe haben auch mit den Angestellten zu tuen und nicht nur mit dem Produkt. Habe festgestellt das es definitiv ein Fehler ist für seine Arbeit Kompromisse zu schlissen denn die die kosten immer viel Geld und merken tut´s man erst wenn „keine Arbeit“ mehr da ist und ein Gang zum Amt unausweichlich.
    Stark!!

  14. Och, ich sehe das schon kommen, dass mal wieder auf die Straße gegangen wird.

  15. Aloha,

    @Caschy bei uns in DE geht keiner auf die Straße, dafür müssten wir in Frankreich oder in Griechenland wohnen.

    Schlimm ist Kinderarmut immer, was ich dabei nicht verstehe ist, warum streicht den unsere Liebe Regierung( EGAL WELCHE PARTEI) jedes jahr den Zuschuss für Kinderbetreuung, Jugendarbeit, usw…..

  16. Robin Hood says:

    …Mich hat der Vollpfosten gestört …. ach Herr Alfons hier kommen einige aus den dunklen Ecken von Dortmund… da ist die Umgangssprache halt ein wenig rauer.
    Was soll eigendlich das scheinheilige Pseudo-Mitleitsgetue hier??
    …Da kommt man ja richtig zum Nachdenken…. JA FÜR 5 MINUTEN !!
    Und dann gehts nach Mediamarkt oder so und erstmal so viel Kohle für iPhones, Pc Schrott und was weis ich für ein Müll ausgeben wovon manche Familien einen ganzen Monat auskommen müssen.

    @krylle: das mit den Polöchern war schon ganz richtig, mich eingeschlossen!

    @cookkii: geh doch lieber wieder computerspielen so mit Krieg und totmachen und sowas…

  17. @Robin Hood: tu‘ Gutes und sprich nicht drüber…

  18. @ALEX_DPSG, @caschy: Ich sehe das leider auch so. Es muss noch viel mehr passieren, bis der deutsche seinen Arsch von der Couch erhebt, den Fernseher abschaltet und auf die Straße geht.
    Wir sind alle so bequem, entweder weil es uns noch nicht so geht, wie dem Jungen und wenn es uns so geht, dann verfallen wird alt zu schnell in Resignation, es ändert ja eh nichts.
    Hier mal kurz ewtas off-tropic, dass aber auch zu Sache spricht.
    Schulreform in H. Seht euch mal an, wer zur Abstimmung gegangen ist. Die sog. Oberschicht (und wenige aus der Mittelschicht)das waren dann die, die gehen diese Reform waren, weil sie ja etwas „besseres“ sind und das auch bleiben wollen. Die „Unterschicht“ ist größtenteils zu hause geblieben. Was sagt uns das? Das Volk hatte die Gelegenheit etwas zu verändern und hat es nicht wahrgenommen, wohl aus desinteresse und es ist ja eh alles schei** egal.
    So kann das mit einer „Revolution“ nichts werden!

  19. „Solche Beiträge wie Deiner, haben bei caschy eigentlich nichts verloren!
    Wärst Du lieber still gewesen.“

    Nein, ICH bin nicht still. Soweit kommt es wohl noch.
    Ich erhebe meine Stimme gegen solche Aussagen und lasse sie nicht unkommentiert und tolerierend im Raum stehen.

  20. Leute, die selber keine Kinder haben schauen sowieso weg. Ich bin selber seit 2 Tagen arbeitslos und muss 3 Mäuler stopfen. So wie im Video gezeigt, wird es in naher Zukunft mir auch bestimmt ergehen. Der Punkt ist einfach, dass wenn man sich erhebt und das Maul aufmacht, bekommt man von der Staatsanwaltschaft gleich eine Reingewürgt wegen Volksverhetzung. Egal welche Patei man auch wählt, alle bauen nur Müll. Daher bin ich für einen Krieg (Redet doch einfach mal mit alten Leuten, die den zweiten Weltkrieg mitgemacht haben und hört diesen mal richtig zu), damit Deutschland mal wieder von Vorne anfangen muss. EU Austritt SOFORT, wir sind die grössen Geldgeber für die Säcke da in Brüssel und Straßburg und unser eins muss jeden Monat zusehen, wie er über die Runden kommt.

