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Apple: Privacy Labels im App Store sorgen für mehr Transparenz in Sachen Datenschutz

Dass sich Apple sehr dem Thema „Datenschutz“ verschreibt, daraus macht man keinen Hehl. Bereits auf der WWDC im Juni hatte man in diesem Jahr angekündigt, mit einer verbesserten Transparenz im App Store wieder ein Stück mehr für dieses (wichtige) Thema zu tun. Mit dem Update auf iOS 14.3 bzw. macOS Big Sur 11.1 halten die sogenannten „Privacy Labels“ nun Einzug in den App Store. Mit WhatsApp liegt man deshalb bereits im Clinch.

Entwickler, die eine App oder ein Update ab sofort für den App Store einreichen, müssen nun Angaben zu den Daten machen, welche die App verwendet oder erfasst. Dazu gehören mitunter Nutzungs­daten, Kontakt­informationen oder Details zum Standort. Beispiele und Ausführungen zu diversen Datentypen gibt Apple an dieser Stelle. Neben der Angabe wie diese Daten genutzt werden, müssen Entwickler auch darlegen, ob ein Tracking stattfindet. Die neuen Informationen sind für jeden Nutzer in einem dedizierten Info-Abschnitt im App Store einzusehen. Obiger Screenshot zeigt hierbei die Übersicht, der nachfolgende die Details, welche man sonst so liefert:

Ob das Nutzer nun sensibilisiert? Da bin ich mal gespannt. Immerhin dürfte es nochmals deutliche Unterschiede zwischen Facebook – dort sind die neuen Informationen zu den Datenschutzpraktiken bereits vorhanden – und Apps wie der Corona-Warn-App – da fehlen die Informationen noch – in verständlicher Form darlegen. Ich tippe mal für die meisten wird das ähnlich wie mit AGB (Allgemeine Geschäftsbedingungen) laufen: da wird weggedrückt und zugestimmt, ohne sich näher damit zu befassen. Der Schritt in Richtung mehr Transparenz ist dennoch willkommen.

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Felix Frank

Baujahr 1995. Technophiler Schwabe & Studienreferendar. Unterwegs vor allem im Bereich Smart Home und ständig auf der Suche nach neuen Gadgets & Technik-Trends aus Fernost. Twitter. PayPal-Kaffeespende an den Autor. Mail: felix@caschys.blog

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13 Kommentare

  1. Mit dir Verknüpfte Daten: Benutzerinhalte
    Nicht mit dir Verknüpfte Daten: Benutzerinhalte

    Was denn nun? Ich habe mir da mehr erhofft.

    • Genau! Das ist schwammig, überschneidet sich und verwirrt mich eher mehr als, dass es mich erleuchtet…

    • Genau. Es geht neben der Art der Daten auch nicht deren Verwendung hervor. Speichert der Dienst meine Telefonnummer, um mir bei der Anmeldung einen Code zuzuschicken oder teilt er die Daten mit irgendwelchen Werbepartnern, sodass ich irgendwann nervige Spamanrufe bekomme. Ist meines Erachtens ein kleiner aber feiner Unterschied.

    • Sehe ich auch so. Das ist weit weg von Transparenz. Ich will wissen welche Daten warum gespeichert werden und was damit gemacht wird. Das wäre Transparent. Dass eine App Benutzerdaten speichert ist ungefähr so als würde man auf die Frage, was fährst du für ein Auto Antworten würde: Eins mit vier Rädern. Viel Tamtam um nichts und von Apple echt enttäuschend.

  2. Apple hätte die einzelnen Punkte mal mit einem Ampelsystem versehen sollen. Da werden zig Sachen angezeigt, teilweise Punkte, welche noch nicht einmal für das jeweilige Land gelten und dazu kommt auch noch, dass es keine weiteren Details gibt. Die Idee finde ich echt gut, nur außer der Bewertung, dass die einen mehr und die anderen wenig Daten nutzen irgendwie nur wenig hilfreich.

    • Gute Punkte.

      Ich habe mich in letzter Zeit mit dem selben Thema bezüglich Android-Apps beschäftigt und einige Tools getestet, die Googles Aufgabe übernehmen. Auch WhatsApp wurde hier bemängelt, im Besonderen dass bestimmte Daten über den Teich geschickt werden. Allerdings sind Privacy-Tools da nur eine bessere Übersicht, in den Nutzungsbedingungen stimmt man der Datenübertragung als User zu. Bedenklich finde ich grundsätzlich, was Du mit der Gültigkeit für ein bestimmtes Land angesprochen hast. Das erweckt genauso wie auf Android den Eindruck, dass hier nur eine Art Katalog verwendet wird, der die grundsätzlichen Eigenschaften der App beschreibt. Aufgefallen ist mir das, als ich einer App, deren umfangreicher Hunger auf Berechtigungen bemängelt wurde, sämtliche unnötigen Rechte in den Einstellungen entzogen habe. Danach wurde die App dennoch unter Angabe der selben, nun nicht mehr gültigen Gründe bemängelt.

      Insofern halte ich diese Privacy-Ambitionen für einen Schritt in die richtige Richtung. Alleine, wir haben noch einen weiten Weg vor uns, bis wirklich sinnvolle und hilfreiche Konzepte Einzug gehalten haben werden.

      • Aufgefallen ist mir das zuerst bei Whatsapp, die angeblich Zahlungsinformationen verarbeiten und speichern, genauso wie deine Käufe. Whatsapp hat aber nur in den USA eine Einkaufsfunktion – daher auch das Label für Zahlungen. Unter Android weiß ich noch, dass manche Apps angegeben haben, wofür sie eine bestimmte Berechtigung brauchen. Das würde ich mir neben dem Ampelsystem auch für die Datenschutzkennzeichnung unter iOS wünschen.

        • Es ist vielleicht im Moment schwer vorstellbar, aber die ausländischen Eigenschaften, können dich auf Geschäftsreise oder im Urlaub auch betreffen.

  3. Bei Facebook wird man mit dem Scrollen gar nicht mehr fertig. xD

    • Deshalb nennt DuckDuckGo solche Anbieter ja auch „Major Tracker Networks“. Tracking ist deren Business und der irrige Glaube ist, dass man die persönliche Conversion erhöhen kann, wenn man mich rund um den Globus verfolgt und Daten über mich sammelt. Wenn man sich die „Werte“ solcher Firmen anschaut, ist es fast eine Religion, an die erstaunlich viele Menschen glauben.

  4. Und die Apple Datenkracken-Apps kann man leider nicht so einfach einsehen. Das ist mal wieder ein kleiner Eingriff in den Wettbewerb um die eigenen Produkte zu pushen.

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