Apple Pay generiert in den USA 2 von 3 Dollar Umsatz bei kontaktlosem Bezahlen

Apple verkündete Quartalszahlen und gab bekannt, wann die Apple Watch in den Verkauf gehen wird. Aber auch über Apple Pay wurden ein paar Worte verloren, allerdings gab es keine konkreten Zahlen. Das Wall Street Journal berichtet, dass 2 von 3 Dollar, die in den USA über kontaktloses Bezahlen umgesetzt werden, über Apple Pay kommen. Das ist beeindruckend, wenn man bedenkt, wie eingeschränkt Apple Pay auch in den USA verfügbar ist. Allerdings sagt dieser Wert relativ wenig über die quantitative Nutzung von Apple Pay aus. Denn 2 von 3 umgesetzten Dollar sind eben nicht 2 von 3 Bezahlungen.

ApplePay

Nimmt man zum Beispiel die Weihnachtsshopping-Zahlen des letzten Jahres her, sieht man, dass iOS-Nutzer im Durchschnitt rund 30 Prozent mehr ausgeben. Das ist ein weit hergeholter Vergleich, da es hier nicht um den Bezahlvorgang geht, sondern über das Shopping auf mobilen Endgeräten. Aber man kann sich durchaus vorstellen, dass iOS-Nutzer solchen Techniken gegenüber nicht abgeneigt sind. Geht man nun davon aus, dass diese Nutzer auch im normalen Einkaufs-Alltag mehr Geld ausgeben, sind 2 von 3 umgesetzten Dollar zwar immer noch beeindruckend, aber nicht mehr ganz so stark.

Apple Pay steht laut Tim Cook noch ganz am Anfang und es sei schwer, eine Zukunftsprognose abzugeben. Der Start übertraf jedoch alle Erwartungen. Die Händler implementieren Apple Pay recht flott (bis auf gewisse Ausnahmen). So richtig spannend wird Apple Pay aber wohl erst, wenn es tatsächlich global einsetzbar ist und davon ist Apple weit entfernt. Allerdings sagt Tim Cook auch, dass es das Jahr von Apple Pay werden könnte.

Ich selbst hoffe ja wirklich darauf, dass Apple Pay auch bald in Deutschland ankommt. Und das hat auch einen Grund. Der Supermarkt bei mir um die Ecke bietet mittlerweile SB-Kassen an. Hochmodern und interessanterweise mit Akzeptanz für Kreditkarten (an der Kasse nebenan kann lediglich mit EC-Karte bezahlt werden). Wenn ich nun an so einer Kasse bin, dauert der Bezahlvorgang, egal ob ich mit Karte oder Bargeld bezahle. Mit Apple Pay (oder auch Google Wallet) würde an dieser Stelle tatsächlich ein Mehrwert entstehen, da der Bezahlvorgang drastisch verkürzt würde. Und ja, mir ist es schnurz, wer meine Einkäufe einsehen kann, wo ich was gekauft habe und wie häufig ich das nutze.

(via The Verge)

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Sascha Ostermaier

Technik-Freund und App-Fan. In den späten 70ern des letzten Jahrtausends geboren und somit viele technische Fortschritte live miterlebt. Vater der weltbesten Tochter (wie wohl jeder Vater) und Immer-Noch-Nicht-Ehemann der besten Frau der Welt. Außerdem zu finden bei Twitter (privater Account mit nicht immer sinnbehafteten Inhalten) und Instagram. PayPal-Kaffeespende an den Autor.

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33 Kommentare

  1. Dann warten wir mal auf die ersten Sicherheitslücken oder direkt Leaks der Kontodaten, wenn das System so viel $$ generiert.