  21. Flo (FvC) says:

    @Caschy: leider kann ich das Flash-Video mobil nicht sehen. Hoffentlich wird WP bald HTML5 konform.

  22. Ich habe auch keine Kinder. Letztendlich geht es ja auch gar nicht um Kinderarmut im speziellen, sondern um die generelle Schere arm < -> reich.

  23. „EU Austritt SOFORT, wir sind die grössen Geldgeber für die Säcke da in Brüssel und Straßburg und unser eins muss jeden Monat zusehen, wie er über die Runden kommt.“
    Stimmt und für die korrupten Griechen dürfen wir doppelt drauf zahlen, hat noch niemand gemerkt das wir nur noch geschröpft werden?? Krankenk., Mwst, Altersvorsorge, Pflegevorsorge, Beerdigungsvorsorge, Grabinstandhaltungsvorsorge, kein Laster/Spaß mehr wie rauchen oder Alkohol da mehr kosten bei Krankenkassen, die natürlich nur versorgen wollen wenn Gesundheit ohne fremde Einwirkung gefährdet wird. Aber arbeiten dürfen wir alle= Schichten, Tags, Nachts, Sonn. u.Feiertags, Mit Kopf unter dem Arm, unterbezahlt, ohne Urlaubsanspruch, ohne Mindestlohn, ohne Gewinnbeteiligung……
    Wie war das bei den Krankenkassen ende 2009? 1 komma soundsoviel Milliarden Überschuss/Gewinn/Mehrverdienst/Casch aber dieses Jahr muß noch mehr in die Tasche gegriffen werden, ist doch klar, oder? Damit die Politischen Beamten weiterhin keine Abgaben leisten brauchen aber genauso oder besser versorgt sind wie die zahlenden Patienten.
    Jetzt mach ich aber besser ein Punkt!

  24. Ich hab auch keine Kinder, dennoch geht auch mir das Video nah. Ich arbeite zur Zeit mit Kindern und auch da ist es hin und wieder zu beobachten. Und es ist weder ein Ghetto noch ein Bonzenviertel in dem ich wohne.

    Und hier wird es sicher noch schlimmer. Dem bin ich mir leider sicher.

    Es gibt kaum noch „Mittelschicht“. Entweder man ist arm oder reich. Ersteres ist leider die Regel.

  25. ich hatte glück.
    meine eltern haben beide einen guten job. sie verdienen gut. so gut dass sie die mittel hatten um ein haus zu bauen. sie haben mir taschengeld gegeben. sie haben mir aus der scheisse geholfen, wenn ich mist gebaut habe. egal was es kostete. sie haben mir den großteil meines studiums bezahlt. sie haben mir reisen ermöglicht.
    ich hatte glück.

    leider triffts immer die am härtesten, die sich nicht wehren können.
    das macht micht traurig.

    seid froh, falls ihr auch ähnliches glück hattet wie ich und versucht den bedürftigen etwas wiederzugeben, denn wir trampeln tagtäglich auf ihnen rum…

  26. In Deutschland wird so schnell keiner auf die Straße gehen. Und wenn ich mir dann ansehe, WOFÜR die Griechen und die Franzosen auf die Straße gehen! Da hätten wir Deutschen ja schon vor gefühlten Ewigkeiten auf die Straße gehen müssen.

    Leider finde ich den Bericht nicht mehr wieder 🙁
    Kürzlich sah ich einen Vergleich der Nettolohnentwicklung in den EU-Staaten in den letzten 10 Jahren. Deutschland war das einzige Land mit einem negativen Wert. ALLE anderen Länder hatten teils satte Anstiege. Und dann muss ich mir von unserm Spaß-Guido sagen lassen, die Deutschen hätten in den letzten Jahren über ihre Verhältnisse gelebt …

  27. Ja das Video bringt einen echt zum Nachdenken. Ich finde es klasse, dass auf diesem Blog ab und zu auch solche Themen aufgegriffen werden, die halt nicht so schön und angenehm sind.

