Apple iPhone SE erweist sich im Teardown als überraschend gut reparierbar

Das Apple iPhone SE ist das neue „Einstiegsgerät“ aus Cupertino. Ich schreibe das in Anführungsstrichen, da es sich natürlich nicht im klassischen Sinne um ein Einstiegsmodell handelt. Im Apple-Kosmos stellt es aber eben das günstigste Smartphone dar. Es verzichtet beispielsweise auf den U1-Chip und arbeitet mit nur 3 GByte RAM. Trotzdem hat es seine Vorzüge und dürfte sicherlich zu seinem Preis ab 479 Euro viele Interessenten finden. In einem neuen Teardown haben die Kollegen von iFixit nun den Blick ins Innere gewagt.

Und da überrascht das iPhone SE durchaus positiv: Denn es hagelt einen Repairability Score von 6/10 – das sieht man nur noch selten bei aktuellen Smartphones. Mal als Vergleich: Das Samsung Galaxy S20 Ultra erhielt etwa nur eine Punktzahl von 3/10. Warum schneidet das Apple iPhone SE denn verhältnismäßig gut ab? Nun, sowohl der Akku als auch das Display seien leicht zugänglich und mit dem richtigen Wissen gut austauschbar. Zudem setze Apple auf viele modulare Komponenten, die einzeln auswechselbar seien.

Positiv daran: Viele der im iPhone SE verwendeten Komponenten fänden sich laut iFixit auch im iPhone 8, sodass bereits vorhandene Ersatzteile sogar weiter verwendbar seien. Negativ vermerkt man, das liegt aber in der Natur der Sache, dass die Versiegelungen zum Erreichen der Schutzklasse IP67 die Reparatur erschweren – immerhin machen sie aber auch Wasserschäden unwahrscheinlicher.

Außerdem sei das zerbrechliche Glas der Rückseite umständlich zu ersetzen. Obwohl das iPhone SE generell gut zu reparieren sei, benötige man außerdem bis zu vier verschiedene Schraubenzieher. Sonstige Auffälligkeiten im Inneren des Smartphones? Die Komponenten sind im Grunde ein Sammelsurium quer über die Generationen – der SoC A13 Bionic mit der Neural Engine der dritten Generation findet sich auch in den iPhone 11, das Retina Display mit 1.334 x 750 Pixeln ist identisch zum iPhone 8 und auch die Hauptkamera mit 12 Megapixeln sowie die Frontkamera mit 7 Megapixeln mahnen an das iPhone 8 bzw. iPhone XR.

Alles Weitere lest ihr dann direkt bei iFixit (siehe Quelle). Fun Fact: Die Kollegen vertauschten sogar mal spaßeshalber den Kameraensor mit dem des iPhone 8 und alles funktionierte wie gehabt – der Sensor des iPhone SE passt dabei auch ins iPhone 8. Eigentlich aber eine gute Sache, wer sich immer beschwert, dass so viele Komponenten rasch veralten und auf der Halde landen oder nicht austauschbar sind, kann beim iPhone SE vielleicht mit einem Kopfnicken reagieren.

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André Westphal

Hauptberuflich hilfsbereiter Technik-, Games- und Serien-Geek. Nebenbei Doc in Medienpädagogik und Möchtegern-Schriftsteller. Hofft heimlich eines Tages als Ghostbuster sein Geld zu verdienen oder zumindest das erste Proton Pack der Welt zu testen. Mit geheimniskrämerischem Konto auch bei Facebook zu finden. PayPal-Kaffeespende an den Autor.

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28 Kommentare

  1. Sag ich ja Resteverwertung vom 8er..

    • Bis auf die CPU.

      Die stampft jeden Androiden in Grund und Boden…

      • Und was nützt es wenn es durch die Hardware mit schlechter Auflösung und Kamera ausgebremst wird?
        Der WhatsApp-Chat lädt eine Mikrosekunde schneller, falls die anderen Geräte nicht ihren RAM-Vorteil nutzen.