  2. Gerald Sander says:

    Hm, der Artikel hier gibt irgendwie ein anderes Bild ab. Ist zwar schon ein paar Wochen her, aber das Verhältnis Google Wallet zu Apple Pay sieht da etwas anders aus…
    http://goo.gl/jpuXBN

  3. @Passo

    Kredit- und EC-Karten direkt generieren viel mehr $$ und sind täglich Ziel für irgendwelche Lücken und Betrügereien. Ob nun online oder direkt durch Datendiebstahl an irgendwelchen Automaten.

  4. „[…]Wenn ich nun an so einer Kasse bin, dauert der Bezahlvorgang, egal ob ich mit Karte oder Bargeld bezahle.[…]“

    Fehlt da nicht ein Wort?

  5. @Passo: Da im Gegensatz zu Kreditkarten- und EC-Karten-Zahlungen bei Apple Pay die Kartennummern/Kontodaten gar nicht ans Terminal bzw. den Händler übermittelt werden, ist das zumindest schon mal eine Verbesserung im Hinblick auf potentielle Sicherheitslücken bei Verwendung von Kartenzahlungen.

  6. Ich nutze viel kontaktloses Zahlen mit Kreditkarte mit RFID … und möchte es nicht mehr missen… wo ist der Vorteil von apple pay?

  7. @Alexander

    0,15% des Umsatzes (+ einmalig ~800€) gehen direkt an Apple 🙂

  8. Also hier in der Schweiz unterstützen mittlerweile alle grossen Ketten die Bezahlung mit Contactless-Kreditkarte… Einfach die Karte (gerne auch in der Geldbörse) ans Terminal halten und schon hat man bezahlt. Bis 40 CHF (entsprechen momentan 40€) ohne Pin-Eingabe. Welche Vorteile mir da eine akkuabhängige Zahlungsmöglichkeit bringen soll verstehe ich nicht wirklich.

  9. @Markus

    u.a. die Verifikation per Fingerabdruck

  10. @Sascha
    Zu mindest in einem Technik-Blog hätte ich mir tatsächlich etwas weniger ignorante Aussagen, wie die im letzten Satz erhofft.

  11. @denkste

    Auch in einem Technik-Blog darf und sollte es eine Portion eigene Meinung geben. Neu ist das ja eh nicht, dank Payback, DeutschlandCard und Co.

  12. @ChackZz
    Dass jemand, der technisch versiert ist und sich täglich mit solchen Themen beschäftigt solch eine Meinung hat, finde ich ja eben das beängstigende. Dass er die Meinung trotzdem haben darf, keine Frage. Deshalb habe ich ja „erhofft“ geschrieben.
    Klar ist das Thema nicht neu und selbst ich nutze eine Payback-Karte, weil ich eben die Vorteile höher wiege und es auch keine Lösung ist ein verkrampfter Datenschützer zu sein, der jegliche gesellschaftliche und technische Entwicklung strikt ablehnt. Apple Pay halte ich im übrigen auch für „relativ unbedenklich“.
    Trotzdem finde ich die Aussage „mir ist es schnurz, wer meine Einkäufe einsehen kann, wo ich was gekauft habe und wie häufig ich das nutze“ ziemlich ignorant und unpassend.

  13. @Jon

    Da fehlt nicht unbedingt ein Wort, ob du nun sagst „Das dauert.“ oder „Das dauert lange.“ ist eigentlich egal.

  14. @Charter,

    ohne jetzt so sehr darauf rumreiten zu wollen – das hatte ich auch überlegt, aber so geht die Aussage verbunden. Alles „dauert“ die fragt ist ob lang, gleich lang, kurz..

  15. verbunden = verloren

  16. @Jon
    Es ist halt umgangssprachlich. Genau wie man sagt „Oh man, das dauert!“. Ja, ganz korrekt wäre es noch ein „lang“ einzufügen, aber jeder hier weiß, was gemeint ist.

  17. @Timo: Es geht auch nicht um eine Lücke beim Bezahlen, sondern wenn der Dienst allgemein gehackt wird. Interessant wird es dann nämlich, wer für den entstandenen Schaden aufkommt.