  28. „@Caschy bei uns in DE geht keiner auf die Straße, dafür müssten wir in Frankreich oder in Griechenland wohnen.“
    Ja, wär wirklich schön, wenn Deutschland so ein Wohlfahrtsstaat wäre, wie Griechenland… Dann wären wir wunderbar pleite, weil wir keine Eigeneverantwortung übernehmen. Es gibt Reformen, die nicht populär sein mögen – bspw. die Rente mit 67 – aber aufgrund des demographischen Wandels schlicht notwendig sind, um die wirtschaftliche Stabilität aufrecht zu halten. Es ist völlig richtig, sich Gedanken über Armut und Solidarität zu machen, aber in eine blinde Sozialromantik zu verfallen ist fernab jeder Vernunft.

    So und jetzt freue mich auf die Hater, die mich jetzt beschimpfen werden..

  29. Ich nehm mir den Film mal mit, hoffe das ist OKAY für Dich?
    LG, Petra

  30. @Marc B.
    Deutschland „war“ so ein Wohlfahrtsstaat! Auch die Griechen werden sich noch wundern.

    Altes arabisches Sprichwort: „Ewiger Sonnenschein schafft eine Wüste“.

  31. leosmutter says:

    @Marc B.

    Ich finde den Teil jetzt nicht, weswegen ich dich „haten“ sollte :-D. Passt schon, was du schreibst.

    Das Schöne an Deutschland ist doch, das wir ein Sozialsystem haben. Unser System ist schon ziemlich einmalig in der Welt. Leider wird es aber auch sehr oft missbraucht und das geht mir doch ziemlich auf den Keks… Aber ob sich das jemals ändern wird?

  32. Man kann den Kurzfilm aber auch so interpretieren …. „Das beste aus dem machen/sehen was man hat“

    Bin selber erst seit ein paar Tagen aus Harz4 raus. Und wenn man da nicht wie der Kleine im Video auch das Gute sucht, dann wird man echt Depri

  33. Das ist schon traurig. Wir sollten aber nicht vergessen, das es Länder gibt wo es deutlich schlimmer zu geht. Wenn keiner hungern muss, das ist schon ein kleiner Erfolg. Es wäre natürlich schön, wenn das Geld bzw. Reichtum gleichmäßig verteilt wäre, aber das ist ein Wunschtraum. Das würden einige sagen: Jeder ist seines eigenen Glückes Schmied.

    Ich würde auch gern helfen, vielleicht findet sich ja ein Werbepartner, der gemeinnützige Einrichtungen unterstützt. Das wäre eine gute Idee, sonst werde ich mir (auch) was anderes überlegen. Wenn man es kann, dann sollte man auch helfen. Man sollte dankbar sein, wenn es einem gut geht. Daran arbeite ich momentan auch. Ich kann auch keine großen Sprünge machen, arbeite aber dran, um es bald zu ändern. Wenn man nicht so viel hat, dann ist man gezwungen zu sparen bis es einem wieder besser geht. So ist das, man kann es nicht ändern.

    Geld ist nicht alles, Gesundheit und Glück finde ich persönlich wichtiger, wenn man nicht hungern muss.

    Ich ahne es schon, gleich werde ich getreten. 😉

    Grüße,
    Adam

  34. @René. W
    Vorschlag für die Friedenspfeife:
    Ich geb´ Dir doch recht. Was mich gestört hat, war der Ausdruck „du Vollpfosten“.
    Lassen wir´s dabei bewenden? Danke.

