Apple: Neue Richtlinien für Entwickler könnten Game-Streaming erlauben

Apple steht seit längerem in der Kritik. Da geht es nicht nur um die 30 % Abgabe im App Store, auch die Hürden für Entwickler, die Spiele-Streaming anbieten (xCloud von Microsoft oder Stadia von Google) sind seit einiger Zeit Teil der medialen Berichterstattung.

Apple hat nun neue Regeln für Entwickler veröffentlicht, die sich prinzipiell erst einmal besser lesen, wenn man auf die Thematik Streaming von Spielen aus der Cloud schaut (lokales Streaming von der PlayStation ist ja eine andere Geschichte). Besonders zu erwähnen ist die Erlaubnis für Google Stadia oder eben die xCloud – das soll Apple nämlich gegenüber dem US-Medium CNBC bestätigt haben.

Laut der Regeln ist es aber auch scheinbar so, dass jedes einzelne Spiel auch direkt aus dem App Store von Apple herunterladbar sein muss –  und dass auch jedes Update einzeln an Apple übermittelt werden muss, bevor z. B. Google oder Microsoft es an die Nutzer streamen können. App-Hersteller dürfen auch eine sogenannte „Katalog-App“ veröffentlichen, die Links zu anderen Spielen des Dienstes enthält, aber jedes Spiel muss eine individuelle App sein.

Auf den ersten Blick könnte man meinen, dass auf der einen Seite Mauern eingerissen wurden – auf der anderen Dinge nun trotzdem noch sehr komplex, kompliziert oder gar unmöglich erscheinen. Bin gespannt, wann Microsoft oder Google sich zu einem Statement hinreißen lassen. Gerade die xCloud werden sicherlich viele mit iPad und iPhone vermissen. Und Hand aufs Herz: Wenn man sich Spiele und Streaming anschaut – das kann doch nicht so schwer sein, da eine Lösung zu finden.

4.9 Streaming games

Streaming games are permitted so long as they adhere to all guidelines — for example, each game update must be submitted for review, developers must provide appropriate metadata for search, games must use in-app purchase to unlock features or functionality, etc. Of course, there is always the open Internet and web browser apps to reach all users outside of the App Store.

  • 4.9.1 Each streaming game must be submitted to the App Store as an individual app so that it has an App Store product page, appears in charts and search, has user ratings and review, can be managed with ScreenTime and other parental control apps, appears on the user’s device, etc.
  • 4.9.2 Streaming game services may offer a catalog app on the App Store to help users sign up for the service and find the games on the App Store, provided that the app adheres to all guidelines, including offering users the option to pay for a subscription with in-app purchase and use Sign in with Apple. All the games included in the catalog app must link to an individual App Store product page.

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caschy

Hallo, ich bin Carsten! Ich bin gelernter IT-Systemelektroniker und habe das Blog 2005 gegründet. Seit 2008 ist es Beruf(ung). Baujahr 1977, Dortmunder im Norden, BVB-Fan und Vater eines Sohnes. Auch zu finden bei LinkedIn, Twitter, Facebook, Instagram und YouTube. PayPal-Kaffeespende. Mail: carsten@caschys.blog

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11 Kommentare

  1. Schade…hätte mich über xcloud auf iOS gefreut…

  2. > Of course, there is always the open Internet and web browser apps to reach all users outside of the App Store.

    Das ist die Kernaussage. Man kann Game Streaming auch einfach an den Browser ausliefern. Aus offensichtlichen Gründen will aber jeder in den App Store.

    Außerdem gibt es noch zwei weitere Neuerungen.
    a) schnellere Updates für Bugfixes und Sicherheitsupdates (am Review-Prozess vorbei)
    b) Apps müssen eine genauere Beschreibung neuer Features enthalten (2.3.12)
    Also keine generischen Texte à la „Wir arbeiten ständig an der App, um sie zu verbessern.“

  3. Absolut lächerlich was Apple da veranstaltet. Game Streaming ist die Zukunft und sich da zu versperren ist dämlich.

    Dabei sind gerade die IPads absolut prädestiniert um dort GeForce now, stadia und Xbox Pass zu nutzen.

    Aber irgendwie muss man ja Apple-Arcade pushen, dass sonst keiner will.

    Da müssen einfach alle Druck machen, insbesondere die Kunden.

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