    Wird lokal ein Automat „gehackt“ und dadurch meine Kartendaten abgegriffen, zahlt im Normalfall die Bank den Schaden. Wie sieht das aber nun aus, wenn Hacker an die Daten von Apple Pay gelangen und damit auf Einkaufstour gehen? Zahlt dann immer noch die Bank, oder zahlt Apple, weil ja deren System geknackt wurde?

  18. @passo
    bei apple pay wird nur auf token-basis gearbeitet… es werden über apple somit keine bankdaten übermittelt.

  19. 2 von 3 Dollar ist ziemlich wage und sagt eigentlich nichts darüber aus, ob Apple Pay ein Erfolg ist. Zu wünschen wäre es, denn dann hätte es endlich ein Ende mit diesem elendigen Bargeld.

  20. @HO: Ich meine auch nicht das Bezahlen, sondern das System dahinter. Also im Endprinzip Apple, weil die ja aufgrund der Token vom Konto abbuchen.

  21. Ich wünsche mir, dass das ganz normale kontaktlose Bezahlen mal vorangetrieben wird.
    Kaum ein Händler und kaum eine Bank unterstützt das in Deutschland, dabei ist das so eine tolle und praktische Technik.

  22. @passo
    die haftung bleibt wie sie ist… die bank haftet. apple hilft nur dass die gefahr geringer wird, dass dort etwas schief geht.

  23. Sascha Ostermaier says:

    Ich habe also eine falsche Meinung, weil ich diese in einem Technik-Blog verfasse? In einem anderen Bereich (z.B. Mode-Blog) wäre sie dann vertretbar? Verstehe ich das richtig? Ich sag ja nicht, dass Ihr Euch keine Ritze drüber machen sollt, was mit Euren Daten passiert. Da soll wirklich jeder hinterher sein, der ein Problem mit der Verarbeitung hat. Ich schreibe lediglich, dass es MIR egal ist, was mit MEINEN Daten (in diesem Fall nur auf die Bezahlungen bezogen) passiert. Soll ich lügen und sagen, oh mein Gott, meine schönen Daten? Ich nutze auch Payback, obwohl ich mir sehr bewusst bin, was da verarbeitet wird. Einen Nachteil kann ich FÜR MICH nicht erkennen, verstehe aber auch, wenn man damit ein Problem hat. Warum ich dies in einem (Tech-)Blog nicht äußern darf, ist mit schleierhaft.

  24. @sacha
    dass die mit unseren daten bei apple pay schindluder treiben, ist doch bisher nur eine unterstellung. apple hat doch eigentlich ganz klar gesagt, dass die die daten nicht bekommen …und darauf sollte man erstmal vertrauen.

  25. Sascha Ostermaier says:

    @HO: Dessen bin ich mir durchaus bewusst. Aber mich würde es eben auch nicht stören, wenn es nicht so wäre. Obwohl es mich ja anscheinend stören muss, wenn ich dazu eine Meinung haben will…

  26. @Sascha
    Erst mal finde ich es lobenswert, dass du auf mein Kommentar eingehst.
    Du darfst deine Meinung natürlich auch in einem Tech-Blog äußern und so etwas wie eine „falsche Meinung“ gibt es ja bekanntlich nicht.
    Was ich ausdrücken wollte: Von einem Autor eines Mode-Blogs hätte ich mich über solch eine Meinung nicht gewundert, von einem Autor eines Tech-Blogs schon.
    Nach all den Artikeln, die ihr hier auch selbst schon veröffentlicht habt, sollte euch doch bewusst sein, dass die Privatsphäre (und dazu gehören Zahlungsdaten und Konsumverhalten definitiv) eines jeden Nutzers so gut geschützt werden sollte wie möglich. Versteh mich nicht falsch, das heißt nicht auf Teufel komm raus!
    Wenn du geschrieben hättest „Und ja, für diesen Mehrwert bin ich auch bereit, das Risiko einzugehen, dass man meine Einkäufe einsehen kann, wo ich was gekauft habe und wie häufig ich das nutze“, dann hätte ich mich daran nicht gestört. Aber „mir ist es schnurz“… wirklich?