    Gruß Alfons

  35. „Daher bin ich für einen Krieg (Redet doch einfach mal mit alten Leuten, die den zweiten Weltkrieg mitgemacht haben und hört diesen mal richtig zu), damit Deutschland mal wieder von Vorne anfangen muss.“
    @cookkii, mit welchen alten Leuten hast Du schon mal über den 2. WK geredet? Und die sollen den Wunsch geäußert haben, je nachdem im Schützengraben liegen zu wollen oder an der „Heimatfront“ Nacht für Nacht den Luftschutzkeller aufzusuchen? Das diesbezügliche Verlangen meiner Mutter (Jahrg. 1923) nach zweiterem tendiert gegen Null, mein Vater starb 1949, als ich 1 Jahr alt war, an den Spätfolgen einer Nierenentzündung, zugezogen nach tagelangem Ausharren im Schützengraben in klitschnasser Uniform bei Temperaturen permanent unter dem Gefrierpunkt irgendwo im Osten. Den hätte ich Dir gerne mal als Gesprächspartner vermittelt.

  36. @rabbit48: “Daher bin ich für einen Krieg …“
    So ein Blödsinn, willst du Millionen unschuldiger sterben?
    Es würde schon reichen, wenn dieses System kracht. Der Staat ist so oder so pleite, viele Banken halten sich nur mit Milliarden Bürgschaften die ja von Staat praktisch „aus dem nichts“ gekommen sind – er hat ja schließlich auch kein Geld. Das ganze ist nur noch eine riesengroße Blase die die Weltwirtschaft zusammen halt. Wenn, dann muss dieses System friedlich durch eine neues ersetzt werden, Krieg wäre kontraproduktiv.

  37. Ann-Sophie says:

    Bezüglich Kurzfilm:

    Ich suche schon seit einiger Zeit den Kurzfilm, bei dem es inhaltlich darum geht, dass sich ein Mann an seine Kindheit zurückerinnert, in der er als kleiner Junge einen Banküberfall begangen hat.

    Hat jemand zufällig den Link zum Video? Wäre sehr nett.

  38. @TomTom, Du hast meinen Kommentar im Kontext gelesen?

    BTW caschy, „kann“ man hier auch Quote? BBCode oder dgl.

  39. Mike Lowrey says:

    Ja genau.
    Der DEUTSCHE an sich geht nie demonstrieren.

    Und wann wart ihr das letzte mal auf der Straße?
    Uns allen geht es doch viel zu gut – klar 5 Minuten reumütig auf den BILDSCHIRM starren.
    Einmal nen Kommentar abgeben, wie böse Politiker, wie korrupt die Griechen sind und das wir ja doch die EU alleine bezahlen.

    Mir kommen gleich die Tränen.

    Politiker ist kein Beruf den man in die Wiege gelegt bekommt, los kommt steht auf von euren Bildschirmen, geht demonstrieren, werdet Politiker und macht unsere Welt ein Stück besser.
    Aber hört auf in den Kommentaren über das hässliche dieser Welt zu lamentieren und den Griechen, Ausländern, EU, Politikern und sonstigen Feindbildern die Schuld zugeben.

  40. Ja schon gut … Der Kommentar „Daher bin ich für einen Krieg …” stammt nicht von dir.

  41. Ralph Bednarski says:

    Danke, Caschy. Dass Du mich an meine gute Situation und an meine daraus erwachsende Verpflichtungen erinnerst.

    Aufrichtiges: Dankeschön.

  42. Kinderarmut ist ein Problem in Deutschland. Das wissen wir nicht erst heute. Aber viel wichtiger als Hartz 4 Sätze zu erhöhen (auch wenn ich persönlich das wirklich für notwendig halte) ist es doch dafür zu sorgen, dass Kinder die in solch armen Verhältnissen aufwachsen trotzdem die gleichen Chancen haben, wie jene aus wohlbehüteten, bürgerlichen Verhältnissen.

    Wir müssen endlich einsehen, dass wir das was wir jetzt an der Bildung sparen in späteren Jahren wieder draufzahlen … mindestens das.

  43. @Alfons:
    Den Vorschlag mit der Friedenspfeife nehm ich gerne an ;-).

