Apple will in Südkorea Zahlungsoptionen von Drittanbietern im App Store zulassen

Wir hatten es ja schon angedeutet: Aufgrund rechtlicher Anpassungen in Südkorea soll Apple dort in seinem App Store alternative Zahlungsoptionen einführen. Da gab es noch viele Diskussionen, zumal nicht nur Apple betroffen ist. Das Unternehmen aus Cupertino wird sich aber dem Druck beugen. Allerdings ist noch offen, wie genau Apple die Sache handhaben wird.

Apple krallt sich 30 % als Provision von digitalen Kaufabschlüssen, die über den Apple App Store bzw. von dort bezogene Anwendungen getätigt werden. Darum gab es schon viele kontroverse Diskussionen. Die bekannteste Fehde der jüngsten Zeit dürfte wohl die zwischen Epic Games und Apple rund um „Fortnite“ sein.

In Südkorea wird Apple nun von Entwicklern offenbar eine reduzierte Provision verlangen, wenn Zahlungsoptionen von Drittanbietern verwendet werden. So hat es im Übrigen auch Google als neue Handhabe bestätigt. Entwickler klagen, dass selbst dies unfair sei, denn Apple und Google dürften laut jenen in solchen Fällen gar keine Gebühren nehmen. Die beiden Unternehmen wenden ein, dass die reduzierten Provisionen aber notwendig seien, um die Stores betreiben zu können.

Aktuell bleibt das alles ohnehin noch vage: Apple hat nämlich nicht erklärt, wie hoch die reduzierten Gebühren sein sollen und wie man alternative Zahlungsoptionen konkret einbinden wird. Auch der Zeitpunkt der Einführung ist noch offen. Da darf man also gespannt sein, wie die endgültige Lösung dann aussehen wird.

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15 Kommentare

  1. „Will“ ist etwas übertrieben, denke ich. „Wurde gezwungen“ passt besser 🙂

    Ich hoffe auf Sideloading bzw. App Stores von Drittanbietern auf allen bisher geschlossenen Plattformen, die bereits App von Drittanbietern zulassen, nicht nur auf iOS: Xbox, Playstation, Nintendo.

    Ich will ein Epic Games Stores für Playstation und Nintendo Switch!

    • Genau auf sowas hoffe ich NICHT. Wer ein offenes System will, soll Android nutzen. Ich habe so gar keinen Bock darauf, dass man iOS zu einem Android 2.0 zwingt.

      • Niemand zwingt dich, diese Apps zu installieren.

      • @Tim
        Es würde dich doch keiner zwingen, alternative AppStores zu nutzen. Selbst unter Android sind alle populären Apps via PlayStore verfügbar. Da macht kein „Big Player“ eine Extrawurst.
        Und falls du auf Apples Panik-Zug aufspringt, dass das System dann unsicher wird; auch Apps aus anderen Quellen haben nur auf das Zugriff was das System hergibt und der Nutzer abnickt. Wenn da Apps unberechtigt auf was zugreifen können, dann ist das aufgrund einer Schwachstelle im System. Und das kann dir dann auch mit AppStore Apps passieren.

  2. Die reduzierte Gebühr ist auch nicht notwendig.
    Für den Zugang zum Markt wird eine jährliche Entwicklergebühr verlangt, die sollte die grundlegenden Betriebskosten schon decken, zumindest tut sie das bei den Gratis-Apps.

    • Kann man so machen, bis dann aber Kacke, wie man so schön sagt.
      eine jährliche Gebühr wurde kleine Entwickler und Open Source Apps enorm benachteiligen.

      Eine Gebühr pro Verkauf ist schon ok. Nur muss diese vernünftig gestaffelt werden.
      Z.B. 5% für die ersten 1.000 Verkäufe, danach stufenweise Absenkung der Provision.
      Verkäufe unter 500 Stück im Jahr sollten frei sein, Genau wie Open Source.
      Einzig inApp-Käufe für digitale Items sollten bei 30% bleiben. Da könnten es von mir auch 80% sein. 😉

      • Bei Apple musst du jetzt schon jährlich 99 Dollar für einen Entwickler-Account bezahlen bzw. für den Zugang zum App-Store.

        Dazu kommt dann zusätzlich die Beteiligung an jeder Transaktion.

  3. Na geht doch. Aber nur, wenn sie dazu gezwungen werden. Genau wie beim Recht auf Reparatur, gegen das Apple jahrelang lobbyiert hat.

    Wird Zeit, dass die EU nachzieht.

  4. Es sind nur längst keine 30% mehr, sondern 15% für gut 98% der Entwickler. 30% ist lediglich das MAXIMUM.

    Mich persönlich nervt dieses Thema nur noch, weil die ganzen Vorwürfe geradezu lächerlich sind. Microsoft oder gar die ganzen Mobilfunkanbieter sind hundert mal schlimmer und WIRKLICHE Monopole. Apple nicht. Apple macht schlicht und ergreifend von ihrem „Hausrecht“ Gebrauch, da denen der Store schlicht und ergreifend gehört. Aber plötzlich sollen das Monopole etc. sein…

    • Was ein Monopol ist formuliert im Normalfall keiner, der in einem Blog kommentiert. Es kommt halt immer darauf an, was man als Markt definiert. Und im Markt der iOS Apps hat nun mal Apple ein Monopol. Es müssen nun halt entsprechende Instanzen klären, ob das tatsächlich ein Markt ist oder ob dieser zu eng gefasst ist.

      • Witzig finde ich ja: die gleichen Leute, die hier von einem Monopol sprechen, meinen sonst, dass Apple ein Nischensystem mit geringem Marktanteil ist. Apple hat ein Monopol auf den App Store wie VW ein Monopol auf den Golf hat.

    • Und noch dazu verlangt Apple 99€/299€ pro Jahr damit du überhaupt den App Store nutzen darfst oder mehr als 3 (?) Apps selbst kompiliert auf dem iPhone nutzen darfst.
      Sowohl MS als auch Google verlangen einfach eine einmalige Gebühr für die Registrierung und _wenn_ du deren IAP-Abrechnung nutze Prozente. Musst du aber nicht, du kannst auch einfach die Artikel selbst abrechnen, das geben die Nutzungsgebühren bei beiden her. Nebenbei lässt sich eben bei beiden auch alternativ der der Store gar nicht nutzen.
      Bei Apple kannst du eben NUR den Store nutzen.
      Du denkst übrigens etwas zu regional. Klar, hier in DE sind Androids auch gut vertreten. Ist in vielen anderen Ländern aber eben nicht so. Z.B. eben auch in den USA.

    • Ich finde ja, dass Mobilfunkanbieter 15% von dem Umsatz erhalten sollten, den Apple über die Mobilfunknetze erwirtschaftet.

      Denn nur dank der Mobilfunkbetreiber und deren Netze kann Apple seine Produkte überhaupt verkaufen und betreiben. Was wäre ein AppStore oder die meisten Apps ohne Mobilfunkverbindung. Da ist es ja wohl nicht zu viel verlangt, sich ein wenig an den Netzen zu beteiligen.

      Wenn das Apple nicht zusagt, können sie ja immer noch iPhones bauen, die nur WLAN oder gar Festnetz nutzen.

    • Wenn die Vorwürfe so lächerlich sind: wieso hat Apple dann die Gebühren gesenkt?

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