  27. sascha und denkste haben beide recht ….ich denke so wie denkste und finde die formulierung von denkste professioneller für einen blogger.

  28. ..“ich denke so wie sascha“ sollte das heißen

  29. Sascha Ostermaier says:

    @denkste: Vielleicht ist es mir auch gerade schnurz, weil ich sehr gut über die Möglichkeiten der diversen Anbieter Bescheid weiß? Und natürlich ist Privatsphäre ein super wichtiger Punkt – auch für mich. Aber halt nicht im Bereich Shopping. Und über Formulierungen zu diskutieren, habe ich ehrlich gesagt aufgegeben. Man kann es nicht jedem recht machen, wenn sich einer daran stört, tja, so hart das jetzt klingen mag (und das hat auch nichts mit Arroganz meinerseits zu tun; nur um schonmal weiteren Kommentatoren den Wind aus den Segeln zu nehmen), dann ist das das persönliche Problem des Lesers. Wenn sich zwei daran stören, der Artikel aber von hunderten gelesen wird, kann ich damit leben. Ehrlich, das ist nichts gegen Einzelne, aber den stilistischen Geschmack eines jeden Lesers zu treffen, ist ein Ding der Unmöglichkeit. Und jetzt bildet bitte alle einen Sitzkreis und sorgt dafür, dass Apple Pay schnell nach Deutschland kommt. Danke. 😉

  30. @denkste,

    Ich glaube eher das Problem ist, dass es allgemeiner Konsens ist, dass es schlecht ist wenn jemand diese Art von Daten von mir hat und dass es als unreflektiert gilt(!) wenn einem das egal ist. Gerade in einem Blog, in dem die Mehrheit der Leser wohl Menschen sind, die sich mit dem Problem auseinander gesetzt haben und deshalb von den Autoren eine gewisse Vorbildfunktion erwarten.
    Also mal allgemein gesprochen. Jedem steht es natürlich frei eine Meinung zu haben, aber das heißt nicht, dass alle Meinungen ok sind, so wie du sagst. Faschismus, Rassismus, Sexismus, Homophobie.. Pegida.. Das sind alles Dinge die man in einem gewissen Kontext als Meinung verbuchen kann aber sie sind eben du mm und falsch, unter der Prämisse, dass man als Maßstab eine aufgeklärte Gesellschaft ansetzt.

  31. @Jon
    Jein… Solange diese Meinungen nicht mit dem Gesetz im Konflikt stehen, sind sie „ok“. Das heißt nicht, dass ich sie teilen muss. Aber das ist das Prinzip von Meinungsfreiheit.
    Aber vor allem mit dem ersten Teil deines Textes gebe ich dir absolut recht. Gut auf den Punkt gebracht und gleichzeitig auch die Antwort auf Saschas letzten Kommentar, in dem er sich leider selbst völlig disqualifiziert. Die Aussage ist verkürzt: „die können es ja eh sehen, also ist es mir egal“.

  32. @denkste,

    ein bisschen OT, aber denken kann man sicher was man will. In den oben genannten Beispielen schränkt man andere jedoch mit der Äußerung seiner Meinung ein und das ist dann juristisch größtenteils nicht mehr durch die freie Meinungsäußerung abgedeckt und wird sanktioniert. Man muss Intolerante zum Glück nicht tolerieren, Stichwort „wehrhafte Demokratie“. Wenn du mich fragst auch ein häufiger denkfehler.

  33. (Der Denkfehler bezieht sich darauf, dass öfter mal argumentiert wird, dass, wer Intolerante nicht toleriert selber Intolerant sei- was natürlich Blödsinn ist)

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