    Nur welche Bezeichnung passt zu jemandem, der den Krieg so lobpreist ?!

  44. @Renè W.
    Das wird beinahe schon ein „private blog“ zwischen uns zwei …
    Hmmm …, ich mach mir wegen der Bezeichnung keine weiteren Sorgen.

    Ich finde die Aussage „Deutschland muss mal wieder zum Nullpunkt kommen (Krieg)“ wie Du völlig daneben und ich verrate Dir (und den anderen Mitlesern) warum. Auch mein Vater ist 1945 in den letzten Kriegstagen vermisst worden und ich habe nie mehr wieder etwas von ihm gehört.

  45. Topic zum Offtopic: Sozialromantik, Wohlfahrtsstaat und pleite sein sind mal ziemlich verschiedene Dinge.

    1. Das mit dem pleite sein aufgrund der Sozialleistungen sei mal dahingestellt. In den letzten Jahren ist das gesamte Netttovermögen der privaten Haushalte kontinuierlich („Krise“ inbegriffen) gestiegen. Von den Einkommenszuwächsen profitierte aber nur das oberste Zehntel der Bevölkerung! Insgesamt hatten allein die unteren 50% der Verdiener Einkommensverluste zu verzeichnen. Zu beachten ist, dass das oberste Zehntel der Einkommensstruktur auf einen effektiven Einkommenssteuersatz von nur 23,8 Prozent kam.

    2. Im Dezember 2009 standen 3,3 Mio. gemeldete Arbeitslose (ohne die in Maßnahmen wie z.b. 1-Eur-Jobs) 764.000 offenen Stellen gegenüber. Es gibt nicht genug Arbeit für alle, aber genug Geld!

    3. Die Hälfte der Arbeitslosigkeit ist Kurzzeitarbeitslosigkeit und auch die Mehrzahl der Langzeitarbeitslosen wünscht sich nichts sehnlicher als einen Job! Bei den Arbeitslosen, die anscheinend aufgrund der Alimentierung keine Anreize zur Arbeit haben, kommen wir nicht mit Sanktionen und Leistungskürzung weiter. Nicht das zuviel an Geld ist ein Problem; hauptsächlich soziale und psychische Probleme, die durch die deprivierende Wirkung des bestehenden Systems wahrlich bestärkt, wenn nicht sogar verursacht und weiter vorangetrieben werden sind die eigentlichen Probleme.

    3. Einkommensschwächere Haushalte, wie die der Arbeitslosen, haben eine hohe Konsumneigung, da sie fast alles Geld ausgeben (müssen). So kann man schon einmal davon ausgehen, dass durch die Mehrwertsteuer ein Teil direkt zurück zum Staate fließt (wird btw. in den Berechnungen zu Sozialausgaben und zur Sozialleistungsquote meist nicht einbezogen.. warum auch?).
    Weiter sind die Gelder Konsumausgaben, die die Nachfrage erhalten und dazu beitragen, dass Unternehmen am Leben und Arbeitsplätze erhalten bleiben.

    4. Der Gesetzgeber orientiert sich im Bereich des Arbeitslosengeldes fast ausschließlich an „Sozialschmarotzern“. Es geht schlicht darum, die Arbeitsmotivation durch geringe Leistungen zu erhöhen (sowie wenig zu zahlen). Dafür leben diese Menschen gewollt an der Schmerzgrenze der entwürdigenden minimalen Existenzgrenze. Weiter geht es um die Flexibilisierung des Arbeitsmarktes: Ein großes Angebot im unteren Lohnsektor aufgrund des Arbeitszwanges lässt auch gerne mal Löhne um 2,50-3,00 Euro zu. Vordergründig toll für Unternehmen im globalen Wettbewerb. Und auch die Angst zu erhalten arbeitslos zu werden trägt zu unternehmensfreundlichen Gehaltsverhandlungen auch in mittleren Einkommensbereichen bei. Gleichzeitig ist die Anzahl prekärer Beschäftigungsverhältnisse seit Hartz stark angestiegen, wohingegen gesicherte Beschäftigungen abgebaut wurden.

