Apple will auf Mineralien aus Minen verzichten

Apple gibt sich grün. Im Vorfeld des „Earth Day 2017” am Samstag, 22. April 2017, veröffentlicht Apple seinen zehnten Umwelt-Bericht (Environmental Progress Report 2017). In diesem Bericht stellt sich Apple laut eigenen Aussagen die Frage, wie man Umweltprobleme aus der Welt schaffen kann. Apple möchte das Thema so angehen, dass man darauf verzichten möchte, Materialien aus Minen abbauen zu müssen. Dafür arbeitet Apple an einer geschlossenen Lieferkette, auf deren Basis zukünftig Produkte gebaut werden sollen, die ausschließlich auf erneuerbare Ressourcen oder recycelte Materialien zurückgreifen.

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Video-Link: https://www.youtube.com/watch?v=l2rQbl14uIE

Das ist sicherlich ein ehrgeiziges Ziel, das viele Jahre der intensiven Zusammenarbeit verschiedener Apple-Teams, Zulieferer und spezialisierten Recycling-Unternehmen erfordern wird. Apple selber führt im Rahmen seiner Bemühungen auch den Roboter LIAM ins Rennen. Die automatisierten Roboter-Zerlegeeinheiten für das iPhone 6 ermöglichen die bessere Nutzung von wiedergewonnenen Materialien in neuen Produkten.

Apple habe bereits damit begonnen, mit wiedergewonnenem Aluminium neue Geräte zu bauen. So werden von LIAM zerlegte Aluminiumgehäuse vom iPhone 6 eingeschmolzen und damit Mac mini Computer gebaut, die man in den Endmontagewerken für das iPhone verwendet. Also nichts, was derzeit im Laden zu haben ist.

Für Zinn habe man einen anderen Ansatz. Anders als für Aluminum, existiert hier bereits eine bestehende Lieferkette für recyceltes Material. Auf dieses Material wird für das iPhone 6s zurückgegriffen, wo Apple nun zu 100 Prozent recyceltes Zinn für die Lötstellen der Hauptplatine nutzt, auf der der Großteil des verarbeiteten Zinns zu finden ist.

Interessant bei Apples Bemühungen: Man setzt sich hier ein Ziel, weiss aber selbst nicht, wie das am Ende gelingen soll. So gab es in einem Interview mit dem Medium Vice folgendes Statement: “We’re actually doing something we rarely do, which is announce a goal before we’ve completely figured out how to do it, so we’re a little nervous, but we also think it’s really important, because as a sector we believe it’s where technology should be going“.

Ich glaube, dass das alles noch ein sehr weiter Weg ist. Aber einer, den alle gehen sollten.

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caschy

Hallo, ich bin Carsten! Baujahr 1977, Dortmunder im Norden, BVB-Getaufter und Gründer dieses Blogs. Auch zu finden bei Twitter, Google+, Facebook, Instagram und YouTube. PayPal-Kaffeespende. Mail: carsten@caschys.blog

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3 Kommentare

  1. „Man setzt sich hier ein Ziel, weiss aber selbst nicht, wie das am Ende gelingen soll.“ Dafür spricht man wiedereinmal von Apple…..Wäre wohl sinnvoller, wen Apple an ihren Angstellten, keinen „Raubbau“ betreiben würden. Oder ein Teil ihres Umsatzes den MinenarbeiterInnen weiter geben.

  2. Selten so gelacht. Ein Verklebeunternehmen, das Geräte seit langer Zeit so designt, dass nichts ersetzbar und reparabel ist, das möchte, dass möglichst jährlich weggeschmissen und neu gekauft wird, hat jetzt bemerkt, dass die Rohstoffe teurer werden und dann der Gewinn sinkt, weil die Produkte eh schon unverschämt überteuert sind und die Marktsättigung erreicht ist. Und jetzt wollen sie plötzlich die Umweltretter mimen. Perverslinge durch und duch.

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