        • Deniz Kökden says:

          Was das nützt? Das Gerät wird die nächsten Jahe noch mit Software Updates versorgt werden, welche flüssig auf dem Gerät funktionieren werden. Auch aktuelle Spiele laufen gut auf dem iPhone. Das Gerät ist ideal für Teenager und jüngere.

        • Manche Menschen glauben scheinbar, das man bei weniger als 500 ppi Augenkrebs bekommt…

          Das SE hat die gleiche Pixeldichte wie das iPhone 11, das ist für die meisten völlig ausreichend. Zumal sich die Qualität eines Displays sowieso nicht nur über die Auflösung definiert.

          Und die Kamera? Keine Ahnung, selbst das iPhone 8 macht ja immer noch sehr gute Bilder. Aber wenn ich mehr als einen Schnappschuss machen will, nehme ich dafür eh meine Systemkamera.

          • Nein, ist sie nicht. Man sieht den Unterschied. Und bei nem 500€ Gerät verlange ich ein Display, das der Gerätepreisklasse entspricht. Und nicht eins aus nem 150€ Bereich.

            • 400 ist die magische Nummer für ein Objekt, das man in der Hand hält. Mehr ergibt nur für VR Sinn.

              • Und da liegt das SE mit 326ppi deutlich drunter. Ein Vergleich am Verkaufstresen im Elektronikmarkt zeigt da schon deutlich die Unterschiede auf.

            • Nein, sieht man nicht. Du auch nicht. Du WEISST, dass es dieses oder jenes Phone ist und bildest dir dann ein, dass es weniger scharf ist. In einem Blindtest würdest du garantiert keinen Unterschied sehen.

        • Für Leute wie mich, die weder Insta, Essen, Selfies oder die schönsten Bahnbilder Welt machen, ist das ein durchaus attraktives Gerät. Allein schade, dassApple nur noch diese großen Klopper produziert.

      • Zum mit Benchmark Zahlen prahlen aufm Schulhof bestimmt gaaaaanz toll.

      • „Bis auf die CPU. Die stampft jeden Androiden in Grund und Boden…“

        Sind Vergleiche von Äpfeln mit Birnen sinnvoll oder einfach nur gehaltloses Fanboy Geblubber?
        Die Antwort dürfte über jeden Zweifel erhaben sein.

    • Sollten Android-Hersteller auch machen. Aber abgesehen von Apple scheint sich keiner um Recycling und Langlebigkeit zu scheren, also wird das eh nicht passieren.

  2. Wenn ich jetzt in mein iPhone 8 den SoC A13 Bionic für dünnes Geld einbauen könnte, das wäre doch klasse.

  3. Naja, wieso sollte es eine Überraschung sein? Es ist quasi ein iP8, also wird das Ergebnis sehr ähnlich sein.

  4. Update-Sicherheit für viele Jahre, da wo es noch paßt bewährte hechnik, aber z. B. WLAN auf neuem Stand . Ist doch wie einen Tower-PC aufrüsten – was nicht ausgewechselt werden muß bleibtz drin , neues mainboard, prozessor, RAM und ne größere SSD, neue WLAN–Karte und zuschrauben und der Tower läuft wieder ein paar Jahre. Vor ultrabookzeiten war das für viele PC-nutzer gang und gäbe – und nun baut Apple so Smartphones . Wo ist der Fehler ? ich vermag keinen zu erkennen.

    • Und noch mehr nerviges Fanboy Geblubber…

      • Hans Jörg says:

        und noch mehr nerviges Anti-Apple „Geblubber“…

        • Nein, es sei denn, man setzt Apple mit Fanboy gleich ^^
          Erst denken, dann schreiben. 😉

          Abgesehen davon gehen hier alle Äußerungen am Thema vorbei.
          Es geht um die erstaunlich leichte Reparierbarkeit eine iPhones. Scheint aber keinen zu interessieren. Hauptsache irgendwas in die Kommentare rotzen. Und die Ersten waren die Fanboys (ohne Bezug auf das Thema zu nehmen).

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