    Bei Kindern wird da kein Unterschied gemacht. Oder hat jemand mal versucht, ein Kind mit 250€ über den Monat zu bekommen? Die Menschen werden schlichtweg dem Überlebenskampf ausgesetzt und eine soziale Teilhabe ist faktisch wenn überhaupt nur äußerst begrenzt möglich. Das, obwohl es immer weniger Kinder sind, die dieses Land am Leben erhalten. Da Bildung unser größtes Kapital ist, kann man wirklich die Frage stellen, wie Kinder im Überlebenskampf noch Leistung bringen sollen? Eine Antwort gibt evtl die Praxis der Argen, Kinder in Armut nicht der (Hoch)schulbildung zu überlassen.. nur ein Beispiel von vielen: http://www.spiegel.de/schulspiegel/leben/0,1518,707608,00.html

    Ne.. ich bin auch dagegen, dass diese Menschen, die Armen, die die zu faul sind, sich Arbeit zu suchen, dem Staat auf der Tasche liegen, zusätzlich die Wirtschaft schwächen und auch noch die hohen Staatsschulden verursacht haben mit mehr Geld belohnt werden sollten oder eine qualifizierte Betreuung und Förderung verdienen. Ich bin für bevormundende und stigmatisierende Gutscheine für Kinder, damit das Mehrgeld nicht Alkoholkonsum der Eltern oder gar angemessener Kleidung der Kinder zum Opfer fällt.

    Das was hier gezeigt wurde war HARMLOS im Gegensatz zur Wirklichkeit vieler vieler Menschen und besonders armer Kinder in diesem Land. Kinder werden nicht als wichtiges Gut und ihre Erziehung nicht einmal als für diese Gesellschaft unterstützenswert angesehen und behandelt. Alleinerziehende haben ja die „Freiheit“ sich vom Partner zu trennen und damit auch das verhältnismäßig größte Risiko der Verarmung zu tragen.

    Ich zitiere Daniel Bahr MdB FDP 2005: „In Deutschland kriegen die Falschen die Kinder“ und „Es ist falsch, dass in diesem Land nur die sozial schwachen die Kinder kriegen.“ (http://www.spiegel.de/unispiegel/studium/0,1518,338172,00.html)
    Und genau deswegen soll auch das Elterngeld für Hartz IV Eltern jetzt wegfallen (Vormals Erziehungsgeld: wurde 2007 von einer Ausgleichsleistung für Elternteile die ihre Kinder erzogen zur Leistung für Eltern (Elterngeld) die ihre berufstätigkeit unterbrachen gemacht. Damit wurde die Bezugsdauer für Arme von 2 Jahre auf maximal 14 Monate (á 300Eur) begrenzt und damit um einen wesentlichen Teil gestrichen. Das geschah zu Gunsten der „Akademikereltern“ die nun statt der einheitlichen Leistungen 69% des Nettoeinkommens bis zu 1800€ monatlich weiter bekommen können.) Nun heisst es, dass die Leistungen ja für berufstätige gedacht sind und deshalb lässt man sie für Arme wegfallen bzw. rechnet sie an, was das gleiche bedeutet. Nur die Priviligierten erhalten fleißig weiter teils gigantische! Transferleistungen. Nur ein Schelm denkt an staatlich gewollte Geburtenkontrolle in unserem freien Deutschland.

    Oder machen wir es wie die Amerikaner: Zahlen Leistungen weit unterhalb des physischen Existenzminimums, forcieren damit eine reelle Armutsquote von 15-20 Prozent der Bevölkerung und bauen dafür den Justizapparat zum drittgrößten Arbeitsgeber des Landes auf.. das wäre auch eine Lösung. So hat jeder was er verdient und die „Freiheit“ selbst zu entscheiden und vor allem „Chancengleichheit“ (Begriffe auf die man einmal genauer achten sollte wenn es um Berichterstattung über Armut, Arbeit und Politik in diesem Land geht).

