Samsung Galaxy S20 Ultra im Teardown: Viel Klebstoff um viel Hardware

Samsung hat mit seiner Galaxy-S20-Serie bereits seine Smartphone-Flaggschiffe für 2020 vorgestellt. Die Kollegen von iFixit haben das zum Anlass genommen, das Topmodell, das S20 Ultra, einem ihrer bekannten Teardowns zu unterziehen. Viele Überraschungen birgt das Innenleben zwar nicht, es gibt aber viele, beachtliche Neuerungen, die Samsung ja im Vorfeld auch ausgiebig vermarktet hat.

So ist der Sensor mit 108 Megapixeln für ein Smartphone riesig. Es ist also weniger die hohe Pixeldichte, als vielmehr die Größe des Sensors, die bessere Fotos verspricht. Das kann ich auch vom Xiaomi Mi Note 10 so bezeugen. Am Ende ist auch das Samsung Galaxy S20 Ultra ein Smartphone, das mit viel Technik auf engstem Raum bestückt wurde.

Dabei haben die Südkoreaner allerdings auch mit Klebstoff nicht gegeizt, wie das obige Bild von der Entnahme des Akkus eindrucksvoll unterstreicht. Doch das Innere würdet ihr ja nur zu sehen bekommen, solltet ihr versuchen das Smartphone zu reparieren. Und genau das sei laut iFixit eher nicht zu empfehlen – erst recht nicht für Laien.

Denn man vergibt am Ende nur einen Repairability Score von 3/10. Das liegt unter anderem daran, dass man die zerbrechliche Glasrückseite nur schwer entfernen könne, denn auch sie ist mit Klebstoff befestigt. Und auch der bereits erwähnte Akku ist durch sein Meer von Klebstoff nur schwer zu entfernen, zumal das Risiko besteht dabei ein Verbindungskabel in der Nähe zu beschädigen.

 

Auch eine Reparatur des Bildschirms, einem der Bauteile, das natürlich am leichtesten Schaden nimmt, ist komplex. Dafür müsste direkt ein ganzer Teardown durchgeführt werden bzw. auch weitere Komponenten müssen dann zwangsläufig mit ausgewechselt werden. Allerdings ist diese Bewertung durch iFixit heute auch nicht mehr ungewöhnlich. Zum Vergleich: Auch das Samsung Galaxy Note 10+ 5G wurde etwa mit einem Repairability Score von 3/10 abgespeist.

Gefällt dir der Artikel? Dann teile ihn mit deinen Freunden.

André Westphal

Hauptberuflich hilfsbereiter Technik-, Games- und Serien-Geek. Nebenbei Doc in Medienpädagogik und Möchtegern-Schriftsteller. Hofft heimlich eines Tages als Ghostbuster sein Geld zu verdienen oder zumindest das erste Proton Pack der Welt zu testen. Mit geheimniskrämerischem Konto auch bei Facebook zu finden. PayPal-Kaffeespende an den Autor.

Neueste Beiträge

Mit dem Absenden eines Kommentars stimmst du unserer Datenschutzerklärung und der Speicherung von dir angegebener, personenbezogener Daten zu.

10 Kommentare

  1. Warum verlinkt ihr den Teardown dann nicht auch?

  2. Schon echt traurig. Smartphones wie das S20 sollten zusätzlich besteuert werden und Alternativen die besonders gut zu reparieren sind, müssen mit dem Geld vergünstigt werden. Geräte wie Fairphone und Shiftphones müssen gefördert und attraktiver gemacht werden, als Wegwerfsmartphones. Dann steuern viele Hersteller zumindest in europäischen Märkten mit speziellen Modellen sehr schnell um.

    • Genau, ich würde allgemein den Steuersatz auf 100% anheben und den Bürgern Essensmarken zur Verfügung stellen. Gerade in einer Steueroase wie Deutschland wäre es mal an der Zeit dafür.

      Schluss mit diesem Steuerdumping!

  3. Bild mit „Viel Klebstoff“ = manipuliert! Aus dem Video sieht man nicht viel Klebstoff, nur rund um die Akku mehr nicht. !

  4. Wenn Samsung das mal repariert und als „refurbished“ verkauft, lohnt sich das überhaupt wirtschaftlich? Oder wird das bei denen an einem extra Bank automatisch auseinandergenommen?

  5. Die Galaxy S Reihe von Samsung lässt sich schon lange nicht mehr einfach selbst reparieren.
    Der iFixt Score von S8 & S9 lag bei 4. Der vom S10 bei 3.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Bevor du deinen Kommentar abschickst:
Für eine offene Diskussion behalten wir uns vor, jeden Kommentar zu löschen, der nicht direkt auf das Thema abzielt oder nur den Zweck hat, Leser oder Autoren herabzuwürdigen. Wir möchten, dass respektvoll miteinander kommuniziert wird, so als ob die Diskussion mit real anwesenden Personen geführt wird. Dies machen wir für den Großteil unserer Leser, der sachlich und konstruktiv über ein Thema sprechen möchte - gerne auch mit Humor.

Du willst nichts verpassen?
Neben der E-Mail-Benachrichtigung habt ihr auch die Möglichkeit, den Feed dieses Beitrags zu abonnieren. Wer natürlich alles lesen möchte, der sollte den Hauptfeed abonnieren. Alternativ könnt ihr euch via E-Mail über alle neuen Beiträge hier im Blog informieren lassen. Einfach eure E-Mail-Adresse hier eingeben, dann bekommt ihr 1x täglich morgens eine Zusammenstellung. Mit dem Absenden willigst du unserer Datenschutzerklärung und der Speicherung von dir angegebener, personenbezogener Daten zu.