    Aber hey, es geht halt nicht, dass alle etwas haben und schon gar nicht, dass die Macher der Gesellschaft noch für die Faulen und deren Kinder bezahlen.

    Ich könnte ewig so weitermachen.

  46. Lässt sich auf dem HTC Desire leider nicht anschauen…

  47. FanPlayer says:

    Ein ernstzunehmendes Thema, auf jeden Fall.
    Kenne auch so einige die es nicht gerade rosig haben. Na da kann ich mit einer noch laufenden Ausbildung mich noch glücklich schätzen.
    Doch was danach passiert, daran will ich erst garnicht denken.
    Denn der Markt ist, so kommt es mir vor, einfach schon übersättigt.
    Zwar wird immer damit geprahlt, dass die Arbeitslosenzahlen sinken, doch in wirklichkeit sind es ein paar Kurse und viele sind nicht einmal Arbeitslos gemeldet.
    Es gibt viele Träger die solche Kurse anbieten, habe selbst auch schon so einen Kurs belegt – wo man zum Beispiel verschiedene Praktika absolviert und so weiter. Das wird vom Staat finanziert, wie so ziemlich alles.
    In wirklichkeit siehts aber zappen düster aus.

  48. Höhöhö, in welchem Parallel-Universum lebt denn der „cookkii“?

    Das ist bestimmt so einer, der, wenn er sich im Word-Dokument vertippt, jedesmal den Rechner neu installiert.

    Gegen wen wollen wir den Krieg führen, um unsere innenpolitischen Probleme zu lösen? Und die Gelder, die wir nach einem EU-Austritt „sparen“, stecken wir in die Hartz4-Bezüge, oder was? Was für eine gequirlte Sch…, ehrlich! Mein Gott!

  49. Hi Caschy,

    vlt. könntest du mal dieses „video“ Public machen? Ist ein Teil eines Filmes (K-Pax) den ich einfach genial finde…

  50. Ich sag Euch mal was zu Arbeitslosenzahlen und Lehrstellenmangel:
    Als wir Anfang des Jahres Leute gesucht haben (wir wollten zw. 1o-15 Leuten einstellen) haben wir 18 Bewerbungen gekriegt. Von diesen 18 Bewerbungen waren eine Handvoll dabei, die eigentlich nur die Unterschrift wollten bzw. eine Bestätigung über eben jene Bewerbung.
    Eingestellt haben wir nachher 3! Leute.
    Lehrstellen bieten wir jedes Jahr 3 Stück an, derzeitige Anzahl von Lehrlingen? 2. Wovon der eine dieses Jahr Gesellenprüfung hatte und sofort übernommen wurde.
    Ach, halt, heute morgen haben 2 neue Lehrlinge angefangen.

    Grundsätzlich aber ist es mehr als traurig.
    Welcher Berufszweig? Aufm Bau.

    Ahh! So langsam kommts, ne?
    Auch wenn es keiner hören will: Entweder suchen die meisten Leute einen Job, bei dem die Arbeit bereits getan ist oder haben heftig überzogene Gehaltsforderungen…

    Ähnliches hat sich im übrigen abgespielt als wir einen neuen Einkäufer gesucht haben…

  51. @Peter
    Danke !
    @toellby
    als Fleischer kann ich deine Meinung nur teilen^^ Nix mehr mit lernen,leisten und weitergeben…
    Am 1sten arbeitstag schon den Urlaub wissen wollen, wieviel Weihnachts-Urlaubsgeld man bekommt.. niedere arbeit kommen überhaupt nicht in frage!
    Im Umkehrschluss: Der Meister arbeitet und der Lehrling verdient sein Geld mit zugucken,mosern,jammern und Taschenbilliard, zuspät kommen, keine Leistungsbereitschaft u.s.w.
    ABER zum Glück nicht immer!!